Persönlicher Umgang mit CO2 Emissionen

  • Hat sich Dein Verhalten in Bezug auf CO2 Emissionen geändert? 22

    The result is only visible to the participants.

    Moin.


    Obwohl ich mich jetzt eigentlich nicht unbedingt für einen übertriebenen Öko-Fritze halte, habe ich Irgendwie festgestellt dass die ganzen Diskussionen um Klimawandel, Fridays for Future etc. doch nicht ganz spurlos an mir vorbei gegangen sind.


    Ich will jetzt hier gar nicht denn Sinn oder Unsinn oder irgendwelche Moralfragen dazu diskutieren.

    Aber mich würde doch interessieren, wie es anderen mit dem Thema geht.

    Also ob diese ganzen Debatten ein Medien-Phänomen darstellen, oder ob sie tatsächlich das Umdenken Vieler widerspiegeln oder bewirken.


    In meinem Bekanntenkreis kann ich nur in Einzelfällen verändertes Handeln feststellen. CO2 ist allerdings auch selten Gesprächs-Thema, und ist ja auch teils etwas heikel bzw. Party-Spoiler, weil keiner gern den Moralapostel spielt, oder andersrum sich seine Urlaubserzählungen durch das Flugthema verderben lassen will. Daher weiß ich nicht so genau wie andere über das Thema denken.


    Und daher die Umfrage, die bewußt anonym gehalten wurde und mit Ergebnis erst nach Stimmabgabe sichtbar.

    Wer seine Position ausführlicher darlegen will kann das ja im Faden tun.

    Ich würde allerdings darum bitten, zumindest in diesem Faden die Kommentare einfach so stehen zu lassen und nicht anzugreifen, zu diskutieren etc.

    Es soll hier um ein Stimmungsbild gehen, für Diskussionen gibts ja reichlich andere Fäden zum Thema.


    Es sind zwei Antworten erlaubt.


    Viele Grüße,

    woodpecker

  • Ich gehe noch ein wenig weiter und stelle den kompletten Ressourcenverbrauch in Frage.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Bei uns war / ist das höchste Einsparpotential vermutlich Urlaube, Reisen und Mobilität allgemein.


    Noch als positiver Nebeneffekt der frugal living Zeit haben wir den Strom- / Gas- / Konsum-Verbrauch eh schon deutlich unter das Level unsere "peers" gedrückt. U.a. kaufen wir viele Klamotten gebraucht, praktisch alles Spielzeug für die Kids und auch alle Elektroartikel, Bücher, wir Reparieren viel usw.

    Aber - wie gesagt - ursprünglich weniger aus einem Umweltgedanken raus sonder weil man sich bei selbem Kompfort so viel mehr leisten kann bzw mehr anlegen kann.

    Um so erfreulicher dennoch dass frugal living fast automatisch auch Umweltschutz bedeutet.


    Für dieses Jahr versuchen wir mal als "Experiment" die Reisen möglichst nah zu gestalten. Ist ganz gut geglückt mit in Summe nur ca. 2.000 Fahrkilometer für zwei Urlaube (Pfingsten und Sommer). Da waren wir früher um den Faktor Drei höher oder waren ab und an auch geflogen.

    Waren super Urlaube, grade die kids waren zufrieden wie lange nicht, da sie lange Autofahren hassen.

    Denke aber dennoch nicht dass wir schon so weit sind das komplett durchzuhalten. Irgendwann wird mal wieder die Türkei locken o.ä. fürchte ich.


    Radeln tue ich auch deutlich mehr, aber auch hier muss ich zugeben ist der Grund nicht mein Umwelt-Engel-Tum, sondern dass Autofahren zur Arbeit einfach nervt in München. Und Öffis auf meiner Strecke auch.


    Daher habe ich neben Antwort 3 auch Antwort 7 angekreuzt. Ich will tatsächlich dass die Politik mich auch etwas anschiebt - und die anderen aber auch.

    z.B. indem Autofahren in München noch unattraktiver wird und Radfahren noch attraktiver. Nur dann tut man es nämlich - letztlich zum eigenen Nutzen. Denn natürlich fühle ich mich viel fitter uns ausgeglichener seit sich ca 100km pro Woche strampele.


    wp

  • Unser CO2-Fußabdruck wird im Wesentlichen über Mobilität generiert (geheizt wird mit Pellets, Stromverbrauch ist moderat, aber mit zwei Autos legen wir im Jahr ca. 35.000 km zurück). Da sich die Lebenszyklen unserer beiden Autos dem Ende nähern (die 200.000 km-Grenze ist nicht mehr weit weg), denke ich darüber nach, eines der beiden Fahrzeuge durch ein Elektroauto zu ersetzen, um damit die Kurzstrecken (max. 100 km/Tag) zurückzulegen.

    Fliegen ist nicht per se böse; das Problem sind die Distanzen. Es lässt sich aber berufsbedingt nicht immer vermeiden, und es ist auch sehr reizvoll, Länder zu sehen, die nicht mehr in Fahrdistanz liegen.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Ich sehe es ähnlich wie Dev: Ich habe mir Gedanken über den (meinen) Ressourcenverbrauch gemacht. Allerdings nicht erst seit Greta sondern seit Waldsterben und saurer Regen in den 80-er Jahren ein Thema war und die Grünen die Umweltpolitik zum Glück in den Mainstream gebracht hatten. Das war zwischenzeitlich (90er/Nuller Jahre) leider in den Hintergrund gerückt. Da war Arbeitslosigkeit etc. für viele wichtiger. Jetzt ist es CO2 oder Plastik im Meer (wobei das inzwischen wieder in den Hintergrund gerückt ist, finde ich aber genauso schlimm). Ich schränke mich dabei zwar nicht unbedingt in meinen Tätigkeiten ein, versuche diese aber mit so wenig Ressourcen wie möglich zu machen, wobei ein geringerer Ressourcenverbrauch mit geringeren Kosten korrelieren sollte. Z.B. Mitfahrgelegenheit, Fahrradfahren, nur das kleinst notwendige Auto mieten, Stoff-/Plastikbeutel wiederverwerten etc.. So bin ich im doppelten Sinne Öko: ökologisch und ökonomisch ;-)