Wahljahr 2017

  • AKK macht im Moment einen von Ehrgeiz zefressenen machtgeilen Eindruck bei mir. Wie beim alten Kohl oder auch der Merkel, da war das glaube ich auch mehr Selbstzweck mit dem Regieren.


    Egal, im Moment hat man den Eindruck, dass die alternativlose Strategielosigkeit mir dem zugehörigen Durchwurschteln weitergehen wird.

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

    Einmal editiert, zuletzt von nixda ()

  • Wenn ich es richtig sehe, hat Merz schon angekündigt, dass er keine Kärrnersarbeit leisten will. Vorsitz ja, aber fürs Präsidium ist man sich zu schade. So wird das nix.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Merkel wurde 2000 mit 897 von 935 Stimmen gewählt, also 96%.

    Wer war damals Gegenkandidat?

  • Zur Abwechlung hat sich die Union halt mal eine wirklich offene Abstimmung ihrer Delegierten gegönnt, man könnte auch von lebendiger innerparteilicher Demokratie reden. Für den Kanzlerwahlverein in der Tat ungewöhnlich.
    Sonst wird das oft vorab im Hinterzimmer abgesprochen, dann sind danach auch relativ dicke Mehrheiten garantiert.

    Ich wundere mich schon, dass der Fakt der fehlenden Hinterzimmerabsprachen als "Spaltung" desavouiert wird.

    Erscheinen gelenkte Demokratien nicht nur Russen so attraktiv?


    (Mal abgesehen vom Detail, dass ich mir eher Merz gewünscht hätte, weil dann die Unterschiede zwischen Rot und Schwarz wieder stärker hervorgetreten wären dazwichen die Kernkämpfe abgelaufen wären (zu Lasten der kleineren Parteien) und nicht im Kampf "AfD gegen den Rest".

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Wenn ich es richtig sehe, hat Merz schon angekündigt, dass er keine Kärrnersarbeit leisten will. Vorsitz ja, aber fürs Präsidium ist man sich zu schade. So wird das nix.

    Merz zeigt damit erneut, was für ein dankbarer Gegner er für die linken Parteien gewesen wäre. Immer auf dem Weg durch unnötige Fettnäppfchen, hätte er der perfekte Wegbereiter für Rot-Rot-Grün werden können.


    Schon schade, das sich 20 Christdemokraten zu wenig auf das Experiment einlassen wollten, ich hätte es aus linker Perspektive genossen.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Vorsitz ja, aber fürs Präsidium ist man sich zu schade. So wird das nix.

    Auch der Merz hat auf die Kanzlerschaft geschielt oder sogar gezielt. Für die hätte er seine lukrativen Jobs aufgegeben, aber doch nicht für so eine popelige Aufgabe in der zweiten Reihe einer ehemaligen Volkspartei.

    Es würde mich aber nicht überraschen, wenn sich AKK am Ende doch nur als Übergangskandidatin erweisen würde.

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  • Ich halte es für recht unwahrscheinlich, dass die CDU durch diese Wahl Stimmen zurückgewinnt. Vermutlich werden sich eher noch mehr abwenden um ein noch deutlicheres Signal zu senden.


    Für mich ein Rätsel warum sich nach der SPD nun auch die CDU demontiert.


    Rainer Zitelmann zur "Sozialdemokratisierung und Vergrünung der Union":

    https://www.wallstreet-online.…ter-sieg-zeichen-hoffnung

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)

  • Knappe Mehrheiten beim Parteivorsitz sind was neues. Vielleicht hat der Kampf um die Nachfolge erst begonnen.


    Und was den Bundestag angeht, mittlerweile 20 % mit denen die anderen nicht koalieren wollen.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • nixda Wenn ich vergleiche, was sich in anderen Ländern tut, ist das aber ein "Durchwurschteln" auf hohem Niveau. Andere Länder wären glaube ich sehr froh, wenn sie solche Probleme hätten: USA mit einem großen Präsidenten, der sich selbst mit Twitter-Verlautbarungen beschäftigen muss - scheinbar gibt es keine ausreichend qualifizierten Pressesprecher (?), Frankreich gerade mit den "Gelbwesten" auf den Straßen, UK mit Brexit, Italien, das vielleicht mit dem Budgetstreit mit der EU auf einen Italexit hinarbeitet...

  • nixda Wenn ich vergleiche, was sich in anderen Ländern tut, ist das aber ein "Durchwurschteln" auf hohem Niveau. Andere Länder wären glaube ich sehr froh, wenn sie solche Probleme hätten: USA mit einem großen Präsidenten, der sich selbst mit Twitter-Verlautbarungen beschäftigen muss - scheinbar gibt es keine ausreichend qualifizierten Pressesprecher (?), Frankreich gerade mit den "Gelbwesten" auf den Straßen, UK mit Brexit, Italien, das vielleicht mit dem Budgetstreit mit der EU auf einen Italexit hinarbeitet...

    Ich glaub was Deutschland gut kann:
    Von den Fehlern anderer lernen.

    Zum Glück sind wir ja immer etwas langsamer mit vielen Entwicklungen, können somit sehen wie sich Dinge wie Brexit, rechte Regierungen, Gelbwesten etc. anderswo entwickeln und es dann ggf anders machen.


    Ist halt auch manchmal von Vorteil nicht immer zu den Dynamischsten zu gehören.

  • Die CDU setzt auf dem Parteitag gleich Signale, die wirklich bedeutenden Probleme Deutschlands anzupacken:


    CDU will der Umwelthilfe Mittel streichen

    Auf dem Parteitag in Hamburg beschlossen die Delegierten, die Gemeinnützigkeit der DUH zu prüfen. Die Partei will sich zudem dafür einsetzen, dass der in vielen Städten auf Dieselfahrverbote klagende Verein keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt bekommt.

    https://www.n-tv.de/politik/CD…chen-article20762335.html


    Mal abgesehen davon, dass mir der Verein auch suspekt ist - das ist doch nichts für einen Parteitag, zeigt aber, wer wirklich zählt - die arme Autoindustrie.

  • Von der aktuellen Situation der CDU - die dürfte noch eine Weile mit sich selber beschäftigt sein - dürften profitieren:

    - AFD

    - Grüne (s. auch vorheriges Post)

    - Frau Merkel, die kann weiter - auch ungestört von der eigenen Partei - vor sich hinregieren. Große Bühne Weltpolitik, nix Interesse an banaler Innenpolitik.

    Nur meine Meinung.

  • Da hat der gute Oettinger was falsch verstanden. Wir Bürger wollen, dass Leute in die Politik gehen, NACHDEM sie in der Privatwirtschaft Leistung gezeigt haben, und NICHT dass sie von einem hohen Amt in der Exekutive übergangslos in die Privatwirtschaft wechseln. Letzteres nennen manche Leute Korruption.


    Letzter Absatz hier:


    https://www.faz.net/aktuell/po…el-arbeiten-15955184.html

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  • Ich finde es höchst bemerkenswert, dass Oettingers Aufruf, ihn samt seiner connections und seines Herrschaftswissen bis Ostern gegen Höchstgebot zu ersteigern, niemandem im Medienraum bedenklich vorkommt.


    Bemerkenswert, aber nicht erstaunlich.

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