Bundestagswahl 2021

  • Kleiner reality-check, was die Kommunisten in Berlin so treiben, demnächst auch in ihrem Theater ...

    Noch vor einigen Jahren gab es in Berlin noch viele Brachen. Teils noch Lücken aus dem Krieg teils marode DDR-Immobilien. Die sind inzwischen alle zugebaut, es gibt einfach kaum noch Platz.

    Dass der Berliner Immobilien-Sumpf kommunistisch unterwandert ist wäre mir allerdings neu. :)

  • Nur persönlicher Eindruck oder gibt es dazu Zahlen?


    In München, das ebenfalls beliebt und bebaut ist gibt es solchen Einbruch bei den Baugenehmigungen nicht.


    https://www.muenchen.de/rathau…5412e55d969d/jt200403.pdf


    Könnte vielleicht doch ein kleines Bisschen am Mietendeckel liegen, dass der "Immobiliensumpf" jetzt nicht mehr investiert.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Klimaneutralität ist kommunistische Planwirtschaft in neuem Gewand.

  • Das es in Berlin kaum noch Brachen gibt und jeder mögliche Platz zum Bauen genutzt wird ist vor Ort unstrittig, jeder Laubenpieper der deswegen seine Datsche verloren hat wird dir das bestätigen.


    Ob die sinkenden Genehmigungszahlen jetzt daran liegen weiß ich nicht, ist aber schon der Erwägung wert. Die von dir angesprochene Misswirtschaft, ob nun kommunistisch oder nicht (Immobiliensumpf kann man in Berlin ruhig ohne Anführungszeichen schreiben) wird auch eine Rolle spielen.


    Früher freute ich mich regelmäßig über die Erhöhung der Miete, so ich konnte ich auch meinen Beitrag leisten um Investitionen anzulocken. Seit dem Deckel ist diese schöne Zeit erstmal vorbei. :)


    Das Immobilien-Investitionen hier unrentabler geworden sind liegt auch an den gestiegen Baulandpreisen, wiederum verursacht durch höhere Mieten.

  • In München wird gebaut wie Blöde. Trotz deutlich höherer Dichte als Berlin und extremen Preisen.

    Bei mir in der Wohnstraße rollen hier sein 2-3 Jahren dauernd die LKWs durch weil immer grade irgendwo ein EF-Haus abgerissen und durch einen Drei- oder Vierspänner ersetzt wird. Und so läuft es in M überall.

    1qm Grund kostet hier (Stadtrand) min. 2000 eur, glaube kaum das Berlin das bereits erreicht hat.

    "Calm seas never made a good sailor"

    "Es gibt nichts Schöneres als einen warmen Regen nach einer kalten Dusche"

  • 1qm Grund kostet hier (Stadtrand) min. 2000 eur, glaube kaum das Berlin das bereits erreicht hat.

    Nee soweit ist Berlin noch nicht, aber (noch?) auf dem Weg dahin. Seit 2016 gehts rasant rauf. Die Preise für Bauland sind von 450 Euro/m² (2016) auf 1300 Euro/m² (2019) gestiegen. Quelle: rbb24


    Aus Investorsicht ist halt das Verhältnis von zukünftig durchsetzbarer Miete zu den Investitionen (Bauland plus Baukosten) interessant. München liegt bei den Neuvermietungen (2019) bei 17,5 Euro/m², Berlin bei 10,5 Euro/m². Quelle: Zeit

    Die eigentlichen Baukosten werden in beiden Städten ähnlich sein. Überschlagen ergibt sich für München ein höheres ROIC.

  • Ich denke das liegt auch daran, dass der Mietendeckel in Berlin noch gerichtsanhängig ist, und wahrscheinlich spekulativ nicht gebaut wird.


    Hier wird auch schon seit 2 Jahren nicht weitergebaut




    Ist aber alles supi:

    https://www.tagesspiegel.de/be…icht-weiter/26842768.html

  • Das Immobilien-Investitionen hier unrentabler geworden sind liegt auch an den gestiegen Baulandpreisen, wiederum verursacht durch höhere Mieten.

    Das ist aber ein interessanter Gedanke. Bislang hatte ich das immer andersherum gesehen befeuert von Null-Zinsen, Zuzug, extrem gestiegene Baukosten, ständig gestiegene Regulierung durch erweiterte Bauvorschriften (alleine Gutachter machen inzwischen sicherlich 5% der Bausummen aus) etc.

  • Das ist aber ein interessanter Gedanke. Bislang hatte ich das immer andersherum gesehen befeuert von Null-Zinsen, Zuzug, extrem gestiegene Baukosten, ständig gestiegene Regulierung durch erweiterte Bauvorschriften (alleine Gutachter machen inzwischen sicherlich 5% der Bausummen aus) etc.

    Ein Aktienkurs steigt ja auch weil der Gewinn steigt und nicht umgekehrt. Aber klar, bei einer so komplexen Geschichte geht die Kausalität in beide Richtungen.

  • Das Immobilien-Investitionen hier unrentabler geworden sind liegt auch an den gestiegen Baulandpreisen, wiederum verursacht durch höhere Mieten.

    Ich habe den Eindruck, dass es umgekehrt ist und die Bauland- und Immobilienpreise den Mieten gehörig vorweggelaufen sind (trotz der relevanten Mietenersteigerung der letzten Jahre).
    Viele Investoren haben (auch wegen der niedrigen Zinsen) ein Haus (oder Grundstück) gekauft mit der Aussicht, in 20 Jahren die Mieten so hochgetrieben zu haben, dass es dann wieder passt. Für alle, die dergestalt kalkuliert haben, stellt der Mietendeckel ein echtes Problem dar.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Ich habe den Eindruck, dass es umgekehrt ist und die Bauland- und Immobilienpreise den Mieten gehörig vorweggelaufen sind (trotz der relevanten Mietenersteigerung der letzten Jahre).
    Viele Investoren haben (auch wegen der niedrigen Zinsen) ein Haus (oder Grundstück) gekauft mit der Aussicht, in 20 Jahren die Mieten so hochgetrieben zu haben, dass es dann wieder passt. Für alle, die dergestalt kalkuliert haben, stellt der Mietendeckel ein echtes Problem dar.

    Wenn du in meinem Zitat „höhere Mieten“ ergänzt um „erwartete zukünftige“ dann sind unsere Argumentationen doch sehr ähnlich oder nicht?


    P.S. Ich habe noch im Hinterkopf die Zahl dass 16% der Berliner Vermieter Privatvermieter sind. Wenn die Deutsche Wohnen, die beinahe mal mein Vermieter geworden wäre, durch den Mietendeckel Probleme bekommen sollte, so hält sich mein Mitleid da in Grenzen.


    Das ist für mich auch eine emotional besetzte Geschichte, ich klinke mich jetzt daher aus dem Thema aus.

  • Kleiner reality-check, was die Kommunisten in Berlin so treiben, demnächst auch in ihrem Theater ...

    Wenn die Auflagen weiter steigen, dann wird Bauen wird wirklich unwirtschaftlich. Berlin ist vieler Hinsicht ein failed State (wieder -wie zu Kaisers Zeiten- nur überlebensfähig durch Zuschüsse). Hamburg, sicherlich schon wesentlich dichter bebaut als Berlin, schafft es aufgrund eines vereinbarten Pakts zwischen Senat, Bezirken und Wohnungsbauwirtschaft seit Jahren um die 10.000 Wohnungen pro Jahr neu zu erstellen. 2020 liegt auch mit 10.000 weiteren Wohnungen (Corona hin- oder her) gut im Plan.


    "Die Bemühungen des Senats zahlen sich aus: In den Jahren 2011 bis einschließlich 2020 wurden Genehmigungen für 106.234 Wohnungen von den Bezirken erteilt. Fertiggestellt wurden davon bisher rund 70.000 Wohnungen, im Jahr 2019 waren es über 9.800 Wohnungen. Außerdem wurden Förderzusagen für mehr als 27.000 geförderte Neubaumietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen ausgesprochen. Seither wurden bis einschließlich 2020 über 21.700 geförderte Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen fertiggestellt."


    https://www.hamburg.de/bsw/woh…/4029174/wohnungspolitik/


    PS.: In Berlin erst unter Wowereit die Wohnungen zum Tiefstpreis an die großen Wohnungsunternehmen (die sind keine Engel) verkaufen, um sie dann zum möglichst teuersten Zeitpunkt auf Kosten der Steuerzahler zu vergemeinschaften? Na, herzlichen Glückwunsch.

  • Die BBC hat ein kleines Portrait über Söder geschrieben mit Details die der Bundesrepublik noch gar nicht so bekannt sind. :D

    Quote

    Markus Söder: Star Trek fan who could boldly go and lead Germany

    Quelle: https://www.bbc.com/news/world-europe-56614052


    Denke allerdings dass er nur Präsenz zeigt um größtmögliche Verhandlungsmasse aufzubauen, die ihm Laschet dann mit vielen Zugeständnissen für seine alleinige Kandidatur abkaufen darf.

  • Hr. Söder ist immer gut im Rampenlicht. Mich wundert, dass er in Deutschland gerade so beliebt ist. Der Rest der Republik hat seine Art der Regierung vielleicht noch nicht so mitbekommen. Ich wäre mir nicht so sicher, ob die Bayern den Söder als Bundeskanzler wählen würden. Die Coronapolitik kam in Bayern nicht immer gut an und alle anderen früheren Aufgaben auch nicht immer.

  • ich bin Bayer und ich kann sagen:

    Bei mir ist er unten durch.


    Noch vor einem Jahr hätte ich gesagt: Ein Bayer als Kanzler? Kann Bayern nicht schaden also her damit.


    Aber diese unsäglich pastoral-monarchisch-selbstverliebte Art die der seit Corona an den Tag legt. Ne.
    Kenn viele die das so sehen hier und wundere mich auch über seine Beliebtheit im Rest der Republik.

    Ok, den Luschet will ich auch nicht.

    Bin direkt auf Habeck umgeschwenkt als Favorit ;-)

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  • Trotz deutlich höherer Dichte als Berlin

    Wir Ur-Berliner mögen Bäume, Parks und anderes Grün und wollen nicht jede Ecke zubetoniert sehen!

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Wir Ur-Berliner mögen Bäume, Parks und anderes Grün und wollen nicht jede Ecke zubetoniert sehen!

    Und Recht habt ihr übrigens!
    Ich liebe Berlin für seine Freiflächen und würde mir das auch wünschen.
    Hier wird grad alles derart mit uninspirierten weißen Betonkästen zugeballert ("Münchner Platte") dass es ein Grauen ist.


    Vielleich hat die Mietbremse also doch ihr Gutes grade weil sie den Neubau ausbremst :/

    Duck und weg...

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  • A propos Spieltheorie:


    Ich will den zwar nicht als meinen Kanzler, aber dennoch:

    GENIALER Zug von Söder heute der CDU die Entscheidung für seine Kandidatur hinzuschieben.

    Wow.

    Dieser Zug wird ihm denke ich die Kandidatur sichern.

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  • Dieser Zug wird ihm denke ich die Kandidatur sichern.

    Denke ich nicht, dafür ist das CDU-Präsidium zu feige. Meiner Ansicht nach wird das eher Habeck oder Baerbock den Job des Bundeskanzlers sichern, wobei ich davon ausgehe, dass die Grünen wegen der Frauenquote Baerbock aufstellen werden.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer