Klimawandel - Entwicklungen, Strategien, persönliche und gesellschaftliche Lösungsansätze

  • Moin.

    Ich denke das Problem im Erderwärmungs-Faden ist dass dort der Wunsch nach Grundsatzdiskussion einerseits sowie nach Lösungsansätze andererseits in einem Faden vermischt sind.


    Daraus ergibt sich ständiger Clash zwischen den "Gruppen", der keinen weiter bringt.


    Bei mir ist es nun aber tatsächlich so dass ich nach 25 Jahren nicht mehr an Physik-Grundsatzdiskussionen zu dem Thema interessiert bin.

    Für mich ist dieser Teil abgeschlossen und lenkt mich nur ab.

    Mich interessiert was voran geht, was man tun kann um dieses vertrackte Problem zu lösen, wie man sich als Individuum und Bürger einbringen kann etc.


    Schlage daher vor, die Themen zu entflechten.


    In diesem Faden möchte ich darum bitten explizit unter der Annahme zu Diskutieren dass der Klimawandel existiert und vom Menschen zumindest sehr wahrscheinlich mit verursacht wird.


    Der Fokus soll hier auf konstruktive Lösungsansätze gerichtet sein.

    Darauf wie man sich individuell verhalten kann.

    Und welche politischen und gesellschaftlichen Ansätze es geben könnte, welche Wege verschiedene Staaten gehen usw.


    Wer das als erhobenen Zeigefinger empfindet, den würde ich bitten diesen Faden zu ignorieren.

    Im Gegenzug werde ich mich in Zukunft aus jeglicher Grundsatzdiskussion zur Existenz des Klimawandels raus halten, die gerne in anderen Fäden weiter geführt werden kann.


    Viele Grüße,


    Woodpecker

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

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  • Ganz Interessant:

    Der aktuelle Klimaschutzindex vergleicht die Positionierung verschiedener Länder bzgl. Klimaschutz(-anstrengungen).


    https://germanwatch.org/sites/…mmenfassung-deutsch_0.pdf


    pasted-from-clipboard.png



    USA wenig überraschend auf dem letzten Platz.


    China - durchaus überraschend finde ich - im Mittelfeld.

    Da ist natürlich extrem viel im Argen, es scheint dort aber im Vergleich zu anderen großen Ländern Einiges in Bewegung gekommen zu sein.

    Da man sich in diesem Tragödie der Allmende Spiel ja bereits die geringsten Fortschritte honorieren muss, finde ich das eine gute Nachricht.

    Mit etwas Glück werden verstärkte Anstrengungen der Chinesen irgendwann die Amis doof aussehen lassen, so dass die auch unter Zugzwang kommen.


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  • Mehr als China überrascht mich Indien.

    Auf der anderen Seite: Ich war grade ich Kuba. In manchen Städten gab es mehr Pferdekutschen und Fahrrad-Rikschas als Autos. Das war Öko pur. Über 50% der Motorroller waren chinesische Elektroroller. Sehr angenehme, da leise und keine Gestank. Ich wurde aber 2 Mal fast überfahren, weil ich die Dinger nicht gehört hatte. Aber man kann/muss sich sicher abgewöhnen, nur nach Gehör, ohne zu schauen, die Straße zu überqueren.

    Aber zurück zu deiner Frage was man tun kann: Du hast es eigentlich schon mal geschrieben: Verzicht auf viele Annehmlichkeiten. Das wird schwierig. Denn ich muss gestehen: Auto-Taxis waren mir doch lieber als Pferdekutschen, selbst wenn es nur Lada und keine 50ger-Jahre Chevrolets waren.

  • Meiner Meinung nach steckt in der Landwirtschaft und der Abfallindustrie ein großes Potential. Ich bin selbst Landwirt und Abfallbehandler.


    Einer der Hauptverursacher von Treibhausgasen in der Landwirtschaft ist mineralischer Dünger. Klar, den braucht man für die Landwirtschaft ... jedoch gibt es auch sogeannte Wirtschaftsdünger (Mist, Kompost, Gülle,...) mit welchen man super düngen kann. Diese bieten auch gleich 2 Vorteile: Einerseits entstehen keine Treibhausgase bei der Produktion der Mineraldünger und andererseits erhöhen die organischen Dünger den Humusgehalt im Boden signifikant. Und Humus bindet CO2 im Boden.


    Ich kann hier aus meiner Erfahrung sprechen: Wir düngen fast alle unsere Flächen seit 25 Jahren jährlich mit Kompost und konnten dadurch unseren Humusgehalt mehr als verdoppeln. Mineraldünger haben wir auch eingesetzt, jedoch in einem immer geringer werdenden Maß.


    Der zweite Punkt ist die Schaffung von Ackerfläche durch Rodung des Regenwaldes. Dies wird dadurch argumentiert, dass man immer mehr Mäuler stopfen muss. Doch es gibt hier meiner Meinung eine super einfache Lösung. Insekten. Insekten fressen sozusagen fast alles (Auch Müll und Abfälle) und wandeln diese in hochwertiges Protein um. Und das viel viel Effizienter als jedes anderes Tier. Zusätzlich würden hier organische Abfälle verwertet werden, welche leider immer häufiger verbrannt werden - so kann gleich ein direkter CO2 Ausstoß verhindert werden.

  • Das finde ich auch interessant, so könnte man auch einiges an CO² binden und hat gleichzeitig fruchtbarere Böden:


    Mit Terra Preta entsteht ein Boden, der extrem fruchtbar ist und Treibhausgase bindet.


    https://www.tagesspiegel.de/th…maschuetzer/25000952.html

    Quote

    Etwa 5.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung hatten die Indios eine Kreislaufwirtschaft erfunden, in der sie jegliche Abfälle und Ausscheidungen sauber getrennt in Tonkrügen mit Pflanzenkohle versetzten, fermentierten und zu wertvollem Humus machten. Der Boden ist heute noch fruchtbar.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Aber zurück zu deiner Frage was man tun kann: Du hast es eigentlich schon mal geschrieben: Verzicht auf viele Annehmlichkeiten. Das wird schwierig. Denn ich muss gestehen: Auto-Taxis waren mir doch lieber als Pferdekutschen, selbst wenn es nur Lada und keine 50ger-Jahre Chevrolets waren.

    Das scheint für mich einer der Knackpunkte zu sein.

    Keiner will gerne an seine (Konsum)Gewohnheiten ran.

    Ich auch nicht, muss ich zugeben.


    Wobei ich aus meiner Frugal Zeit, wo ich mich intensiv mit der "Economics of Happiness" Theorie beschäftigt habe eines weiß:

    Die Auswirkungen vieler materieller Änderungen (solange sie nicht existentiell sind) auf das eigene Wohlbefinden sind meist kurzfristiger Natur, dann setzt ein Gewöhnungseffekt ein.

    Und zwar offenbar ein beide Richtungen, also bzgl Gewinn als auch Verlust!

    Es ist zum Beispiel nicht anzunehmen dass wir "glücklicher" sind als sagen wir Leute in den 80ern, nur weil wir mehr rumfahren, konsumieren und fliegen können.

    Sehr viel der eigenen Zufriedenheit hängt also nicht vom absoluten Konsum ab, wohl aber vom relativen im Vergleich zur Peergroup.

    Würde mal also zB Fliegen morgen verbieten, wäre das erstmal ätzend, sehr wahrscheinlich hätte sich aber bereits in einem Jahr jeder dran gewöhnt und wäre ähnlich glücklich/unglücklich als zuvor.


    Gleichzeitig ist eine gewisse Mobilität eben schon eine wichtige Sache aus verschiedenen Gründen.

    Ich glaube auf diesem Gebiet muss noch mehr geforscht werden.

    Also was ist eigentlich wirklich existentiell?

    Wie könnte man durch Aufgabe klimaschädlicher Verhaltensweise auf der einen Seite vielleich sogar Lebensqualität an anderer Stelle hinzugewinnen?

    usw.


    wp


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  • Sehr viel der eigenen Zufriedenheit hängt also nicht vom absoluten Konsum ab, wohl aber vom relativen im Vergleich zur Peergroup.



    Da ist auch umgekehrt etwas dran: Ich stelle bei mir fest, dass ich wenig bereit bin, meine eigenen Gewohnheiten jetzt radikal umzustellen und ganz vorbildlich zu leben, aber dabei den Eindruck hätte, dass ich mich selber kasteie, während mein Umfeld weiter so macht wie bisher, und der erzielte Effektbei Null liegt. (Mag auch daran liegen, dass ich das in diesem Fall ja auch für mich alleine entscheide, sondern der Verzicht auf den Urlaub in Spanien ja auch die Kinder trifft, und die bei ihrer Peergroup blöd dastehen).


    Ich hätte aber überhaupt keine politschen Einwände dagegen, dass Fliegen viel teurer würde, oder Innenstädte autofrei. Dann wäre ich bereit mein Verhalten den entsprechenden Rahmenbedingungen anzupassen, weil ich mein Verhalten zwar absolut aber nicht relativ einschränken müsste.


    Vielleicht würde sich das gesamte Infrastrukturangebot den neuen Gegebenheiten anpassen, z.B. in der Form von mehr Nahversorgung anstatt von Großmärkten außerhalb oder mehr Urlaubsangebote im Umkreis. Wenn es mehr Menschen ohne Autos gäbe, gäbe es auch bessere Angebote für Leute ohne Autos.


    Meiner Meinung nach sollte man z.B. in den Innenstädten die Anzahl der Parkplätze radikal reduzieren. Das wäre auch sozial am gerechtesten und würde die Flächen wieder für andere Nutzung freigeben. Parallel sollte aber das ÖPNV Angebot entsprechend ausgebaut werden. Das wäre besser als den Benzinpreis um 10 Cent zu erhöhen, das ist nicht sozial ausgeglichen, und der Haupteffekt ist auch nicht die Reduktion des Autoverkehrs, sondern die Erhöhung der Staatseinnahmen.

  • Da ist auch umgekehrt etwas dran: Ich stelle bei mir fest, dass ich wenig bereit bin, meine eigenen Gewohnheiten jetzt radikal umzustellen und ganz vorbildlich zu leben, aber dabei den Eindruck hätte, dass ich mich selber kasteie, während mein Umfeld weiter so macht wie bisher, und der erzielte Effektbei Null liegt. (Mag auch daran liegen, dass ich das in diesem Fall ja auch für mich alleine entscheide, sondern der Verzicht auf den Urlaub in Spanien ja auch die Kinder trifft, und die bei ihrer Peergroup blöd dastehen).

    Genau das ist auch mein take-away aus dem Selbstversuch "CO2-ärmer leben".

    Läuft soweit gut, ist auch garnicht so schwer, aber irgendwann fühlt man sich wie der Depp und fragt sich schon warum man das macht.

    Ist halt ein Gefangenendilemma, wenn man da als einziger kooperativ spielt, ist das letztlich unklug.


    Vielleicht würde sich das gesamte Infrastrukturangebot den neuen Gegebenheiten anpassen, z.B. in der Form von mehr Nahversorgung anstatt von Großmärkten außerhalb oder mehr Urlaubsangebote im Umkreis. Wenn es mehr Menschen ohne Autos gäbe, gäbe es auch bessere Angebote für Leute ohne Autos.

    Davon kann man ausgehen.

    Das ist doch für die Entwicklung umweltfreundlicher Technik und Freizeitangebote gleichermaßen:

    Es muss sich halt richtig lohnen (zB weil die Alternativen teuer werden), dann wird da auch was entwickelt.

    Quote

    Ich hätte aber überhaupt keine politschen Einwände dagegen, dass Fliegen viel teurer würde, oder Innenstädte autofrei. Dann wäre ich bereit mein Verhalten den entsprechenden Rahmenbedingungen anzupassen, weil ich mein Verhalten zwar absolut aber nicht relativ einschränken müsste.

    Dito.

    Mein Fazit daraus ist mittlerweile, man muss seine Energie lieber einsetzen auf gesamtgesellschaftliche Änderungen hin zu wirken die dann für alle gelten.

    Frage mich noch ein wenig, wie.


    wp

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

  • Wobei ich aus meiner Frugal Zeit

    Klingt so, als ob deine Frugal Zeit vorbei sei. Stimmt das?



    in den Innenstädten die Anzahl der Parkplätze radikal reduzieren.

    In München habe sie das in der Fraunhoferstraße gemacht. Die beiden Straßenseiten sind jetzt statt Parkplatz Radwege. Als Radfahrer freut es mich. Als Anwohner würde ich kotzen, wenn ich ein Auto hätte. Ich find's mutig.

    Ein weiterer Vorschlag wäre, die Grundfläche eines Autos hoch x zu versteuern. D.h. jeder Quadratzentimeter wird hoch x gewichtet und damit extrem teuer. Dann gibt es wieder einen Anreiz für Kleinwagen. Brauchen weniger Platz, Material und weniger Sprit/Strom.

  • Politisch geshen wäre es sinnvoll, den Leuten Zeit für die Umstellung zu geben. So in etwa: Wir erhöhen jetzt die Flugahfengebühren für Innerdeutsche Tickets für 10 Jahre jedes Jahr um 10 Euro.


    In der Zeit sollte der Staat anfangen auf den Hauptmagistralen der Bahn die Strecken auszubauen. Wenn es notwendig ist vierspurig, bei Autobahnen geht das ja auch.


    In den Städten könnte man die Innenstädte von innen nach außen von Autos befreien und parallel den ÖPNV dort ausbauen.


    Ich fand übrigens das Konzept in Wien für den Autoverkehr innerhalb des Altstadtrings immer ganz gut: Egal von wo du vom Ring aus in die Altstadt eingefahren bist, du bist über die Einbahnstraßenregelung praktisch immer an der gleichen Stelle wieder rausgeleitet worden wo do hereingefahren bist. Man kann in der Altstadt eigentlich gar nicht umherfahren, das hat den Verkehr da ziemlich eingedämmt.

  • Mal was anderes aber was zum thema past:


    Immer mehr Großinvestoren verpflichten sich, Ihre Portfolien auf Sicht von einigen Jahren CO2 neutral zu stellen oder deutlich zu reduzieren. Mal ein paar Beispiele:


    https://www.varma.fi/en/other/…ploration-to-be-excluded/


    https://www.eceee.org/all-news…e-carbon-neutral-by-2020/


    https://sdg.iisd.org/news/net-…utral-portfolios-by-2050/



    Auf der einen Siete ist der Zeitraum natürlich super lang, andererseits wird da meines Erachtens aber schonwas passieren.


    Interessant ist, dass das nicht so einfach geht. Wenn man nur die Kohlekraftwerke verkauft, bleiben immer noch viele Firmen übrig die einfach CO2 emittieren (müssen),


    Deswegen sind viele jetzt auf der Suche nach "negative Carbon" Assets, also Anteile an Firmen die wine negative CO2 Bilanz haben. Aktuell sind das im wesentlichen nur große Wälder. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man mit etwas Fantasie da mehr machen könnte.


    MMI

  • Was mir von politischer Seite fehlt ist ein strategisches Herangehen:


    • Welche sind die schlimmsten Treibhausgase? Neben CO2 gibt es da noch andere, stärker wirksame
    • Welche sind die wirklich Low-Hanging-Fruits in der Gemengelage? D.h. heißt wo bekomme ich die größte Treibauseffektreduktion je Euro her?

    Mit CO2 Zertifikaten ist das nicht machbar, zumindest nicht so, wie die verteilt werden.

  • Klingt so, als ob deine Frugal Zeit vorbei sei. Stimmt das?

    Gute Frage.

    Ich würde mal sagen, die woodpeckers sind vom aktiven frugal living zum passiven frugal living überggegangen.

    Will sagen: Die Zeiten wo wir als Familie alle Kosten durchgeforstet, optimiert und abgewogen haben, und uns neue Verhaltensweisen antrainiert haben die das damalige Umfeld teilweise erstaunlich fand, sind eher vorbei.

    Großteils einfach deswegen weil viel nun bereits optimiert ist und Gewohnheiten sich verfestigt haben so dass viel automatisch läuft das von außen betrachtet sehr frugal wirken würde, uns aber überhaupt nicht mehr so vorkommt.

    Wir achten also kaum mehr aktiv auf die Ausgaben aber dennoch staut sich dauernd das Geld auf dem Konto, einfach weil das Bedürfnis sehr gering gewroden ist ist dauernd irgendwelchen Firlefanz zu kaufen. Ist alles Gewohnheit.

    Zudem ist die peergroup mittlerweile komplett bereinigt (oder hat sich selber bereinigt) von der Münchner Geld-Schickeria, so dass man sich auch nicht mehr komisch vorkommt weil man seit 10 Jahren in der selben alten Karre rumkutschiert, sich nix aus "Glamour-Urlaubdestinationen" macht etc.


    Mit den kids wird das natürlich grade wieder spannend.

    Die kommen jetzt in ein Alter wo sie anfangen sich zu vergleichen mit anderen. Da ist etwas Fingerspitzengefühl nötig, denen einerseits zu vermitteln dass Konsum nicht alles ist, andererseits sollen sie natürlich auch nicht ausgegrenzt sein und viele Möglichkeiten habe.


    Wie läufts denn bei dir/euch?

    In München habe sie das in der Fraunhoferstraße gemacht. Die beiden Straßenseiten sind jetzt statt Parkplatz Radwege. Als Radfahrer freut es mich. Als Anwohner würde ich kotzen, wenn ich ein Auto hätte. Ich find's mutig.

    Ein weiterer Vorschlag wäre, die Grundfläche eines Autos hoch x zu versteuern. D.h. jeder Quadratzentimeter wird hoch x gewichtet und damit extrem teuer. Dann gibt es wieder einen Anreiz für Kleinwagen. Brauchen weniger Platz, Material und weniger Sprit/Strom.

    Ich wohn ja auch in München.

    Frauenhoferstraße muss ich mir mal ansehen. Bin da früher oft lang geradelt, es war die Hölle.

    Auf meiner Radlstrecke von ca 14km geht aktuell auch Einiges vorwärts.

    Radwege wurden ausgebaut, erneuert, besser beleuchtet, zwei Kreuzungen entschärft. Mein Brötchengeber hat Umkleiden, Spinde und Duschen erweitert. Weiter so!

    Man muss ja auch mal loben.


    Das mit den Autos ist halt auch Gewohnheit.

    Ich nehm es auch noch manchmal in die Innenstadt wenn es schneit oder ich nach der Arbeit noch wo hin will wo Radloutfit nicht so sexy kommt und ich weiß dass ich dort gut parken kann.

    Wenn man aber alle Straßen morgen dicht machen würde, überall schöne Boulevards hinmacht, 1A Radwege und richtig viele Busse fahren lässt wäre das für mich ebenfalls ok.

    Ist schon klar dass das so einfach nicht geht. Ich will nur sagen man gewöhnt sich an viel und darin besteht auch eine Chance die Städte sogar lebenswerter zu machen. Paar Jahre später und keiner mehr würde das Auto vermissen. Und in 100 Jahren werden sie die Köpfe schütteln über das Gestinke in den Städten das wir uns heute antun.


    Quote

    Ein weiterer Vorschlag wäre, die Grundfläche eines Autos hoch x zu versteuern. D.h. jeder Quadratzentimeter wird hoch x gewichtet und damit extrem teuer. Dann gibt es wieder einen Anreiz für Kleinwagen. Brauchen weniger Platz, Material und weniger Sprit/Strom.

    Fänd ich gut.

    Auch dabei hat man ein "Tragödie der Allmende" Problem. Öffentlicher Raum darf durch Autos beliebig genutzt werden.

    Bei uns in der Vorstadt ist parken (noch) kein großes Problem. Dennoch empfinde ich es als seltsam, dass wir ein Auto habe, während eine Nachbarfamilie sage und schreibt 4(!) Autos plus ein Wohnmobil kostenfrei in der Straße rumstehen hat. Aber einen Parkplatz für unseren Fahrradfuhrpark allokieren, das wiederum geht nicht.

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

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    Edited once, last by woodpecker ().

  • Meiner Ansicht nach sollten wir auch in Deutschland und Europa die Rahmenbedingungen technologieoffen setzen.


    Wasserstoff, Methanol und künstliche Kraftstoffe

    Es wäre ein Desaster für Volkswagen: China erwägt teilweise Abkehr vom Elektroauto

    https://www.focus.de/finanzen/…ktroauto_id_11446352.html


    Außerdem wäre an bestimmten Stellen mehr Pragmatismus erforderlich.

    Beispiel: So könnte E10 steuerlich begünstigt werden, sodass es an der Zapfsäule 5 Cent billiger ist als E5 (derzeit ist es nur 2 Cent billiger). Auch die Einführung von E15 wäre als schnelle Übergangslösung kein Problem (Bio-Ethanolwerke in Europa stehen still, landwirtschaftliche Flächen in Europa werden stillgelegt). Sogar die USA haben E15 eingeführt und in Brasilien fährt man schon lange mit E25. In Europa gibt es stattdessen eine Teller/Tank Diskussion als ob wegen E10, E15 oder E25 Leute verhungern müssten. Auch werden dafür keine Regenwälder gerodet, wenn der Weizen aus Europa kommt (was der Fall ist). Auch Autos gehen von E25 nicht kaputt.

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)

  • Wasserstoff, Methanol und künstliche Kraftstoffe

    Es wäre ein Desaster für Volkswagen: China erwägt teilweise Abkehr vom Elektroauto

    https://www.focus.de/finanzen/…ktroauto_id_11446352.html

    Ich persönlich glaube auch nicht dass sich das Batterie-Auto langfristig durchsetzen wird. Sondern irgendwas wo die Energiedichte höher ist.

    Ist einer der Gründe warum ich zB bei VW Aktien sehr zögerlich bin.

    Während zB BMW ja immerhin behauptet, hier offen bleiben zu wollen.


    (Btw. übrigens schon interessant dass plötzlich China hier der Taktgeber ist ... garnicht gut für unsere Autoindustrie die ihre Zeit seit 10 Jahren mit dicken Diesel-SUVs verplempert...)

    Ich glaube dass das ein neuer "Megatrend" werden könnte und frage mich wie man davon auf der Aktienseite profitieren kann.

    Kennt jemand Wald-Aktien? Ich habe einen kurzen Blick auf Stora Enso, der Chart sieht erstmal nicht so dolle aus. Sonst habe ich auf die Schnelle nix gefunden.

    Wie sieht es mit anderen "Zielaktien" von "Sustainable" oder "low carbon" funds aus?

    Cropenergies zB geht ja ab wie Schmidts Katze, könnte das damit zusammen hängen?

    Ist vielleicht der ein oder andere angeschlagene Windmühlenbauer einen zweiter Blick wert?

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

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  • Quote

    Kennt jemand Wald-Aktien?

    Traditionell die nordischen Holz&Papier-Firmen:


    Holmen

    https://www.holmen.com/en/forest/

    Quote

    Holmen is one of Sweden´s largest forest owners.

    (interessante) Langversion: https://www.holmen.com/globala…t-of-growing-forests-pdf/



    SCA (Svenska Cellulosa AB, die von Ivar Kreuger 1929 gegründete Gesellschaft)

    https://www.sca.com/en/about-us/our-forest/

    Quote

    SCA owns 2.6 million hectares forests in northern Sweden. We have a long tradition of managing the forest and supply our industries with valuable and renewable raw material. With a long-lasting and effective value chain in world class, we use the whole tree and refine the forest into sustainable solutions and products to people all over the world.

  • Stell ich hier und im Nachbarthread rein, interessante Seite wie ich finde.

    https://www.addendum.org/klima/

    Ah, die legendäre "Shoot and Dive"-Kommunikation?

    Einfach mal ohne nähere Erläuterung in mehreren Threads einen möglichst "kontroversen" Link einstellen, abtauchen und sich an der Explosionswirkung erfreuen?


    Sorry, bei mir ist das unter "Trollstrategie" einsortiert.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Tut mir leid, war/ist jetzt nicht meine Absicht. Finde Addendum als ein gut recherchiertes Medium, ob der Dietrich Mateschitz dem das Medienportal ja mehr oder weniger gehört viel mitreden wird kann ich nicht beurteilen, falls du dies mit kontrovers meinst.