Klimawandel - Entwicklungen, Strategien, persönliche und gesellschaftliche Lösungsansätze

  • Yup, sieht nach Kupfer aus.


    "Das Seekabel wiegt bis zu 70 Kilogramm je Meter und wird vom Kabelverlegeschiff „Nexans Skagerrak“ verlegt. Ihm folgt das Offshore-Schiff „Polar King“, das das Kabel bis zu zwei Meter tief in den Meeresboden eingräbt."


    https://www.handelsblatt.com/u…-gMf0nd0I4NV4aqVgc2u0-ap4





    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)

  • MMI, stimmt.


    Wie hieß deine Kabel-Butze nochmal von der du irgendwo geschrieben hattest?


    Wenn derlei Energieverbünde Schule machen (was gut möglich scheint) muss ich mir die auch mal ansehen.

    "Calm seas never made a good sailor"

    "I am not at all cynical, I have merely got experience, which, however, is very much the same thing" - Oscar Wilde


  • MMI, stimmt.


    Wie hieß deine Kabel-Butze nochmal von der du irgendwo geschrieben hattest?


    Wenn derlei Energieverbünde Schule machen (was gut möglich scheint) muss ich mir die auch mal ansehen.

    NKT. Nexans will aber auch auf "100% Elektrifizierung" gehen. Prysmian, der größte Hersteller macht ungefähr 50% des Umsatzes mit Elektrizität.

  • Gottseidank, Metro und Bayer darf ich behalten, auch Renault, aber Danone muß dran glauben. J+J ganz böse, auf die Impfung sollte man verzichten.


    https://pbs.twimg.com/media/E2…format=jpg&name=4096x4096

    Ooooh. Wie passt das bloß alles zusammen? Google ist letzter und zeigt auf der eigenen Suchseite an:


    CO₂-neutral seit 2007.

    CO₂-frei bis 2030.


    Darf ich jetzt nicht mehr googeln? Oder nur noch heimlich??

  • Bei NKT hängt der Gewinn halt überwiegend vom Hedging ab.


    Aus meiner Sicht eignet sich das eher als ein kurzfristiger / zyklischer Play auf das Hedgebook das mit dem GB veröffentlicht wird als für ein längerfristiges Investment in das Kabelgeschäft (siehe auch Langfristchart).

    https://investors.nkt.com/shar…rmation/stock-quote-chart


    Im GB 2020 (Seite 78):

    Net result for Equity holders f NKT A/S ..................................... -82,6 Mio. Euro (minus !!!)

    Comprehensive income for Equity holders f NKT A/S ............. 13,4 Mio. Euro


    Im GB 2020 (Seite 127):

    "As at 31 December 2020, NKT A/S had current financial hedging instrumentsrelating to future raw material supplies of a value of EUR 548m(EUR 209m in 2019) with a positive fair value of EUR 90.1m (positivevalue of EUR 6.2m in 2019).

    It is estimated that, all other things being equal, a 10% increase in rawmaterial prices would influence NKT’s other comprehensive income byaround EUR 54.8m for forward transactions for raw material supplies at31 December 2019 (EUR 14.4m in 2019)."

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)

  • Danke für den Hinweis. Ich selber bin ja in großer Fan, dass Comprehensive Income genauer anzuschauen. Wenn das allerdings Hedges für den Kupferanteil von festen Aufträgen sind dann kann man das ökonomisch m.E. ignorieren da Hedgegewinne und Verluste dann immer durch die tatsächliche Auslieferung der Aufträge ausgeglichen werden.

  • Danke für den Hinweis. Ich selber bin ja in großer Fan, dass Comprehensive Income genauer anzuschauen. Wenn das allerdings Hedges für den Kupferanteil von festen Aufträgen sind dann kann man das ökonomisch m.E. ignorieren da Hedgegewinne und Verluste dann immer durch die tatsächliche Auslieferung der Aufträge ausgeglichen werden.

    Bei Nexans, die ca. 4x soviel Umsatz machen sieht das Hedging weit weniger spektakulär aus. Vielleicht hat Nexans eine flexiblere Vertragsgestaltung mit Preisanpassungsklauseln. In der 2021 Q1 Präsentation schreiben sie "Raw material and labor inflation is mechanically transfered into pricing increase. Almost fully automated with close to zero lag time.". Ganz blicke ich da noch nicht durch. Bei NKT hingegen beträgt das Hedgebook ca. 30-50% des Umsatzes. Es scheint also signifikante Unterschiede bei der Hedging Strategie zu geben.

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)

  • Bei Nexans, die ca. 4x soviel Umsatz machen sieht das Hedging weit weniger spektakulär aus. Vielleicht hat Nexans eine flexiblere Vertragsgestaltung mit Preisanpassungsklauseln. In der 2021 Q1 Präsentation schreiben sie "Raw material and labor inflation is mechanically transfered into pricing increase. Almost fully automated with close to zero lag time.". Ganz blicke ich da noch nicht durch. Bei NKT hingegen beträgt das Hedgebook ca. 30-50% des Umsatzes. Es scheint also signifikante Unterschiede bei der Hedging Strategie zu geben.

    Man darf auch nicht vergessen dass bei Nexans nur die Hälfte des Umsatzes auf den Bereich Elektrizität entfällt, bei NKT sind es mehr als 90 %

  • Auch lustig. Das hier ist ein Ausschnitt aus meiner hochgeheimen Google Aktien Watchliste:



    Heute sind bei 3 Unternehmen plötzlich grüne Blättchen an der Seite erschienen.


    Des bedeutet dass diese Unternehmen einen "Score A im CDP Klimarating" haben. Ausgerechnet Bayer, ich lache mich schlapp.....


    Habe mir die Kriterien aber nicht angeschaut, die Liste gibt es hier:


    https://www.cdp.net/en/companies/companies-scores



  • Des bedeutet dass diese Unternehmen einen "Score A im CDP Klimarating" haben. Ausgerechnet Bayer, ich lache mich schlapp.....

    Warum denn nicht? Glyphosat ist vielleicht schlecht für die Umwelt, aber nicht fürs Klima. Und Verhütungsmittel sind sogar super fürs Klima.

    (Das ist natürlich partiell ironisch gemeint. Ich glaube, solche Scores dienen mehr der Werbung als dass sie einen wirklichen Sinn haben.)

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Auch interessant: Bei Neubauten ist die Wärmepumpenquote anscheinend schon über 50%:


    https://www.solarserver.de/202…-prozent-marke-im-neubau/




    Da muss sich Vladi mit NS2 echt beeilen sonst braucht das Zeug bald keiner mehr (Duck und weg....)

  • Das russische Gas wird in den Gaskraftwerken verbrannt, die den Strom zum Betrieb der Wärmepumpen liefern.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Will jetzt nicht dauernd Gas als Energieträger verteidigen.

    Ich finde die Entwicklung hin zu Wärmepumpen und Erneuerbaren super und freue mich über alle positiven News von dieser Seite.


    Aber ganz nüchtern betrachtet kann man bislang nicht sehen dass der Gasverbrauch in Deutschland sinkt.


    pasted-from-clipboard.png

    https://de.statista.com/statis…20Milliarden%20Kubikmeter.


    Zumal viele die mit Öl heizen ja erstmal auf Gas umgerüstet werden. Denn Wärmepumpe geht nur in modernen Niedrigenergiehäusern. Und in Ost- und Südeuropa, Türkei, China dürfte Gas noch einige Zeit massiv im Aufschwung sein, die müssen erstmal von den Kohleöfen weg.

    Zudem werden aktuell überall jede Menge Erdgaskraftwerke gebaut, für die Spitzenlasten, wie andernorts bereits erwähnt.

    UND ja auch noch der Capex wegfällt da die wichtigen Pipelines ja nun stehen.


    Ich schätze also der Bedarf an russischem Gas geht tatsächlich noch ein paar Jahre nach oben und erst dann langsam in den Sinkflug.

    Der Gewinn aus russischem Gas dürfte sogar kurzfristig noch steil nach oben gehen und dann in ein langes Plateau und erst in 10 Jahren in langsamen Sinkflug.


    Auf Sicht 30-40 Jahre magst du aber Recht haben, dann wird die O&G-Abhängigkeit für Russland zu einem echten Problem. Andererseits: Die Energiewende braucht jede Menge Metalle und andere Rohstoffe. Hier gibt es wiederum Chancen für den Vladi.

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  • Thema Wärmepumpen:


    Ich habe mich schon seit längerer Zeit ziemlich intensiv mit dem Thema Heizungsaustausch beschäftigt, da ich noch einen alten - aber sehr soliden - Ölkessel im Keller habe. Die aktuelle staatliche Förderung für "regenerative" Heizungsanlagen ist zur Zeit geradezu absurd hoch, da muss man fast zuschlagen. Problem: Die eierlegende Wollmilchsau habe ich bislang für unser Haus noch nicht gefunden, hat alles seine Vor- und Nachteile. Was mich echt wundert ist, dass in den Neubausiedlungen vermehrt Luftwasser-Wärmepumpen (natürlich staatlich gefördert) auftauchen. Die Dinger eignen sich hervorragend für die Beheizung von Schwimmbädern. Bezüglich der Hausbeheizung gehen die aber eigentlich komplett am Thema vorbei. Entweder sind die Neubauten so extrem gedämmt, dass sie eigentlich keine Heizung benötigen oder die Bauherren spekulieren auf die kommende Klimaerwärmung.

    Ein Heizungsbauer erzählte mir jedenfalls , dass er schon einige Wärmepumpen rückgebaut und gegen eine "anständige" Heizung ersetzt hat.

  • Wir müssen vermutlich einen extra Faden zur Heizungstechnik aufmachen. Aber nach meinem Kenntnisstand, sind Wärmepumpen - auch wenn sie die Wärme aus der kalten Luft ziehen - durchaus bis -10 Grad oder so wirtschaftlich zu betreiben.

    Je nachdem wo man wohnt, sind die paar kälteren Tage zu vernachlässigen. Natürlich hängt sehr viel ab vom a) Strompreis, b) der Anlagen- und Installationskosten und c) den Kosten des Energieträgers mit dem ich es Vergleiche.

    b) Scheint mir häufig unnötig und absurd teuer.

    a) wird sich sicher im Vergleich mit Gas bald ändern. Bei unserem westlichen Nachbarn kostet der Strom schon 50% weniger und das Gas trotz eigener Förderung mehr. Da sieht die Rechnung schnell anders aus.


    Das mir dem Heizungsbauer hört sich nicht sehr kompetent an. Wenn ein Haus mit Flächenheizung und somit niedriger Vorlauftemperatur beheizbar ist, macht es kaum Sinn eine "anständige" Heizung einzubauen.


    Das Forum "Haustechnikdialog" biete zu dem Thema im Übrigen auch genug Lektüre für viele Abende.

  • Wenn ich mir die Grafik anschaue sehe ich ganz nüchtern dass der Gasverbrauch 2019 so hoch ist wie 1996.


    Der jährliche Gasverbrauch hängt ja zum einen vom Wetter ab, zum anderen ist es auch interssant sich das nach Verbrauchergruppen anzuschauen.


    Folgend dieser Statistik:


    https://de.statista.com/statis…ach-abnehmergruppen-2009/


    scheint der Verbrauch sowohl in den Haushalten wie auch in der Stromerzeugung im Vegleich von 2019 zu 2009 rückläufig. Die Zunahme erfolgt ausnahmslos in der Industrie.


    Da wiederum kommt der Großteil des Verbrauchs aus der Chemieindustrie und der Metall industrie.


    https://www.destatis.de/DE/Pre…2020/12/PD20_476_435.html


    Diese beiden Bereiche sind aber momentan extrem stark unter Druck das zu ändern und da sind die Investitionszyklen auch nicht 30 Jahre wie im Wohnungsbau. Zudem ist Carbon Capture & Storage in Deutschland nach wie vor eine Art "no go".


    Mal abwarten was sich da tut, aber da wird m.E. einiges passieren und auch relativ bald.