Ist unsere Presse gleichgeschaltet?

  • Das hier habe ich in deutschen Medien nicht wahrgenommen: USA will in Nordsyrien eine Einheimischen-Armee aufstellen/trainieren. Die jeweiligen lokalen Volksgruppen sollen in den jeweiligen Gebieten agieren (i.e. Kurden an der türkischen Grenze).


    Das war so wohl eher nicht mit der Türkei abgestimmt. Gewohnt sensibel unsere amerikanischen Verbündeten.


    Kein Wunder, dass die Türken das nicht gut finden. Darüber wird wiederum ausgiebig in D berichtet.


    edit: ich finde nach spezifischer Suche doch ein bisschen was dazu in D. Da war zumindest ein kurzer Absatz in der Tagesschau und ein Artiekl im Tagesspiegel. In Spiegel, FAZ, Welt, Zeit sehe ich nichts dazu.


  • "Türkische Militäroffensive: Dieser Krieg hat auch nachvollziehbare Gründe"


    http://www.zeit.de/politik/aus…ien-kurden-gruende-terror

  • Die Bürgerkriege in Nordirland und im Baskenland wurden nicht durch Gewalt zuerst entschärft und dann beendet, sondern durch das Zugeständnis weitgehender Autonomie. Damit wurden den Verbrechern die oft klammheimliche Unterstützung entzogen. Bis dahin lief jeder Einwohner und jeder Besucher Spaniens oder Großbritanniens Gefahr, Opfer von Bombenlegern zu werden.
    Weder unter Erdogan noch unter Trump oder Putin sehe ich eine Chance für eine Entschärfung des Kurden-Konflikts. Es gibt zu viele Interessen, den Konflikt nahe der Tankstelle der Weltwirtschaft weiter am Köcheln zu lassen.

  • Fast forward 5 Jahre seit der Ukraine-Krise und der Geburt der "Lü(g)(ck)enpresse" und die FAZ spricht die Regierungshörigkeit mancher ARD-Journos schon wie "weiss ja jeder" an ...

    Irrsinn via Twitter

    Wie kommt also der Leiter einer der wichtigsten Nachrichten-Redaktionen in Deutschland auf eine solche Idee? Er greift sogar selbst zur Feder, um mit triumphaler Geste das politische Ende Horst Seehofers zu verkünden. Nun ist der Zuschauer etwa von Tina Hassel einiges gewohnt. Als Leiterin des Hauptstadtbüros der ARD vermittelt sie jeden Gedanken, den das Bundeskanzleramt gerade hat. So bleiben wir immer gut informiert, was die CDU-Vorsitzende zu tun gedenkt. Aber das Auskosten dieses Sieges über die CSU sollte dem Chefredakteur vorbehalten bleiben. Dann kommentiert er schon einmal Sachverhalte, die es gar nicht gibt.

    Frau Hassel musste sich mit Twitter begnügen. Auf die überraschende Nachricht des ausgebliebenen Rücktritts formuliert sie um kurz nach eins in der Nacht: „Stimmt... kein Scherz, sondern Irrsinn. Zeigt nur, alles ist offen morgen. Ein ganzes Land in Geiselhaft.“ Ein Land ist in Geiselhaft, weil Horst Seehofer nicht den Erwartungen von Frau Hassel entspricht. Auf diese Idee kann man kommen, allerdings kaum als journalistischer Beobachter. Das professionelle Desaster des Kai Gniffke ist kein Zufall. Es ist ein Symptom der Krise. Jeder Journalist hat politische Präferenzen. Nur dominiert im Umgang mit der CSU bei vielen Kollegen offenbar ein Gefühl der Verachtung für diese Partei.


    http://www.faz.net/aktuell/feu…-in-der-ard-15669841.html

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Ich schaue ja sonst keine GEZ-Sender, aber beim Fussball ist man wegen Geoblocking leider darauf angewiesen - als ich diese "Nachrichten" nach dem Elfmeterschiessen sah, dachte ich ich wäre im falschen Film. Da wurde aus Null Inhalt eine riesige Luftblase geschaffen, samt Live-Schaltungen in Leere Räume und geladenen "Experten". Unfassbar.

  • Ich tue es mal hier hin: irgendwas muss bei der FAZ passiert sein, die haben auf einmal gemerkt, dass 40 EUR pro Monat für eine online-Zeitung viel zu teuer ist - für das gleiche Geld kriegte man ja die Papierausgabe morgens gebracht (bloß nicht auf dem Land). Jetzt bieten sie online für 2,95 die Woche. Leider bin ich schon bei der NZZ für 10 EUR im Monat.

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