Gurktaler - Suff in Österreich

  • Ich hatte ja schon mal kurz auf die Gurktaler AG aus Österreich im Zwack Thread hingewiesen.


    Vorsicht: Der Titel ist EXTREM markteng und selbstverständlich habe ich mir schon vorher Aktien gekauft.


    Gurktaler ist ein Spin off der Schlumberger AG.


    Konkret ist in Gurktaler folgendes enthalten:


    - eine indirekte Beteiligung an ZWack Unicum i.H. von 25%
    - eine 5% Beteiligung an der Underberg GmbH
    - die Markenrechte an ein paar Kräuterlikören, darunter der "Gurktaler" die an Schlumberger "verpachtet" sind.


    Market cap ist ungef. 15 Mio, dazu 10 Mio Schulden. Es gibt 1,25 Mio Stämme, die kaum gehandelt werden und 750 tsd Vz die bei gut 5 EUr


    Der Zwack Anteil ist ziemlich genau 25 Mio wert (wobei noch ein paar Schulden in der Zwischenholding sind), die 5% Underberg Anteil 5 Mio Buchwert und die Markenrrechte für gut 10 Mio. Buchwert der Aktie ist ungefähr 10 EUR, das heisst die Vz bekommt man zum halben Buchwert. Interessant dürfte sein, was sie mit der Zwack dividende machen.


    Zu wieviel die Markenrechte verpachtet wurden habe ich noch nicht herausgefunden.


    Die Lektüre des ersten Geschäftsberichtes lohnt sich auch wegen der ausführlichen Erklärung, in welche Untergattungen Kräuterschnäpse einzuteilen sind.


    http://www.gruppe.gurktaler.at/investor-relations/berichte


    Für mich ist das ganz klar eine Spielerei. Ich spekuliere v.a. auf eine HV Teilnahme im schönen Wien die hoffentlich mit einer ausführlichen Verkostung einher geht ;-)


    MMI


    P.S. Im Blog werde ich das vermutlich eher nicht präsentieren, da es einfach zu illiquide ist.

  • gibt es einen besonderen Grund, warum sich die Schlumberger ST verdoppelt hat (von 11 auf 22 EUR), während die Schlumberger VZ bei 11-12 EUR verharrt? oder wurden die charts nicht angepasst bzgl. des spin-offs? Ich finde ich den aktuellen Unterschied VZ zu ST doch ziemlich heftig (Bei Gurktaler ist ja auch ein deutlicher Unterschied, aber nicht so deutlich wie bei Schlumberger).


  • Zahlen sehen ordentlich aus. EK weiter über 10 EUR, ergebnis für das Gesamtjahr >1mio.
    Ich überlege mir Mag. Spiller mal anzurufen und zu fragen was sie mit der Zwack Dividende machen wollen.

  • Schon lustig, heute ist der Gurktaler Kurs "massiv" eingbrochen:



    Vmtl deswegen, weil auch der Zwack Kurs diese Woche massiv "verloren" hat:


    Allerdings hat Zwack diese Woche knapp 20% Divdidende gezahlt. Vor Steuer hat Gurktaler damit 4 Mio EUR bekommen, oder knapp 2 EUR pro Aktie......

  • Darauf kann ich mir jetzt noch keinen Reim machen...



    aber unsere Gurke bleibt wohl in Underberg-Hand. Das war dann wohl auch der wahre Grund für die Abspaltung.


  • Die Kernfrage wird sein, was geschieht mit Top Spirit? Bleibt der Vertrieb bei Schlumberger, also unter Sastre-Kontrolle - oder wird der Vertrieb an Underberg zurückgegeben?
    Jedenfalls ist jetzt klar warum die Stammaktien von Schlumberger so gut gelaufen sind, hier hat wohl Sastre schon im Vorfeld zugekauft.
    Damit dürfte auch klar sein, dass die Pachtverträge von Gurktaler "nicht unlukrativ" gestaltet wurden. Underberg war wohl eher incentiviert, Gurktaler zu stärken und Schlumberger zu schwächen (im Rahmen des Erlaubten und vom Aufkäufer geduldeten).

  • Übernahmeangebot für die Schlumberger Vorzüge?
    Müssten für die Vorzüge nicht der gleiche Preise wie die Stämme gezahlt werden? Ich bin zwar kein Experte für österreichisches Kapitalmarktrecht, und beim derzeiten Preis der Vorzüge sieht meine Frage nicht besonders klug aus. Ich verweise aber auf Porr. Vor ca. 2 Jahren exact die selbe Sitation. Übernahme Stammaktienmehrheit. Ankündigung eines Pflichtangebotes. Vorzüge kosteten an der Börse weniger als die Hälfte der Stämme. Innerhalb einiger Monate haben sich die Vorzüge dann im Preis verdoppelt.


    Bei den Gurken bleibt die Phase der Börsennotiz möglicherweise nur sehr kurz. Ein Abfindungsangebot würde mehr Sinn machen als eine noch längere Notiz.

  • Übernahmeangebot für die Schlumberger Vorzüge?
    Müssten für die Vorzüge nicht der gleiche Preise wie die Stämme gezahlt werden? Ich bin zwar kein Experte für österreichisches Kapitalmarktrecht, und beim derzeiten Preis der Vorzüge sieht meine Frage nicht besonders klug aus. Ich verweise aber auf Porr. Vor ca. 2 Jahren exact die selbe Sitation. Übernahme Stammaktienmehrheit. Ankündigung eines Pflichtangebotes. Vorzüge kosteten an der Börse weniger als die Hälfte der Stämme. Innerhalb einiger Monate haben sich die Vorzüge dann im Preis verdoppelt.


    Bei den Gurken bleibt die Phase der Börsennotiz möglicherweise nur sehr kurz. Ein Abfindungsangebot würde mehr Sinn machen als eine noch längere Notiz.


    Ich weiss nicht wie das in Österreich ist, aber in Deutschland müssen selbstverständlich NICHT die gleichen Preise gezahlt werden.

  • Bei einfacher Übernahme der Aktienmehrheit ja.
    Bei einem Squezze-Out, und bei Delisting bin ich mir aber nicht sicher. Mir fällt in Deutschland momentan kein Beispiel für Squezzeout und Delisting für Vorzüge und Stämme ein. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?


    Abgesehen davon, macht es keinen großen Sinn, bei der doppelten Zahl Stämme, und bei einem großen Abschlag der Vorzüge besonders knauserig zu den Vorzugsaktien zu sein.

  • Bei einfacher Übernahme der Aktienmehrheit ja.
    Bei einem Squezze-Out, und bei Delisting bin ich mir aber nicht sicher. Mir fällt in Deutschland momentan kein Beispiel für Squezzeout und Delisting für Vorzüge und Stämme ein. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?


    Abgesehen davon, macht es keinen großen Sinn, bei der doppelten Zahl Stämme, und bei einem großen Abschlag der Vorzüge besonders knauserig zu den Vorzugsaktien zu sein.


    Soll das jetzt ein ernsthafter Beitrag oder sinnlose Hoffnung für dich sein?


    Warum hätte bspw. Porsche für die VW VZ das gleiche bieten sollen wie für die ST-Aktien? Im Zweifel ist doch ein weiterer Börsenhandel der VZ deutlich günstiger als den gleichen Preis wie bei den ST zu zahlen.


    VW wäre zu den MAN-VZ auch nicht so nett, wenn es hier nicht um den Volksbetrieb VW und relativ wenige VZ-Aktien ginge

    " Ich wollte nicht stillschweigend gehen." [Al String-Tanga]

  • Ein freiwilliges Übernahmeangebot hat immer das Delisting zum Ziel.


    Und für die Freunde von Unterschieden:


    Quote

    Teilweise hatte Procter & Gamble damit Erfolg. Das OLG setzte die angemessene Barabfindung nunmehr mit EUR 74,83 je Vorzugaktie und EUR 88,08 je Wella-Stammaktie fest (Beschluss vom 28. März 2014, Az, 21 W 15/11). Der Ausgleich wurde auf netto EUR 4,24 (zzgl. Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag) je Vorzugsaktie und auf EUR 4,22 je Stammaktie festgelegt.

    " Ich wollte nicht stillschweigend gehen." [Al String-Tanga]

  • Mit Wella gab es einen Fall, unterschiedlicher Preis, ca. 20% Differenz. Bei MAN jetzt möglicherweise überhaupt keine Differenz.
    Viele Fälle von Squezzeout und Delisting bei Stämmen und Vorzügen gab es jedenfalls definitv nicht.

    Quote

    Soll das jetzt ein ernsthafter Beitrag oder sinnlose Hoffnung für dich sein?


    Ich besitze keine Schlumbergeraktien, außerdem empfinde ich diesen Satz von dir als sehr unhöflich. :P

  • Mit Wella gab es einen Fall, unterschiedlicher Preis, ca. 20% Differenz. Bei MAN jetzt möglicherweise überhaupt keine Differenz.
    Viele Fälle von Squezzeout und Delisting bei Stämmen und Vorzügen gab es jedenfalls definitv nicht.


    Ich besitze keine Schlumbergeraktien, außerdem empfinde ich diesen Satz von dir als sehr unhöflich. :P


    MAN ST 141 mio Aktien


    MAN VZ 6 mio Aktien


    Dazu interessiert VW Gewinnmaximirung relativ selten.

    " Ich wollte nicht stillschweigend gehen." [Al String-Tanga]