Goldpreisentwicklung - Versuch der ideologiefreien Debatte

  • Krankenhaus Skalpelle sind aus Silber.

    Das wäre mir neu. Meines Wissens sind die aus Edelstahl, völlig unabhängig von den antibakteriellen Eigenschaften von Silber. Es gibt Socken, die mit Nanosilber beschichtet sind, damit die Füße nicht so nach Schweiß riechen (der Schweißgeruch entsteht durch Bakterien, die den eigentlich geruchlosen Körperschweiß zersetzen).

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • Ich bin ueberrascht dass es tatsaechlich nicht stimmt: Skalpelle sind aus Edelstahl und werden steril und nur einmalig benutzt.

    Richtig ist zumindest, dass Silber in der Medizin wegen seiner Antimicrobiellen wirkung gegen Bakterien, Viren und Pilzen genutzt wird: Vereinzelt Katheter/Kanuelen und Wundheilverbaende.

    Silber verzoegert allerdings auch die Wundheilung. Ausserdem kann man nach haeufigem Silberkontakt resistent werden. Das ist zwar seltener als die Antibiotika resistenz, dennoch nutzt man deshalb Silber nur gezielt (und nicht staendig), damit es auch spaeter noch wirksam bleibt.

    Auch die Silbermuenze (oder haeufiger: Silberloeffel) in der Milch stimmt. Die Abgabe an Silberionen ist nicht zuverlaessig gleichmaessig stabil. So hilft es, aber mal mehr und mal weniger.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Konkrete Beispiele der letzten 2 Jahrzehnte irgendwo auf der Welt?

    Zugegeben, nicht aus den letzten 2 Jahrzehnten. Ich kenne nur Familiengeschichten aus der Zeit vom Zusammenbruch des 3. Reichs bis zur Einführung der DM, als Gold in der Not geholfen hatte. Reichsmark wurde nicht angenommen. Man hätte natürlich auch gegen andere Waren (Auto, eine Kuh?) tauschen können, wenn man die durch den Krieg gebracht hätte.

  • Und weiter geht' s:

    Gold über 3.800 $, Silber über 47 $ und Platin über 1.600 $. Ich kann mich nicht erinnern, einen derartig anhaltenden (nahezu Rücksetzer freien) Aufwärtstrend wie in den letzten Wochen bei Edelmetallen schon einmal gesehen zu haben. Inzwischen zwar stark überkauft, aber auch kein Fahnenstangenchart.

  • Ja, krass. So eine schnelle deutliche “Geldentwertung” gabs noch nie glaube ich.

    Und überall wird den Kunden, kauft Gold oder Goldsparplan empfohlen.

    Bitcoin scheint otu zu sein.


    Kann es sein, dass das Geld aus Bitcoin in Gold fließt? Der Bitcoin Kurs geht ja runter, während Gold steigt.

  • Ja, krass. So eine schnelle deutliche “Geldentwertung” gabs noch nie glaube ich.

    Und überall wird den Kunden, kauft Gold oder Goldsparplan empfohlen.

    Bitcoin scheint otu zu sein.


    Kann es sein, dass das Geld aus Bitcoin in Gold fließt? Der Bitcoin Kurs geht ja runter, während Gold steigt.

    Hm. Ich finde es geht.
    Seid ihr sicher dass diese Rallye schon in der Masse angekommen ist?

    Noch sind mir kaum Spiegel- oder Bildtitel zu Gold aufgefallen. Oder habe ich die nur verpasst?
    Auch in der Kantine, und von den Bekannten die sonst gut als "Kontraindikator" (oder zumindest als "Mainstreamindikator") dienen, habe ich eigentlich noch nichts zum Thema Gold gehört die letzten Wochen.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Zum Minen kaufen ist es allerdings wohl echt zu spät.
    Newmont - hatte ich nach drei Jahren darben im Früher abgestossen - ziemlich genau vor der Rallye, mittlerweile verdoppelt.
    Barrick & Co auch.
    Und die waren vorher schon nicht richtig billig und sind es jetzt wieder nicht zu aktuellen Goldpreisen. Da wird eher noch mehr Anstieg vorweggenommen.

    Was man (noch) haben müsste: Polymetal, in seiner alten Stuktur. Das wäre jetzt ein Traum.
    Verdammte EU....ist schuld dass ich nicht reich(er) werde. :cursing:

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Die südafrikanischen Minen gehen noch ganz anders ab.

    Problem ist bei denen halt das Länderrisiko.

    Kaufen würde ich aktuell auch nicht. Aktuell denke ich eher über (Teil-) Verkäufe nach.

    Die letzten Wochen ging es bei den Minen gehebelt nach oben - wie es eigentlich sein sollte, aber lanhge schon nicht mehr der Fall war. Auch Silber und Platin hebeln gegenüber Gold. Lange Zeit davor war es gerade umgekehrt.

    Bei der längst überfälligen Korrektur des Goldpreises wird es dann gehebelt nach unten gehen.

    Vielleicht kann man danach nochmal in Minen rein.

  • Ja, krass. So eine schnelle deutliche “Geldentwertung” gabs noch nie glaube ich.

    Und überall wird den Kunden, kauft Gold oder Goldsparplan empfohlen.

    Bitcoin scheint otu zu sein.


    Kann es sein, dass das Geld aus Bitcoin in Gold fließt? Der Bitcoin Kurs geht ja runter, während Gold steigt.

    Es ist genau andersherum.

    BTC hält sich aktuell stabil bei über 100.000$. Im Q4 erwarten viele einen letzten steilen Anstieg u.a. aber nicht ausschließlich durch Finanzflüsse von Gold in BTC.

    In 2026 wird BTC dann wieder schwächeln. Analoge Bewegung gilt versetzt für Kryptominer, Treasuries, Altcoins, Etherium, usw.

    Ich habe aktuell die ersten Miner-Aktien verkauft - evtl. noch etwas zu früh, aber sicher ist natürlich auch hier nichts, von daher nehme ich schonmal ein paar Gewinne mit.

    Anschnallen!

  • Ich sagte es doch, Gold geht gerade steil, jetzt bereits über 4000$. Mit dem Chart von yps aus #962 ist nun klar, daß Gold historisch teuer ist. Der Momentumfaktor ist sicherlich intakt. Aber so eine exponentielle Fahnenstange, wie wir sie aktuell sehr wohl sehen, selbst im logarithmischen Chart, hält nicht ewig an, das Ende dürfte zumindest zeitlich nahe sein - preislich ist es natürlich schwer zu sagen, gerade weil bei Gold alles möglich ist.

    Gold ist Geld. Zwar aktuell kein Zahlungsmittel und wohl auch künftig nicht. Aber als Wertaufbewahrungsmittel und Bewertungseinheit das ultimative Geld.

    Wenn man wie üblich die Wertentwicklung einzelner Assetklassen in Dollar oder Euro misst, dann steigt alles. Die sogenannte Alles-Blase.

    Misst man die Perormance hingegen in Gold, dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Dann bleibt nicht viel übrig, was überhaupt im Plus ist. Dann verschwindet auch die Blase.

    Klingt schlau, aber sorry, das ist völliger Unsinn. Die Kursentwicklung von Gold zeigt eben gerade, daß es ein Asset ist. Daß Immobilien in den letzten 20 Jahren, also nach damals bereits 15jähriger Durststrecke, real um mehr als die Hälfte bis mehr als zwei Drittel gefallen sein sollen, ist gerade zu lachhaft. Gold hat Deiner Angabe nach nicht nur in den letzten 20 Jahren den Performance-DAX übertroffen, der sich in dieser Zeit in Euro nur verfünffacht hat, was vielleicht auch am Ausgangszeitpunkt liegt, sondern es hat sogar seit Anfang der 1970er Jahre, also nach der Freigabe des Goldpreises, den S&P500-Kursindex deutlich outperformt: Gold >100x, S&P500 ca. 68x (~100 auf 6755). Wir hätten nach dieser Interpretation also seit über 50 Jahren einen Salamicrash - das übertrifft sogar Roland Leuschel. ;) Das glaubst Du doch selbst nicht. Die Wahrheit ist vielmehr: Gold ist einfach historisch in jeder Hinsicht teuer!

    Es wäre dennoch stimmig, daß wir uns in so einer Art vorauseilender Katastrophenhausse befinden, wie ja auch schon woodpecker andeutete, d.h. lange vor der Verbraucherpreisinflation nehmen die realen Vermögensgüter dies vorweg (Anleihen gehören nicht dazu). Daß der Goldpreis darauf am empfindlichsten reagiert, würde auch passen.

    Jedenfalls, mit dem Goldpreis auf solchen Rekordhöhen würde ich ans Verkaufen denken, jedenfalls wenn man Gold als Investment hält und nicht nur eine geringe Menge als Notgroschen. Es finden sich freilich immer Begründungen für noch höhere Kurse, der Vergleich mit der Geldmenge - man darf sich diejenige aussuchen, welche die höchsten Kursziele begründet - oder was auch immer. Ich verstehe, daß die Alternativen nicht leicht sind, aber es finden sich immerhin noch genügend attraktive Valueaktien. Hängt allerdings vielleicht auch davon ab, von welchem Szenario man ausgeht.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Ist es nicht. Nur wenn Du Dir einredest dass Du Dein Gold in einem Schliessfach bei der Bank lagern musst. Nein, soviel vertrauen musst Du schon haben, es in Deinem Haus zu verstecken. Mauer es doch ein? Findet kein Einbrecher so schnell...

    Das meinte ich nicht. Bankschließfächer sind nicht sicher, sie sind wahrscheinlich sogar der unsicherste Ort, wo man Gold aufbewahren kann. Es kommt immer wieder einmal vor, daß sie aufgebrochen werden. Oft sind sie nur noch bis zu einer niedrigen Summe versichert, abgesehen daß schon das kostet, und darüber hinaus muß man es teuer selbst versichern. Von extremeren Szenarien schreibe ich gar nicht, da wären Schließfächer vermutlich auch der erste Ort, an dem man Gold konfiszieren würde (allerdings sehr unwahrscheinlich).

    Aber ich weiß auch nicht, ob man sich wohl fühlen sollte, wenn man Gold von hohem Wert im Haus hat. Was ist, wenn das Haus abbrennt, findet man das dann wieder? Im Garten vergraben? Ach ja, schreibt doch auch mal, wenn ihr im Urlaub seid, von wann bis wann, damit wir uns im Forum keine Sorgen machen müssen. :) Ein Metalldetektor kostet nicht so viel und findet den Goldbarren, sofern es nicht sehr tief vergraben ist.

    Mit Gold hat das nichts zu tun gehabt, und Balkenchart hat das auch nicht behauptet.

    Das habe ich anders in Erinnerung, siehe meine Bemerkung aus #961 unten. Er hatte sehr längliche Blogs oder Foren dazu verlinkt, die Du vielleicht nicht gelesen hattest (ich auch nur überflogen). Es ist in der Tat bemerkenswert, daß zwei Rohstoffe, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben (die Förderung ist nicht relevant für den Goldpreis, das ist auch immer so ein Nonsensargument der Goldbugs), in einem so eng begrenzten Verhältnis zueinander standen. Kann aber auch nur Zufall sein.

    Wenn man heute physisch kauft, wird das m.W. registriert, oder nicht?

    Es wird m.W. nicht dem Finanzamt gemeldet, sondern nur die Händler müssen die Daten eine Zeitlang im eigenen Haus aufbewahren, damit die Behörden bei Ermittlungen einem Geldwäscheverdacht nachgehen können. Ohne Gewähr.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Selbst wenn man registriert ist - dadurch finden "sie" (wer?) das Gold noch lange nicht. Schliesslich kannst Du es privat weiter veraeussert haben.

    Metalldetektoten: dann mauer es halt ein. Ein Hausbrand... also Gold brennt nicht, und wenn die Asche kalt ist....brennen Mauern eigentlich auch nicht (Du hast das Gold eingemauert, jedenfalls laut meinem Vorschlag), und Gold brennt erst recht nicht - Du wirst es spaetestens mit besagtem Metall-Detektor wiederfinden. Aber das duerfte bei einem Hausbrand das kleinste Problem sein - was ist mit dem Haus?!

    (allerdings sehr unwahrscheinlich)

    naja, die Historie lehrt, dass genau das immer wieder passiert ist, selbst in den USA. Ich wuerde sogar sagen, es ist das wahrscheinlichste Szenario.

    Balkenchart habe ich teilweise tatsaechlich nicht gelesen. Aber mal ernsthaft, es ging doch immer um einen Dollar/Oel-Standard, nicht um einen Gold/Oel-Standard?

    Balkenchart (und da bin ich mir sicher) meinte immer, die USA sind daran interessiert dass Oel in US-Dollar abgerechnet wird. Ich weiss das Balkenchart auch ein Gold-bug ist (ich auch), aber dass er da viel ueber einen Gold/oel-Standard laborierte - es faellt mir schwer zu glauben. Vielleicht hat er auch mal schmarrn verzapft, aber im Vergleich zu mir ist er doch viel vernuenftiger.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Ich weiss das Balkenchart auch ein Gold-bug ist (ich auch), aber dass er da viel ueber einen Gold/oel-Standard laborierte - es faellt mir schwer zu glauben.

    Doch genau das hat er geschrieben, vielleicht finde ich den Faden wenn ich mal Zeit habe.

    Es war eine sehr ausführliche Geschichte, über 10 lange Posts verteilt.
    Ich war ganz neu im Forum, und es war eine gute Geschichte, daher erinnere ich mich.

    Da waren auch sehr sehr viele kluge und richtige Beobachtungen drin, wie die Geopolitik und wie die Welt in Wahrheit funktionieren.

    Das ist einer der Gründe, warum ich die "schrägen Vögel" durchaus gerne lese! (dich auch, joe, und das ist ein Kompliment, hoffe du weißt das :-) ).
    Weil mainstream bekommt man überall einfach her.

    Aber nur der schräge Vogel ist furchtlos genug und wagt es, mal komplett um die Ecke zu denken.
    Er wagt es über den Tellerrand zu schauen und das Unkonventionelle, Konträre zu sagen, auf die Gefahr hin, sich dem Spott der Masse auszusetzen.

    Hat er deswegen immer recht? Nein, natürlich nicht. Wer hat schon immer recht.

    Aber:
    Lernen kann man von den schrägen Schreibern mehr.
    Weil sie als einziges in unkartiertem Gebiet unterwegs sind.
    Der Entdecker auf seiner Karavelle damals, der hat auch mal ne neue Küste falsch eingezeichnet. Aber immerhin hat er sie überhaupt eingezeichnet.
    Während alle anderen faul zu Hause im Kontor saßen und dachte die Welt sei flach und man fällt über die Klippe wenn man raussegelt...

    Das also zu Balkenchart, ich schätzte ihn sehr und finde sehr schade ,dass er weg ist.
    Auch seine Thesen zu NATO vs Russland waren provokant, aber doch in vielen Punkte einfach richtig.
    In einigen Punkten sogar fast prophetisch, wenn man es so sagen darf.

    Was also seine These damal betraf, da sagte er, die Saudis trauten dem USD nicht, und haben daher irgendeinen Deal mit den Amis (details vergessen), der drauf rausläuft dass sie defacto in Gold bezahlt werden statt und USD (oder die direkt umtauschen wie auch immer). Dieses Gold bunkerten sie in Massen in der Wüste. Und daher sind Öl und Gold so stark verknüpft.
    Also eben genau das: Ein Gold/Öl-Standard.
    Er hat dafür alle möglichen Schnippsel rangekarrt, seltsame Interviews mit irgendwelchen Ministern, die irgendwas sagen was man angeblich so interprtieren muss. Usw.
    Wie gesagt, spannend war das schon, und in Teilen war, aber in Summe hatte er sich wohl verrannt damals. Da kam zu stark rein eben nur das zu sehen was man halt sehen will als gold bug.

    Der andere Part, dass die Amis ein Interesse an hohem Ölpreis hatten, wegen Fracking, glaube ich auch nicht.
    Sie hatten vielleicht aus einem anderen Grund ein Interesse an hohem Ölpreis, imho nämlich, weil das die Menge an nötigen USD im Welthandel erhöht, ergo die Nachfrage nach ihrem Hauptexportgut (das eine für die Amis erfreuliche Marge hat ;-)) .... Nämlich grüne Papierschnippsel.

    Aber wir entfernen uns vom Thema, eigentlich wollte ich auch grade noch paar tolle Ideen zum Verstecken von Gold schreiben.

    Also meines wirst du mit deinem Metallgerät auch nicht finden, Winter .
    Ich bin so sicher dass ich dir sogar sagen würde wo ich wohne und wann ich um Urlaub bin. Ich würde dir sogar meinen Hausschlüssel geben, eine Schaufel, und einen Presslufthammer.
    Bedingung: Wenn du es nach einer Woche nicht gefunden hast, dann musst du auf deine Kosten alles wieder reparieren und mir Gold kaufen in Höhe der Summe die ich bereits besitze.
    Aber denke dran weiträumig zu suchen...am Ende lenke ich nur ab und es liegt doch im Schließfach bei der Spaßkasse. Oder im Garten, aber nicht in meinem. Oder im Winterlager im Ankerkasten vom Boot in einem alten stinkenden Lumpen eingewickelt. Oder oder.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

    Einmal editiert, zuletzt von woodpecker (10. Oktober 2025 um 09:37)

  • Mehrere Verstecke geht auch, nur dass man nicht vergessen darf wo (Interessantes Nebenbei - Eichhoernchen vergraben zwar ihre Nuesse, aber koennen sich spaeter nicht an alle Nuesse/Verstecke erinnern). Darum besser nicht mehr als 3 Orte waehlen.

    Ich sehe es so: Die groesste Gefahr ist nicht, dass einem das Gold geklauft wird, sondern dass man keines hat falls der "Reset" kommt.

    Ich werde den Familienschatz weitervererben, nicht verkaufen, und hoffe, dass meine Nachkommen ihn nicht benoetigen sondern auch weitervererben.

    Mir ist allerdings bewusst: Spaetestens drei Generationen nach mir erinnert sich wohl kaum noch jemand an mich. Vielleicht gelingt es mir, eine kleine Tradition zu starten: Jede Generation gibt ihre wichtigste Lebenserfahrung in einem kurzen Satz weiter.

    Kurz deshalb, weil lange Texte niemand liest.

    Auf Grabsteinen stehen meist Name, Geburts- und Sterbedatum und ein Bibelvers. Ich wuerde lieber etwas hinterlassen, das wirklich hilft. Aber was? Habt ihr Vorschlaege?

    Wie waere es mit:

    "Ein Hund macht sich beliebt, weil er sich freut Dich zu sehen. Lerne davon."

    "Bei Liebeskummer denk daran: die Liebe bleibt - nur die Objekte aendern sich!"

    "Warnung: 3% der Bevoelkerung sind Psychopathen, Soziopathen, Narzissten. Informier Dich - Du wirst ihnen begegnen"

    "Haette ich mich doch wenigstens angeschnallt"

    "Wenn es mir gelang, meiner Mutter zu vergeben, dass sie damals nicht die Pik neun rausgelegt hatte, dann kannst Du Deinen Mitmenschen gegenueber vielleicht auch etwas nachsichter sein, wenn da z.B. jemand falsch in der Einbahnstrasse geparkt hat"

    "Wenn Du tod bist, dann weisst Du nicht dass Du tod bist. Es ist nur schwer fuer die anderen. Genauso verhaelt es sich wenn Du bloed bist!"


    Das waere doch mal hilfreich? Wir gehen manchmal ueber Friedhoeffe, lesen uralte Grabsteine "In Liebe und Dankbarkeit des Vaters, der uns immer liebte, den wir nie vergessen." (100 Jahre spaeter: wer ist dass?)

    Naja, am Hilfreichsten sind die Goldmuenzen des Ur-Ur-Grossvaters Joe, mehr wert als jeder Spruch.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

    Einmal editiert, zuletzt von Joe (10. Oktober 2025 um 12:48)

  • Mehrere Verstecke geht auch, nur dass man nicht vergessen darf wo (Interessantes Nebenbei - Eichhoernchen vergraben zwar ihre Nuesse, aber koennen sich spaeter nicht an alle Nuesse/Verstecke erinnern).

    Anekdotisch. Offenkundig bin ich ein Eichhörnchen.

    Meine Frau trägt keinen Schmuck. Noch nie. Hat allerdings diversen von ihren und meinen Eltern geerbt.
    Ein Teil wurde bei einem Einbruch geklaut (erfreulicherweise hat das die Versicherung gezahlt).
    Den Rest haben wir im Haus versteckt. Nach ein paar Jahren wollten wir den Schmuck mal wieder rausholen. Leider haben wir beide vergessen wo. Mehrstündige Suche blieb ohne Ergebnis.

    Nun, vielleicht finden wir den beim Auszug irgendwann einmal. Oder halt auch nicht. Dann freut sich villt. jemand beim Abriss.

  • Naja, am Hilfreichsten sind die Goldmuenzen des Ur-Ur-Grossvaters Joe, mehr wert als jeder Spruch.

    Auf jeden Fall. Nur Bares ist Wahres.

    Aber wenn du schon nen Spruch hinterlassen willst, dann nicht auf dem Grabstein, sondern lass ihn doch auf deine Goldbarren eingravieren!

    Dann kannst du 100% sicher sein, dass er von jeder Generation die den Klunker mal erbt gelesen wird.

    "Das hier ist ein Geschenk aus der Vergangenheit - verwende es weise. Oder versauf es einfach, auch gut"

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • ^^

    Joe: Wegen Balkenchart kannst Du nach FOFOA suchen, so hieß glaube ich der Blog, den er zitierte. Es war auch in diesem Thread.

    Balkenchart hätte glaube ich nicht behauptet, daß Gold einmal wieder Zahlungsmittel würde, sei "höchstwahrscheinlich". Etwas anderes ist es auf internationaler Ebene, als Reservewährung der Zentralbanken und kühn gedacht vielleicht einmal als Verrechnungseinheit zum Settlement der Zentralbanken untereinander, um Ungleichgewichten entgegenzuwirken und nicht Staatsschulden halten zu müssen, falls die Chinesen und andere einmal nicht mehr von den Launen der USA abhängig sein wollten (was sie derzeit ohnehin bereits sind). Wer weiß, was da im Hintergrund abläuft. Es dürften jedenfalls eher die östlichen Privatanleger sein, die derzeit kaufen, und vor allem deren Zentralbanken, wie seit 2010 schon (deren Bestände in Tonnen steigen). Das diskutieren wir ja schon, seit die Vermögenswerte der russischen Zentralbank eingefroren wurden, jedenfalls dachte ich mir das (leider war Gold damals schon gut gelaufen). Das würde auch erklären, warum man auf den Titelseiten der hiesigen Gazetten wenig von Gold liest. (In der letzten Zeit wurde es vielleicht unter Anlegern mehr ein Thema, weiß ich nicht). Siehe auch, wenngleich vom absoluten Niveau her unbedeutend:

    Externer Inhalt pbs.twimg.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Laut Wikipedia hatte die Deutsche Bank vor genau elf Jahren einmal nach verschiedenen Metriken einen fairen Preis für Gold bestimmt, die wahrscheinlich bis auf eine wenig bedeutend sind: https://en.wikipedia.org/wiki/Gold_as_a…ainst_inflation Nach CPI und Pro-Kopf-Einkommen dürfte sich seither nicht so viel verändert haben, etwa entspricht es dem 17,5:1-Verhältnis in der Erdkruste zu Silber, das derzeit bei 875$ liegen würde. Dürfte ziemlich hinkommen. Für den sprichwörtlichen Anzug würde ich 399€ schätzen, aber ich habe schon Jahre keine Klamotten mehr gekauft. Für Kupfer könnt ihr selbst ausrechnen, fürs Verhältnis zu Öl hatte ich kürzlich den Chart gebracht, nachdem es auf absolutem Rekordstand steht (die Phase des Nullpreises im April 2020 ausgenommen). Positive Realzinsen haben wir derzeit auch noch, die immer mit negativer Veränderung des Goldpreises einhergingen. Aber ich halte das alles für unbedeutend, weil Gold ein finanzielles Asset ist, und kein Industrierohstoff, der laufend verbraucht wird. Bei denen wirkt ein Preisanstieg sich selbst entgegen, weil er Anreize setzt, das Angebot auszuweiten. Gold hingegen wird fast nicht verbraucht und die Neuproduktion ist wenig bedeutend im Verhältnis zum Bestand. Daher kann dieser Mechanismus dort nicht wirken; selbst wenn das Angebot verdoppelt wird, ändert sich nicht viel. Übrigens auch so ein Nonsensargument der Goldnarren, als ob es eine Rolle spielen würde, ob der (damalige) Goldpreis profitabel sei für die Minen oder nicht. Das spricht dann allenfalls gegen die Minen und nicht für Gold.

    Im Verhältnis zum S&P500 würde sich laut DB hochgerechnet um 3000$ ergeben. Das ist ein sinnvollerer Maßstab, wenn nämlich angenommen Gold einen im Zeitverlauf zwar schwankenden Anteil an den Anlegerdepots hat, der aber selbst wiederum zumindest keinem langfristigen Trend unterliegt (etwa gegen null gehend) - um nicht sagen zu müssen, daß der Anteil langfristig gleich bleibt. Ich bin mir allerdings nicht sicher, welchen Vergleichsmaßstab man wählen sollte. Immobilien und Anleihen haben eine geringere Performance als Aktien. Bei denen ist auch noch die Frage, ob man den Kurs- oder den Performanceindex wählen sollte. Das, was nicht thesauriert, sondern verkonsumiert wird, zählt dabei nicht. Vielleicht ist der Kursindex deshalb hinreichend ok, wie es S&P500 und Dow Jones sind? Jedenfalls, nach beiden Verhältniszahlen hat sich Gold seit Anfang der 1970er Jahre besser entwickelt, wobei die Bandbreite enorm ist, anders als etwa beim KGV. Wir sind derzeit irgendwo in der Mitte, vielleicht Gold schon leicht überdurchschnittlich bewertet, siehe DB, relativ zu einem bereits teuren Aktienmarkt wohlgemerkt, aber die Spanne ist so groß, daß nahezu alles möglich scheint, ein Verzehnfacher wie auch -80%. Es hängt auch davon ab, welches Startdatum man wählt. Ein sinnvoller Vergleich ist m.E. erst seit Anfang der 1970er möglich, aber damit hat man auch keine allzulange Datenbasis. In den ersten Jahren hatte Gold wahrscheinlich Nachholpotenzial, es mußte erst einmal den angemessenen Depotanteil (=Preis) finden.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Beispielsweise auf einer englischen £10-Banknote steht "I promise to pay the bearer on demand the sum of ten pounds"

    Vermutlich wurde das Wort "Sterling Silver" gestrichen.

    Heute wuerde man oft genug Geld ueberweisen wollen, und das ist umstaendlich wenn man Silberbarren versenden wuerde. Es ist also schon Bedarf da nach Zahlungsversprechen auf Herausgabe einer bestimmten Menge Silber oder Gold.

    In einem Goldstandard kann man dann auch mit echtem Gold bezahlen, wenn es Dir einer abnimmt. Der Vorteil einer goldgedeckten Banknote ist, dass sie schwerer zu faelschen ist, waehrend man schon mal reingelegt werden kann mit einem minimal veraenderten Goldbarren, der einen Bleikern hat mit Gold aussenrum, und man will auch nicht immer die Feingewichtswaage dabei haben.

    Bargeld, auch heute, ist eigentlich nur ein kleiner Bruchteil allen Geldes. Auch ich muss gestehen - das meiste Geld was ich habe, das habe ich nicht in bar, sondern auf dem Bank Konto.

    Aber wenn wer will, kann er in einem Goldstandard natuerlich auch lieber das Gold waehlen. Die Zentralbank haette keine sonderliche andere aufgabe als Gold aufzubewahren und eventuell herauszugeben. Vielleicht, am Anfang wuerden sich die Goldspeicher leeren. Und die Leute lieber mit Gold muenzen bezahlen. Es wuerde funktionieren. Ein Goldstandard ist nicht darauf angewiesen dass alles Gold bei der Zentralbank bleiben muss, das ist haarstraeubender bloedsinn Winter.

    Darueber zu argumentieren ist muessig: die Geschichte zeigt doch, dass das funktioniert hat. Und so kam auch das deutsche Gold in die USA: weil die Deutschen so daemlich waren, Zahlungsversprechen zu bunkern und nicht Gold. Als dann der Goldstandard aufgehoben wurde, hatten die Franzosen mit Kriegsschiff Begleitung ihr Gold abgeholt, waehrend Deutschland das nicht tat. Warum auch immer. Noch heute liegt deutsches Gold in London und den USA, und sicherlich gibt es einge unter euch, die dieses Geschwaetz glauben es diene der Diversifikation. Muss wohl so sein, wenn es doch die Regierung sagt!


    Der Goldstandard ist natuerlich viel wahrscheinlicher als der Silberstandard, weil die Zentralbanken Gold besitzen und nicht Silber. Die Macht hat in einem Goldstandard nur dann einen Vorteil wenn sie auch Gold haben. Wenn sie kein Gold haben, dann koennen sie es sich verdienen und zwar von denen die Gold haben. Es waere doch bescheuert einen Silberstandard einzufuehren, wenn man kein Silber hat.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

    3 Mal editiert, zuletzt von Joe (13. Oktober 2025 um 01:07)