Korrelation zwischen Goldpreis und Silberpreis besteht auch in den letzten 100 Jahren. Die Kausalitaet ist eigentlich seit Brettonwoods fraglich (das ist keine 100 Jahre her), aber man kann schon verstehen, wenn Gold trotz mangelndem Goldstandard dennoch als Geld angesehen wird, und Silber entsprechend im Fahrwasser von Gold auch.
Silber spielt schon seit dem 19. Jahrhundert keine Rolle mehr als Basis des Geldsystems. Gold hatte die noch etwas länger. Heute ist es nur noch Reserveasset der Zentralbanken. Das ist das, was am nächsten dran ist am Goldstandard. Das trifft auf Silber nicht zu.
Daß es angeblich zu wenig Silber gibt, ist der nächste Denkfehler. Es wird jährlich glaube ich etwa so viel neu produziert wie es an Bestand gibt. Wenn bei ausreichend hohem Preis die Industrienachfrage zurückgeht, dann wird sich der Bestand dementsprechend schnell vervielfachen.
Trotzdem stimmt es wie oben beschrieben, daß der Silbermarkt volatiler und damit anfällig für starke Preisspitzen ist. Es kann nur um 100% fallen, aber sich auch vervielfachen. Solche Spitzen sollte man wie gesagt zum Ausstieg nutzen. Das Timing ist aber nicht einfach.
Gerd Kommer meinte letztens in einem Podcast, es sei egal, auf welches von beiden Metallen man setze, eines würde aber genügen, wenn man das wolle. Auch der versteht meiner Meinung nach wenig davon. Ich denke, wenn schon, dann gibt es aus den vorgenannten Gründen schon Sinn, auch ein wenig Silber beizumischen, der Hauptteil sollte aber Gold sein.
Das Gerücht, eine Schweizer Bank hätte eine außer Kontrolle geratene Shortposition, ist völlig unplausibel, das wäre intern nicht unbemerkt geblieben.