• Zitat

    erhaltenes Geld nicht in neuaufgelegte Bonds, sondern in IPOs steckt

    ja, wenn Geld ungueltig wird, oder Bonds faellig werden "verschwindet" das asset. Beim faellig werden von Bonds bekommt der Bond besitzer das Geld, welches er vorher gegeben hatte zurueck. Es wird quasi "zurueck getauscht". Der Ex-bond holder bekommt das Geld, und der Schuldner wird seine Schulden los (er bekommt den abgelaufenen Schuldschein zurueck, mit dem er nichts anfangen kann, also wird er vermutlich "zerstoert" - er "verschwindet").

    Und das "erhaltene Geld" bleibt Geld, auch dann wenn Du es in IPO's "steckst" - was nicht getan wird. Da sind zwischen den IPOs keine Geldscheine. Sondern Marktteilnehmer X gibt Geld und erhaelt IPO's von Marktteilnehmer Y. Das Geld bleibt Geld, es hat nur den Besitzer gewechselt.

    Es ist eigentlich vollkommen offensichtlich, dennoch, es ist so ueblich geworden, dass auch hier malwieder geglaubt wird, es wuerde Geld hinein "gesteckt" werden - was natuerlich nicht richtig ist. Winter hat darauf hingewiesen, dass es den meisten durchaus bewusst ist, es ist einfach nur Sprachgebrauch. Ich bin mir da anderer Meinung. Alleine, dass Tante_Nr_69 mir das erklaert und es in diesem Fall spitzfindig falsch ist, zeigt mal wieder, dass nicht zuende gedacht wird, richtig angefangen und zum schluss... doch wieder Geld hinein "gesteckt". Wenn es nur Sprachgebrauch waere, dann nicht hier, da es ja offenkundig eine Erklaerung sein sollte.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Ich habe 100 EUR in Bonds investiert. Die Bonds werden fällig, es gibt also weniger Bonds als vorher. Ich investiere die 100 EUR stattdessen in Aktien. Mein Geld ist vom Bonds- in den Aktienmarkt "geströmt".

    Der Emittent der Bonds kann natürlich neue Anleihen auflegen. Ob die gekauft werden, ist eine andere Frage.

    Der Anleihenmarkt umfasst momentan weltweit lt. Chatgpt 160,7 Bio. USD (basierend auf dem emittierten Nennwert), der Aktienmarkt 157,8 Bio. USD (basierend auf der aktuellen Marktkapitalisierung; Zahlen aus dem SIFMA Capital Markets Fact Book). Das ist insofern interessant, weil der Aktienmarkt in der Vergangenheit auch schon etwa nur 2/3 so groß wie der Anleihenmarkt war (allerdings gab es auch schon Zeiten, in denen beide etwa gleich groß waren, so wie jetzt oder um das Jahr 2000 herum).

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • Und das "erhaltene Geld" bleibt Geld, auch dann wenn Du es in IPO's "steckst" - was nicht getan wird. Da sind zwischen den IPOs keine Geldscheine. Sondern Marktteilnehmer X gibt Geld und erhaelt IPO's von Marktteilnehmer Y. Das Geld bleibt Geld, es hat nur den Besitzer gewechselt.

    Der springende Punkt ist doch nicht, dass Geld Geld bleibt, sondern was damit gekauft wird, also wo man es "reinsteckt".

    Wenn du z.B. einen fahrbaren Untersatz brauchst, dann macht es doch einen gewaltigen Unterschied, ob du dein Geld in ein Auto oder in ein Fahrrad steckst. Das Geld bleibt auch hier Geld, aber im einen Fall hast du ein Auto vor der Tür stehen und im anderen ein Fahrrad.

    Im Beispiel von bäs ist es ähnlich: Früher haben die Pensionsfonds ihr Geld primär in Staatsanleihen gesteckt, später dann vermehrt in Aktien. Das verwendete Geld bleibt Geld, aber die Finanzierung der Pensionen erfolgt fundamental anders.

    Mit gravierenden Folgen für den Zinssatz von neu emittierten Staatsanleihen, wie das oben verlinkte Video von Casual Finance zeigt. Und das wiederum hat einen Rattenschwanz von Konsequenzen, auch wenn das eingesetzte Geld Geld bleibt.

  • Naja, der springende Punkt ist eigentlich (deshalb meine Einlassung):

    Zitat von Baes

    Das Geld für Pensionsfonds ist von Bonds in den Aktienmarkt geströmt.

    was nicht stimmt. Und wer immer etwas kauft trifft auf jemanden der etwas verkauft. Man muesste mal gucken, ob es wegen der angeblichen zurueckhaltung der Pensionsfond nun weniger Schulden gibt? Ich bezweifele das, Du nicht?

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  • Joe: Ob es wegen der Umschichtungen der Pensionsfonds weniger staatliche Schulden gibt, kann man natürlich ex post nicht beantworten. Was man aber beobachten kann, ist 1. die Aktien sind teurer geworden (wie Baes angemerkt hat) und 2. die Nachfrage nach Anleihen ist so stark gesunken, dass der Staat eine höhere Verzinsung bieten muss. Es gab auch schon Auktionen, bei denen nicht alle Anleihen zu den geplanten Konditionen an den Mann gebracht wurden.

    Das allein hat schon massive Auswirkungen auf die staatlichen Zinslasten und belastet andere Budgets. Dazu kommt die Info aus dem Video, dass in den nächsten 12 Monaten ein Drittel der OECD-Schulden refinanziert werden muss - zu höheren Zinssätzen (siehe hier):

    Zitat

    About one-third of the outstanding fixed-rate debt in the OECD as of 2024 is expected to mature by 2027 and will likely be refinanced at higher rates (Source: OECD 2025 Global Debt Record)

    Und weil Geld zwar Geld bleibt, aber nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, und weil Anleihen in Konkurrenz zu anderen Assets stehen, wird die Refinanzierung schwierig. Das könnte (aus staatlicher Perspektive) häßlich werden. Vielleicht kommen ja umgekehrt goldene Zeiten für Anleihe-Investoren, und/oder wir müssen mit einer üblen finanziellen Repression rechnen.

    MMn jedenfalls eine spannende Kiste.

  • "2. die Nachfrage nach Anleihen" - genau. Angebot und Nachfrage.

    Und Du sagst es: das kann haesslich werden, und ich fuerchte eine ueble finanzielle Repression. Abgesehen von der Staatsverschuldung - die Margin debt (Wertpapierkredit) ist ganz schoen teuer.

    Das sollte/koennte die Nachfrage nach Margin debt einbrechen lassen. Denn wozu mit hohem Zins Kredit aufzunehmen um Aktien zu kaufen, die nur schwach rentieren? Die Rendite die Aktien am US-Markt bisher abgeworfen haben beruhte zunehmend auf Aktienkursgewinne.

    Tatsaechlich ist im Monat Juli der "year-over-year" Margin credit prozentual eingebrochen. Denn Aktienkurse steigen nicht mehr, Ich habe das im Market-timing threat ja kuerzlich mit GPT zusammen analysiert. Vielleicht sehe ich soviele Anzeichen auf Crash, weil ich genau solche Anzeichen suche? Ich glaube noch immer das ein Crash kurz bevor steht. Monat September ist zufaellig ein Crash Monat. October nicht ganz so schlecht, dennoch der zweitschlechteste Monat.

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  • Es geht darum, wohin die Neuverschuldung fließt. Ob in Waren, Dienste, alte Schulden, Aktien.

    Das Geld ist nur das Transportmittel. Entscheidend sind Kredit und Guthaben sowie natürlich die Waren, Anlagen und 'Grund und Boden'.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Schulden (= Geld, weil Kreditgeld-Standard) werden aufgenommen fuer Waffen. Buergern werden hoehere Lasten zugemutet, letztlich, irgendwer hat immer das Geld und somit die Schulden, und die Geldmenge bzw. Schulden wachsen - und offenbar schneller als die Wirtschaft. Es ist richtig: es kommt darauf an wohin es "fliesst" (wobei ich Lando so gut kenne dass er das nicht wirklich meint mit "fliessen" - hier gilt Winter's Interpretation), sprich wofuer Schulden/Geld getauscht wird, was den Schulden gegenueber steht. Waffen? --> wird kaum dem Demographieproblem helfen, und auch nicht dem "teure-Energie"-Problem.

    Das Aktien steigen weil der Zins so niedrig steht - ja, diese Interpretation war en vogue. Mittlerweile steht der Zins nicht mehr niedrig, nun wird argumentiert die Aktien steigen, weil das Geld in den Aktienmarkt statt in Bonds "fliesst", trotz hoher Zinsen? Nein, nicht wegen der hohen Zinsen, sondern die Zinsen sind hoch weil Geld in den Aktienmarkt fliesst.

    So oder so, die ganze Zeit, egal wo der zins steht, gilt das Argument: Aktien steigen wegen dem hohen/niedrigen/hohen/niedrigen Zins, weil Bonds unattraktiv sind. Das ist doch Bloedsinn.

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  • das geht nicht. Bonds bleiben Bonds, Aktien bleiben Aktien, und Geld bleibt Geld. Es wird nur getauscht, weswegen es beispielsweise "Stock Exchange" heisst. Du willst Deine Bonds tauschen? Kannst Du, aber jemand muss Dir die Bonds abnehmen - wer? Die Bonds verschwinden nicht und das Geld/bonds/aktien stroemen nirgendwo hin, es wird getauscht. In der Gesamtheit ist es egal ob X oder Y die Bonds haelt, aber irgendewer muss es tun. Angebot und Nachfrage diktieren den Preis. Wie schon 100fach gesagt, man muss die Wahrheit immer wiederholen, denn auch der Irrtum wird gepredigt, und zwar von der Mehrheit.

    Das geht doch.

    Auch wenn die Zahl der Bonds und Aktien gleich bleibt, kann sich die Kaufkraft bzw. der Wert der Bonds/Aktien verändern.

    Es ist auch ein grosser Unterschied, ob du eine Berkahire Hathaway Aktie grösser 100.000€ hast oder eine BASF Aktie für 50€.

    Das Bonds-/Aktienvermögen ent spricht Anzahl * Wert.

  • kann sich die Kaufkraft bzw. der Wert der Bonds/Aktien verändern.

    Natuerlich aendert sich der wert. Ich sage, da "fliesst" kein Geld, und es steckt auch nicht in irgend welchen Aktien. Es wird Geld gegen Bonds oder Aktien getauscht. Beispielsweise Geld an der Seitenlinie, bleibt an der Seitenlinie, da ja jedem Kaeufer ein Verkaeufer gegenueber steht. Geld wird nicht in den Aktienmarkt gepumpt und auch nicht dem Bondmarkt entzogen. Stattdessen regiert Angebot und Nachfrage, weshalb ein Bid-Kurs und ein Ask-Kurs gestellt wird. Geld geht nicht verloren, es wechselt den Besitzer. Es geht von Deiner Tasche in meine Tasche. Edit: ausschlaggebend ist der "Leidensdruck". Wer ist determinierter - der Kaeufer oder Verkaeufer?

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  • Ja.

    Das was wir in der GFC 2007/08 bereits diskutierten, und was Reihard & Rogoff voraus sahen ("This time is different"), was auch Ray Dalio in "a changing world order" schreibt, scheint nun langsam doch Wirklichkeit zu werden.

    Es wurde viel langsamer Wirklichkeit als wir alle damals dachten, und vielleicht dauert es auch diesmal doch etwas länger als wir aktuell denken? Aber vielleicht ist grade das das Tückische: Nachdem so lange nix passierte, schaut keiner mehr auf dieses Problem. Die Staaten haben ihre Disziplin (Schuldenbremse, anyone) vergessen, und so kann nun alles seinen unvermeidlichen Lauf nehmen, kaum jemand ist drauf vorbereitet.

    Folgen?
    Finde ich schwierig in ein paar Sätzen zu spekulieren.
    Denn wenn es so kommt sind die Folgen gewaltiger als "Gold steigt" oder so.
    Es wird dann die Daliosche Change of Worldorder kommen, nicht mehr, nicht weniger.

    Und boy, ist es schwer vorherzusehen wie genau die aussehen wird.

    Klar, alles was wir damals diskutierten gilt dennoch weiter:
    Ein gewisser Goldanteil kann nicht schlecht sein. Unbedingt physisch aber!
    Eine eigene Immo kann nicht schlecht sein. Schulden drauf haben? Warum nicht, vielleicht auch gut?
    Die Fähigkeit frugal leben zu können - immer gut.

    Financial repression wird kommen. Auf vielfältige Weise.

    Was du schreibst, witchdream , erzwungene reale Negativzinsen, das ist nur die eine Hälfte.
    Ich stimme zu, das wird kommen, vermutlich in Form von Geld drucken und steigender Inflation?
    zB Tricks wie der Staat seine eigenen Schulden aufkauft? Irgendwie kompliziert verpackt, damit es die dumme Masse nicht merkt?
    Zwang Anleihen zu kaufen, wie ihr schreibt? -> Wäre dann schlecht für Banken und Versicherungen, die also besser meiden?

    Und der andere Teil: Kaptitalmobilität einschränken, ggf Repression bzgl allem Werthaltigen, Immos und Gold inklusive.
    Repression auch gegen Aktien? Historisch war das die Klasse die am wenigsten an die Kandarre genommen wurde.

    Und was ist mit China?
    Der Autor sagt zu Recht, das Problem haben alle westlichen Länder.
    China - hat das das Problem auch? Wer kauft denn chinesische Anleihen? Ja wohl kaum Westler.
    Die Verschuldung dort ist etwas geringer, der Aussenhandelsüberschuß enorm.
    Mit etwas Glück sind die entkoppelt? Dann verschiebt sich einiges.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Der springende Punkt ist doch nicht, dass Geld Geld bleibt, sondern was damit gekauft wird, also wo man es "reinsteckt".

    Wenn du z.B. einen fahrbaren Untersatz brauchst, dann macht es doch einen gewaltigen Unterschied, ob du dein Geld in ein Auto oder in ein Fahrrad steckst. Das Geld bleibt auch hier Geld, aber im einen Fall hast du ein Auto vor der Tür stehen und im anderen ein Fahrrad.

    Im Beispiel von bäs ist es ähnlich: Früher haben die Pensionsfonds ihr Geld primär in Staatsanleihen gesteckt, später dann vermehrt in Aktien. Das verwendete Geld bleibt Geld, aber die Finanzierung der Pensionen erfolgt fundamental anders.

    Mit gravierenden Folgen für den Zinssatz von neu emittierten Staatsanleihen, wie das oben verlinkte Video von Casual Finance zeigt. Und das wiederum hat einen Rattenschwanz von Konsequenzen, auch wenn das eingesetzte Geld Geld bleibt.

    Versucht mal, weniger in Geld und mehr in Allokationswünschen zu denken.
    Dann ist alles weniger verwirrend.

    Also so:

    Früher war beispielsweise der Allokationswunsch, Pensionensvermögen zu 70% in langlaufende Anleihen und zu 30% in Aktien zu allokieren.
    Heute (beispielsweise) andersrum.
    Das Angebot (also die Menge) an Anleihen und Aktien bleibt aber (für den Moment im Beispiel) gleich.
    Wie müssen sich die Preise beider Klassen verändern, damit die Veränderung des Wunsches aller Anleger weiterhin erfüllt werden kann?

    Das durchdenken, dann ergibt es sich recht einfach was passiert am Markt ohne die komplizierten Konstrukte die ihr oben debattiert.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Also so:

    Früher war beispielsweise der Allokationswunsch, Pensionensvermögen zu 70% in langlaufende Anleihen und zu 30% in Aktien zu allokieren.
    Heute (beispielsweise) andersrum.
    Das Angebot (also die Menge) an Anleihen und Aktien bleibt aber (für den Moment im Beispiel) gleich.
    Wie müssen sich die Preise beider Klassen verändern, damit die Veränderung des Wunsches aller Anleger weiterhin erfüllt werden kann?

    Das durchdenken, dann ergibt es sich recht einfach was passiert am Markt ohne die komplizierten Konstrukte die ihr oben debattiert.

    So ist das!

    damit es zu 50% Anleihen und 50% Aktien kommt, muessen Aktienkurse steigen oder Anleihenkurse fallen. Das Problem dabei ist natuerlich, dass in diesem Fall die Aktienrendite faellt, und die Anleihenrendite steigt. Das andere Problem ist, dass Unternehmen liniear wachsen (somit Aktien), Schulden jedoch exponentiell. Normal waere, wenn sich der Zinssatz nach Angebot und Nachfrage der Wirtschaft orientiert. Offenbar glauben Zentralbanken und Politiker, das der Schwanz mit dem Hund wackelt, soll heissen: die EZB manipuliert den Zinssatz und die Wirtschaft wird schon folgen.

    Solange alle um den heissen Brei tanzen koenne auch hohe Zinsen locker bezahlt werden: Schulden werden einfach aufgetuermt, es wird hochgeschuldet. Ob nun $40 USD Trillionen oder $400 USD Trillion, es wird einfach weiter obendrauf geschuldet. "Dann kauft der Markt einfach keine Anleihen mehr" - richtig, und das tut er doch schon jetzt nicht mehr? Aber die Zentralbanken kaufen. Der Irrsinn laeuft und laeuft. Mit dem Goldstandard, so Willy's/Beobachter/Vinas Meinung, gaebe es solche Kredit-Exzesse nicht. Und Kriege muessten eingestellt werden, weil einfach das Gold ausgeht. In der modernen Welt ist es anders: es wird hoch und draufgeschuldet. Notfalls der Zins negativ gesetzt. Die Bevoelkerung wird geknechtet, sieht man ja wie weit man das treiben kann in Japan oder Sued Korea.

    Interessantes Video dazu:

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    Edit: das wird nicht passieren. Stattdessen wird mit Auslaendern aufgefuellt, zumindest genuegend auslaendern um alles am Laufen zu halten. Die urspruengliche koreanische Bevoelkerung wird aussterben, so wie es derzeit in Deutschland auch passiert. Kinder kriegen wurde ausgesourced. Deutsche, mit deutschem Pass? Klar, die wird es geben, nur halt mit auslaendischem Migrationshintergrund, und wie es aussieht, mit radikal Islamischem Hintergrund. Oder aber es werden humanoide Roboter sein, dann kann die Menschheit wegsterben. Die AI und Roboter werden uns nicht ausloeschen - wir schaffen uns gerade selber ab!

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

    Einmal editiert, zuletzt von Joe (6. September 2026 um 18:30)

  • Die urspruengliche koreanische Bevoelkerung wird aussterben, so wie es derzeit in Deutschland auch passiert. Kinder kriegen wurde ausgesourced. Deutsche, mit deutschem Pass? Klar, die wird es geben, nur halt mit auslaendischem Migrationshintergrund, und wie es aussieht, mit radikal Islamischem Hintergrund. Oder aber es werden humanoide Roboter sein, dann kann die Menschheit wegsterben. Die AI und Roboter werden uns nicht ausloeschen - wir schaffen uns gerade selber ab!

    Nun, in der Biologie / Evolution gibt es das Konzept der "biologischen Fitness".

    Also die biologisch fitteste Gruppe setzt sich evolutionär durch.

    Fitness heißt dabei nicht die beste oder stärkste Gruppe, nicht die wirtschaftlich fähigste, nicht die reichste oder fleissigste.

    Sondern schlicht die mit den meisten überlebenden Nachkommen pro Frau.

    Alles andere erledigt die Exponentialfunktion.

    Nüchtern gesehen sind die Bio-Deutschen (und die meisten europäischen Völker) aktuell absolut nicht fit. Geburtenrate 1,20.
    Die Nicht-Biodeutschen mit deutschem Pass sind deutlich fitter (1,78)
    Die Japaner sind noch ein bisschen weniger fit als die Bio-Deutschen (1,14)
    Die Amerikaner sind deutlich fitter als Bio-Deutsche. (1,6; "non-hispanic white" 1,55)
    Die Araber sind noch fitter (1,5 - 4,5)
    Die Amischen und die orthodoxen Juden sind noch viel viel fitter (6,1 und 6,7 ! ).

    Wie fit die Roboter sind? Wissen wir noch nicht. Haben die Frauen oder wie misst man das bei denen?

    Die Menschheit als Ganzes wird sich nicht abschaffen, nur schrumpfen ab ca. 2050.
    Nichtmal bei den Bio-Deutschen glaube ich, dass sie verschwinden, sowas kann sich auch wieder drehen.

    Während unser aller Lebzeit (winter mal ausgenommen ;-) ) wird sich der Anteil der "Biodeutschen" in Deutschland allerdings stetig und künftig immer schneller vermindern, soviel ist mittlerweile klar.

    Mei, nach >25 Jahren Hadern und Trommeln für mehr Kinderreichtum und Familienfreundlichkeit (hat nie jemanden interessiert, auch heute nicht wirklich), habe ich meinen Frieden damit gemacht und bereite auch meine Kinder darauf vor.
    Die Welt wird nicht untergehen daran, das Leben geht weiter.


    -

    Als Beispiel habe ich mal zu den orthodoxen Juden recherchiert, weil mich deren Kinderreichtum in New York Williamsburg so faszinierte.

    Hier ihr Anteil an der Bevölkerung Israels laut Perplexity:

    2000: 5%
    2025: 14%
    Schätzung 2050: 24%
    Schätzung 2065: 33%
    Weiter (Rechnung Woopecker, Verdopplung Anteil alle 40 jahre): 2100: ca. 70%!

    Das ist die Exponentialfunktion.
    Anfangs unauffällig, ab einem gewissen Punkt aber unaufhaltsam.


    (sorry für off topic)

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    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Fitness heißt dabei nicht die beste oder stärkste Gruppe, nicht die wirtschaftlich fähigste, nicht die reichste oder fleissigste.

    Nein, Fitness kommt in dem Zusammenhang von "to fit" und bedeutet in dem Kontext "am besten an die Umweltbedingungen angepasst". Und das hat nur sehr indirekt damit zu tun, welchen Partner das Weibchen wählt (oder nicht wählt), denn auch das Weibchen kann sich irren. In der nächsten Generation entscheidet die Natur ob die Wahl richtig war.

    Und quantitativ viele Nachkommen zu erzeugen ist eine Strategie. Eine andere mag sein, wenig Nachkommen zu haben, den aber gut auszubilden, so dass er sich wegen seiner Bildung sich ändernden Umweltbedingungen besser anpassen kann.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Nicht ganz so schöne Anleihen:

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    Anleihenrenditen kann man nicht direkt mit Aktien-Gewinnrenditen vergleichen, denn erstere sind nominal und letztere real. Es hängt also von der (Erwartung der) künftigen Inflation ab.

    Aber die Zentralbanken kaufen.

    Derzeit findet wie schon mehrfach geschrieben kein QE statt, sondern zuletzt sogar das Gegenteil - QT, die Zentralbankbilanzen von Fed und EZB schrumpften. Gekauft hat in den USA das Finanzministerium, nicht die Fed. Es gibt übrigens auch keine Notwendigkeit, daß Schulden exponentiell wachsen müßten.

    Wie oben dargestellt wurde, stimmt Joes Aussage eigentlich nicht einmal formal, lediglich am Sekundärmarkt. Durch Neuemissionen fließt tatsächlich Geld in dadurch neu geschaffene Anleihen und Aktien! Auf der anderen Seite steht dann nämlich kein Finanzmarktteilnehmer.

    Während unser aller Lebzeit (winter mal ausgenommen ;-) )

    Eben, wenn man sich selbst erhält, ist es doch ok, keine Kinder zu haben, und ggf. kann man das immer noch in 100 Jahren machen (irgendwann endet natürlich das Leben weiterhin). ;)

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Anleihenrenditen kann man nicht direkt mit Aktien-Gewinnrenditen vergleichen, denn erstere sind nominal und letztere real. Es hängt also von der (Erwartung der) künftigen Inflation ab.

    Das spielt gar keine so grosse Rolle wenn Du suchst was in 1-3 Monaten faellig wird. (Annualized yield oft ueber 20% - zieh Inflation davon ab, minus Risiko, und rechne damit das es daneben gehen kann, somit 10% (gefuehlt) sind bestimmt drinnen. Zuviel Arbeit? Aktien zu analysieren ist auch aufwaendig).

    Wie ich immer wieder betone: short duration investments. Ich bin doch nicht verrueckt und sichere mir wie so manch einer vor ein paar jahren 0.7% Zinsen mit der 100jaehrigen Oesterreichischen Staatsanleihe. Einerseits ist Niemand so doof so was zu kaufen, andererseits muss irgendwer ja diese Tuete halten? Ur-Opa wird seinen Ur-Enkeln dann in 60 Jahren erzaehlen wie genial er war das ganze Familiengold zu verkaufen und sich diese 0.7% zu sichern - man weiss ja nie, ob der Euro nicht eines Tages mal wieder eingefuehrt wird, auch wenn es ihn schon seit 30 Jahren nicht mehr gibt. Man muss ja nur noch weitere 40 Jahre warten bis zur Faelligkeit.

    Jedenfalls, bei dem Spiel "kalt"-"warm"-"heiss" wuerde ich sagen bist Du mit deinem Chartbild da schon verdammt "warm" dran. Nicht alles was Tech ist und Schulden hat ist schlecht. Da sucht man!

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (7. September 2026 um 10:41)

  • Mir ging es darum, daß man eigentlich Äpfel mit Birnen vergleicht, oder daß der Vergleich eine niedrige bzw. konstante Inflation voraussetzt, was meistens auch gegeben sein dürfte. Man kann die Diskrepanz - hohe Aktienbewertung trotz hoher Zinsen - auch so interpretieren, daß die Gefahr einer künftig höheren Inflation eingepreist wird. Melt-up-Boom sozusagen. Nicht, daß ich absehen könnte, wie es dazu kommen sollte, nur als allgemeine Feststellung. Die Monetarisierung der alten Schulden sollte nämlich nicht inflationär wirken, aber es bleibt abzuwarten, wie sich das auflöst.

    Das spielt gar keine so grosse Rolle wenn Du suchst was in 1-3 Monaten faellig wird. [...] Zuviel Arbeit? Aktien zu analysieren ist auch aufwaendig).

    Aktien zu analysieren ist eine einmalige Aufgabe, wenn man welche sucht, die man langfristig halten kann. Nicht vier bis zwölf Mal im Jahr für jede einzelne Position.

    Langlaufende Anleihen werden denke ich nicht von Privaten gekauft, für die sind sie wieder geeignet noch gedacht, sondern v.a. von Institutionellen (Versicherungen), die nominelle Ansprüche bedienen müssen.

    Der obige Chart zeigt an, daß dem CDS-Markt im letzten Jahr bewußt wurde, daß die Musik bezüglich des KI-Investitionsbooms abrupt aufhören kann zu spielen.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Aktien zu analysieren ist eine einmalige Aufgabe, wenn man welche sucht, die man langfristig halten kann. Nicht vier bis zwölf Mal im Jahr für jede einzelne Position.

    (Seufzer) - ja, das ist das Dumme dabei. Schwer das Jahrelang durchzuhalten, denn realistisch gesehen ist man einfach nicht immer fleissig. Noch bin ich dabei und die Angst vor dem September/Octobercrash treibt mich weiterhin an.

    Der obige Chart zeigt an, daß dem CDS-Markt im letzten Jahr bewußt wurde, daß die Musik bezüglich des KI-Investitionsbooms abrupt aufhören kann zu spielen.

    Auch das ein Mosaiksteinchen in der Crashprognose. Zuvieles ist derzeit stockduster, meine extreme Baerpositionierung behalte ich bis auf weiteres bei: RAUS aus Aktien! (Edit: BMW, Northern Bear, B&M value retail habe ich noch. Orchard zwischenzeitlich auch verkauft.)

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  • Geneigte Anleger könnten sich mal den 10-Prozenter der HMS Bergbau anschauen A4DFTU.

    Im Prinzip handeln die wohl mit Rohstoffen, so ähnlich wie Glencore. Der CEO der HMS Bergbau findet sein Business praktisch "risikolos", kann ich aber nicht beurteilen.

    Die Aktie ist auch nicht teuer.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)