Ist diese Aktie aktuell interssant?

  • Du weißt, daß DCF auf Prognosen und zugleich auf Annahmen über die angemessene Diskontierungsrate basiert, nicht auf objektiven Fakten. Das entspricht also den Analysten-Kurszielen. Ich weiß nicht, wie ich die werten soll, wenn sie über oder unter dem aktuellen Kurs liegen.


    Jau, ist klar. Ich bin auch kein besonderer Freund vom DCF-Verfahren - da kannst du mit minimalen Abweichungen bei den Annahmen riesige Unterschiede beim Zielwert "hinrechnen" - ist sehr beliebt zur Kaufpreis-Bestimmung bei Firmen-Übernahmen.


    Aber Simply Wallstreet liefert einen DCF-Wert. Als Zusatzinfo vielleicht ganz interessant.

    "Sei kein Zocker. Nimm deine ganzen Ersparnisse und kauf damit eine gute Aktie. Halte diese so lange, bis der Kurs steigt, und verkauf sie dann. Wenn ihr Kurs nicht steigt, kauf sie nicht." (Will Rogers)

  • Die italienische Leonardo +17% auf 8,20 Euro. Ich beobachte sie seit 6 Euro, leider wenig Dividende. Edit: Vor dem Überfall 6,25 Euro.

    Babcock International +8,5%, dito. Alles auch Anti-ESG.

    Wieder mal ein Beispiel von: man hätte noch in Ruhe Zeit gehabt... Aber eigentlich immer noch interessant, wenn man die will?

  • Ich hatte Freitag zu leise geklingelt Die Entwicklung erneuerbarer Energie + Profitmöglichkeiten


    Rheinmetall + 31%

    Hensoldt + 54%

    Da hattest du nen guten Riecher.


    Ist nicht mein Ding aber ich denke mit Rüstungsaktien wird man viel Freude haben die nächsten Jahre.


    Allgemein dürften ESG Funds die großen Verlierer sein 2022.

    Alles was Non-ESG ist geht ja grad durch die Decke.

    Wobei, ganz Orwellesk "war is peace" wird Rüstung (falls gegen Russland) vermutlich auch bald als ESG positiv eingestuft ^^

    Heute hat der EU "Friedensfonds" ja auch für 500Mio Eur Waffen für die Ukraine gekauft.

    "Nicht Völker führen Kriege gegeneinander, Regierungen führen Kriege gegeneinander"
    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh


  • Ich habe eine weitere Verständnisfrage bezgl. des Sondervermögens Bundeswehr und damit Rheinmetall etc betreffend: wird damit auch das komplizierte Ausschreibungswesen ausgehebelt, oder bleibt alles beim Alten (aufgrund deutscher und europäischer Vorschriften)? Wenn ja, können sich die Gegner ja ganz entspannt zurücklehnen.


    und noch eine weitere Frage dazu: Rüstungsunternehmen Sind ja nicht ESG gerecht. Wird es eine weitere Ausnahme geben (es gibt schon unübersichtliche Ausnahmeregeln die eine Aufrüstung aber nicht umfassen dürften. Rheinmetall hat bspw deshalb schon deren langjährige Bankverbindung verloren).

  • ch habe eine weitere Verständnisfrage bezgl. des Sondervermögens Bundeswehr und damit Rheinmetall etc betreffend: wird damit auch das komplizierte Ausschreibungswesen ausgehebelt, oder bleibt alles beim Alten (aufgrund deutscher und europäischer Vorschriften)? Wenn ja, können sich die Gegner ja ganz entspannt zurücklehnen.

    Ein Teil meiner Frage ist zunächst beantwortet:


    https://www.faz.net/aktuell/po…-36-17846915.html?premium

    Verzögerung entsteht durch:

    Erstmal muss das Ministerium ein Anforderungsprofil festlegen.

    Dann erfolgt die Herstellung der Ausschreibungsunterlagen.

    Fristen müssen beachtet werden.

    Und dann beginnt das Hick-Hack:


    Quote

    Also nicht die Qualität konkurrierender Waffen steht im Vordergrund, sondern die der Anwälte. Nicht erfahrene Soldaten, sondern das Urteilsvermögen des Gerichts auf der Grundlage des Patent- und Vergaberechts entscheidet über die Bewaffnung der Streitkräfte. Das Düsseldorfer Verfahren ist typisch für den Ausrüstungsalltag der Bundeswehr. Jeden Tag streiten sich die Vergabestelle des Bundes und diverse Anbieter um Aufträge. Die Bundeswehr, so kann man es verkürzt sagen, bekommt sehr oft das, was Gerichte ihr nach langen Prozessen am Ende zuteilen. Dieser hier dauert bereits etwa sieben Jahre, in anderen geht es um Hubschrauber, Schiffe oder auch einfach bloß darum, welche Firma eine Baugrube für die Bundeswehr ausheben darf.

    Die Gegner können sich seeehr entspannt zurücklehnen und bereits die übernächste Generation an Waffen planen..

    Damit wird das Kursfeuerwerk nur eine Eintagsfliege gewesen sein.

  • Ich habe einen kleinen Nachkauf bei Moneysupermarket getätigt (gehören zu meinen laaangweiligen Dividendenzahlern. A.G. Barr und BAT).


    Quote:

    "MoneySuperMarket ist Großbritanniens führende Website für Preisvergleiche. Wir stellen kostenlose Online-Tools zur Verfügung, die Menschen dabei helfen, ihr Geld zu verwalten, zu sparen und zu vermehren, indem sie ihnen ermöglichen, Versicherungs-, Geld- und Haushaltsprodukte zu vergleichen und zu wechseln." Also quasi das englische verivox, check24 etc.


    https://corporate.moneysuperma…-prelims-presentation.pdf


    Zusammenfassung:

    MSM hatte ein schwieriges erstes Halbjahr, in dem die meisten seiner Märkte unter der Pandemie litten.
    Die Einnahmen aus dem Versicherungsgeschäft (hauptsächlich Kfz-Versicherung) gingen um 10 % zurück. Dies ist auf niedrigere Prämien zurückzuführen, da die Menschen weniger geneigt sind, den Versicherer zu wechseln, wenn ihre Erneuerungsprämien niedrig sind. Die Versicherungsprämien sanken, weil während der Sperrungen weniger Kilometer gefahren wurden, was zu weniger Unfällen und weniger Schadensfällen führte.


    Die Einnahmen aus Geldgeschäften (Kreditkarten, Darlehen, Bankkonten usw.) gingen um 3 % zurück, was auf zwei wichtige Faktoren zurückzuführen ist: (1) Mehr Menschen tilgten ihre Schulden, als dass sie neue aufnahmen, wahrscheinlich weil sie Angst um ihre finanzielle Situation hatten. Das bedeutet, dass weniger Menschen nach Kreditkartenangeboten suchten, was zu geringeren Einnahmen für MSM führte. (2) Die Kreditgeber waren darauf bedacht, ihre Bilanzen zu schützen, so dass weniger attraktive Kreditprodukte angeboten wurden.

    Die Einnahmen im Bereich Home Services (Energie und Telekommunikation) gingen um 14 % zurück. Dies war hauptsächlich auf die rasch steigenden Energiepreise zurückzuführen, da der weltweite Verbrauch wieder auf ein normales Niveau zurückkehrte. Steigende Energiepreise bedeuten in der Regel weniger attraktive Angebote, was weniger Wechsel und weniger Einnahmen für MSM bedeutet.
    Die Einnahmen aus dem Reisegeschäft (Pauschalreisen, Versicherungen, Autovermietung usw.) gingen aus offensichtlichen Gründen um 77 % zurück.


    Einnahmen um 11% gesunken, aber unveränderte Dividende

    Trotz dieses Gegenwinds hat das Unternehmen bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung seiner strategischen Ziele gemacht:


    Effiziente Akquisition: Das Offline-Marketing, das Online-Marketing und die Suchmaschinenoptimierung des Unternehmens wurden verbessert.
    Bindung und Wachstum: Das Unternehmen ist auf eine neue Plattform für Kundendaten umgestiegen, die es ihm ermöglicht, Kundendaten viel schneller und effektiver zu analysieren und darauf zu reagieren. Dies wurde mit einer neuen E-Mail-Marketingplattform kombiniert, um eine bessere Bindung zu bestehenden Kunden zu erreichen. MSM wird Sie nicht mehr auffordern, den Energieversorger zu wechseln, wenn Sie dies bereits letzte Woche getan haben (was, wie ich aus Erfahrung weiß, früher der Fall war).


    Das MoneySavingExpert-Angebot für den automatischen Wechsel (Pick Me A Tariff) ist schnell auf 140 000 Kunden angewachsen und wird bald auch auf der MSM-Hauptwebsite eingeführt.


    Angebot ausbauen: Travelsupermarket.com wird in ein eigenständiges Unternehmen umgewandelt und mit icelolly.com zusammengelegt. Dies wird das Reiseangebot des Unternehmens erheblich erweitern und sieht für mich so aus, als ob MSM plant, sein Reisegeschäft zu verkaufen.


    Der innovative Hypotheken-Vergleichsdienst "decision in principle" ist ein wichtiger Schwerpunkt, zu dem sich eine weitere große Bank (Natwest) angemeldet hat.


    Was die Aussichten betrifft, so rechnet das Management damit, dass sich die Märkte von MSM weiter erholen werden, auch wenn 2021 bestenfalls auf dem Niveau von 2020 liegen dürfte, so dass eine vollständige Erholung frühestens 2022 eintreten dürfte.


    MSM ist aus mehreren Gründen ein Qualitätsunternehmen. Es profitiert von Netzeffekten, d. h. die Anbieter wollen auf der MSM-Website vertreten sein, weil sie Millionen von Kunden hat, und die Kunden nutzen MSM, weil es Tausende von Angeboten und Anbietern auf seiner Website hat. Die bekannte Marke bedeutet, dass sich die meisten Menschen unaufgefordert an MSM erinnern würden, und die Größe des Unternehmens hilft ihm, effizient zu arbeiten und überschüssige Barmittel für Dividenden und Reinvestitionen zu generieren.


    Die Pandemie hat berechtigte Bedenken hinsichtlich der Defensivität von MSM aufkommen lassen, da die Märkte für Versicherungen, Kredite, Energie und Reisen alle gleichzeitig betroffen sind. Ich denke, dieses Jahr könnte der Schlüsselmoment für MSM sein.

    Dividendenmodell: Diese Zwischenergebnisse hatten bislang keine wesentlichen Auswirkungen auf das bestehende Dividendenmodell des Unternehmens.


    Und klar ist Londongrad als Markt problematisch:


    uk.png

  • Da bist Du in allerbester Gesellschaft.

    MutuiOnline hat gerade 3% an Moneysupermarket gemeldet.

    https://www.gruppomol.it/pdf/2…MoneySupermarket_SDIR.pdf


    Wer die beiden Unternehmer hinter Mutui kennt, der weiß, dass das exzellente Investoren und Schnäppchenjäger sind.

    Das ist nicht das erste Mal dass die Aktien anderer Gesellschaft am Markt kaufen.


    Und Du kannst Dir sicher sein, dass die das Geschäftsmodell zu 100% verstehen.

    Ich denke es ist ein reines Finanzinvestment bei der Börsenlage.

    Value investing is at its core the marriage of a contrarian streak and a calculator - Seth Klarman

  • Richtig übel zerrissen hat es die Wochen auch Fortum.


    OK, die hängen via Uniper am Gasgeschäft. Und haben Assets in Russland.


    Aber fast halbiert?

    Immerhin profitieren sie auf der anderen Seite von steigenden Energiepreisen und dem Nuklear-Trend. Und sie haben viel Hydro wo die Marge massiv steigt bei steigendem Strompreis (keine Input-Kosten).


    Dt. Post auch wieder günstig. Heute mit super Zahlen und gutem Ausblick. Hab mir paar gekauft.

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  • Fortum habe ich leider im Depot. Bislang prima gelaufen. Und nun kommt halt ein schwarzer Schwan geflogen. Eine Halteposition sollte sie auf diesem Niveau aber alle mal sein. Deutsche Post hatte ich mir heute auch schon angeschaut. Vielleicht kann man bei derartigen Werten ein paar Abstauberlimits in den Markt legen.

    Münchner Rück ist auch wieder zurückgekommen. Deren Geschäftmodell sollte doch weniger betroffen sein, oder?

  • MR hat ein gewisses Exposure via Kreditversicherungen - keine Ahnung wieviel da Russland ausmacht, vielleicht gibts ne ad hoc?

    Ansonsten spielen ihnen die steigenden Zinsen in die Hände.

    Winterstürme war auch nicht so schlimm. Kürzlich super Ergebnisse.


    Kann man kaufen imho.

    Ich hab paar in den Kinderdepots und für mich gestern die Allianz gekauft, nimmt sich m.E. nicht viel.

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  • Bonduelle als defensiver Wert war unter 15 Euro. Günstig (KGV ~8) und sehr stabile Gewinnreihe, aber leider niedrige Dividendenrendite, recht hohe Verschuldung, so daß EV/EBIT nicht günstig ist. Problem ist wohl, daß sie unter steigenden Preisen für Agrarrohstoffe leiden - es sei denn, sie können alles an die Kunden weitergeben?

    Fleury Michon ist ebenfalls eine frz. Lebensmittel-Aktie, mit mehr Dividende (>5%), auch wieder auf die 2020er-Tiefs gefallen, da stellt sich die gleiche Frage.

  • Bonduelle als defensiver Wert war unter 15 Euro. Günstig (KGV ~8) und sehr stabile Gewinnreihe, aber leider niedrige Dividendenrendite.

    Problem ist wohl, daß sie unter steigenden Preisen für Agrarrohstoffe leiden - es sei denn, sie können alles an die Kunden weitergeben?

    Ich kenne ein paar ansonsten vernünftige Leute die aktuell zu "Preppern" mutieren und Lebensmittel bunkern.

    Die gucken sicher nicht auf den Cent beim Konservenkauf.

    Aber ob das jetzt ein allgemeiner Trend wird?

    Meine Befürchtung wäre dass Bonduelle schon premium ist aber halt nicht Feinkost, und bei steigender Inflation "stuck in the middle" droht.

    Oder haben die auch Discount-Marken mit drin?


    Ansonsten, Lebensmittel: Unilever, unter Covid-Tief. Kapier ich nicht, ist an denen irgendwas faul?

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  • Gerade bei Unilever gilt das Problem des "stuck in the middle", ich fürchte, deren Marken werden alle von den Discountmarken angegriffen werden. Unilever hat zwar auch eine nette Dividende, aber nicht so hoch wie Fleury Michon und ist auch jetzt einfach nicht günstig (KGV 17). Nach EV/EBIT ist Bonduelle sogar teurer als die.