Die Entwicklung erneuerbarer Energie + Profitmöglichkeiten

  • Was ist besser? Offshore Wind oder grüner Wasserstoff ?


    Antwort: 2in1.


    https://www.ecoreporter.de/art…-gr%C3%BCnem-wasserstoff/




    Persönlich halte ich davon nicht ganz so viel. Elekrolyseure skalieren schon etwas, d.h. m.E. müsste die Durchleitung des erzeugten Stromes in einen größeren Elekrolyseur eigentlich die bessere Lösung sein.

  • müsste die Durchleitung des erzeugten Stromes in einen größeren Elekrolyseur eigentlich die bessere Lösung sein.

    Zumal es einfacher sein sollte das Kabel an land zu legen statt eine Wasserstoffpipeline. Die Anlage dürfte doch onshore auch einfacher zu bauen sein als offshore.


    Es sei denn, man kann in der Turbine irgendwas effezienter machen. Vielleicht die Komprimierung des Gases direkt durch die Bewegungsenergie das Rotors statt den Umweg über Strom?

  • Zumal es einfacher sein sollte das Kabel an land zu legen statt eine Wasserstoffpipeline. Die Anlage dürfte doch onshore auch einfacher zu bauen sein als offshore.


    Es sei denn, man kann in der Turbine irgendwas effezienter machen. Vielleicht die Komprimierung des Gases direkt durch die Bewegungsenergie das Rotors statt den Umweg über Strom?

    Ich bin kein Physiker, aber die Bewegungsenergie des Rotors wird doch in Strom gewandelt ?


    Wie kann man da noch zusätzlich Energie "abzapfen" ?


    Ich denke die einzige Anwendung wäre wenn es zu weit für Stromleitungen ist oder wenn die Idee von "floating Off shore" mal umgesetzt wird.

  • Was ist besser? Offshore Wind oder grüner Wasserstoff ?

    Wasserstoff läßt sich einfacher und verlustfrei lagern und überall hin transportieren.


    Über sunfire bin ich vor Jahren schon mal gestolpert.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • ch bin kein Physiker, aber die Bewegungsenergie des Rotors wird doch in Strom gewandelt ?


    Wie kann man da noch zusätzlich Energie "abzapfen" ?

    Man könnte prinzipiell einen Kompressor direkt antreiben wie das z.B. auch in den Klimaanlagen in PKWs gemacht wird.

    Wasserstoff läßt sich einfacher und verlustfrei lagern und überall hin transportieren.

    Das lagern ließe sich bei der landseitigen Produktion auch einfacher realisieren.

    Übertragunsverluste ist ein relevanter Punkt, große Entdernung zum Land vorausgesetzt.

  • Ich hab da auch Bedenken.


    Eigentlich kann das ja nur lohnen, wenn das H2 vor Ort gesammelt wird und nach einem längeren Zeitraum abgeholt wird.

    Ein Pipelinenetz wäre extrem komplex.

    Das H2 müsste ja unter sehr hohem Druck oder flüssig transportiert werden, im einen Fall ist das Problem dass H2 sehr flüchtig ist und durch einfache Rohre gerne entweicht, im anderen Fall müsste die Pipeline gekühlt werden.


    Machen wir mal ne kurze Rechnung:


    Ein m^3 H2 benötigt ca. 5kwh (bei Hochdruckelektrolyse. Auch nicht einfach, so eine Anlage benötigt schon regelmäßige Wartung).

    Nehme wir der Einfachheit halber an das Windrad hat 5MW, dann kann man theoretisch 1000m^3 pro Stunde herstellen.

    Halbieren wir das, weil man braucht Energie für die Komprimierung, Kühlung, Entsalzung des Meerwassers usw.

    Also 500m^3 pro Stunde, wäre 12.000 m^3 pro Tag.

    Ich halbiere nochmal, da die Turbine ja nicht dauern Volllast läuft.

    6.000 m^3 pro Tag.

    Wenn ein kg 9,50 EUR kostet (sagt Wikipedia), dann hat das übrigens, bei 11m^3 pro kg, den Wert von ca. 500 EUR.


    Bei 1000bar Druck (auch sportlich) bräuchte man 6m^3 Tankvolumen pro Tag.

    Gut diese Windräder sind groß, ich denk mal 300 m^3 kann man da schon irgendwie unterbringen. Das wäre dann für 50 Tage ausreichend.

    Immerhin.


    Müsste also alle 50 Tage ein Tanker vorbeikommen und 300m^3 H2 bei 1000bar = 300.000 m^3 H2 bei 1bar, im Wert von 25.000 EUR abholen.

    Hm. Und vermutlich alles mögliche an Wartung durchführen. Ist ja Seewasser, das ist nicht freunlich zu komplexen Maschinen.


    Wo man auch die dafür nötigen 3mio kWh zu 4ct/kWh hätte direkt verkaufen können, für dann 120.000 EUR, mit wohl geringeren Wartungskosten.


    Außer für floating oder stark subventioniert sehe ich da auch keinen Businesscase.

    Aber spannend.


    wp

    "Calm seas never made a good sailor"

    "Es gibt nichts Schöneres als einen warmen Regen nach einer kalten Dusche"

  • Wasserstoff läßt sich einfacher und verlustfrei lagern und überall hin transportieren.

    Alleine schon die Umwandlung in Wasserstoff benötigt einen Haufen Energie und wie schon angemerkt gibt es bei einem hochflüchtigen Gas wie H2 immer auch Schwund. Zudem muss der Wasserstoff dahin transportiert werden wo er tatsächlich gebraucht wird. Eine Rückumwandlung in Strom macht eher weniger Sinn.


    Energetisch relevante Mengen an Wasserstoff lassen sich i.d.R. nur über Pipelines einigermaßen sinnvoll transportieren.

  • In der Tat ist der Verlust bei der Umwandlung Strom->H2->Stom erheblich.


    Die besten Elektrolyseure liegen bei ca. 80% Wirkungsgrad, die besten Brennstoffzellen bei 85% (wenn man die Abwärme ebenfalls nutzt).

    Macht 0,8*0,85 = 0,68% Wirkungsgrad. Plus Wartungskosten und Transport.


    Dennoch gibt es sinnvolle Anwendung für Wasserstoff.


    - Dort wo Strom in riesigen Mengen billig verfügbar wäre, aber die Verbraucher sehr weit weg. Da fallen einem sofort Solarkraftwerke in der Wüste ein. Die Flächen dort sind billig, die Einstrahlung deutlich höher, das könnte in Summe via Wasserstoff+Tanker immer noch ökonomischer sein als im vollgestellten Deutschland Solarparks zu errichten

    - Für Fahrzeuge wo hohe Reichweite und schnelles Tanken erwünscht werden. Hängt natürlich davon ab wie sich Batterien weiter entwickeln

    - Wo bestehende Infrastruktur genutzt werden kann. M.W. kann man zB dem Erdgas einfach einen gewissen Anteil H2 zumischen der dann in den Thermen zuhause problemlos mit verbrennt.

    - Wo das Errichten einer Strominfrastuktur nicht lohnt. zB wenn man ein Kaff in Sibirien versorgen will, oder eine kleine Insel.

    - Wo ein H2-Pipelinenetz bereits existiert. Die Amis zB haben eines, ich meine in Westdeutschland / Ruhrgebiet gibts das auch.


    Vielleicht zielen Orsted und Siemens auf derlei Märkte?

    Oder aber sie wollen einfach bissl dabei sein beim H2-Hype... ;-)

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  • Alleine schon die Umwandlung in Wasserstoff benötigt einen Haufen Energie und wie schon angemerkt gibt es bei einem hochflüchtigen Gas wie H2 immer auch Schwund. Zudem muss der Wasserstoff dahin transportiert werden wo er tatsächlich gebraucht wird. Eine Rückumwandlung in Strom macht eher weniger Sinn.


    Energetisch relevante Mengen an Wasserstoff lassen sich i.d.R. nur über Pipelines einigermaßen sinnvoll transportieren.

    Ich würde Wasserstoff nicht nur mit Strom vergleichen!


    Aktuell verschenken wir Strom, deshalb ist der Verlust bei Wasserstoff kein stichhaltiges Argument.


    Strom hat aktuell den großen Nachteil, das sich dieser nicht gut dauerhaft lagern läßt.

    Der Transport über weite Strecken ist auch eine Herausforderung.


    Man kann Wasserstoff gut verbrennen und hat dann Heizenergie und Strom und könnte dadurch CO²-Brennstoffe ersetzen.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
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    Buffett

  • Da fallen einem sofort Solarkraftwerke in der Wüste ein.

    Soweit ich mich erinnere, mögen Solarzellen so viel Hitze nicht.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Als transportabler Energieträger ist H2 schon ganz gut. Da ist der Wirkungsgrad auch gar nicht so schlecht, wenn wir das mal mit Alternativen wie Diesel vergleichen (da landet über 60% in der Wärme). Also für LKWs oder Schiff, bei denen Batterien keinen Sinn machen, vielleicht ne gute alternative.

  • Soweit ich mich erinnere, mögen Solarzellen so viel Hitze nicht.

    Sie arbeiten nicht mehr so gut. Aber ich würde schätzen, dass die auch bei 25Grad Außentemperatur in der Sonne gut heiß werden. Das dürfte bei 40 Grad heißer Luft nicht so viel schlimmer sein so lange sie hinterlüftet sind.


    NB: Die Temperatur des Wetterberichts ist ja üblicherweise "im Schatten". Das ist ja hier gerade nicht relevant.

  • RWE baut keine Kraftwerke mehr in Deutschland, auch keine mit Gas betriebenen, denn damit kann man hierzulande nichts mehr verdienen.


    https://www.deraktionaer.de/ar…n-kraftwerk-20222755.html


    Legt aber 15 GW bis Ende 2022 still, also in zwei Jahren.


    O-Ton: „Wir bauen in Deutschland kein Kraftwerk, wenn ich nicht weiß, ob ich damit Geld verdienen kann und für wie lang.“

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Klimaneutralität ist kommunistische Planwirtschaft in neuem Gewand.

  • Ja. früher war das sehr viel einfacher als das alles schön vom Staat subventioniert wurde und es keine Konkurrenz gab.


    Zum Glück ist diese Art Planwirtschaft vorbei.