Of the 1%, by the 1%, for the 1% / Occupy?

  • Stein des Anstoßes: "Sollte man zu den Unglücklichen gehören die mit einem Fonds der im laufenden Jahr Gewinne gemacht hat Verluste machen, genügt es am Jahresende zu verkaufen und entweder nach ein paar Tagen oder am Zweitdepot erneut einzukaufen. Das versteuern von im Fonds realisierten Gewinnen um die Steuervermeidung beim Anleger zu reduzieren halte ich für fair."


    chfin : ich bastle gar nichts rein. Ich habe versucht dir den obigen Satz, den du offensichtlich nicht verstanden hast, zu erklären. Zu deinem Verständnis noch den von dir zitierten § 18 und die Tatsache, daß es Möglich wäre eine ungerecht empfundene Vorabsteuer durch Verkauf zu umgehen. Einfach lesen und auf obiges Beispiel anwenden.


    § 18 Vorabpauschale


    § 18 hat 1 frühere Fassung und wird in 2 Vorschriften zitiert


    (1) 1 Die Vorabpauschale ist der Betrag, um den die Ausschüttungen eines Investmentfonds innerhalb eines Kalenderjahres den Basisertrag für dieses Kalenderjahr unterschreiten. 2 Der Basisertrag wird ermittelt durch Multiplikation des Rücknahmepreises des Investmentanteils zu Beginn des Kalenderjahres mit 70 Prozent des Basiszinses nach Absatz 4. 3 Der Basisertrag ist auf den Mehrbetrag begrenzt, der sich zwischen dem ersten und dem letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis zuzüglich der Ausschüttungen innerhalb des Kalenderjahres ergibt. 4 Wird kein Rücknahmepreis festgesetzt, so tritt der Börsen- oder Marktpreis an die Stelle des Rücknahmepreises.


    (2) Im Jahr des Erwerbs der Investmentanteile vermindert sich die Vorabpauschale um ein Zwölftel für jeden vollen Monat, der dem Monat des Erwerbs vorangeht.


    (3) Die Vorabpauschale gilt am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres als zugeflossen.


    (4) 1 Der Basiszins ist aus der langfristig erzielbaren Rendite öffentlicher Anleihen abzuleiten. 2 Dabei ist auf den Zinssatz abzustellen, den die Deutsche Bundesbank anhand der Zinsstrukturdaten jeweils auf den ersten Börsentag des Jahres errechnet. 3 Das Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht den maßgebenden Zinssatz im Bundessteuerblatt.




    Lando : Und noch die Antwort an Lando: chefin hat bei den Altfonds recht. Bei Verkauf 2017 hätte man auf die sehr großzügigen 100k€ Freibetrag verzichtet. Inzwischen sind Altfonds steuerlich verkauft und ebenso wie Neufonds gegenüber Aktien nur noch etwas geringer bevorzugt. Bei meiner Diskussion mit chefin ging es aber um die Vorabsteuer die, was ich für richtig halte, die Steuervermeidung etwas verringern soll. Ob bei gegebenem Freistellungsauftrag und der minimalen Vorabsteuer jemals durch ungerechtfertigte vorabsteuer ein Steuerguthaben bei Kleinanlegern entsteht, wage ich zu bezweifeln.


    p.s. und noch ein Wort zu meinem Beispiel: Ja. Es war ein Schnellschuß, weil ich den Eindruck hatte absichtlich mißverstanden zu werden. Ich habe nicht genügend kontrolliert. Bei meinem Beispiel wäre die Vorabsteuer nur fü ca. 5€ statt für 10 € fällig geworden (bei je nach Fonds bis 1% Steuer auf den fiktiven Gewinn von 5€ gehe ich aber davon aus, daß bei Kleinanlegern mit Freistellungsauftrag gar keine Vorabsteuer anfallen würde). Bei den möglichen 10€ Verlust die man verwerten kann bleibt es aber.

    "If it sounds too good to be true, it probably is."


    "Theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen der Theorie und der Praxis. Praktisch stimmt das aber nicht."


    "Erfahrung ist das was man bekommt, wenn man nicht bekommt was man möchte."

    Edited once, last by looser ().

  • Für Dividenden/Gewinnausschüttungen gibt es m.E. keinen nennenswerten Spielraum zur Erhöhung der Abgeltungssteuer ohne eine entsprechende Erhöhung der Einkommensteuer oder Absenkung der Körperschaftssteuer.

    dazu passt die aktuelle Meldung:


    Berlin (Reuters) - Das Bundesfinanzministerium will den pauschalen Steuertarif von 25 Prozent für Dividendennach Angaben eines Sprechers nicht abschaffen.


    “Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass die Abgeltungsteuer auf Zinserträge mit der Etablierung des automatischen Informationsaustausches abgeschafft wird”, teilte ein Ministeriumssprecher am Freitag mit. “Diesen Auftrag setzen wir um, mehr nicht.” Das Magazin “Der Spiegel” hatte zuvor erneut berichtet, Finanzminister Olaf Scholz (SPD) lasse seine Fachleute die Auswirkungen durchrechnen, wenn auch Dividenden künftig dem möglicherweise höheren individuellen Einkommensteuersatz des Steuerzahlers unterworfen würden. Zum konkreten Zeitpunkt einer Abschaffung des Pauschaltarifs für Zinserträge wollte sich der Sprecher nicht äußern.

  • “Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass die Abgeltungsteuer auf Zinserträge mit der Etablierung des automatischen Informationsaustausches abgeschafft wird”, teilte ein Ministeriumssprecher am Freitag mit.

    Wenn für die Zinsen der normale Einkommensteuertarif gelten sollte, dann müsste man die Negativzinsen auch mit dem Gehalt verrechnen können.

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)