Selbstfahrende Autos - Autonomes Fahren

  • Ich eröffne jetzt mal hier einen Thread. Das Thema dürfte selbsterklärend sein. Ich habe in der letzten Zeit mehr und mehr von Experten und Nicht-Experten gehört dass es nur noch kurze Zeit dauert bis alle Austos selber fahren und deshalb u.a. Autoversicherung hinfällig wird.Persönlich glaube ich dass das nicht ganz so schnell geht, wenn überhaupt. BMW behauptet ja z.B. 2021 wird es soweit sein:


    https://www.heise.de/newsticke…-Autos-bauen-3253086.html


    Zum Auftakt ein interessanter Artikel zu Uber. Google hatte ja z.B. als Erfolgskriterium mal gefahren Kilometer pro Unfall veröffentlicht. Das ist aber nicht das einzige Kriterium:


    http://www.recode.net/2017/3/2…travis-kalanick-civil-war


    Zitat

    That’s also true of what the company calls “bad experiences,” or how many times the robot car abruptly decelerated, braked or jerked around.


    For example, the cars had more “bad experiences” during the week ending on March 8 than in January. The miles driven between instances the car did something it wasn’t supposed to do has dropped from more than four miles in January to less than two miles as of last week.


    In other words, cars only went an average of two miles without some sort of sudden movement or otherwise bad experience. These incidents have less to do with safety and more to do with the total rider experience and how smoothly the car is able to drive itself.


    Bei den aktuellen Sytsemen scheinen u.a. nicht nachvollziehbare Volbremsungen auf einer Autobahn nicht unüblich zu sein hat mit ein BMW Mitarbeiter erklärt.



    Ein spannendes Theme, auch für die Autoindustrie finde ich. Worst Case ist ja dass es nur noch die selbstfahrenden Ubers gibt und sonst nix mehr. Ich frage mich immer bei solchen Szenarios wer z:b: die Kotze beim selbstfahrenden Uber rauswischt wenn einem nach der 3 Vollbremsung schlecht geworden ist ;-)

  • Mit dem Sichtfeld der Kamera würde ich nie mit so geringen Abstand und so wenig Sicht nach vorne so schnell fahren.
    Außerdem selbst viele menschliche Unfallverursacher sehen Unfälle voraus bevor sie passieren. Z.B. 1-2 Sekunden vorher, ist allerdings irrelevant in Bezug auf Unfallverhinderung, da nicht mehr rechtzeitig regiert wird.

  • Interessant, dass der Kleinwagen durch simples Anrempeln den SUV zur Strecke bringt. Ist also sicherheitsmäßig nutzlos, ständig mit zweieinhalb Tonnen Blech durch die Gegend zu gurken.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • @Freddy
    dass menschen in gewissen fällen einen unfall vorhersehne können und dass dies nicht zu einer 100%igen unfallvermeidung führt
    macht die tatsache dass der tesla das heute* schon kann nicht weniger bemerkenswert


    ...


    man stelle sich vor da währen nur teslas (bzw. intelligente autos) gefahren, währe der unfall dann auch passiert?**



    edit: *mit ergänzenden sichtperspektiven
    ** und das mit der technik von heute

  • "Unfall" ist außerdem auch gut, der rote hat den Aufprall ganz klar verschuldet durch sein regelwidriges Verhalten (Abstand, rechts überholen, Par.1). Ich will doch hoffen, dass Teslas Autopiloten so nicht programmiert sind ;-)

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.


  • Es wird immer besser - aber ein wirkliches Erstauto kann es nur werden wenn es in der Stadt auch die Ladestationen dafür gibt.
    Das ist momentan noch der große Knackpunkt, aber bestimmt nicht unlösbar.


    Ich sehe das nicht so. Anfangen wird die Nutzung sicher bei Fahrzeugen mit klar definierten täglichen Nutzungen: Lieferfahrzeuge mit festen Tagespensum, Autos die täglich nur Fahrt zur Arbeit und zum Einkaufen genutzt werden, sonst aber wenig. Ich verlasse zum Beispiel sehr selten mit meinem Auto die Stadt, alle längeren Strecken werden geflogen oder fahre ich mit der Bahn. Eine Reichweite über 300km brauche ich vielleicht 1-2 mal im Jahr. Da könnte ich auch mieten.


    In unserer Haustiefgarage haben sich die ersten jetzt Steckdosen zum Laden ihrer E-Fahrzeuge legen lassen. Der Rechtsanwalt im Hause hat auch schon ein E-Fahrzeug (den Nissan glaube ich), mit dem er zum Büro fährt. Sonst hat die Ehefrau noch einen Kleinwagen.


    Offenbar scheint das Heizungsproblem aber tatsächlich nicht ohne zu sein. Warum man aber keine benzinbetriebenen Standheizungen einbaut ist mit unklar.

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

  • Ich brauch jetzt ne neue Karre, da an meiner alten nach 24 Jahren zu viel zu schweißen ist für den Tüv.


    Ich fahre eigentlich hauptsächlich Kurzstrecke damit, örtlich, manchmal in die Städchen rundum, so 80 km roundtrip, aber manchmal auch bis Ffm mit diesem Wagen, da sind wir bei 200-250 km roundtrip. Passend wäre so ein Renault Kangoo Kastenwagen. Jetzt habe ich 2 Stunden in Foren gestöbert und muss feststellen, bin zu alt für diese Innovation. Kaufpreise gebraucht 10-15K plus 80 Euro mtl. für den Akku, kWh braucht er angeblich nur ein Drittel pro km, die kosten aber das Doppelte wie Kraftstoff. Aber Hauptfehler, Reichweite nur 100 bis 150 km, es sei denn, man fährt nur Schrittempo und Berge nur bergab.


    Wenn ich mir einen entsprechenden Verbrenner kaufe, kostet der nur einen Bruchteil davon, bis ich die Mehrkosten über den Kraftstoff aufgeholt habe, muss ich schon lange den Führerschein abgegeben haben.


    Nach einer ersten Übersicht scheinen die Dinger furchtbar überteuert zu sein, dafür dass weniger Technik drin ist. Ach ja, Prämie gibts für Gebrauchte auch keine.


    Diese Förderung ist schonmal Murks. Besser wäre es, den Strom dafür billig oder besser noch umsonst zu machen, die Sonne schickt doch gar keine Rechnung, wie immer behauptet wird :-) :-)

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Zitat

    In unserer Haustiefgarage haben sich die ersten jetzt Steckdosen zum Laden ihrer E-Fahrzeuge legen lassen.


    Sehr interessant. Wie wurde das geregelt?
    Nach WEG-Recht ist das ja eine bauliche Änderung, der alle Eigentümer zustimmen müssen. Und wegen der Kosten, und weil ja bisher nahezu alle einen Verbrennungsmotor haben, wird man wohl nie alle zur Zustimmung bewegen können.
    Ausserdem kann da ja schnell ein Kabelwirrwarr entstehen, wenn jeder sich seine eigene Leitung legen lässt, Stromzähler braucht man auch, und Brandschutz ist wahrscheinlich auch noch ein Thema.
    Kurzum, es würde mich sehr interessieren - bei mir würde die Anschaffung eines E-Autos nämlich auch daran scheitern, dass in der TG einfach kein Ladeanschluss vorhanden ist. Ich würde auch gerne anregen, dass man die Installation ermöglicht, zweifle aber dass die Gemeinschaft dem (wohlgemerkt Einstimmig) zustimmen würde.

  • Same problem here, nur dass erschwerend noch dazukommt, dass es sich um einen Außenstellplatz handelt ... Aber reicht für die Zustimmung der Eigentümerversammlung nicht eine Zweidrittelmehrheit? Solange Kabel und Zähler auf eigene Kosten gelegt werden und nicht auf alle Eigentümer umgelegt werden, sollte sich die Versammlung nicht wegen der Kosten querstellen.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer


  • Sehr interessant. Wie wurde das geregelt?


    Gar nicht. Die Tiefgararage (klein, 14 Stellplätze) liegt direkt neben den Mieterkellern. Jeder Mieterkeller hängt schon am Stromzähler der Wohnung, insofern wird nicht viel Weg zurückgelegt (Loch durch die Wand, Kabel durch). Im gesamten Kellerbereich und in der TG liegen die Stromkabel über Putz in Kabelkanälen aus Kunststoff und können daher leicht ausgetauscht oder erweitert werden.


    Die Verkabelung wurde von fachgerecht von einem Elektriker gemacht (der gleiche, der am Hausbau beteiligt war). Die Leitungen liegen die meiste Strecke zusammen/anliegend mit den Stromleitungen für das Licht in der Garage an der Decke und fallen nicht besonders auf. Der Leitungsquerschnitt ist für die Ladesteckdose auch höher als bei normalen Steckdosen (d.h. für den betroffenen Stellplatzinhaber auch, das die Zuleitung zu seinem Kellerabteil bei der Verlegung der Kabel etwas verbreitert wurden).


    Ich bin mir nicht sicher, ob ein zusätzliches Stromkabel wirklich eine bauliche Veränderung ist?!

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

  • Die Rechtsprechung scheint uneinheitlich zu sein.
    Und wenn jeder seine Kabel und Zähler selber legt, hat man nachher ein heilloses Wirrwarr. Da würde es schon mehr Sinn machen eine Zentrale Lösung zu finden, so dass jeder Stellplatz mit einem einheitlichen Standard versehen wird. Es wäre dann auch nur eine einmalige Maßnahme, also im Endeffekt kostengünstiger. Dazu kommt noch dass der Stromversorger auch sicherstellen muß dass die Notwendige Leistung überhaupt am Hausanschluss ankommt. Für 30 Autos die gleichzeitig je 20 kW ziehen ist der Anschluss nämlich üblicherweise nicht dimensioniert.

  • Ich denke mal, das vieles von den baulichen Voraussetzungen abhängt. Wo und wieviele Kabel müssen gelegt werden etc. Evtl. kommt je nach Lage auch eine gemeinsames dickes Kabel als zweiter Hausanschluss in die Garage in Frage, und vor jeder Steckdose hängt noch einmal ein Zähler.


    Wir sind nur 9 Parteien, da lässt sich vieles auch einfacher regeln. Das Problem dürfte aber i.A. sein, dass nicht alle gleichzeitig einen Bedarf an einer Steckdose bekommen.


    Ansonsten wären mir die Kaufpreise für Elektrofahrzeuge heute auch noch zu hoch.

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

  • Ad Strom, nicht nur der Hausanschluss, sondern die Zuleitung vom Trafo her in der Straße dürfte bei einigen "E-Garagen" in derselben bereits zu klein sein. So einfach ist die E-Welt aus technischer Sicht nämlich nicht. In einer mir bekannten Liegenschaft im Rhein-Main Gebiet bedarf bereits der Anschluss eines Durchlauferhitzers einer Genehmigung durchs E-Werk.


    Vorteil: wenn dann überall richtig dicke Kabel liegen gibts wenigstens kein Glatteis mehr ... ;-)

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • http://www.spiegel.de/auto/akt…er-autonom-a-1190854.html (Feb 2018)

    Google schafft 9000 Kilometer autonom, Daimler nur drei


    • Waymo schafft große Distanzen ohne Fahrer, nur alle 9000 Kilometer mussten die Sicherheitsfahrer eingreifen, insgesamt 63 Mal in zwölf Monaten.
    • Nissans Fahrer mussten alle 330 Kilometer eingreifen. In zwölf Monaten kam es zu 24 Notabschaltungen, allerdings fuhren Nissans Autos insgesamt nur 8000 Kilometer.
    • Mercedes kam autonom nicht wirklich voran, alle 2,9 Kilometer musste ein Fahrer eingreifen. Bei 1750 gefahrenen Kilometern brauchten die Autos in 602 Fällen die Hilfe des Fahrers.
    • General Motors schnitt deutlich besser ab: Die Sicherheitsfahrer in den Autos der GM-Tochter Cruise mussten nur alle 2000 Kilometer eingreifen.


    Statistik der kalifornischen Verkehrsbehörde für 2017: https://www.dmv.ca.gov/portal/…disengagement_report_2017

  • Autonomes Fahren - Google auf Speed (11/2017)

    http://www.manager-magazin.de/…w-angreift-a-1179486.html


  • Waymo verkündet Test-Meilenstein bei seinen autonomen Taxis

    https://www.wired.de/collectio…rkuendet-test-meilenstein



    Während Google nach dem Artikel auf Daten von 7 Mio. autonom gefahrener Meilen zugreifen kann und kurzerhand einmal 62.000 Minivans dazukauft, wird die autonome Testflotte BMWs in China bis Jahresende auf beachtliche 7 Fahrzeuge anwachsen:


    Zitat

    Für die Erprobungen hat BMW eine Mannschaft aus 60 Experten in Shanghai aufgestellt. Zwei entsprechend umgebaute BMW 7er starten die Versuchsfahrten. Bis Ende 2018 soll die Flotte auf sieben Autos anwachsen.


    Die Tests in Shanghai schließen sich an bislang rund 30.000 automatisiert gefahrenen Kilometern auf der Straße und 200.000 Kilometern in Fahrsimulatoren von BMW an.


    In der Hauptstadt Peking hat BMW einen weiteren Entwicklungsstandort eröffnet. Mit den neuen Büros soll die Zahl der Ingenieure, die der Autobauer in China beschäftigt, um 200 auf 1.100 steigen. Dort sollen bis zu 70 Testfahrzeuge koordiniert werden, die kummuliert 5 Millionen Kilometer im Jahr abspulen werden. Neben Peking unterhält BMW auch Büros in Shanghai und Shenyang.


    https://www.auto-motor-und-spo…me-autos-shanghai-peking/


    Würde mich nicht wundern wenn die dt. Autoindustrie hier den Anschluss verliert.