Der Report hat schon einiges an Coverage ausgelöst:
http://www.crossingwallstreet.com/archives/2010/…about-etfs.html
MMI
Der Report hat schon einiges an Coverage ausgelöst:
http://www.crossingwallstreet.com/archives/2010/…about-etfs.html
MMI
Die FTD thematisiert wieder die Risiken durch ETFs: http://www.ftd.de/finanzen/maerk…s/60038512.html
Verlust im ETF Desk der UBS
http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/09/1…ne-strikes-ubs/
Mal abwarten ob es mehr News gibt.
Spannend.
Am besten ist der Kommentar von "UK Taxpayer":
"I heard FT Alphaville are only five degrees of separation from Adolf Hitler."
Oben wurde bemaengelt, dass
1) manche ETFs nicht die Aktien enthalten, die man aufgrund des Indices erwarten wuerde. Stattdessen enthalten sie irgendwelche andere Sicherheiten und bekommen ihre Performance von einem OTC Swap mit einer Investmentbank.
2) zumindest in den USA ETFs nackt leerverkauft werden koennen
Es gibt noch ein weiteres Risiko, dass nicht nur in ETFs, sondern auch in normalen Fonds schlummert: naemlich, dass die Aktien, die der Fonds haben sollte, verliehen sind.
In einer 2008-Situation kann das durchaus relevant sein. Dann willst Du eben Aktien besitzen, weil das ein Realwert, zwar mit Geschaeftsrisiko, aber ohne Kontrahentenrisiko ist. Wenn Dein Fonds seine Aktien aber an Lehman (oder wen es auch immer dann erwischt) verliehen hat, hast Du leider nur eine OTC-Forderung an eine Bank anstelle der Aktien.
Die OTC-Verbindlichkeiten der Banken werden aber nicht auf ewig von der Politik gerettet werden (koennen). D.h. dort stehen irgendwann in den kommenden Jahren auch Kapitalschnitte an. Wohl dem, der Aktien direkt haelt und nicht ueber Fonds.
Dieser Artikel aus der FT sagt z.B., dass fuer BlackRock (iShares XYZ-Fonds) die Einnahmen aus der Aktienleihe durchaus eine Rolle spielen. Bei BlackRock fliessen die Leihgebuehren offenbar zu 40% dem Emittenten und nicht dem Fondsvermoegen zu, obwohl das Fondsvermoegen das Risiko natuerlich voll traegt (Wie war das mit treuhaenderischer Verwahrung...?)
Laut FT wird ab Ende Februar 2013 europaweit die Regulierung so geaendert, dass die Leihgebuehren zu 100% dem Fondsvermoegen zufliessen muessen. Dann geht evtl. das Volumen der Aktienleihe zurueck, weil es dann keinen extra-Anreiz mehr fuer den Emittenten gibt.
Matze kann ja die Sache mit den iShares-Fonds nochmal ueberdenken. Ich lege jedenfalls Wert darauf, dass ich verbrieftes Eigentum an den AGs habe und nicht nur eine Forderung an eine Investmentbank/Hedge Fund.
Balkenchart
Das Risiko ist real, aber nicht nur bei Fonds so. Bei Swap Etfs kommt das Risiko ja noch oben drauf - denn die Emittenten laden ja extra Aktien in den ETF die besonders hohe Leihgebühren haben.
Wenn Du Pech hast und bei Interactive Brokers & Co. ein Depot hast kann es ja trotzdem sein, dass Deine Aktien verliehen sind - weil je nach Broker damit auch Zusatzerträge erzielt werden.
Ein Weg dem wirklich entgegenzutreten ist bei den Firmen anzufragen und sich ins Aktienregister einschreiben zu lassen. Dann hast Du zwar das Risiko eine Weile handlungsunfähig zu sein - bist aber eingetragener Eigentümer.
Da die genannten Risiken aber höchst theoretisch sind würde ich für Friends&Family würde ich aber immer noch Ishares empfehlen - die sind erstens die größten (too big to fail) und zweitens die saubersten -auch wenn nicht die billigsten... (es gibt ja swap ETF die Index +15BP liefern - mithilfe der Leihgebühren)
Ich halte das Risiko fuer sehr real, dass es irgendwann bei den ganzen OTC-Verbindlichkeiten Kapitalschnitte geben wird. Und dann sind verliehene Aktien genauso betroffen wie die Swaps in den Swap-ETFs.
Meine 'Loesung' ist die, dass ich nur Aktien direkt halte, ohne irgendwelche Fonds dazwischen, und zwar im Depot bei der Sparkasse um die Ecke. Das Restrisiko, dass ich damit habe, ist dass die Sparkasse bei der Verwaltung der Kundendepots betruegt. Das ist hoffentlich nicht der Fall.
Nach MF Global und Peregrin Financial wuerde ich den Hauptteil meines Aktienvermoegens auf keinen Fall einem US-Broker anvertrauen. Ich schliesse den deutschen Ableger von IB da mal sicherheitshalber ein.
Jetzt eine Frage: Welche Optionen habe ich theoretisch noch, um auch noch das Risiko auszuschliessen, dass meine Sparkasse um die Ecke bei den Kundendepots krumme Sachen macht? Es geht dann darum, wie die Clearingstelle den Eigentuemer der Aktien festhaelt, d.h. ob dort steht "Balkenchart persoenlich" oder "Kunden der Sparkasse um die Ecke". Wie funktioniert das im Detail, und wie kann ich darauf Einfluss nehmen?
Balkenchart
PS: Es ist doch nach wie vor richtig, dass meine Sparkasse um die Ecke meine Aktien nicht verleihen darf? Richtig, oder muss ich hier auch misstrauisch werden?
Früher gab es effektive Stücke, die konnte man
sich in den Tresor legen. Ich weiss nicht ob
es diese noch gibt.
Habe dazu mal gelesen, dass es eine Möglichkeit ist, ständig ein hohes (utopisches) Verkaufslimit zu platzieren. Dann darf die Bank nicht verleihen. Quelle habe ich jetzt nicht zur Hand. Müsste das nochmal nachsehen. Evtl. kannst Du das ja auch bei deiner Sparkasse erfragen.
#derivatus,
das gibt es eigentlich nicht mehr. Der Hauptvorteil der effektiven Stücke war ja die "Steuerkomponente".
Sonderfälle gibt es aber, z.B. die 1860 München Anleihe.....
Was mir aufgefallen ist,
bei den Übertragung von Aktien, die ich bei InteractiveBrokers kaufte und zu einer vertrauenswürdigen Bank in Deutschland übertrug, wurde immer die Lagerstelle geändert.
Aus den hier genannten Gründen übertrage ich ab einem gewissen Aktiengegenwert bei InteractiveBrokers zu meiner vertrauenswürdigen Bank in Deutschland.
Gruß SirLarry
Ich wollte es genau wissen, ob meine Sparkasse irgendwelche Wertpapiere der Kunden verleihen darf.
Hier ist das DepotG, zuletzt geaendert in 2009:
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/wpapg/gesamt.pdf
Nach Par. 12,12a,13 duerfen sie es nicht, ausser es ist schriftlich vereinbart worden, z.B. im Zuge eines Wertpapierkredites.
Ich hoffe, das gefundene PDF gibt die derzeitige Rechtslage wieder und mein Verstaendnis ist richtig.
Ansonsten lesenswert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wertpapierdepot
http://de.wikipedia.org/wiki/Globalurkunde
und ein alter Thread.
Balkenchart
PS: Es ist evtl noch zu klaeren, ob Ihr vielleicht bei der Depoteroeffnung (oder irgendwann danach) einmal etwas unterschrieben habt, das der Bank die Wertpapierleihe gestattet. Also ggf. einfach schreiben und explizit Einwilligung widerrufen.
Bei den Kursrückgängen am Donnerstag ist bei einigen ETFs wohl etwas durcheinandergekommen. In dem folgenden Artikel wird nicht genau klar, was das Problem ist, aber hier ist er:
http://www.cnbc.com/id/100833270
Balkenchart
Wenn ich das schon wieder lese: "The losses for ETFs today were far beyond what the most sophisticated financial risk models could have predicated for worst-case scenarios," said Bryce James, president of Smart Portfolio, which provides ETF asset allocation models.
Das hört sich an, als wären da ETFs die über Swap-Portfolios geregelt werden an Ihre Kapazitätsgrenzen gekommen.
ZitatOriginal von sirlarry
Was mir aufgefallen ist,bei den Übertragung von Aktien, die ich bei InteractiveBrokers kaufte und zu einer vertrauenswürdigen Bank in Deutschland übertrug, wurde immer die Lagerstelle geändert.
Was verlangen die eigentlich dafür? Auf deren Webseiten könnte ich das nicht entdecken.
Tugkan Tuzun (Federal Reserve): Are Leveraged and Inverse ETFs the New Portfolio Insurers?
Balkenchart
Ich kann nur Murray Stahl und das ganze Research zum Thema empfehlen. Bescheuerte Welt:
http://www.horizonkinetics.com/docs/Devil's Advocate Compendium March 2015.pdf
Ich kann nur Murray Stahl und das ganze Research zum Thema empfehlen. Bescheuerte Welt:
http://www.horizonkinetics.com/docs/Devil's Advocate Compendium March 2015.pdf
Dein link hat's irgendwie zerschossen. Bei mir hat der download hier geklappt:
Wie läuft das eigentlich bei ETFs mit den Dividenden und Quellensteuern?
Wenn ich sagen wir 3 Einzelaktien habe, eine aus D, eine aus F, eine aus I, dann bekomme ich für die Aktie aus D die volle Dividende, für die Aktie aus F werden mir vorher irgendwie 25% von F abgezwackt, davon 10% angerechnet, so dass ich noch 85% bekomme, den Rest kann ich mir je nach Broker etc. in zumutbarer Zeit zurückholen, ist aber ggf. teurer als darauf zu verzichten. Bei I ist es dasselbe wie für F, nur dauert es halt 5 oder 10 Jahre, bis eventuell eine Erstattung kommt.
Wenn ich jetzt einen ETF kaufe, der aus diesen 3 Aktien besteht, wie wird da quellenbesteuert? Nach dem Land des ETFs? Nach dem Land jedes einzelnen ETF-Käufers? Wobei es möglicherweise noch Unterschiede gibt zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs. ![]()
In einem ETF mit hunderten Werten wäre das nicht so interessant, aber ich schaue gerade auf Lyxor Stoxx Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF Acc (WKN LYX02P) , da hat halt eine Handvoll Werte den Löwenanteil (z.B. Total, BP, Royal Dutch zusammen >50%).
Kurz, kann man per ETF die Quellensteuerproblematik umgehen?