• Interview auf FOX mit Chris Wallace, das ja auch teilweise etwas Wellen geschlagen hat. Es ist einfach unglaublich wie selbstgerecht jemand sein kann und andauernd lügt.


    Aber ich muss sagen, Respekt für den Reporter, der macht das absolut klasse. Er sagt's ihm jedesmal auf der Stelle in's Gesicht und stellt die Sachen richtig. Und frägt weiter und bohrt nach.


    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


    W. B.


    Investment is most intelligent when it is most businesslike.


    B. G.

  • buccaneer Danke für den Link zur Komödie, ich hatte gleich bei Minute 1 den ersten Lachanfall. "Chris, we have the best testing in the world." Leider schaut er dazu so verbissen drein, mit einem kleinen Lächeln würde es besser wirken. Und so geht es weiter: Jetzt wird von Flammen in Flordia erzählt. Köstlich, er vergleicht die USA mit Mexiko und Brasilien.

    Wenn es nicht so bitter wäre für die betroffenen Personen, in dieser Tour geht es weiter. (Ich muss trotzdem lachen: über Europa "They don't test!")


    Edit: eine Frage an die USA-Experten. Ist Fox News nicht eher ein Trump-freundlicher Sender der ihn unterstützt?

  • Edit: eine Frage an die USA-Experten. Ist Fox News nicht eher ein Trump-freundlicher Sender der ihn unterstützt?

    Bin zwar kein USA-Experte, aber Trump mag Fox News in letzter Zeit nicht mehr so sehr, denn:

    • Fox hat in dem Interview (siehe oben) kritische Fragen gestellt.
    • Der Moderator hat sich sogar erdreistet, Trump zu widersprechen.
    • Fox bringt Umfrage-Ergebnisse, die Trump nicht gefallen (weil er nicht vorne liegt).

    Es braucht gar nicht viel, um bei Trump in Ungnade zu fallen. Fox ist nun wirklich Trump-freundlich, aber offenbar nicht (mehr) Trump-freundlich genug.


    Ich würde Trump vorschlagen, einfach einen eigenen Fernsehsender aufzumachen, der den ganzen Tag in Dauerschleife bringt, wie großartig er doch ist und wie unfähig alle anderen sind. Das Staatsfernsehen der DDR wäre dafür eine ganz ausgezeichnete Vorlage (von der politischen Gesinnung mal abgesehen).


    Erkaltete Liebe: Donald Trump wendet sich von Fox News ab


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    Trump ist jedenfalls der Ansicht, dass Fox News „mehr Anti-Trump-Leute“ beschäftige als jemals zuvor. Trotzdem ist er noch immer bereit, dem Sender ein Interview zu geben. In dem Gespräch mit Chris Wallace, das am Sonntag (19.07.) ausgestrahlt wurde, stellte Trump aber gleich noch einmal klar, was er inzwischen von seinem einstigen Lieblingssender hält: „Ich will ehrlich sein, ich bin kein großer Fan von Fox.“

    Quote

    Tatsächlich scheint Trump sich immer mehr auf Fox News einzuschießen. Vor allem die Umfragen zur Präsidentschaftswahl sind ihm ein Dorn im Auge. Aber auch das gesamte Programm findet keine Gnade mehr. So weist er seine Fans immer häufiger darauf hin, doch auf andere Sender auszuweichen. Im Auge hat er dabei besonders einen: One America News Network. Dieser Sender steht nun wirklich fast ganz rechts außen, da kommt auch Fox News nicht mehr mit.

    "Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil." - Albert Einstein -

  • vanilla.ice Danke für die Erklärungen, dann macht das Interview mehr Sinn. Ich habe die Fragen des Reporters überhaupt nicht angriffig gefunden, eigentlich sehr freundlich. Warum der Präsident einen Intelligenztest mit einem Elefanten und einer Schlange macht, war mir nicht klar, aber das war dann vielleicht wieder die komödiantische Einlage, vielleicht für den Werbeblock in der Livesendung?


    Ich mache mir Sorgen um Herrn Trump, er schaut sehr abgekämpft und müde aus, um Jahre gealtert. Und als ob er gesundheitliche Probleme hätte, wegen des verbissenen Ausdrucks. Ich wünsche ihm das Allerbeste und hoffe, dass das nur im Fernsehen so aussieht.

  • Ich glaube, auch bei Fox gibt es ein paar seriöse Journalisten, sind halt seriöse Konservative. die meisten sind eher Propagandisten. Bei den "liberalen" Medien geht die Entwicklung ja in die gleiche Richtung, die Gleichung Fox=Fake News, "Liberale" Medien=seriöser Journalismus gilt wohl nicht mehr. Von außen ist es schwer, da noch den Überblick zu behalten. Für mich habe ich inzwischen eher die Gleichung US-Medien=Russia Today.

    Bekanntlich hält man ja nur jene Menschen für normal, die man noch nicht so gut kennt. (SPON)

  • Ich frage mich, ob das zaghafte Abrücken Fix vom reinen Trump-Sprachrohr mit Rupert Murdochs Söhnen zu tun hatte, die ein bisschen (Lachlan) bis sehr deutlich (James) liberaler als Papa Rupert sein sollen.

    Aber jetzt ist James gegangen/geflogen, wegen "Meinungsverschiedenheiten über bestimmte redaktionelle Inhalte".

    https://www.welt.de/wirtschaft…-News-Corp-im-Streit.html

    Das kann vielerlei bedeuten, auch einen Eingriff Ruperts, um seine Firma wieder auf den linientreu rechten Weg zurückzubringen.

    Vielleicht war Rupert "Not amused" über das Auftreten von Wallace gegenüber Trump.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Ich habe gerade das Buch von der Nichte von Trump gelesen. Das ist schon spannend und lässt tief blicken. Natürlich hat die einen Beef mit Donald - kann ich verstehen. Aber sie ist klinische Psychologin und hat für mich ein paar Hintergründe zur Familie entschlüsselt.

    Value investing is at its core the marriage of a contrarian streak and a calculator - Seth Klarman

  • Vielleicht verlangt er auch gleich noch was von Ericsson und Nokia, weil er denen Huawei vom Leib hält :).


    Er wollte ja immer die Regierung wie eine Firma managen. Also die Art von Firma.. Soll er halt ein Department für Schutzgeld-Erpressung einrichten. Klingt klassisch nach Mafia-Methoden, ja. Aber wie mehrmals erwähnt wurde, der Vergleich hinkt etwas. Z.B. ist er offensichtlich nicht ganz auf der Höhe, sonst würde er's nicht öffentlich machen.


    Bestätigt aber wieder was ich immer sage: "Korruption, Spezl-Wirtschaft und andere Schweinereien am besten ganz offen. Das funktioniert, da kann nichts rauskommen, alles schon bekannt."

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


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  • Schon wieder eins, der haut sie raus. Es ist einfach so hart, man schau sich's an und kann es einfach nicht fassen. Nicht dass der so drauf ist, sondern dass er zum ersten mal gewählt wurde und dass die Umfragen nicht noch viel deutlicher gegen ihn sind.

    Der Reporter ist etwas nerviger als der vom anderen Interview weiter oben, aber auch hartnäckig. Aber hilft wenig gegen dieses klassische Muster von Behauptung, Widerlegung bzw. Aufforderung zum Belegen der Behauptung, Nicht-Beachtung.


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  • Übrigens, Kamala Harris war sowohl meine erwartete als auch Wunschkandidatin. Bin recht froh dass sie jezt bestätigt ist.


    Ich glaube das ist ein gutes Team für breite Bevölkerungsschichten. Rassisten und Frauen-Gegner kennen ihre Wahl eh schon würde ich meinen.


    Gleichzeitig ist sie glaube ich recht unbestritten topfit und bringt vor allem auch eine gewisse Aggressivität mit. Ich glaube das ist durchaus hilfreich wenn man gegen Lügner und Demagogen bestehen muss.

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  • NZZ

    Die Frage der Woche


    Frage von Jörg Rainer aus F-Meschers-sur-Gironde: Angenommen, Trump verliert die Wahl im November, weigert sich aber, das Weisse Haus zu räumen. Wer könnte wem den Auftrag erteilen, den abgewählten Präsidenten am Tag der Amtseinführung des neuen aus dem Weissen Haus zu entfernen, und welche Folgen hätte dies für Trump?


    Antwort von Redaktor Christoph Eisenring: Die Sache ist eindeutig: Sollte Trump in der Wahl unterliegen, endet seine Präsidentschaft Punkt 12 Uhr am 20. Januar 2021. Ab Mittag kann er somit die Geheimdienste oder andere Bundesbehörden nicht mehr kommandieren. Er wäre auch nicht mehr oberster Befehlshaber der Streitkräfte. Stattdessen besitzt der neu gewählte Präsident ab diesem Zeitpunkt all diese Macht. Er könnte somit die Bundespolizei beauftragen, Trump aus dem Weissen Haus zu entfernen. Trump ist – sofern er nicht wiedergewählt würde – ab Mittag des 20. Januar ein ganz normaler US-Bürger. Bleibt er im Weissen Haus, könnte er wegen Hausfriedensbruch angeklagt werden. In der Vergangenheit gab es auf Ebene der Gliedstaaten wenige Episoden, wie sie der Leser beschreibt: Einmal schloss sich ein abgewählter Gouverneur tagelang im Keller ein und forderte das Militär aus Washington an. Als dieses nicht kam, gab er auf. Ein anderer Gouverneur lenkte ein, nachdem sein Widersacher die Schlösser ausgewechselt hatte.


    PS:

    Trump spendete für Harris

    Als Ironie des Schicksals kann man da wohl bezeichnen, dass Trump Harris 2011 und 2013 insgesamt 6.000 Dollar für den Wahlkampf der damaligen kalifornischen Justizministerin spendete. Nun twittert der US-Präsident, von einer Gegnerin wie Harris könne man nur träumen, denn sie sei im Vorwahlkampf stark gestartet und dann schwach und mit „null Unterstützung“ vor dem Wettbewerb geflohen.

  • Ich weiß auch nicht, ob die USA mit Biden so viel besser fahren würde. Was mich derzeit mehr nervös macht ist, dass die Amis sich momentan außenpolitsch überall im Bullying hervortun. Mit Deutschland der Clinch um North Stream II, mit China das Spielchen mit der Schließung des Konsulates in Texas (ich vermute da gab es einen konkreten Anlass). Und das wird unter Trump eher noch mehr werden.


    Im North Stream II Konflikt kann die USA nicht gewinnen. Setzen sich die Deutschen durch (was ich nicht vermute), dann ist das ein innen- und außenpolitischer Gesichtsverlust für die USA; wenn die USA sich durchsetzen, dann dürfte das nachhaltige Auswirkungen darauf haben, wie die deutsche und europäische Öffentlichkeit und langfristig dann auch die Regierungen die USA als Partner einschätzen.


    Leider leben wir zunehmend in interessanten Zeiten :rolleyes:

    Kleiner "Ach-so" Moment:


    "Einer der schillerndsten Öllobbyisten ist Ted Cruz, der als Senator von Texas den Kampf gegen Nord Stream 2 im US-Senat führt. Im Jahr 2015 erhielt Cruz 25 Millionen US-Dollar an Spenden von Unternehmen der Fossil-Energiebranche, die ca. 57 Prozent seines Wahlkampfbudgets ausmachten."