Bewertung der globalen Aktienmärkte nach Ländern

  • woodpecker:

    Wienerberger 'scheitert' knapp an meiner F-Score-Vorgabe, die natürlich auch nur willkürlich ist. Bei OMV genau das Selbe.

    Ich habe die Österreicher bisher wegen der Quellensteuer auf die Dividenden gemieden, aber es gibt dort wohl ein paar echte Schätzchen. In den anderen C&EE-Märkten hat mich bisher außer MOL und Orlen noch nichts überzeugt, aber wir starten ja erst gerade die Recherche.... ;o)

  • Ich habe mal ein paar iShares Regionen/Länder ETFs nach Bewertung verglichen (iShares, weil die Bewertungszahlen veröffentlichen).

    MSCI USA KBV 4,47 KGV 25,67

    MSCI India KBV 4,17 KGV 29,47

    MSCI World KBV 3,19 KGV 21,73

    MSCI Europe KBV 2,09 KGV 15,19 (ca. 55% EU)

    MSCI Emerging Markets Ex China KBV 1,97 KGV 15,96

    MSCI EMU KBV 1,84 KGV 14,83

    FTSE 100 KBV 1,83 KGV 13,3

    MSCI Emerging Markets KBV 1,76 KGV 15,25

    MSCI World Small Cap KBV 1,72 KGV 15,76

    MSCI Pacific ex Japan KBV 1,68 KGV 15,83

    Dax KBV 1,62 KGV 12,57

    MSCI Japan KBV 1,57 KGV 17,02

    STOXX Europe Small 200 KBV 1,5 KGV 14,36

    MSCI China KBV 1,48 KGV 13,76

    Dass man USA und Indien eher meiden sollte, ist ja bekannt. In der Liste ist China am billigsten. Aber fast zum gleichen Preis kriegt man europäische Small Caps.

    Time is on our side (TFF)

  • Damodaran hat wirklich alle Länder, von 50 in Kenia bis zu den 29 der Palästinensischen Autonomiebehörde, und wirklich viele (Median-)Kennzahlen, auch die EV-basierten, darunter EV/Invested Capital und der Anteil von Cash am Firmenwert (kaum interessant, da eher Nettocash interessiert):

    https://pages.stern.nyu.edu/~adamodar/New_…obal-valuations

    Welche vier anderen Firmen außer SBM gibt es wohl in Monaco?

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Minuten vor meinem Beitrag hat Norbert ein Update veröffentlicht, diesmal ganz aktuell für Ende Juli:

    https://x.com/NorbertKeimlin…3090201/photo/1

    Er weist darauf hin, daß zwar die meisten Länder sich im günstigen Territorium befinden, sich das jedoch nur auf 13% des weltweiten Börsenwertes bezieht, während 76% davon über dem Durchschnitt liegt.

    Externer Inhalt pbs.twimg.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Die Türkei hier mit KGV10 etwas über 10.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Und hier noch Research Affiliates, für die man sich allerdings kostenlos mit E-Mail registrieren muß:

    https://interactive.researchaffiliates.com/asset-allocation

    Ich hab mir das noch nicht alles angeschaut. Man kann links auf Länder klicken und dann wird ein Diagramm für alle Länder dargestelt mit erwarteten Renditen und Volatilitäten für die nächsten zehn Jahre. Ganz oben derzeit auch hier: Kolumbien gefolgt von Brasilien. China nur reale 8,5%, da sind einige osteuropäische inkl. Österreich noch etwas besser. Für die Türkei wird z.B. angegeben: 6,8% reale Rendite, allerdings bei der mit Abstand höchsten Volatilität, bestehend aus 2,5% Dividendenrendite + 3,7% reales EPS-Wachstum + 0,6% Bewertungsausweitung, die sich zusammensetzt aus 0,9% asset valuation und -0,4% real FX valuation. Die Währung miteinzubeziehen ist originell, sinnvoll aber nur, sofern es sich um den Ausgleich einer Über- oder Unterbewertung handelt, denn alles andere sollte sich ausgleichen, und es geht ja um reale Werte. Die Bewertungsnormalisierung unterscheidet zwischen Industrie- und Schwellenländern und es fließen die eigene Historie und der Mittelwert der eigenen Gruppe ein, mit einer mean reversion über 20 Jahre. Ganz verstehe ich es nicht, aber daher ist wohl der Endwert nach 10 Jahren noch stark vom aktuellen Wert beeinflußt. Wundert etwas, daß China dann nicht besser abschneidet, welches relativ zu seiner eigenen Bewertungshistorie in den unteren Perzentilen steht.

    Man findet rechts unter "Views" auch das "Equity Market CAPE (time)", das ist das KGV10 im Zeitverlauf, leider alle Länder in ein Diagramm geworfen.

    Der Box-Plot ist sehr viel besser. Oben ggf. von Log- auf Lineardarstellung umstellen.

    Leider ohne Beschreibung, was bei einer Profifirma wie RA etwas wundert. Man setzt voraus, daß jeder weiß, daß der Körper den Interquartilsabstand darstellt. Ich kann nur raten, was die beiden(!) Whisker darstellen: 10./90. Percentil und der Minimal-/Maximalwert (vgl. US-Large).

    Vielleicht das beste: Man kann die Daten auch herunterladen, [das andere links] unten, mit Wachstum, Inflation, vergangene Renditen etc.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

    Einmal editiert, zuletzt von Winter (7. August 2024 um 10:23) aus folgendem Grund: rinks und lechts

  • Minuten vor meinem Beitrag hat Norbert ein Update veröffentlicht, diesmal ganz aktuell für Ende Juli:

    https://x.com/NorbertKeimlin…3090201/photo/1

    Er weist darauf hin, daß zwar die meisten Länder sich im günstigen Territorium befinden, sich das jedoch nur auf 13% des weltweiten Börsenwertes bezieht, während 76% davon über dem Durchschnitt liegt.

    Externer Inhalt pbs.twimg.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Die Türkei hier mit KGV10 etwas über 10.


    Top Aufstellung!

    Nur eine kurze Überlegung: Ungarn könnte hochspannend werden, je nachdem, wie sich die geopolitische Marschrichtung weiterentwickelt.

    Setzt Orban sich mit seiner Isolationspolitik zur EU weiter durch und holt sich das Beste aus zwei Welten (türkisches Modell), oder aber scheitert er mit diesem Kurs (an Brüssel bzw. nachfolgenden innenpolitischen Spannungen) und in einer Nachfolge sprudeln internationale Investitionen (der westlichen Welt) nach Ungarn zurück. Aktuell scheint hier Pessimismus eingepreist. Kann man ggf. auch indirekt über den Österreichischen Finanzmarkt spielen. Quasi eine Wette auf den Fortbestand der EU.


    Ergänzung: auch Polen scheint gemieden zu werden. Kommt der zukünftigen Bedeutung des Landes (und der Wirtschaft) ggf. nicht gleich. Zukünftige Bastion im Kalten Krieg 2.0 gg. den Kommunismus, strategischer Partner No. 1 für die USA in Kerneuropa. Nachdem Deutschland nach der Wahl abrückt?

  • Ich hätte nichts dagegen, wenn die Tomahawks doch in Polen aufgestellt würden, um den Land "mehr politische Bedeutung" zu geben.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Ich hätte nichts dagegen, wenn die Tomahawks doch in Polen aufgestellt würden, um den Land "mehr politische Bedeutung" zu geben.

    Brauchen sie nicht. Sind schon wichtig. Die haben doch schon die US Raketenabwehr. Multipurpose sozusagen.

    Die Raketenabwehr, von deren Startvorrichtung MK-41 der Hersteller veröffentlicht hatte, dass sie alles abfeuern können. D.h. auch leicht auf atomwaffenfähig umrüstbar. Wofür der Senat bereits 2017 Empfehlungen zur diesbezüglichen Evaluierung gegeben hat.

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Europäische Werte: vorübergehend vernünftig
    http://www.spiegel.de/kultur/gesells…-a-1100180.html

    Einmal editiert, zuletzt von chfin (7. August 2024 um 12:11)


  • Top Aufstellung!

    Nur eine kurze Überlegung: Ungarn könnte hochspannend werden, je nachdem, wie sich die geopolitische Marschrichtung weiterentwickelt.

    Setzt Orban sich mit seiner Isolationspolitik zur EU weiter durch und holt sich das Beste aus zwei Welten (türkisches Modell), oder aber scheitert er mit diesem Kurs (an Brüssel bzw. nachfolgenden innenpolitischen Spannungen) und in einer Nachfolge sprudeln internationale Investitionen (der westlichen Welt) nach Ungarn zurück. Aktuell scheint hier Pessimismus eingepreist. Kann man ggf. auch indirekt über den Österreichischen Finanzmarkt spielen. Quasi eine Wette auf den Fortbestand der EU.


    Ergänzung: auch Polen scheint gemieden zu werden. Kommt der zukünftigen Bedeutung des Landes (und der Wirtschaft) ggf. nicht gleich. Zukünftige Bastion im Kalten Krieg 2.0 gg. den Kommunismus, strategischer Partner No. 1 für die USA in Kerneuropa. Nachdem Deutschland nach der Wahl abrückt?

    Polen übernimmt quasi die Rolle Deutschlands vor 1990 als Vorfeld gegen Russland.

    Wirtschaftlich war das für Deutschland eine gute Zeit.

    Ob trotz oder wegen der Vorfeldrolle, das ist die Frage.


    Aber du hast schon Recht: Seitens USA wird man Polen zunehmend füttern. Und auch die EU wird da auf Linie gebracht werden, nicht dauernd an denen rumzukritisieren.

    Das sollte für die Stabilität, Wirtschaft und Investitionen hilfreich sein.

    Ungarn geht denke ich den Türkeiweg.

    Wie der bei diesen für die Aktien endete wissen wir ja (nämlich hervorragend) - also auch hier, Zustimmung, sehr interessant.

    Wobei Ungarn natürlich durch die EU eher an der Kandarre ist. Ideal wäre eigentlich ein Ungarn Exit. Das wäre ne tolle Kaufgelegenheit, weil es den Markt sicher noch weiter drücken würde.

    Was glaubt ihr, kann so etwas passieren?

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Habe gerade eine fette Bildungslücke geschlossen. 25 Jahre lang dachte ich, es gibt Developed Markets und Emerging Markets, Ende.

    Dass in EM-Fonds manche Länder fehlten, führte ich darauf zurück, dass ja immer nur die Top-Ten-Länder angezeigt werden, und den Rest vermutete ich unter "Sonstige". Weit gefehlt. Die Liste der EM-Länder ist von den Index-Bastlern genau festgelegt (und kann sich natürlich ändern).

    Neben den Developed Markets und den Emerging Markets listed MSCI etwa noch Frontier Markets und Stand-Alone Markets.

    https://www.msci.com/our-solutions/…-classification

    Time is on our side (TFF)

  • Ideal wäre eigentlich ein Ungarn Exit. Das wäre ne tolle Kaufgelegenheit, weil es den Markt sicher noch weiter drücken würde.

    Was glaubt ihr, kann so etwas passieren?

    Passieren kann alles. Aber ..

    Ungarn ist u.a. Nettoempfänger. So etwa der drittgrößte.

    siehe auch Anlage

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

  • Anbei ein Artikel zu BSP-Wachstum und Wertsteigerungen des Aktienmarktes

    https://archive.is/ijxWb

    Mir war bisher bekannt, dass ein wachsendes Land (wie z.B. China, Indien) nicht automatisch auch zukünftig höhere Aktienkurse erwarten lässt.

    Nicht bekannt war mir, dass der Zusammenhang sogar genau gegenteilig sein soll (s.o.). D.h. wachsendes BSP geht wahrscheinlich mit geringen Aktien-Returns einher.

    Eine Ursache aus dem Artikel ist, dass Wachstum häufig mit einer Schwächung der Währung erkauft wird. (Ausnahme zuletzt wohl Indien.)

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass in einem schrumpfenden Land die Effizienz der Unternehmen steigt und deswegen auch die Aktienbewertung. Unrentable Geschäftsbereiche werden geschlossen, Gehälter werden reduziert oder zumindest weniger stark erhöht. Schlechte Unternehmen gehen pleite. Die guten und effizienten Burggraben-Unternehmen überleben.

    Zusätzlich sind die Erwartungen an die Unternehmen vermutlich noch schlechter als die tatsächliche Lage und somit Potential für antizyklische Überraschungen vorhanden. Wir sehen ja gerade auch wie Deutschland tot geschrieben wird in den Medien.

    Umgekehrt in einem wachsenden Land wächst das Glücksrittertum, was ein hohes Risiko, Wagnisse, Unsicherheiten, Ineffizienz, optimistische Erwartungen und überwertete Aktien bedingt. Die Währungsschwächung kommt on Top.

    Jedenfalls wäre man dann im deutschen Aktienmarkt perfekt aufgehoben. Etwas zynisch: Dem Land gehts absehbar schlechter, aber die Aktien laufen.

  • Das mag sein oder nicht sein... Die Analyse, auf der der Artikel beruht, überzeugt mich aber noch nicht. Ein Beobachtungszeitraum von 10 Jahren ist dafür IMHO einfach zu kurz. Wäre zu einfach, wenn Veränderungen im BSP sich immer und sofort im Aktienindex eines Landes widerspiegeln. Dann würden wir ja auch alle unsere Depots danach stricken. Das heißt aber noch nicht, dass die Indizes nicht doch, aber halt mit zeitlicher Varianz, dem BSP folgen.

  • Ich habe es nicht durchgelesen.

    Aber es ist kaum anzunehmen, dass das Wachstum eines Landes der einzige EInflussfaktor auf die Kurse ist, nicht wahr?

    Dann wäre es doch etwas sehr einfach: Verkaufe alle Länder die wachsen. Kaufe Länder die schrumpfen (da gibt es in Afrika viele, oder Karibik, was weiß ich).

    Ich denke in Summe ist es entscheidender billige Märkte zu kaufen.

    Indien zB wächst, ist aber sauteuer, würde ich nie anfassen.
    China wächst ähnlich, ist aber schweinebillig. Und es gibt denkbare Katalysatoren zur mean reversion -> her damit.

    Osteuropa, Österreich, wächst das? Puh, nicht bedeutend oder? Egal, sie sind saubillig, es gibt denkbare Katalysatoren, kaufen.

    Türkei damals, tja, wuchsen die eigentlich? In Lira ja ;-) In Euro vielleicht nicht.

    Aber sie waren saubillig, und denkbare Katalysatoren -> war gut sie zu kaufen.

    Dann gibt es Länder wie Indonesien. Die wachsen, und der Markt wuchs lange mit. Aber aktuell nicht mehr so, und die Mulitples sind hoch, oder? Außerdem ist das zu mainstream, daher nicht meines.

    Argentinien. Tja, wird das wachsen? Who knows.


    Kurz: Ich glaube, das Modell "Wachstumsländer meiden" greift zu kurz.

    Besser günstig bewertete Länder kaufen, und das Wachstum ignorieren.

    Und noch besser "Doppelwumms": Günstige Branche in günstigem Land. Oiler in China. Automotive in Deutschland.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Der Effekt ist bekannt, das ist nicht die erste Studie, die zu diesem Ergebnis kommt. Z.B. hatte MMI einmal eine in dem kürzlich von mir verlinkten Wachstumsthread verlinkt. Aber auch bei der o.g. wundern mich die niedrigen Renditen, nur 3,x% in den am besten rentierenden Märkten, und das in den letzten zehn Jahren?

    Es gibt auch keinen überzeugenden logischen Grund, warum der Aktienmarkt dem BIP im Positiven folgen sollte. Es sollte nebenbei vielleicht mehr auf das Wachstum pro Kopf abgestellt werden, wobei auch für dieses normalerweise zusätzliches Kapital benötigt wird.

    Ich hatte schon den gleichen Gedanken bezüglich Deutschland, bin aber doch am Zweifeln, ob das auch unter solchen Bedingungen noch gilt, wo der Kapitalstock politisch mutwillig beschädigt wird. Vielleicht zahlt auch nur der Bürger die Zeche, wer weiß. Vor allem, ob es unabhängig von der Bewertung gilt, wie woodpecker schon schrieb. Der deutsche Markt ist vielleicht nicht teuer, aber besonders günstig doch auch nicht mehr?! Der ungebremste DAX-Anstieg erstaunt mich jedenfalls, etwas schwächer vielleicht in MDax und SDAX, je nach Betrachtungszeitraum.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Die IdeaFarm hat wieder ihren quartalsweisen Bewertungsvergleich ins Netz gestellt. Auch diesmal wieder mit einem Value Composite, bei dem alle Kennzahlen zyklisch adjustiert sind (CAPE usw.). Methodisch vom Feinsten:

    https://theideafarm.com/p/3q24-global-valuations

    Zentraleuropa und Österreich weiterhin in der Spitzengruppe; auch UK ist nicht zu verachten.

  • Statt des KBV10 könnte/sollte man m.E. das aktuelle KBV nehmen, denn das ist keine momentane Fluß-, sondern eine Bestandsgröße, die bereits einen über die Jahre akkumulieren Wert darstellt. Oder ist das bei Hochinflationsländern abweichend zu sehen?

    Die Berücksichtigung der Dividende ist vielleicht von etwas zweifelhaftem Wert, wobei es gerade im Falle der Türkei interessant ist, daß sie so niedrig ist.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Statt des KBV10 könnte/sollte man m.E. das aktuelle KBV nehmen, denn das ist keine momentane Fluß-, sondern eine Bestandsgröße, die bereits einen über die Jahre akkumulieren Wert darstellt. Oder ist das bei Hochinflationsländern abweichend zu sehen?

    Die Berücksichtigung der Dividende ist vielleicht von etwas zweifelhaftem Wert, wobei es gerade im Falle der Türkei interessant ist, daß sie so niedrig ist.

    Stimmt schon: Der Teufel steckt im Detail. Was mich auch stört: Vermutlich werden hier keine Median-Werte von allen Aktien verwendet, sondern die Kennzahlen mit Gewichtung durch die Marktkapitalisierung der einzelnen Firmen ermittelt. M.a.W.: Die Dickschiffe dürften die Zahlen massiv beeinflussen.

    Mit einer eigenen Datenbank kann man sich seine Statistik selber fälschen... ;o) Aber als erste Ideenquelle, welche Märkte man sich anschauen könnte, finde ich das prima.

  • Alternativ mal wieder Norbert/Taunus, leider mit einer eingeschränkten Länderauswahl:

    Externer Inhalt pbs.twimg.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Die kommen wie ich selbst auch auf ein Potenzial des US-Marktes von genau -50% (für sofort; längerfristig wirken Dividende + Gewinnwachstum dagegen, dann +/-0).

    PS. Das ganze basiert auf einer normalen Bewertung von KGV10 = 20 und KBV 1,9. Ersteres war früher einmal niedriger (16), kann aber tatsächlich das "neue Normal" sein, vielleicht aber auch nur für die USA aus technischen Gründen (Effekt der Aktienrückkäufe). Für Deutschland kommt man so auf erstaunlich hohe reale 6,8-7,3%, weil (vermeintlich) sogar noch 11% unterbewertet. China immer noch am attraktivsten, aber gar nicht mehr so extrem. UK erstaunlicherweise nicht besser, dürfte aber für den AIM anders aussehen.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Bis 2007 etwa Gleichstand, zuvor bis 1990 der Rest der Welt vorne (wegen Japan?), bis 2000 wieder die USA. Insgesamt international nur 4,25% p.a. real.

    Vielleicht auch so schwach wegen aktuell starkem Dollar, und wegen schlechtem Thesaurieren in Japan?

    Externer Inhalt pbs.twimg.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.