• Offtopic:

    Ich war dieses Jahr auf einer Feier, die in einer feuerwerksfreien Zone stattfand. (an einem Parkgelände)


    Man sah halt Raketen etwas weiter weg, aber es war herrlich normale Luft zu atmen.

    Vor einem Jahr in der Innenstadt konnten man ernsthaft kaum durch die Strasse gehen ohne Mundschutz.


    Man sollte einen Kompromiss finden. zB diese Batterien verbieten, die innerhalb 30sek 50 Raketen abfeuern...oder Höchstabgebemenge oder dgl.


  • London ist natürlich riesig, aber rund um die Tower Bridge gab es null Feuerwerk und die Stunden und Tage vor Silvester habe ich auch keines gesehen...

    Am Brandenburger Tor gab es auch kein privates Feuerwerk, gibt halt immer mehr Gebiete wo es verboten wird.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Laut Umweltbundesamt haben wir mit dem Feuerwerk in der Bundesumwelt schon 15,5% Feinstaub abgehakt. Allerdings nur 8.000 Verletzte, keine Toten. Die schafft nur der Diesel.


    https://www.umweltbundesamt.de…/dicke-luft-jahreswechsel

    Richtig lesen... Das sind 2,25% abgehakt -> die entsprechen 15,5% des Straßenverkehrs..


    Dabei werden rund 4.500 Tonnen Feinstaub (PM10) frei gesetzt, diese Menge entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge und circa 2,25 Prozent aller PM10-Emissionen (2016).


    Und ich möchte zufügen, dass man natürlich jeden Tag ~0,3% Feinstaubbelastung "abhakt" (=100% durch 365 Tage).

    Ja dann sind 2,25% an einem Tag schon viel - aber der Effekt aus dem Feuerwerk sollte dann ja netto (wenn der Rest des Tages normale 0,3% produziert) "nur" rund 2% sein.


    Das entspricht einer Woche normale Feinstaubbelastung.

    Ja das ist schon was - aber weniger als die ganze Panikmache da draußen oft suggeriert.

    Value investing is at its core the marriage of a contrarian streak and a calculator - Seth Klaman

  • Da widerum gilt es zu beachten, dass der Verkehr ja über eine weitere Fläche verteilt emittiert, also ein Gutteil dürfte zB auf Autobahnen anfallen.

    Die Frage wäre nun ob sich das Feuerwerk noch extremer auf Innenstädte konzentriert als der Verkehr das tut.


    Aber am Ende stochern wir alle als Nichtmediziner doch im Feinstaub-Nebel. Ich denke nicht es ist der Einfluss auf die Jahreslast die zählt, sondern ob eben die extreme Spitzendosis an Neujahr per se gefährlich / massiv ungesund ist.

    Ich würde sagen ja.

    Habe selber Heuschnupfen und damit latent empfindliche Bronchien. Denen hat das letztes Jahr in der Innenstadt garnicht gefallen, ich dachte das erste Mal in meinem Leben: "Ja, so muss sich Asthma anfühlen".

    Rechtfertigt m.E. noch kein flächendeckendes Verbot, weil ich kann ja auch mal drinnenbleiben oder wie dieses Jahr woanders feiern, und klar gehört Feuerwerk irgendwie auch dazu. Aber die lokalen Verbotszonen finde ich ganz sinnvoll, so kann sich jeder aussuchen wie er es haben will.

  • Feinstaub ist, sofern er nicht vom Reifenabrieb oder den Bremsscheiben kommt, eher ein Benzinerproblem und kein Dieselproblem.


    Ich mag die Knallerei ohnehin nicht und bin deshalb für ein flächiges Verbot.


    Außerhalb des funktionierenden Teils Deutschlands sollte man so etwas sowieso verbieten. Hier in Berlin werden Böller gerne in den U Bahnen auf die Rolltreppen runtergeworfen, auf denen Leute fahren, oder mit Feuerwerksraketen auf Rettungskräfte geschossen.


    Ich weiß zwar nicht welche psychische Störung die Menschen dazu bringt auf Feuerwehrleute und Sanitäter zu zielen, aber in Berlin scheint die Krankheit verbreitet zu sein.


    https://twitter.com/LauHofmann/status/1080578584576774144

    https://twitter.com/Reporter_F…tatus/1080480682093264897

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

  • Zur OT-Diskussion um Silvesterfeuerwerke:

    Warum wollen Menchen unbedingt etwas verbieten, was vielen anderen Freude macht, wenn sie es recht einfach auch meiden können?


    Ich kaufe mir seit Jahren keine Raketen, sehe mir aber gerne die Raketen anderer an. Auf Böller könnte ich auch verzichten, aber mei.


    Ich bin halt auch aus dem Alter - die Begeisterung für das eigene Feuerwerk und Knaller bei Jugendlichen und Twens ist heute dieselbe wie in meiner Jugend, ich sehe es den strahlenden Gesichtern an.


    Die Verbotswünsche finde ich schwierig, weil ich die Begeisterung von einigen für diesen tollen Tage (oder die tollen Tage, wenn man die Stunden davor und danach mitdenke) sehe, die man ihnen mit dem Verbot nehmen würde. Ich sehe es wie Fasching: Wer es mag, hat Freude, wer es nicht mag (ebenfalls ich), kann dem relativ einfach ausweichen. Sind ja nur ein paar Tage.


    Es wird schon so viel verboten dieser Tage...


    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Ich weiß zwar nicht welche psychische Störung die Menschen dazu bringt auf Feuerwehrleute und Sanitäter zu zielen, aber in Berlin scheint die Krankheit verbreitet zu sein.


    https://twitter.com/LauHofmann/status/1080578584576774144

    https://twitter.com/Reporter_F…tatus/1080480682093264897

    Das ist ein generelles Problem in Berlin nicht nur am Jahreswechsel!

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Der britische Verkehrsminister hat mit drei Reedereien Verträge abgeschlossen, damit diese Ausweichrouten für die Calais-Dover-Verbindung bereitstellen. Dies zur Vorsorge, falls es zu einem harten Brexit kommt. Es sind dies eine dänische Firma (DFDS), eine französische (Brittany Ferries), sowie eine britische Firma namens Seaborne freight. Der letztgenannte Reeder ist eine Neugründung und besitzt bislang keine Schiffe. Dem Vernehmen nach sollen bis Ende März der für die Fährverbindung nach Oostende vorgesehene Hafen Ramsgate ausgebaggert werden, so dass dort tatsächlich Fähren anlegen können. Des Weiteren sollen zwei Fähren mit eine Ladekapazität von je 100 LKWs angemietet werden (woher auch immer).

    Die auf der Webseite verlinkten Geschäftsbedingungen der Firma Seaborne waren offenbar per "copy and paste" von eine Pizza-Bringdienst übernommen worden. Das schreibt zumindest der Guardian. Inzwischen sind die im Guardian angeführten Passagen der AGBs nicht mehr auf der Webseite zu finden.


    Nachtrag: Die Peninsular and Oriental Steam Navigation Company war dem britischen Verkehrsminister vermutlich nicht eines Vertrags würdig. P&O ist seit 2006 im Besitz von Dubai.

  • Der letztgenannte Reeder ist eine Neugründung und besitzt bislang keine Schiffe. [...]

    Die auf der Webseite verlinkten Geschäftsbedingungen der Firma Seaborne waren offenbar per "copy and paste" von eine Pizza-Bringdienst übernommen worden.

    :-D
    Brexit Britan ist und bleibt ein unerschöpflicher Quell der skurrilen Unterhaltung

    Das Land des "Leben des Brian" liefert stetig und zuverlässig.



    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Uiuiui, Großbritanien steuert ja tatsächlich voll Richtung Chaos.

    Man könnte fast meinen sie seien drauf aus, sich maximal selber zu demolieren.

    Ich nehme mal an die Schäden für das Land übersteigen schon heute die jährlichen UK-Zahlungen an die EU um das x-fache.

  • Finde ich nicht. Welches Druckmittel hätte UK wenn das Parlament zugestimmt hätte? Der Schaden für die EU ist meines Erachtens auch wesentlich höher als für UK. Schreckenszenarien treffen meistens nicht ein und die Erde dreht sich weiter...

    Kennt eigentlich Jemand noch das Commonwealth of Nations?

  • Uiuiui, Großbritanien steuert ja tatsächlich voll Richtung Chaos

    Ist doch nur eine Fleischwunde.


    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Kleine Feststellung:
    Beim Misstrauensvotum im Dezember haben 200 Tories für Theresa May gestimmt und 117 dagegen.

    Heute abend haben 196 Tories für Mays Vertrag gestimmt und 118 dagegen.


    So gut wie keine Veränderung, das überstandene Misstrauensvotum im Dezember hat sie keinen Deut gestärkt, ganz im Gegenteil. 37% der Tories folgen May wieder einmal nicht .

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Der von der EU angebotene deal war schon super für UK, jetzt wird er noch besser werden. So geht Verhandlung.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Ich denke auch, dass das Ergebnis gestern sehr zum Vorteil der UK ist, als für die EU.

    In den deutschen Medien wird vom Horrorszenario für UK berichtet, aber nicht über weitreichende negative Folgen für die EU.

    Ich glaube die EU ist der größte Verlierer bei diesen Verhandlungen.

    Die UK wird austreten, aber mit viel besserem Vertrag, den sie bisher geboten bekommen haben.

  • Ihr glaubt alle, dass die EU einknickt. Warum sollte sie das machen? Für die EU ist ein harter Brexit besser als für das UK.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Ihr glaubt alle, dass die EU einknickt. ..

    sind doch schon sofort wieder eingeknickt.


    "EU offen für neue Brexit-Verhandlungen - unter einer Bedingung"


    Nach der Ablehnung des Brexit-Vertrags im britischen Unterhaus hat EU-Chefunterhändler Barnier vor einem chaotischen Austritt gewarnt. Gleichzeitig signalisiert er Gesprächsbereitschaft."


    https://www.welt.de/politik/au…nter-einer-Bedingung.html