Klimawandel - Entwicklungen, Strategien, persönliche und gesellschaftliche Lösungsansätze

  • Bisher hatte die Lob-die-Grünen-hoch-Lobby die Hoheit über die Tagespresse, nun taucht langsam der inländische Einfluss auf

    Ich finde, man kann das Lagerdenken in der FAZ recht gut beobachten. Da gibt es die konservativen Haudegen, die sich um Armin Laschet scharen, und dann gibt es andere Redakteure, die eine eher grüne Linie fahren. (Es gibt zum Dritten auch solche, bei denen man die politische Einstellung nicht aus jedem Artikel ablesen kann.) Ich lasse jetzt mal absichtlich Namen weg.

    Ich sehe aber nicht, was das mit "inländischem Einfluss" zu tun haben soll. Ich glaube ganz im Gegenteil, dass es einen recht großen Teil der Bevölkerung und auch der Journalisten gibt, die ganz ohne externe Beeinflussung die Grünen gut finden.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • EIn sehr empfehlenswertes Buch zu dem ganzen Thema Energie, Politik und Klima ist das hier:


    https://www.amazon.de/gp/produ…_rwt_hsch_vapi_taft_p1_i0

    The New Map: Energy, Climate, and the Clash of Nations (English Edition) Kindle Ausgabe Englisch Ausgabe von Daniel Yergin

    Ziemlicher Schmöker, aber befasst sich ziemlich umfassend mit allem was mit Energie zu tun hat und den damit verbundenen politischen Themen (China, Russland, USA; Taiwan, Saudi Arabien, Iran, Irak etc.). M.E. sehr schlich und neutral geschrieben aber ein guter "Rundumschlag".


    Der Author scheint Bill Gates zu beraten ist aber weder Öko Spinner noch Öl Junkie. In der Vegangenheit war er eher "Anti Erneuerbare":


    https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Yergin


    Auch Gaspipelines kommen vor. Allerdings werden sie nicht als ganz so wichtig angesehen weil der Gasmarkt durch die vielen LNG Terminals mittlerweile ein "liquider globaler" Markt ist. Hier ein Karte:


    https://www.gie.eu/download/ma…_1189x841_FULL_Final3.pdf


    MMI




  • Zum Thema "seltene Erden": Lithium als "Abfallprodukt" von Geothermie am Oberrhein:


    https://www.manager-magazin.de…19-437f-b41d-32b14c7b2f29


    Das nennt man wohl "Zwei Fliegen mit einer Klappe" schlagen oder so. Erneuerbare Energie aus der Erde und das ach so selten Rohmaterial für Batterien gleich mit dazu. Wenn das klappt, zwei Argumente weniger für die "Benzin Lobby".....

  • Swiss Re macht Druck (und hoffentlich ist Papier nicht nur geduldig):

    "Das Thema Nachhaltigkeit eröffnet der Rückversicherungsbranche aber auch zahlreiche Chancen, in neue Geschäftsfelder zu investieren und gemeinsam mit Kunden neue Versicherungslösungen zu entwickeln. So rechnet die Swiss Re damit, dass die «Carbon Capture and Storage»-Industrie, die Lösungen anbietet, CO2 zu binden und zu lagern, in zwanzig bis dreissig Jahren die Grösse der heutigen Öl- und Gasbranche erreicht. Voraussetzung ist allerdings gemäss dem Risikomanager Schnarwiler, dass CO2-Emissionen zuerst so weit wie möglich reduziert werden, da sich höchstens 20% des Co2-Problems mit «Capture and Storage» lösen lassen. Zudem können sich Kunden bei den erneuerbaren Energien schon heute gegen zu wenig Wind oder Sonne versichern.


    Auch bei den eigenen Versicherungs- und Rückversicherungskunden habe sich der Austausch mit dem Management in Sachen Umwelt- und Klimaziele intensiviert. Das ist kein Wunder, hat die Swiss Re doch entschieden, Versicherungs- und Rückversicherungsverträge mit den weltweiten Top Ten der Carbon-intensivsten Öl- und Gasfirmen bis 2023 auslaufen zu lassen. Bis 2030 steigt die Swiss Re zudem ganz aus dem (Rück-)Versicherungsgeschäft mit Kohleunternehmen in der OECD aus, bis 2040 weltweit.

    Anderen Unternehmen geben die drei Swiss-Re-Experten folgenden Rat: Wichtig sei, das Thema Nachhaltigkeit und Klima strategisch anzugehen, nicht einfach aus der Hüfte zu schiessen: «Was bedeutet das Thema für die eigene Firma, für die Branche, und wie will man sich entsprechend positionieren?» Dann gelte es, Transparenz herzustellen, sich Ziele zu setzen. Das helfe Mitarbeitern und Kunden, weil man es konsistent erklären könne.

    Dieses Jahr hat die Swiss Re intern eine CO2-Steuer eingeführt auf alle Emissionen der Mitarbeiter, nicht nur auf Geschäftsreisen: 100 USD pro Tonne CO2 werden dieses Jahr fällig; bis 2030 erhöht sich die Steuer schrittweise bis auf 200 USD pro Tonne. Diese Steuer wird dem Budget des jeweiligen Teams belastet. Das verfehlt seine Wirkung nicht, wenn vor allem Reisen bis zu 20% teurer werden. «Wenn wir selber nicht klarmachen, dass wir die Netto-Null erreichen wollen, wie können wir es dann von unseren Kunden verlangen?», fragt der Umweltexperte Eckert rhetorisch."


    Auch als Investment nicht uninteressant. Swiss Re profitierte ferner davon, dass die Preise im Markt weiterhin deutlich ansteigen. Es sei zudem auch dank konservativer Zeichnungspolitik gelungen, die Schäden aus Naturkatastrophen einzugrenzen; diese Schäden beliefen sich auf 316 Mio. USD. Von Belang ist hier vor allem der starke Wintersturm «Uri», der in Texas Mitte Februar die Strom- und Energieversorgung stark beeinträchtigte.

    Der Schaden-Kosten-Satz der Schadenrückversicherung liegt bei 96,5%; die Swiss Re sieht sich auf Kurs, das gesetzte Ziel von unter 95% für 2021 zu erreichen. Netto verdiente sie 5,0 Mrd. USD an Prämien (+5,7% im Vergleich zum Vorjahresquartal).

    Die Vertragserneuerungen im April brachten der Swiss Re ein Prämienvolumen von 2,6 Mrd. USD ein, 20% mehr als im April 2020 – ein Grosskunde soll seine Deckung deutlich ausgebaut haben. Die Versicherung konnte dabei um 4% höhere Preise durchsetzen.

  • Ganz interessant: Ford und BMW investieren ordentlich Geld in Solid State Batterie Technologie:


    https://techcrunch.com/2021/05…wers-130m-series-b-round/


    Quote

    Solid state battery systems have long been considered the next breakthrough in battery technology, with multiple startups vying to be the first to commercialization. Automakers have been some of the top investors in the technology, each of them seeking the edge that will make their electric vehicles safer, faster and with increased range.

    Ford Motor Company and BMW Group have put their money on battery technology company Solid Power.

    The Louisville, Colorado-based SSB developer said Monday its latest $130 million Series B funding round was led by Ford and BMW, the latest signal that the two OEMs see SSBs powering the future of transportation. Under the investment, Ford and BMW are equal equity owners, and company representatives will join Solid Power’s board.

    und

    Quote


    This latest round of investment will help Solid Power boost its manufacturing to produce battery cells with the company’s highest ampere hour (Ah) output yet. Under separate joint development agreements with Ford and BMW, it will deliver to the OEMs 100 Ah cells for testing and vehicle integration from 2022.

  • Habs auch gelesen.

    Das könnte was Großes werden.


    Gibt es da vielversprechende Aktien?

    Also jemand dessen Konzept bereits erprobt und nicht auf Anhieb zu kopieren ist?
    Eine Biontech des Batteriemarktes?

    "Calm seas never made a good sailor"

    "I am not at all cynical, I have merely got experience, which, however, is very much the same thing" - Oscar Wilde


  • Habs auch gelesen.

    Das könnte was Großes werden.


    Gibt es da vielversprechende Aktien?

    Also jemand dessen Konzept bereits erprobt und nicht auf Anhieb zu kopieren ist?
    Eine Biontech des Batteriemarktes?

    Nein, da bin ich noch nicht so weit. Es gibt ja Quantumscape, aber das scheint mir eher ein gehyptes Windei ala Nikola zu sein.

  • Richtig.

    Deswegen bin ich auf der Suche nach einer Firma mit ordentlichem "proof of concept".

    Wie bei Uran auch, nen Explorer kaufen ist einfach zu riskant. Lieber nen Miner der schon real profitabel produziert und nicht nur von Phantasie lebt.

    Zugegeben, der Ansatz ist bei Batterien nicht einfach, so viele Säue wie da ständig durchs Dorf getrieben werden, und so viel "stupid money" wie da grade reinfließt.

    Aber das Potential ist halt gigantisch, lohnt denke ich dranzubleiben an dem Thema.

    "Calm seas never made a good sailor"

    "I am not at all cynical, I have merely got experience, which, however, is very much the same thing" - Oscar Wilde


  • Schon deutlich vor dem Jahr 2025 will BMW eine Vorschau auf ein Elektroauto mit Feststoff-Batterie in Form eines Demonstrators präsentieren, spätestens 2030 soll die Technik reif für den Einsatz in Serienfahrzeugen sein.

    Also 2030 ist schon noch ein Stück hin. Bis dahin kriegen das sicher auch andere hin. Die Frage ist doch nicht unbdeingt, wer is der erste, sondern wer schafft es günstig, das in großen Mengen ind akzeptabler Qualität zu probieren.


    Wie bei den Solarzellen oder den diversen Typen von Lithiumbatteriezellen, würde ich das in China erwarten.

  • Also 2030 ist schon noch ein Stück hin. [...]

    Wie bei den Solarzellen oder den diversen Typen von Lithiumbatteriezellen, würde ich das in China erwarten.

    Ich würde vermuten, in 2030 sieht das mit der politisschen Akzeptanz der Abhängigkeit von Lieferketten aus China anders aus.

  • Bleibt die Frage:

    Werden Batterien ein commodity ohne Moat, oder wird es Champions geben die dicke Margen einfahren.

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    "I am not at all cynical, I have merely got experience, which, however, is very much the same thing" - Oscar Wilde


  • Elephant in the ESG investing room: China emissions exceed all developed nations combined

    China emits more greenhouse gas than the entire developed world combined, a new report has claimed. The research by Rhodium Group says China emitted 27% of the world's greenhouse gases in 2019.

    The US was the second-largest emitter at 11% while India was third with 6.6% of emissions, the think tank said. Scientists warn that without an agreement between the US and China it will be hard to avert dangerous climate change.

    Source: Yahoo finance / RHG.com


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