Selbstfahrende Autos - Autonomes Fahren

  • Ganz witzig: 2015 waren "wir" noch führend beim autonomen Fahren, jetzt sind wir plötzlich 2 Jahre hinten dran ???


    https://www.wiwo.de/unternehme…omen-fahren/12217136.html


    Zitat


    Diese Entwicklungen in den USA hat auch die deutsche Autoindustrie genau im Blick. So zollt Daimler-Chef Zetsche den "beeindruckenden Leistungen und der finanziellen Macht" von Google und Apple Respekt. Auf ihr Eindringen in sein angestammtes Territorium verfalle er allerdings nicht in Angststarre, sondern setze auf Wettbewerb oder Zusammenarbeit. "Eine Option könnte sein, dass die Autos in einem Joint Venture entstehen und wir diese dann bauen. Aber ich spreche hier rein fiktiv", so der Daimler-Chef mit Blick auf die Zukunft.

  • Aua, ohne Straßenbemalung sind die Systeme scheinbar aufgeschmissen.


    Merkwürdiger finde ich den schwenk des zweiten Videos nach links, sind die Systeme nicht auf Rechtsverkehr eingestellt?

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Schöne Übersicht über die Autonomielevel:


    https://www.automativ.de/auton…t-von-level-0-bis-level-5


    Zitat

    Parallel zur Diskussion um neue Mobilitätslösungen und Vernetzung kommt immer mehr der Begriff „autonomes Fahren“ auf. Unweigerlich im Zusammenhang stehen damit die Einstufungen Level 0 bis Level 5. Doch was genau steht hinter diesen Definitionen? Und welche Technologien sind zwingend erforderlich, damit autonomes Fahren überhaupt funktioniert? Wir erläutern diese undurchsichtige Thematik.

  • Klar, sieht echt interessant und natürlich auch sehr cool aus...aber ist das eine Lösung für unsere Verkehrsprobleme?

    Nein.

    Das zeigt eine einfache Rechnung:


    Ein typischer U-Bahn-Zug dürfte so ca. 900 Fahrgäste aufnehmen können und hat eine Länge von ca. 120m.

    Sagen wir alle 3 Minuten kann man einen Zug auf der Strecke takten.

    Somit ist die Kapazität einer U-Bahnröhre 300 Personen / Minute.


    Ein Tesla 3 ist 5m lang, und bei sagen wir 80 kmh braucht man (mindestens) 50m Sicherheitsabstand.

    Um die 55m zurück zu legen braucht man bei 80kmh ca 3 Sekunden.

    Im Auto sitzt im Durchschnitt 1.3 Personen, macht eine Kapazität von 26 Personen / Minute.

    Somit braucht man 12 Boring-Tunnel um einen U-Bahntunnel zu ersetzen.

    Plus an jeder Station vermutlich um die 50 Auto-Aufzüge um alle paar Sekunden einen Tesla an den Start zu bringen...oder entsprechende Rampen etc...

    Wüsste nicht wie sich eine solche Infrastruktur auch nur Ansatzweise flächendeckend in die Innenstädte integrieren lassen sollte. Ist ja auch nicht so dass der Untergrund dort komplett leer wäre...


    Das wird also ne lustige Spielerei bleiben, oder halt ein Luxus-Spielzeug-Transportmittel, so wie z.B. fliegende Taxis.


    wp

  • so wie z.B. fliegende Taxis.

    Vor allem dürften diese lauter sein, als die Aktuellen.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Ich habe einmal vor über einer Dekade einen Artikel über einen Professor aus dem Ruhrgebiet gelesen, der hatte die Idee, dass man auf den Bahnschienen so eine Art Minizug fahren lässt. Du steigst in Berlin in einen autogroßen Zug ein und programmierst dein Fahrziel. Das Ding bringt dich dann dorthin. Das ganze Bahnsystem würde dann auf diese autonomen Minizüge umgestellt.


    Allerdings wollte er das Projekt wohl erst mit autonomen Güterwagen starten.

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

  • Ich habe einmal vor über einer Dekade einen Artikel über einen Professor aus dem Ruhrgebiet gelesen, der hatte die Idee, dass man auf den Bahnschienen so eine Art Minizug fahren lässt. Du steigst in Berlin in einen autogroßen Zug ein und programmierst dein Fahrziel. Das Ding bringt dich dann dorthin. Das ganze Bahnsystem würde dann auf diese autonomen Minizüge umgestellt.


    Allerdings wollte er das Projekt wohl erst mit autonomen Güterwagen starten.

    Das klingt schon vielversprechender...aber auch hier dürfte der Teufel im Detail liegen...Sicherheitsabstände? Oder koppelt man die Kabinen zusammen? Aber dann ist individuelle Routenwahl wieder schwierig.


    Für mich ist offensichtlich, dass für hohe Kapazitäten nach wie vor die Schiene/der Zug das Mittel der Wahl ist. Letzlich versucht dieser Boring-Käse ja auch nur, die Schiene im Auto zu simulieren...allerdings mit lächerlich hohem Aufwand um eine Tonne Stahl pro Fahrgast mitzubewegen.


    Man sollte mehr Zeit reinstecken einfach mal zu erforschen wie man Züge effizienter, intelligenter und zuverlässiger macht.

    Kann doch nicht sein, dass auf der einen Seite Milliarden in Hightech Autos gesteckt wird, aber die Mühlen die im Münchner UBahnnetz rumfahren und Millionen transportieren sind low tech aus den 70ern.

    Aber klar, Züge sind unsexy und bekommt daher weniger Kapital und Presse...


    wp

  • Aber die Züge passen eben nicht in das Zeit-Alter der "Individualisierung".

    Das ganze marketing Zeug die letzten Jahre hat ja die Menschen darauf getrimmt, sich von der Masse abzusetzen sein Individuum zu fördern und zu sich zu finden.

    Mit diesem Zug-Modell müsste man ja die Menschen wieder zu Gemeinschaft und miteinander leben zurückerziehen. Das wird schwer.

  • Zitat

    Mit diesem Zug-Modell müsste man ja die Menschen wieder zu Gemeinschaft und miteinander leben zurückerziehen. Das wird schwer.

    Wenn ich mich morgens in der U-Bahn umkucke, kann man mit Noise Cancelling Kopfhörern, Handy/Ipad/Kindle etc. schon ganz gut öffentliche Verkehrsmittel benutzen, ohne sich mit der Umwelt auseinander zu setzen.

  • Aber die Züge passen eben nicht in das Zeit-Alter der "Individualisierung".

    Das ganze marketing Zeug die letzten Jahre hat ja die Menschen darauf getrimmt, sich von der Masse abzusetzen sein Individuum zu fördern und zu sich zu finden.

    Mit diesem Zug-Modell müsste man ja die Menschen wieder zu Gemeinschaft und miteinander leben zurückerziehen. Das wird schwer.

    Da ist was dran.

  • sollten durch die Tunnels nicht "Pods" fahren?



    Persönlich fand ich immer die Idee mehrerer paralleler Rollbänder mit graduell veränderter Geschwindigkeit aus "caves of steel" von Asimov sehr interessant. Damit muss man nicht "alle 3 min" einen "zug" fahren lassen, sondern kann den Transport kontinuierlich durchführen.

  • Rollbänder lohnen sich nur bei dichter Besetzung; bei dünner Besetzung muss man zu viel Masse pro transportierter Person bewegen.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • sollten durch die Tunnels nicht "Pods" fahren?

    Keine Ahnung, hab mich nie ensthaft mit dem Musks Borin Company beschäftigt...genausowenig wie mit dem Hyperloop-Gedöns.

    Aber wenn man dann den schönen "pod" aus dem Bild in der Rush-Hour mit 30 Leuten vollstopft, sich die Scheiben beschlagen, den Boden verschmutzt und die Menschen hässlicher vorstellt und dann zum schnelleren Be- und Entladen noch mehrere pods zusammenhängt, sehe ich nicht den großen Unterschied zur U-Bahn...außer dass man im Regen warten muss8o

    ersönlich fand ich immer die Idee mehrerer paralleler Rollbänder mit graduell veränderter Geschwindigkeit aus "caves of steel" von Asimov sehr interessant.

    Die Idee klingt schon besser, kannte das Buch gar nicht.

    Zumindest für extrem urbane Strecken (z.B. die Münchener "Stammstrecke") könnte man damit die Kapazität von Zügen übertreffen.

    Praktisch vermutlich aber auch nicht durchführbar.

    Aus Gründen des Brandschutz, Belüftung, Klimatisierung, Regenschutz, Mechanik, Komfort etc. ist eine Kabine um den Fahrgast rum vermutlich schon sinnvoll.

  • Die Idee klingt schon besser, kannte das Buch gar nicht.

    Zumindest für extrem urbane Strecken (z.B. die Münchener "Stammstrecke") könnte man damit die Kapazität von Zügen übertreffen.

    Praktisch vermutlich aber auch nicht durchführbar.

    Aus Gründen des Brandschutz, Belüftung, Klimatisierung, Regenschutz, Mechanik, Komfort etc. ist eine Kabine um den Fahrgast rum vermutlich schon sinnvoll.

    In Hong-Kong gibt es das schon: Da sind Rolltreppen Teil des öffentlichen Transports, mit bedarfsgerechter Schaltung, d.h. Morgens fahren sie vor allem abwärts, abends dann aufwärts (sie liegen am Hang).

    Vor die Wahl zwischen zwei möglichen Alternativen gestellt, wähle die Dritte!