Vermutlich ist das hier im Forum ein völlig aussichtsloses Unterfangen, aber ich würde gerne mal versuchen, das Thema Goldpreis sachlich und
unabhängig vom Sinn und Unsinn von Fiat-Money und Golddeckung
zu diskutieren.
Also mich würden Argumente für/gegen einen mittelfristigen Anstieg des Goldpreises interessieren, und zwar unter der Annahme, dass es zu keinem Meltdown bei des Fiat-Money-Systems kommt, sondern dass dieses sich (wenn auch unter würgen) noch hält und auch die politischen Systeme auf dem aktuellen Niveau erstmal mehr oder weniger stabil bleiben.
Wäre toll, wenn hier keine wilde ideologische Diskussion entsteht (dafür haben wir ja schon Dutzende andere Threats) sondern wer will einfach kurz möglichst objektiv Argumente einwirft / austauscht.
Der Hintergrund ist, dass der ein oder andere vielleicht auch ideologiefrei in Gold investiert ist oder darüber nachdenkt und sich über die Pros/Cons austauschen möchte.
Ich fange mal mit ein paar Stichpunkten an.
Für höheren Goldpreis / für Goldbesitz spricht m.E.:
- mögliches Ansteigen der Inflation
- evntl. dauerhaft niedrige Rendite von Anleihen
- Vertrauensverlust in das Wirtschaftssystem
- Vertrauensverlust in die Weltreservewährung
- zunehmende Ankäufe von Gold durch Zentralbanken
- massiv steigende weltweite Geldmenge
- zunehmende physische Nachfrage aus Schwellenländern (wie China und Indien)
- historisch gesehen niedriger Goldpreis relativ zur Welt-Wirtschaftsleistung
- zunehmende Kosten(Energie) bei der Goldförderung
Für einen niedrigeren Goldpreis / gegen Goldbesitz spricht m.E.:
- schnell abflauende Nachfrage im Fall von sich stabilisierenden Finanzmärkte
- ggf. Verkäufe durch Zentralbanken
- keine Zinsen/Dividenden
- ggf. Handels/Besitzbeschränkungen
Man sieht, mir fallen wenig Con-Argumente ein, ich wäre aber dankbar für Ergänzungen.