• Ein Ziel ist sicher, weiterhin von innenpolitischen Problemen abzulenken.


    Die letzen Nachrichten über seinen Anwalt Cohen waren ja wieder recht aufschlussreich:


    https://www.cnbc.com/2018/05/1…ing-in-the-trump-age.html


    Trump wollte ja eigentlcih den "Sumpf trocken legen", aber irgendwie sieht das alles noch viel sumpfiger aus als vorher.

  • Trump wollte ja eigentlcih den "Sumpf trocken legen", aber irgendwie sieht das alles noch viel sumpfiger aus als vorher.

    Bei Trump sollte man sorgfältig zwischen seinen Worten und seinen Zielen unterscheiden - er tut es auch.
    Worte sind billig. Er wollte nur fremde Sümpfe trocken legen, damit seiner der größte ist.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • https://www.n-tv.de/politik/Tr…am-2-article20438907.html


    Jetzt drohen die USA ganz unverholen.

    Ich denke derlei wird es in Zukunft öfter geben.

    Die Strahlkraft schwindet, das diplomatische Kapital ist aufgezehrt, nun kommt ökonomische Gewalt.


    Schwierige Lage, denn Nachgeben bedeutet sich erpressbar machen. Und nicht nachgeben bedeutet dass Trump noch einen drauflegt.

    Deutschlands schwachsinniger Handelsbilanzüberschuss und die blinde Fokussierung auf den Export machen die Lage nicht besser.


    Vielleicht wäre am Ende ein Handelskrieg mit den USA das einzige Mittel das uns von dieser Fixierung kurieren kann...


    wp

  • Eigentlich ganz einfach: Choleriker zähmt man durch zurückbrüllen, Bullies und Erpresser durch Gegendruck. Nachgeben macht es erfahrungsgemäss nur schlimmer.

    Insofern für Europa: Linie halten, klare Kante zeigen und die Zeit bis zu Trumps Abwahl durchhalten. Notfalls Strukturen entwickeln bzw. weiterentwickeln, die von den USA (sowie Russland, der Türkei...) unabhängig arbeiten können.

    Würde es die EU noch nicht geben, müsste man sie jetzt erfinden, gemeinsam ist man stärker.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Der olle Oettinger hat sich heute morgen im DLF geäußert:


    Zitat

    Oettinger: Wir haben als Europäer den größten Binnenmarkt, und der ist allen wichtig, auch den Amerikanern. Das heißt, wer im Bereich Wirtschaft, Export, Import mit Sanktionen oder mit Zöllen droht, muss wissen, er kann sich auch selbst schaden. Eigentlich schadet Präsident Trump auch der amerikanischen Industrie. Aber entscheidend ist Folgendes: Wir brauchen eine unbedingte europäische Geschlossenheit, denn Männer wie Trump lieben das Spiel "Teile und herrsche", Divide et impera. Wenn er uns spalten kann, zwischen Frankreich und Deutschland einen Keil treiben kann, zwischen der Kommission und dem Rat, dann würden wir da stark geschwächt sein und verlieren. Wenn wir geschlossen auftreten, nach innen und außen – deswegen ist die Konferenz heute in Sofia so wichtig –, dann haben wir eine hohe wirtschaftliche Autorität.

    und

    Zitat

    Oettinger: Eines ist mir völlig klar: Trump verachtet Schwächlinge. Wenn wir Schritt für Schritt nur nachgeben und uns fügen, wenn wir also eine Art Juniorpartner der USA werden, dann wären wir verloren. Wir müssen freundschaftlich, aber auf Augenhöhe, aber auch mit der Möglichkeit, zu kontern, zu reagieren und uns nicht zu fügen, in diese nächsten Wochen gehen. Nur dann werden wir eine Chance haben, dass in der Trump-Regierung nicht alles nach dem Motto "America first" geht.

    http://www.deutschlandfunk.de/…ml?dram:article_id=418130

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

  • Falls das Zitat oben stimmt, hatOettinger das römische divide et impera im ursprünglichen Sinne nicht verstanden. Da geht es nicht darum, dass man die anderen teilt, um selber zu herrschen, sondern dass man nicht alles selber macht, sondern ein Teil seiner Macht teilt, damit man trotzdem ein so großes Reich beherrschen kann. Also eine Art Föderalismus wie in Deutschland oder auch den USA.


    Richtig aber ist: durch die äußere "Bedrohung" von Trump hat Europa entweder die Chance, als Einheit gestärkt herauszugehen oder aber das Risiko als zerstrittene Familie komplett in die politische Bedeutungslosigkeit unterzugehen. Momentan habe ich nicht den Eindruck, dass die Achse Paris-Berlin so gut läuft wie unter Mitterand-Kohl. Von daher ist noch nicht entschieden, dass wir unsere Chance nutzen.

  • Die Chinesen machen das clever: Zeit schinden, indem man scheinbar nachgibt ("Wir werden mehr US-Dienstleistungen kaufen"). In einigen Jahren werden sie dann üverrascht feststellen, dass sie keine kaufenswerten Dienstleistungen aus den USA fanden, aber dann ist Trump schon Geschichte...


    Trump hat jetzt seinen Showsieg und die Chinesen ihre Ruhe.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)