Staatsschulden und Eurokrise

  • Man macht es zu leicht, die Meldungen (Zek s ntv quelle, faz artikel, etc) alle als Verschwörungstheorie abzutun.
    Auf der einen Seite ja, dt. Wirtschaftsnachrichten sind Schrott, es gibt keinen Grund diese zu lesen, Zerohedge ist um einiges besser und vertrauenswürdiger (die Fragen die Zerohedge aufwirft, sind hervorragend, deren immergleiche Antwort (Gold, Guns and Ammo) nicht unbedingt.)

    ABER.....
    es gibt die Überlegungen des IWFs für eine Zwangsabgabe. http://www.imf.org/external/pubs/…302.pdf#page=59
    Diese wird nicht nur von Randfiguren der Wissenschaft diskutiert.
    http://www.project-syndicate.org/commentary/on-…-kenneth-rogoff

    PS:
    Auch wenn es im Moment nicht so groß in den Medien ist, die Lage in Spanien, Griechenland, etc ist verheerend. Beispiel Spaniens Banken:
    http://www.zerohedge.com/news/2013-07-1…es-bank-capital 07. 2013

    http://www.welt.de/wirtschaft/art…l#disqus_thread 10.2013

    beati pauperes spiritu

    "we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“ W.C.

    “Facts do not cease to exist because they are ignored.” – Aldous Huxley


  • Es ging hier nicht um Zek´s Quellen , sondern um den schlechten Journalismus auf NTV. Es sieht danach aus als ob der Journalist bei NTV einfach vorher etwas gelesen hat und ein paar Tage später in "panik-macherische" Art und Weise darüber berichtet.

    Apropos verheerende Situation in Spanien und Griechenland:
    Die Börsen dort sagen mir aber etwas anderes.

    Manchmal sollte man sich auch mal Gedanken machen, wie Menschen ticken und dementsprechend agieren.

    Beipspiel, wie Menschen in der Regel ticken (natürlich nicht alle):

    Wenn ich GoldSucher wäre und eine Quelle mit viel Gold entdecken würde, würde ich versuchen zunächst einmal die Situation abzuschätzen. Mit vieviel anderen Menschen muss ich diese Quelle teilen? Wie kann ich das maximale für mich rausholen?
    ERst nachdem ich den genauen Ort des Fundes lokalisiert habe, würde ich panische Nachrichten verbreiten bzw. auch etwas Opfern ( keine Ahnung vielleicht ein bisschen den Fluss vergiften, damit ein paar sterben und alle anderen Angst bekommen). Dann würde ich mit den übriggebliebenen , die ich nicht vertreiben konnte die Quelle ausbeuten. Dabei versuchen schneller als die Mitstreiter zu schaufeln.
    Nachdem ich und meine Mitstreiter das meiste Gold weggetragen haben, würde ich auf jedenfall noch eine kleine Quelle mit ein bisschen Gold übrig lassen. ( Achso während meiner aktiven Goldschürfens müsste ich immer wieder schlechte Nachrichten verbreiten, damit bloss niemand auf die Idee oder dahinter kommt, dass es doch nicht so schlimm ist.) Als nächstes würde ich neben der Quelle einen Laden mit Gold-Such-Werkzeug aufbauen. Erst wenn der Laden steht, würde ich die abgehauenen Menschen auf die Quelle aufmerksam machen und anfangen gute News zu verbreiten, denn jetzt muss ich ja noch den "Hoffenden" meine Maschinen und Werkzeuge verkaufen.

    So ungefähr stelle ich mir die Situationen in den "Krisenländern" vor !


  • "Apropos verheerende Situation in Spanien und Griechenland:
    Die Börsen dort sagen mir aber etwas anderes."

    Stimmt, nur bin ich nicht sicher, ob die Börse ein guter (vorausschauender?) Indikator für Probleme/Zustand der Wirtschaft in Südeuropa ist. Die Probleme in den Bankbilanzen von Spanien sind nicht psychologischer Natur und um ehrlich zu sein hab ich das Gleichnis mit dem Goldfund nicht verstanden.
    Ist das so gemeint, dass die Probleme in z.B. Spanien von den lokalen Politikern, der EZB, dem IWF, allen sonstigen Abkürzungen übertrieben werden um billig an die Goldader, die spanischen Banken zu gelangen? Das erscheint mir arg heroisch....

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  • Es geht mir hier nicht um Spanien, Griechenland oder ein anderes Land, dass ich kaufen möchte. Es geht mir auch nicht um den Zustand der Banken vor Ort.

    Es geht mir um Firmen, die in diesen Ländern Ihren Sitz haben und von der negativen Stimmung darunter gelitten haben bzw. leiden. Aus diesen Firmen sind viele Anleger in Scharen davongelaufen und versuchen nun vieles wieder zurückzukaufen, nachdme man bemerkt hat, dass das eigentlich ganz gute Firmen sind und auch einen sehr hohehn Export-Anteil haben.

    Viele Firmen aus diesen Ländern versuchen um aus dieser negativen Beeinträchtigung raus zu kommen, nun Ihre Firmensitze auszulagern. ( Siehe Portugal telecom, CNH Global mit Fiat Industrial usw.)

    Einmal editiert, zuletzt von mobilpage (5. November 2013 um 13:42)

  • Zitat

    Original von qed1984
    ...
    Stimmt, nur bin ich nicht sicher, ob die Börse ein guter (vorausschauender?) Indikator für Probleme/Zustand der Wirtschaft in Südeuropa ist. ...

    Ganz allgemein kann man sagen:

    Ja, die Börsen sind ein recht guter vorlaufender Indikator für die Realwirtschaft.

    Nicht unfehlbar, aber der Beste den ich kenn. Allemal besser als alle anderen offiziellen Indikatoren und Prognosen die so kursieren.

    Mal hoffen, dass Spanien / Griechenland keine Ausnahme bilden.

    wp

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Zitat

    Original von woodpecker
    Ja, die Börsen sind ein recht guter vorlaufender Indikator für die Realwirtschaft.


    Eigentlich bin ich immer auf der Suche nach einen vorlaufenden Indikator für die Börsen... ;)

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Zitat

    Original von nixda


    Eigentlich bin ich immer auf der Suche nach einen vorlaufenden Indikator für die Börsen... ;)

    Haha ;D
    Ja, das wär schön, den such ich auch noch...

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  • http://www.bloomberg.com/news/2014-11-1…bloem-says.html

    Dutch Had Back-Up Plan to Reintroduce Guilder, Dijsselbloem Says

    Gibt es solche (offiziellen) Aussagen mittlerweile eigentlich auch von anderen Ländern?

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  • So wie es aussieht profitiert nicht jeder vom Gelddrucken der Zentralbanken :-)

    http://www.n-tv.de/ticker/Banknot…le10451271.html

    Diese Meldung war vom 10.04.2013. Die Situation scheint sich nicht gebessert zu haben:
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/giese…ckern-1.2262981

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • Europäische Staatsschulden (Quelle ist das dritte Bild dieses Artikels):

    Land Schulden in Mrd. EUR
    Italien 1607
    Frankreich 1315
    Deutschland 1094
    Spanien 706
    Niederlande 319
    Belgien 301
    Österreich 188
    Irland 95
    Portugal 92
    Finnland 79
    Griechenland 55

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • Auch auf die Gefahr hin, dass ich als der letzte Pendant darstehe:

    1. Wenn man jemand benachrichtigen will / anschreiben will: @+ name

    während # +xyz ein Markierbefehl zum einfacheren Suchen und Wiederfinden von Beiträgen ist (vergleichbar wie bei Twitter)


    2. Die Grafik und die daraus von cktest abgeleiteten Daten (Spiegel Artikel) beziehen sich nur auf ausstehende Anleihen. Griechenlands Schulden sind derzeit meist direkte bilaterale Schulden gegenüber anderen EU-Ländern, dem IWF und dem ganzen Buchstabensalat (EFSF, ESM,etc)

    #Pendant #Grexit #Griechenland_ist_pleite

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  • Laut Spiegel hat Deutschland vor allem wegen der niedrigen Zinsen einen ausgegelichenen Haushalt:
    "Die Ersparnis durch die niedrigen Zinsen auf Staatsschulden ist übrigens auch das zentrale Geheimnis hinter der schwarzen Null, mit der sich die Bundesregierung und Finanzminister Wolfgang Schäuble gerne brüsten. Müsste Deutschland heute noch so hohe Zinsen zahlen wie etwa 2007 - im letzten Jahr vor der Finanzkrise - wäre der Staatshaushalt deutlich im Minus. Nach Berechnungen der Bundesbank hätte Deutschland dann allein im vergangenen Jahr 42 Milliarden Euro mehr zahlen müssen."

    Für mich hört sich das so an, dass wir genauso wie Griegenland lediglich einen positiven Primärüberschuß haben aber eigentlich auch nicht in der Lage sind, weder unsere Zinsen noch unsere Schulden aus dem bestehenden Steuereinnahmen zu zahlen. :huh:


  • Für mich hört sich das so an, dass wir genauso wie Griegenland lediglich einen positiven Primärüberschuß haben aber eigentlich auch nicht in der Lage sind, weder unsere Zinsen noch unsere Schulden aus dem bestehenden Steuereinnahmen zu zahlen. :huh:

    In der Lage vielleicht schon, aber nicht willig (seitens der Politiker).

    “Investment is most intelligent when it is most businesslike.” -Benjamin Graham

  • qed1984: Apropos Pedant, Pedant, nicht Pendant.

    In der Tat!! Danke für die Korrektur. Wobei Pendant (passendes Gegenstück, Schmuckstück) hier fast auch passen würde (aber auch nur fast) ;)

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  • Laut Spiegel hat Deutschland vor allem wegen der niedrigen Zinsen einen ausgegelichenen Haushalt:
    "Die Ersparnis durch die niedrigen Zinsen auf Staatsschulden ist übrigens auch das zentrale Geheimnis hinter der schwarzen Null, mit der sich die Bundesregierung und Finanzminister Wolfgang Schäuble gerne brüsten. Müsste Deutschland heute noch so hohe Zinsen zahlen wie etwa 2007 - im letzten Jahr vor der Finanzkrise - wäre der Staatshaushalt deutlich im Minus. Nach Berechnungen der Bundesbank hätte Deutschland dann allein im vergangenen Jahr 42 Milliarden Euro mehr zahlen müssen."

    Für mich hört sich das so an, dass wir genauso wie Griegenland lediglich einen positiven Primärüberschuß haben aber eigentlich auch nicht in der Lage sind, weder unsere Zinsen noch unsere Schulden aus dem bestehenden Steuereinnahmen zu zahlen. :huh:

    Ceterum censeo.....
    Griechenland hatte nie einen Primärüberschuss, siehe die Diskussion im Griechenland Faden

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