Spannende Reiseziele

  • Hallo,


    ich mache mal einen neuen Thread dazu auf, da ich den Eindruck habe der ein oder andere hier kann einiges sagen zum Thema spannende Reiseziele.


    Ich selber bin, genau wie bei Aktien, immer auf der Suche nach "etwas ungewöhnlichen" Zielen. Wenn die dann auch noch antizyklisch wenig besucht und günstig sind - perfekt!
    Vielleicht geht es dem ein oder anderen ja auch so...


    Viele Grüße,
    Woodpecker

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    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

  • Nachdem ich letztes Jahr auf eigene Faust mit dem Leihauto in Israel unterwegs war und mich das total geflashed hat, bin ich aktuell dabei fortgeschrittene Ziele im Nahen Osten zu recherchieren.


    Frage:
    War schon mal jemand im Libanon oder kennt jemanden der dort kürzlich war?


    Disclaimer: Sicherheitslage ist mir bewusst, wäre aber an Erfahrungen aus erster Hand interessiert.


    wp

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  • Hallo WP


    ich war letztes Jahr im Iran. SUPER! Die Menschen dort sind sich des schlechten Images ihres Landes bewusst und legen Wert darauf, dass sie ganz anders sind und selber unter ihrer Regierung leiden. Ich war in Teheran, Kashan, Isfan, Yazd, Shiraz (Persepolis) für 3 Wochen. Iran ist aber inzwischen schon fast Mode. Ich kenne einige Kollegen/Freunde, die schon dort waren.
    Im Nahen Osten war ich in Jordanien. Allerdings vor dem Syrienkrieg. Das war wesentlich entspannter als Ägypten oder Marocco.
    Je nach politischer Wetterlage ist übrigen Äthiopien ein sehr spannendes Reiseziel. Ich war in der Nordhälfte (Aksum, Lalibela (ein MUSS), Gondor, Simien Mountain, Addis, Harar, Tana See). Der Süden (Omo Valley) soll aber auch toll sein.
    Und was die Berge angeht sind die Ruwenzori Berge in Uganda das beste was ich erlebt habe. Besser als Kilimanjaro, Nepal oder die Alpen.

  • Hallo WP


    ich war letztes Jahr im Iran. SUPER! Die Menschen dort sind sich des schlechten Images ihres Landes bewusst und legen Wert darauf, dass sie ganz anders sind und selber unter ihrer Regierung leiden. Ich war in Teheran, Kashan, Isfan, Yazd, Shiraz (Persepolis) für 3 Wochen. Iran ist aber inzwischen schon fast Mode. Ich kenne einige Kollegen/Freunde, die schon dort waren.
    Im Nahen Osten war ich in Jordanien. Allerdings vor dem Syrienkrieg. Das war wesentlich entspannter als Ägypten oder Marocco.
    Je nach politischer Wetterlage ist übrigen Äthiopien ein sehr spannendes Reiseziel. Ich war in der Nordhälfte (Aksum, Lalibela (ein MUSS), Gondor, Simien Mountain, Addis, Harar, Tana See). Der Süden (Omo Valley) soll aber auch toll sein.
    Und was die Berge angeht sind die Ruwenzori Berge in Uganda das beste was ich erlebt habe. Besser als Kilimanjaro, Nepal oder die Alpen.


    Klingt sehr cool!


    Iran ist auch auf der Liste, aber da brauche ich mehr Zeit dafür. Warst du organisiert dort oder auf eigene Faust?


    Zu Jordanien: Das habe ich auch überlegt. Sicher ist das definitiv, die sind vom Syrienkonflikt nicht betroffen.
    Meine Befürchtung: Dass das etwas weniger spannend ist, Amman und die anderen Städte sollen angeblich nicht so aufregend sein, Totes Meer kenn ich schon von Israel aus, die Küste am roten Meer soll auch nicht so doll sein. Wie siehst du das?
    Petra wäre für mich als Geschichte und antike Stätten-Freak natürlich wie Weihnachten und Ostern zusammen...



    wp


    ps. Naher Osten ist alleine geplant. Äthiopien, ginge das auch mit Kindern deiner Meinung nach?

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  • Im Iran war ich alleine auf eigene Faust. War sehr einfach mit Bus/Shared Taxi oder Touren vor Ort. Ich hatte nur das erste Hotel in Teheran und das letzte in Shiraz gebucht. Ein paar mal hat die Unterkunft, in der ich war, mein nächstes Hotel gebucht. Vor allem in Yazd hatte ich vor Ort Tagestouren, die von der Unterkunft angeboten wurden, mitgemacht. Ich habe aber auch Tagestouren im Shared Taxi mit anderen Touristen zusammen selbst organisiert.


    Wenn du das Tote Meer schon kennst, ist in Jordanien in der Tat nur noch Petra ein Highlight. Wadi Rum fand ich entäuschend. Die Wüste war überfüllt mit Touristen. Wer noch nie eine Wüste gesehen hat, mag es als Einstieg ganz gut finden.


    In Äthiopien habe ich auch 1-2 Familen mit Kindern (ca. 6 Jahre alt) gesehen. Ich weiss aber nicht wie teuer das wird. Denn zwischen den meisten Städten hatte ich einen Inlandsflug gemacht, da die Busfahrt immer 2-4 Tage gedauert hätte. Damals konnte man aber auch einen Faher mit Fahrzeug für 100$ am Tag mieten. Für eine Familie könnte das eine Alternative sein.

  • @woodpecker


    warst Du alleine in Israel oder mit Familie (Kind und Kegel :-) )


    Da war ich mit nem Kumpel. Genau so ein Geschichtefreak wie ich.


    Wir haben uns das volle Programm gegeben, Mietwagen, komplette Küste, Genezareth, Golan, Gespräch mit Blauhelmen an der syrischen Pufferzone (die uns aufklärten dass das Donnergrollen in der Ferne kein Gewitter sei sondern Luftangriffe bei Damaskus), Fahrt am Jordan lang, totes Meer, unzählige abgefahrene untouristische Kirchen/Klöster/Moscheen/Synagoge in Jerusalem (einfach die Mönche dort anquatschen, da bekommt man Erstaunliches zu sehen!), orthodoxes Judenviertel, Tempelberg, Sabbat an der Klagemauer, Yad Vashem usw.
    Das wäre für meine kleinen Kids wohl doch etwas viel gewesen.


    Wobei ich sicherheitstechnisch kaum Bedenken hätte, höchstens in Jerusalem, das ist eben arg verwinkelt und wuselig.
    Und wenn die Kids zu klein sind ist es ggf. verstörend wegen der massiven Präsenz schwerbewaffneter Soldaten und der Spannung die man da spürt.
    ...im Golan auch, überall Stacheldrahtverhau, Not-Bunker, Minenfelder, Panzer...
    Da ist Krieg kein lustiges Computerspiel und die Grenzen sind absolut dicht und absolut tödlich.


    Falls die Kids also größer sind, mag das umgekehrt schon wieder lehrreich sein...


    wp

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  • Ich war vor gut 10 Jahren mal Backpacking in Kolumbien. War damals so ziemlich der einzige Tourist und die FARC auch noch recht aktiv.


    Für Touristen war das aber unproblematisch, sofern man nicht in die besetzten Gebiete gereist ist.


    Kolumbien hat mich nachhaltig beeindruckt. Vom Karibikstrand zu hohen Bergen und Kultur gibt es da wirklich alles und die Einheimischen sind super freundlich. Besonders das klassische Kaffeegebiet bei Pereira ist sehr schön. Toll ist auch Medelin. Carthagena dürfte mittlerweile überlaufen sein weil die Kreuzfahrtschiffe dort wieder halten. Absolutes Highlight war damals das Shakira Konzert in ihrer Heimatstadt, Ging um 12 Uhr Nachts los und ich musste dann leider um 5 Uhr morgens abbrechen um zum Flughhafen zu kommen.


    MMI

  • Warst du schon auf Zypern?
    Da war ich dieses Jahr für 2 1/2Wochen über Allerheiligen. Ich fand es sehr abwechslungsreich auch wegen Süd- und Nordzypern. Griechische und Römische Ruinen (nicht spektakulär aber OK). Das Gebirge in der Mitte. Larnaka (wo ich gelandet bin) fand ich enttäuschend. In Limassol hat mir die Strandprommenade gut gefallen. Paphos war eine nette Touristenstadt (zumindest in der Nebensaison) mit einigen Ruinen in der Umgebung. Und natürlich die geteilte Hauptstadt Nicosia/Lefcosia. Man geht die europäische Fußgängerzone bis zu Grenze, der Grenzübergang ist problemlos, und landet in einer basarähnlichen Fußgängerzone auf der anderen Seite. Im Norden war ich in Girne und in Famagust/Gasimagust wo die zur Moschee umgebaute gothische Kirche sehenswert ist. Wie ich von dort mit Hilfe der sehr freundlichen Frau aus der Touristinfo nach Salamis gekommen bin ist eine eigene Anekdote. Aber Salamis hat sich auch gelohnt.

  • Nachdem ich letztes Jahr auf eigene Faust mit dem Leihauto in Israel unterwegs war


    Persönliche Empfehlung: Keinen Unfall mit der Polizei machen. Auch wenn diese ihn verursacht, indem sie aus unerfindlichen Gründen plötzlich rückwärts auf einen auffährt.
    Es gehörte zu meinen skurrileren Erfahrungen, danach in Bersheba bei der Polizei auf Englisch die Aussage zu machen, die die den Unfall verursachenden Polizisten dann dem aufnehmenden Beamten auf hebräisch übersetzten, woraufhin wir abschließend dieses für uns unleserliche, da auf hebräisch verfasste Zeugenprotokoll unterschreiben mussten. Trotz aller Beteuerungen blieben wir auf unseren Schäden am Mietwagen natürlich sitzen...

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Hab den Thread hier grad erst gefunden.


    Also ich bin aus beruflichlichen Gründen seit einigen Jahren in Asien unterwegs. Da kann ich schon ein paar Eindrücke geben.


    Was wirklich etwas anders ist, ist die Mongolei. Da gibt's am Flughafen einen Sixt-Laden (ein Schreibtisch mit Sixt-Schild..) und man kann sich also ganz einfach ein Auto mieten. Damit kann man durch's Land fahren, gibt ein paar Straßen in alle Richtungen. Südlich geht's nach China und nördlich nach Russland, so ungefähr :). Auf jeden Fall ist es wirklich eine komplett andere Welt, das letzte Mal sind wir nach Süden an die chinesische Grenze gefahren, weil wir da ein Projekt hatten (in der Wüste Gobi). Überall Tierherden, auch regelmäßig tote Tiere neben der Straße, Aasgeier so groß wie Schafe, etc. Weiter im Süden gibt's dann auf einmal auch Kamele. Etc. etc. Es ist einfach links und rechts nur Land und dazwischen geht eine Straße durch, das war's. Beim essen sollte man allerdings nicht allzu sensibel sein, mir hat's sehr gut gefallen, aber mein Kollege hat die ganze Nacht gek..
    Im Winter würd ich allerdings nicht hinfahren, die Luft in Ulaanbaatar ist wegen der Kohlekrafterzeugung teilweise die schlechteste der Welt (hab ich so gelesen). Außerdem ca. -40 Grad. Wir waren leider auch im Winter. Wer's richtig dicke hat bzw. locker sitzen, da gibt's seit wenigen Jahren auch ein Shangri-La-Hotel. Ansonsten, Kempinski oder so in Ulaanbaatar und für Touristen gibt's dann auch so Lodges in Naturschutzgebieten etc.


    Japan ist auch generell anders. Mein Eindruck ist immer dass Japan für Touristen schön und für beruflich tätige nicht so schön ist.. Hier (bin grad in Yokohama) kann man halt schön mit dem Zug durch die Gegend fahren und da gibt's auch ein Ticket für Touristen, also z.B. 10 Tage mit dem Zug für einen Pauschalpreis. Essen, Onsen, manche kommen wegen der Kirschblüte, mei, Geschmackssache.


    Taiwan würde ich als schöneres China empfehlen. China ist riesig und man kann sich das schon antun, aber die Luft ist halt mies und die Leute teilweise ziemlich anstrengend. Taiwan ist ne Insel, die kann man in ein paar Stunden mit dem Auto durchqueren. Im Süden ist es allerdings schon auch noch sehr ländlich, ich frag mich da schon immer wie die in Wirtschafts-Rankings so weit oben sein können. Bzw. anders gesagt, da hat mir einmal mehr gezeigt dass diese Rankings über Lebensqualität gar nichts aussagen. Die Leute sind aber sehr entspannt und freundlich, das Essen ist sehr gut und naja, man kann eben die Insel ein bißchen erkunden. Wer Tee mag wird auch fündig, vor allem Oolong. Und in Taiwan gibt es noch ganz viele Tempel, die sind in China ja alle der Kultur-Revolution zum Opfer gefallen.


    Hongkong mag ich nicht sonderlich, einfach eine Riesen-Stadt (Disney-Land für Erwachsene hab ich mal irgendwo gelesen). Es gibt zwar auch einen Teil am Meer der sehr ländlich ist, da war ich wirklich überrascht, ein Kunde hat da gewohnt. Da muss die Familie schon lange wohnen, damit man wohnhaft sein darf, etc. Da laufen sogar Kühe einfach auf der Straße rum etc. Auf der Flughafen-Insel ist das glaub ich.


    Macao find ich aber wirklich schön. Nicht wegen den Kasinos, das interessiert mich gar nicht. Aber die portugiesischen Einflüsse sind noch sehr präsent. An der Grenze geht's schon los, steht alles auch auf portugiesisch da. Dann beim Essen, man kannsehr gute chinesische, cantonesische, portugiesische Restaurants finden. Leute sind auch sehr entspannt und freundlich, die lokalen meine ich, natürlich nicht die Casino-und-Shopping-Kundschaft, die sind eher weniger entspannt.


    Ansonsten, im Schnelldurchlauf. Thailand find ich eigentlich fürchterlich, aber das mag daran liegen dass ich immer nur in Bangkok war, für Termine und Messen. Einfach eine dreckige und fürchterliche Stadt für mich. Viele schwärmen aber für diverse Inseln, Koh Samui z.B.


    Vietnam war ich zu kurz, kann ich nix sagen. Die Nudelläden und essen neben der Straße war aber schön.


    Singapur ist interessant, vor allem für's Essen. Gibt so viele verschiedene Einflüsse. Aber halt nur Stadt.


    Malaysia, Indonesien, gibt gutes Essen, wie eigentlich überall in Asien. Jakarta ist eher ziemlich dreckig, aber Bali soll sehr schön sein. Kuala Lumpur ist modern, wenn man das mag.


    Zu guter letzt, auf den Philippinen war ich öfters. Aber auch nur in Manila. Da würde ich Intramuros empfehlen, wo früher die Spanier saßen. Da gibt's auch ein sehr schönes Hotel, Bayleafs. Mit schöner Aussicht und toller Dachterrasse. Da soll's auch sehr schöne Inseln geben, z.B. Boracay oder Palawan. Von Cebu hab ich auch mal welche schwärmen hören. Vorteil Philippinen, so gut wie jeder kann English, die Leute sind meistens freundlich.

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


    W. B.


    Investment is most intelligent when it is most businesslike.


    B. G.

  • @buccaneer


    Interessant, danke für die Eindrücke.


    Am Meisten würde mich von den Genannten die Monoglei interessieren.
    Wie ist denn da das Preisniveau und wie teuer sind die Flüge von DE?
    Ich reise ja gerne halbwegs frugal :D


    wp

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  • Also Flüge ist immer ganz unterschiedlich, je nach Zeit. Hab grad mal als Beispiel für Mai geschaut, das wären von München oder Frankfurt jeweils ca. 700 € hin und zurück über Peking mit Air China. Es gibt halt aus Deutschland leider keine Direktflüge glaube ich, also normal über Russland oder Peking. Oder evtl. Peking und dann mit dem Zug in die Mongolei, das wäre vielleicht sehr interessant.


    Preiseniveau ist extrem niedrig. Außerhalb der Hauptstadt Hotel sag ich mal ca. 20 € die Nacht, Essen so gut wie gar nichts. Mietauto bekommst glaub ich für rund 50 € am Tag, je nach Auto. Sprit war auch eher günstig, ca. die Hälfte von unserem Preis (für Lokale natürlich schon ordentlich). Maut ist am besten, durchs halbe Land kostet ca. 60 Cent. Also vor allem Essen ist wirklich sehr günstig, gibt auch gutes Bier.

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  • Hab heute endlich mal, mir 10 Tagen Vorlauf, angefangen unseren Anatolien-Trip zu planen.

    Ankara-Hattussa-Kapadokien-Silifke-Mut-Konya-Ankara.

    Leute da hinten gibt es voll die spannenden Ecken!

    Ich kenne sehr gut Lykien, auch Teile des schwarzen Meer, die Ägäis, Istanbul.

    Und Kapadokien waren wir auch schon mal, das ist eh sensationell.



    Aber ich hätte nicht gedacht was es im Taurus, also um Silifke rum alles an Zielen gibt. Ausgrabungen, Burgen, coole Täler, alte Klöster, Höhlen, alte Eisenbahnen durch die Berge (mit deutschen Bahnhöfen) usw.

    Die zwei Wochen werden verdammt knapp werden.


    Und das Beste (also für uns Reisende): Lira günstig wie nie!


    Werde berichten.


    wp


    ps. Flüge mit Lufthansa München-Ankara zahlen wir 196 EUR p.P., und das in den Pfingstferien Samstags.

    Danke Erdogan! :thumbsup: (Spaß)

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  • Vor lauter Wut auf erdogan merken die meisten gar nicht was für eine Gelegenheit sie aktuell in der Türkei verpassen.

    woodpecker : ihr werdet richtig viel Spaß zu sensationell günstigen Preisen haben.

    Ist fast wie im Tante Emma Laden, nur ohne Kassierer :)

    Der einzige Unterschied , hier heißt der Laden nicht “Emma” sondern “Ayse” :))


    Viel Spaß und denk an Lego :)

  • Vor lauter Wut auf erdogan merken die meisten gar nicht was für eine Gelegenheit sie aktuell in der Türkei verpassen.

    Ja, ich versteh das auch nicht.

    Nicht dass ich den Erdogan mag, im Gegenteil.

    Aber was man für komische Reaktionen bekommt nur weil man in die Türkei in den Urlaub fliegen will ist schon seltsam.

    Hier scheint sich bei vielen Deutschen eine echte Abneigung gegen die Türkei aufgebaut zu habe.

    Wäre ein Fall für die Psychologen, warum das so ist, und warum bei anderen Ländern nicht das Land und der Chef-Depp derart gleichgesetzt werden.


    Nun gut. Da ich ein fanatischer Fan komplett leerer Ruinenstädte bin, wo man mit den kids wie Indiana-Jones herumforschen kann, und allgemein Tourimassen nicht mag, soll es mir recht sein. Antizyklisch reisen halt.


    Ah, vom Libanon, wo ich im März mit nem Kumpel war, muss ich auch noch berichten!

    Kurzfassung schonmal:
    Auch ein super spannendes Land, null Touris, war nirgends unsicher, extrem freundlich, man freut sich über jeden Gast. Hohe Empfehlung für Nahost-Interessierte und Geschichte-Fans und Fotografen. Und für Gourmets...super Küche! Und günstig natürlich auch.

    Es gibt auch morbid-skuriles, wie z.B das Hisbollah-Propagandamuseum in Mlita. Da lernt man bei einem Rundgang mehr über den nahen Osten und seine Mentalität als in jahrelanger Zeitungsleküre am deutschen Küchentisch. Allerdings auf andere Weise als vom Betreiber wohl beabsichtigt.


    Viel Spaß und denk an Lego :)

    Haha, du und dein Lego!! ^^

    Du solltest mal ein Buch drüber schreiben.


    ...ich habs den kids zu deren großer Begeisterung schon erzählt dass Türkiye ein Lego-Paradies ist, bin sicher die werden mich dran erinnern.


    wp

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  • Quote

    warum bei anderen Ländern nicht das Land und der Chef-Depp derart gleichgesetzt werden.

    als Deutscher der im Ausland aufgewachsen ist, kann ich sagen dass die Türkei nicht das einzige Land ist das mit dem (ex)Chef-Depp/Führer gleichgesetzt wird ;)

  • Hi bäs ,


    ich war kürzlich da, also vor 6 Wochen, Ende März.


    Wir waren 1 Woche unterwegs, mit 2 Standorten: Beirut und Byblos.

    Das Land ist recht klein, von daher kann man von diesen zwei Orten mit Tagestripps alles erreichen.

    Zeitlich war es für meinen Geschmack dennoch etwas knapp. 10 Tage wäre optimal, oder, falls man es etwas chilliger mag auch 14 Tage. Dann kannst du aber wirklich alles ansehen. Wie gesagt, einmal Nord-Süd ist grade mal 150km.


    Ich hatte mich mit einem Kumpel einer (Mini-)Gruppe angeschlossen, also wir beide, ein Rentnerehepaar, ein Guide und ein Fahrer.

    Man könnte es auch ohne weiteres auf eigenen Faust machen, aber der Guide war super, der konnte einem doch sehr viele interessante Dinge erzählen. Wenn auch halt aus sehr arabischem Blickwinkel. Seine Ansichten zu Israel würden in Deutschland nicht grade als PC durchgehen. Aber auch das ist ja interessant eben alle Blickwinkel mal anzuhören).

    Ein Auto ist dringend zu empfehlen, gibt viele nette Stops zwischendurch und ist alles recht bergig, das geht auch mit Öffis aber dauert halt ewig (hab einige Deutsche getroffen die es öffentlich machten). Fahrer fand ich auch ganz gut, man kann halt mehr gucken. Und der Verkehr in Beirut ist schon ziemlich hardcore. Ausserhalb aber kein Problem.


    Sicherheit war null Problem. Die Beschreibung beim AA scheint mir etwas überzogen.

    Baalbek, Bekaa-Ebene, Grenzregion, alles ruhig, die Menschen freundlich und entspannt, zwar überall Militärposten, aber auch die wirkten sehr gechilled.

    Wir standen sogar an der Masnaa Border Crossing nach Syrien. Die Grenze war offen, es herrschte entspannter Verkehr. Kaum zu glaube dass auf der anderen Seite ein Land im Krieg ist. Davon merkt man aktuell einfach überhaupt gar nichts. Aber das mag zu "Hochzeiten" des Konflikts anders ausgesehen haben. Aktuell kommen dort auch z.B. keine Flüchtlinge mehr rüber, dafür ist die Bekaa-Ebene bereits voll mit Camps.
    Auch Tripolis scheint kein Problem zu sein (hab Reisende getroffen die dort waren), aber da waren wir nicht, da das AA so dringend abrät, dass die Agentur das leider nicht im Programm hatte.
    Beirut ist auch easy, da sind ja auch viele westliche Firmen, Konsulate etc.


    Die Leute wie gesagt extrem freundlich, die freuen sich über jeden Touristen aus dem Westen. Weil Libanon war mal eine Touri-Destination, nicht nur für Europäer sondern auch für reiche Syrer. Die bleiben nun alle weg, und die paar arabischen Touris (Saudis und Emiratis) die im Sommer kommen sind nicht so beliebt, denn die wollen nur feiern, in den Puff und die Sau rauslassen.

    Dass das Essen der Hammer ist muss ich nicht erwähnen, und dass alles super-günstig ist, auch nicht.

    Und das man Sehenswürdigkeiten auf Weltrang komplett für sich hat, wie Indiana Jones, auch nicht.


    Die Situation zwischen Isreal und Iran muss man natürlich im Auge haben. Es wäre wirklich tragisch, aber falls die Hizbollah im Süden wieder anfängt zu spinnen oder die Israelis irgendeine Chance wittern denen nen Schlag zu versetzen, kann es natürlich umschlagen.


    Ansonsten, Flug buchen und hin da. Ich kann es echt empfehlen.

    Anbei noch paar Pics.

    Falls du Fragen hast, nur zu.


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    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

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