Brasilianische Aktien

  • Wie lautet der Spruch nochmal ? Erst hat man kein Glück und dann kommt noch Pech dazu....

    http://www.manager-magazin.de/koepfe/andre-e…-a-1064676.html


    Autsch:

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    Wenn ich die Presseberichte richtig deute, dann ist die Bank recht aggresiv in ihrer Kapitalstruktur:

    Zitat

    Against that hostile market backdrop, BTG Pactual has to refinance 15.3 billion reais ($4 billion), or about 55 percent of its banking arm's funding, within 90 days


    http://www.reuters.com/article/2015/1…N0TG2BS20151127

    Da wird die neue Führung recht viel Überzeugungsarbeit leisten müssen...

    beati pauperes spiritu

    "we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“ W.C.

    “Facts do not cease to exist because they are ignored.” – Aldous Huxley


  • Oh mein Gott, Brasilien muss es wirklich schlecht gehen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz…-a-1071537.html

  • Oh mein Gott, Brasilien muss es wirklich schlecht gehen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz…-a-1071537.html

    Das wäre doch die Chance des Lebens für den korrupten EX Fifa Präsidenten Joao Havelange seinen Ruf wieder aufzupolieren.
    Mit den damals kassierten Schmiergeldern könnte er ruhig mal die eine Party für 300 k € sponsern.
    Die Leute würden Ihn dafür lieben :-)

    http://www.sport1.de/internationale…et-sepp-blatter

  • Durch die Jungs von Skagen bin ich auf JBS SA gestossen. Die haben JBS SA in 4Q2015 neu in Ihr Focus Fund aufgenommen und dies gestern auf dem Fondskongress vorgestellt. Sie meinten Sie haben den Preis von 4 x cash Flow bezahlt. Aktuell gurkt der Kurs bei 9 R$ rum , Ihr Ziel mittelfristig liegt bei 22 R$.

    JBS SA ist der größte Fleischproduzent der Welt und sind zu 75 % am "Chicken Produzent" Pilgrim Pride (WKN A0YJBW) aus den USA beteiligt. Sie haben Ihre Sitz in Sao Paolo und Dallas.

    https://de.wikipedia.org/wiki/JBS_S._A.

    Aktuell bewertet die Börse die JBS SA mit 24,03B R$ ( ca. 5,92 Milliarden $). Pilgrim wird mit 5,54 Mrd $ bewertet. D.h. alleine der 75 % Anteil hat einen Wert von 4,15 Mrd$. Der Rest von JBS SA wird also nur mit 1,77 Mrd $.
    Skagen ist auch in Pilgrim investiert und geht von einer Fusion aus. JBS hat erst seinen Anteil auf 75% erhöht.

    http://www.reuters.com/article/us-jbs-idUSBRE82D0SA20120314

    Aktuell wird ein KGV 4,77 angegeben. Konkurrenten wie Hormel 30, Tyson Foods 17,8. Natürlich muss man einen Discount wegen USA und Brasilien einkalkulieren, aber scheint mir etwas zu hoch zu sein.

    http://quotes.wsj.com/BR/JBSS3

    Ausserdem sollte der schwache R$ dem Unternehmen gut kommen, da es weltweit exportiert. Denke Fleisch wird auch in $ abgrechnet. In einem Umfeld wo auch die anderen Rohstoffe (Weizen & Co. sehr niedrig sind) sollte man auch davon profitieren können).

    Was übersehe ich? Oder ist es tatsächlich ein Mega-Schnäppchen mit kurzfristigen Schmerzen. Im aktuellen Umfeld sollten solche Schnäppchen ja nicht möglich sein, höchstens man darf aus regulatorischen Gründen dort nicht investieren.

    Achso möglicherweise ist das einer der Gründe , vielleicht sogar eine Chance: 24 % geöhren dem Staat. Die werden möglicherweise durch die aktuelle Korruptionsskandalen zu "forced Seller"

    Owner :

    FB Participacoes (Batista) 42%,
    BNDES (state-owned) 24%,
    Caixa 10%

    Auf der Seite 17 von Skagen ist eine kleine Analyse zu JBS SA:

    https://www.skagenfunds.de/globalassets/p…us-december.pdf

  • Der Markt sieht im Moment drei Punkte:
    1. Potentiell zu grosse Nähe der controlling shareholders (Joesley Batista) zu PT Politikern, die in die aktuellen Korruptionsskandale verwickelt sind. JBS hat über BNDES (KfW Brasiliens) Kapitalinjektionen und grosse Kredite zu Vorzugskonditionen erhalten, die JBS das Wachstum ermöglicht haben. Die Frage, die sich viele Marktteilnehmer stellen, ob es es bei den Kreditvergaben mit rechten Dingen zu gegangen war.

    2. Vor ein paar Tagen wurde ein Prozess bezüglich Verstosses gegen das Finanzsystem (Verschleierung einer Querfinanzierung in Höhe von R$ 80 mio) gegen JBS öffentlich (an diesem Tag JBS -12% oder 13%).

    3. JBS schaut billiger aus, als sie ist. JBS hat in 2015 ein Rekordergebnis aufgrund Währungspositionen (Hedges?) gemacht. In den ersten 9 Monaten haben sie knapp R$ 12 MRD Gewinn (und Cash) mit Derivatkontrakten gemacht. Zieht man davon R$ 9,5 MRD Währungsverluste (meist Buchverluste) ab, bleiben immer noch R$ 2,5 MRD. Fraglich, ob sie das in 2016 wiederholen werden.
    Interessantes Detail am Rande: Der Ex-Banco Central Präsident Henrique Meirelles arbeitet in der Gruppe des controlling shareholders.

  • Armaya vielen Dank für Deine Infos.
    Mir scheint es , als ob Du gute Kentnisse über den Brasilianischen Markt hast.
    Lebst du dort ? Ist die Situation wirklich so schlimm , wie es in den Medien dargestellt wird?
    ich frage deshalb, weil mir damals aufgefallen ist, dass zwischen das was die Medien über die Türkei berichtet haben und ich vor Ort erlebt habe sehr große Differenzen aufwiesen.

  • Mobilpage, ja, ich lebe seit geraumer Zeit in Brasilien, bin aber auch häufig in Deutschland.

    Deine Beobachtung, dass die kurzfristige Entwicklung eines Landes von aussen extremer gehen wird als im Land selbst, ist sehr treffend.

    In Brasilien ist die Lage nicht gut, wir haben eine sich vertiefende Wirtschaftskrise, mehrere riesige Korruptionsskandale und einer verfahrene politische Situation. Mich stimmt positiv, dass sich in Brasilien gute demokratische Strukturen entwickelt haben, eine starke Presse, eine unabhängige Staatsanwaltschaft und Judikative (wenigstens auf Bundesniveau).

    Ich war Ende 2014 und Anfang 2015 persönlich viel skeptischer bezüglich der Entwicklung Brasiliens. Mich stimmt es hoffnungsvoll, dass die Korruptionsskandale aufgedeckt werden und die Strafverfolgung vor den höchsten politischen und wirtschaftlichen Führungsebenen nicht haltmacht.

    Die wirtschaftliche Lage ist schlecht und wird für viele Firmen und Menschen, speziell im unteren Einkommensbereich, in den kommenden Monaten noch schlechter. Viele Firmen haben noch das Jahresende abgewartet, werden aber jetzt massiv Mitarbeiter entlassen. Die wirtschaftspolitische Antwort auf die Krise mag vielleicht nicht ideal sein und es müssten viele Dinge viel entschlossener angepackt warden, aber niemand erwartet wirtschaftspolitische Horrorszenarios wie Argentinien oder Venezuela.

    Insgesamt denke ich, dass sich Brasilien schon wesentlich näher am unteren Scheitelpunkt als am oberen Scheitelpunkt des Zyklus befindet.

  • Lula (1988) als Prophet

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    An diesen Spruch scheint sich Lula erinnert zu haben, denn Lula (2016) versucht Immunität als frischer Minister zu erlangen.

    Zitat

    “Why can’t we intimidate them?”

    http://www.nytimes.com/2016/03/18/wor…a-da-silva.html

    Die Lage und Stimmung zum brasilianischen Markt/Wirtschaft und auch Börse ist m.E. nach extrem düster, selbst eine kleinere Fortschritte (Rücktritte, Reformen, etc) würden die Stimmung aufhellen. Und langfristig gilt meiner Meinung nach immer noch:

    Brasilien ist das Land der Zukunft
    .
    .
    .
    und wird es immer bleiben.
    Im Moment ist die Betonung auf dem zweiten Teil, der erste Teil hat aber auch eine Berechtigung.

    Hat sich jemand mal den alten Favoriten von Benny angeschaut? Bradespar? Seit Bennys Vorstellung stark eingebrochen und auch der Abschlag zum NAV ist stark gestiegen.

    beati pauperes spiritu

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  • lol gerade gesehen:

    Zitat

    Brazil's Congress has more than 500 members. More than 300 of them face serious charges including bribery, electoral fraud & homicide

    http://www.nytimes.com/interactive/20…d=tw-share&_r=0

    Ein paar Rücktritte/Todesfälle/Haftstrafen wären sehr positiv!!

    beati pauperes spiritu

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  • Brazil's Congress has more than 500 members. More than 300 of them face serious charges

    Da sind andere bereits weiter

    Brasilien 300/500 versus Türkei 506/550

    http://www.dtj-online.de/davutoglu-will…en-lassen-72609

    Ok, in der Türkei sind wir erst bei Anträgen zur Aufhebung der Immunität. Kein Ton weswegen.

    Edit: oder doch:
    http://www.dtj-online.de/demirtas-das-p…ntmachtet-72595
    (ok, ok, ist offtopic hier)

  • Wenn Dilma abgesetzt wird gehts durch die Decke?

    EWZ

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    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Der EWZ ist ja dieses Jahr schon durch die Decke gegangen +50% YTD. Die Frage ist, geht er durchs Dach. Kurzfristig spricht einiges dafür. Allein schon der Währungseffekt könnte 10% dazu beitragen (Heute sind die Erwartungen bei USD/BRL = 3,20 falls Dilma impeached wird). Die Aktienkurse werden kurzfristig wahrscheinlich auch steigen. Langfristig gesehen, hat Brasilien nach dem Impeachment immer noch die gleichen Probleme, Probleme, die nicht über Nacht zu lösen sind. Ich denke, dass in Währung und Aktienkursen schon viel Erwartung eingepreist ist.

  • Schon vor eienr Woche hats OI Telecom erwischt:

    http://www.bloomberg.com/news/articles/…creditors-stall

    Zitat

    Oi SA filed for bankruptcy protection on 65 billion reais ($19 billion) in debt -- a Brazilian record -- after failing to reach an agreement with creditors, the last straw following a long saga of mergers and leadership changes.

    Brazil’s fourth-biggest wireless company sought protection from creditors so it could keep serving customers, the company said in a filing Monday. Talks with creditors stalled last week after some board members disagreed with a plan by bondholders to swap debt for equity, giving them 95 percent of the company.

    Betroffen ist damit evtl. auch Portugal telecom, aber genaues weiss man nicht.....

  • Hallo, sorry wenn ich hier in den Aktien-Thread Anleihen einbringe, aber ich hoffe, dass das Überthema "Brasilien" das entschuldigt.

    Jedenfalls bin ich beim Herumspielen mit den Anleihen-Selector der Comdirect über ein paar brasilianische Anleihen der Firma Odebrecht gestolpert, die extrem heruntergeprügelt sind, obwohl die meisten in USD notieren. Die aktuellen rechnerischen Renditen liegen zwischen 21% und 60%, je nach Währung und emittierender Tochtergesellschaft. Die ISIN USG6710EAK67 zum Beispiel stammt von Odebrecht Finance Ltd, notiert in USD und wird zu 34% gehandelt bei einer Laufzeit bis Juni 2022. Mit einer laufenden Verzinsung von 5,125% verspricht das eine jährliche Rendite von 31%.

    Odebrecht ist offenbar einer der größten brasilianischen Mischkonzerne (https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_Odebrecht) und massiv in die Korruptionsaffaire um Petrobas verwickelt. Sein ehemaliger CEO Marcelo Bahia Odebrecht wurde im März zu 19 Jahren Haft verurteilt und bringt jetzt durch seine Geständnisse etliche Politiker in Bedrängnis: http://latina-press.com/news/221059-ko…envogel-singen/

    Moody`s hat das Kreditrating des Konzerns mehrfach gesenkt, von ursprünglich Baa3 auf zuletzt B2 mit negativem Ausblick. Ausführliche Begründung: https://www.moodys.com/research/Moody…tive--PR_351843

    Wir haben also ein begrenztes Währungsrisiko (Anleihe in USD) in Kombination mit einem schrecklichen Emittentenrisiko. Mein Bauch sagt mir aber, dass die brasilianische Regierung einen der größten Konzerne des Landes nicht in die Pleite treiben wird, trotz des Krruptions-Skandals. Oder bin ich da zu blauäugig bzw. habe ich längst bekannte Informationen übersehen? Für Kommentare wäre ich dankbar!

  • Das Währungsrisiko hat man bei Odebrecht (wie auch bei anderen Brasilianischen Firmen) indirekt, da die Einnahmen meistens in BRL sind. Da die Zinsen in BRL so hoch sind, haben viele in USD Schulden aufgenommen und (natürlich) nicht gehedget.

    Man müsste natürlich wissen wo genau die emittierende Gesellschaft aufgehängt ist. Ich hatte früher mal beruflich mit Odebrecht zu tun und hatte schon damals den Eindruck dass das ein recht komplexer Laden ist. Das Hauptrisiko könnte natürlich sein, dass ausgerechnet der Teil Pleite geht, wo die Auslandsschulden drin sind und der Rest einfach weiter wurstelt.Aber ohne genauere Infos sehr schwierig zu beurteilen.

    Das Brasilianische Insolvenzsystem scheint auch so seine Eigenheiten zu haben, die Schuldner haben interessanterweise relativ wenig zu sagen:

    http://www2.deloitte.com/content/dam/De…-chapter-11.pdf

    Interessanter Fall aber nicht einfach.

  • Danke für Deinen Kommentar, MMI.

    Ich wäre schon ziemlich geschockt, wenn so ein internationales Unternehmen tatsächlich kein Devisen-Management betreiben würde, wie Du befürchtest. Die Rating-Begründung von Moody's klang in der Beziehung für mich eigentlich ganz beruhigend: https://www.moodys.com/research/Moody…tive--PR_351843

    • Nur ein Fünftel des Umsatzes wird in Brasilien generiert: "The company's project backlog of BRL110 billion (USD28 billion) is diversified into 162 contracts comprising large-scale construction projects in the transportation segment, energy and sewage infrastructures, buildings and industrial facilities, of which 21% is located in Brazil, 58% in other Latin American countries and 20% in Africa."
    • Die Gesamtverschuldung scheint im vertretbaren Rahmen zu sein: "The company also benefits from low leverage, which has remained in. the 2.0x - 3.0x range, as measured by total adjusted gross debt (adjusted for off-balance sheet guarantees) to EBITDA, and a longer debt maturity profile with no refinancing pressure over the next three years."
    • Die eigenen Cash-Reserven decken 71% der Gesamtschulden ab: "As of 31 December 2015, OEC's reported a cash position of USD2.5 billion, covering 71% of its total adjusted debt considering the off-balance bonds guaranteed and serviced by OEC." (Wobei mir nicht klar ist, ob die Cash-Reserven tatsächlich in USD vorliegen oder ob hier bereits ein Währungsrisiko lauert.)
    • Die Hauptrisiken sieht Moody's offenbar in der mittelfristigen Auftragsentwicklung und - immer wieder - in den laufenden Korruptions-Verfahren, inclusive drohender Geldstrafen und sonstiger Sanktionen: "The negative outlook reflects the challenges ahead of OEC's management to maintain a solid credit profile for the company amid the evolving corruption investigations in the country, with potential monetary fines and other business sanctions affecting the company's liquidity position and operating sustainability."
    • Außerdem hat die Firma den GB für 2015 offenbar verspätet bereit gestellt, was verständlicherweise für Irritationen gesorgt hatte: "The rating confirmation reflects the reduced risk of debt acceleration after the publication of delayed audited financial statements as of fiscal year end 2015. [...] A rating upgrade is unlikely at this point, however, rating stabilization may occur in the event of a constructive resolution of the corruption investigation, along with Moody's assessment of progress towards frequent and timely delivery of audited financial statements."

    Momentan ist Moody's Analyse das einzige, was ich zur finanziellen Situation der Firma gesehen habe. Ich kenne mich im "Rating-Speak" überhaupt nicht aus, aber für mich klingen die Formulierungen so, als verfüge die Firma über eine relativ stabile finanzielle Basis, und Gefahr drohe primär durch die Korruptionsverfahren. Da wäre dann viel Psychologie im Spiel - ideal für einen antizyklischen Einstieg.

    Aber - ich wiederhole mich: Mein Kenntnisstand ist sehr beschränkt; ich bin momentan in die Idee "verliebt" und vermutlich verblendet; und ich kann nur hoffen, dass Moody's Rating-Analysen nicht die gleiche "Qualität" haben wie hiesige Bankanalysen zu Aktien.

  • Wie gesagt, ohne "echten" Geschäftsbericht o.ä. schwierig.Ich habe nur einen Hochglanzbericht gefunden, allerdings mit wenig Zahlen:

    http://odebrecht.com/sites/default/…t_2015_en_0.pdf

    Zumindest sieht man da in welchen Sektoren die Firma tätig ist (Öl, Petrochemie, Ethanol etc.) und das bereits in dem Jahr nur noch sehr wenig Geld verdient wurde.

    Ich hatte vor einigen Jahren (15 ?) mal mit denen beruflich zu tun im Rahmen einer Projektfinanzierung. Die waren "sehr kreativ" was Finanzierung angeht, d.h. da gibt es vermutlich auch mehr Schulden als man auf den ersten Blick (und Moody's) sieht. Das gilt aber für viele Brasilianische Firmen.

    Aber kann natürlich auch klappen. Ich persönlich würde mir allerdings die Frage stellen: "Was weiss ich was die anderen nicht wisssen ?"

    5 Mal editiert, zuletzt von memyselfandi007 (17. Juli 2016 um 09:08)

  • Momentan ist Moody's Analyse das einzige, was ich zur finanziellen Situation der Firma gesehen habe. Ich kenne mich im "Rating-Speak" überhaupt nicht aus, aber für mich klingen die Formulierungen so, als verfüge die Firma über eine relativ stabile finanzielle Basis, und Gefahr drohe primär durch die Korruptionsverfahren. Da wäre dann viel Psychologie im Spiel - ideal für einen antizyklischen Einstieg.

    Aber - ich wiederhole mich: Mein Kenntnisstand ist sehr beschränkt; ich bin momentan in die Idee "verliebt" und vermutlich verblendet; und ich kann nur hoffen, dass Moody's Rating-Analysen nicht die gleiche "Qualität" haben wie hiesige Bankanalysen zu Aktien.

    Hallo witchdream,
    ich habe keine eigenen Kenntnisse zu Odebrecht, aber vielleicht hilft dir diese Idee weiter:
    Lies doch mal Geschäftsberichte und Analysen von Rating-Agenturen und value-investoren über die EBX-Holding von Eike Batista aus den Jahren 2010-2013 durch und schau, ob dir da mehr oder weniger red flags als bei Odebrecht entgegenspringen.
    Das scheint auch ein sehr großer und global aufgestellter brasilianischer Mischkonzern gewesen zu sein, der schrittweise bis 2012 an die Börse (siehe z.B. http://www.reuters.com/article/brazil…ype=companyNews) und 2014 in die Insolvenz ging.
    Entweder hier zeigen sich Parallelen, die auch für Odebrecht zutreffen könnten - oder hier zeigt sich ein Grund, warum internationale Anleger brasilianischen Mischkonzernen auch zu Unrecht nicht mehr vertrauen.
    Auf jeden Fall zeigte sich hier, dass Milliardenläden aus Brasilien pleite gehen können, Größe allein also nicht schützt.

    Ach ja, heftige Korruptionvorwürfe und verspätete Jahreszahlen sind so ziemlich die heftigsten red flags, die ich kenne. Wie glaubwürdig ist da das Fundament der Firma, die öffentlich kommunizierten Zahlen?

  • "eigenen Cash-Reserven decken 71% der Gesamtschulden"

    Das ist ja wie bei den Deutsch-Chinesen ;-)

    Da wäre es schlau, wenn sie Ihre Anleihen die zu 34% notieren schnellstens zurückkaufen. Warum tun sie es nicht?

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)