• Also schätzungsweise 8,7% brutto im Erfolgsfall. Im Mißerfolgsfall dürften es noch 2,3% werden, abzgl. Kaufspesen; immer noch mehr als Tagesgeldkonto. Die 65 Euro lohnen sich bei mir dann schon, bei kleineren Nominalbeträgen evtl. nicht. Nach gesundem Volksempfinden dürften die Bonibänkster keine Chance haben.

    Disclaimer: Im richtigen Mißerfolgsfall dürften es natürlich über -100% werden ...

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

    Einmal editiert, zuletzt von Winter (22. Juli 2010 um 22:38)

  • Ich persönlich kann eine SdK Mitgliedschaft nur empfehlen. Man bekommt über die verschiedenen Internetplattformen einen schnellen und guten Überblick über die einzelnen Veröffentlichungen von Unternehmen. Über Email erfolgt eine Benachrichtung bei Veröffentlichungen (zeitverzögert). Es gibt einen monatliche Zeitschrift, das jährliche Schwarzbuch, Unterstützung bei rechtlichen Fragen, Sqeeze Out Informationen und noch mehr. Für 65 Euro finde ich das o.K.

    Gruß SirLarry

  • Ja, neben der ideellen Komponente - wie Stimmrechtsvertretung, oder die unzähligen Klagen und Spruchverfahren, welche die SdK führt, absolut mit Mehrwert für die betroffenen Aktionäre (aktuell wurde z.B. für 1998 zu 108 DM abgefundene Aktionäre der GAH Anlagetechnik eine Nachbesserung von 76,68 Euro erstritten) - erhält man auch einen exklusiven Mehrwert u.a. in Form der monatlichen Mitgliedszeitschrift "Aktionärsreport" im Wert von 50 Euro, welche ähnlich ist wie das Nebenwertejournal, mit analysierenden HV-Berichten und allg. Kapitalmarktthemen, nicht ganz so umfangreich, aber dafür auch halb so teuer.
    Leider sind die Kosten nicht mehr von der Steuer absetzbar. Es gibt auch eine kostenlose dreimonatige Probemitgliedschaft. Wer die FTD abonnieren will, kann das als Mitglied für weniger als die Hälfte tun.

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  • Der Gedankengang der FAZ mit den sicheren Griechenlandanleihen hört sich gar nicht so doof an:
    http://www.faz.net/s/Rub09A305833…n~Scontent.html

    Bloß würde ich vielleicht weniger auf den Nichtausfall oder die Quote bei den langlaufenden setzen, sondern dann gleich auf die kurzlaufenden bis 2013, die ebenso ordentliche Rendite bringen, und diese umso sicherer. Anbieten würden sich vielleicht:
    WKN A0LN5U, IRR 10,5%, Kurs 89%, Fälligkeit 20.08.2012, Staat GR
    WKN 842062, IRR 10,5%, Kurs 79% (allerdings ohne Handel), Fälligkeit 02.04.2013, Hellenic Railways
    evtl. auch noch (bis wann läuft die Garantie?):
    WKN 724072, IRR 12,0%, Kurs 84%, Fälligkeit 20.05.2013, Staat GR

    Das Risiko ist wohl, daß die anderen PIIGS-Staaten auch hilfebedürftig werden, die EU damit überfordert ist, alles kracht und damit auch der Rettungsschirm für Griechenland hinfällig wird. Aber für den Fall dürften auch einige andere Investments kritisch sein (Bankanleihen).

    P.S. Interessant auch die historischen Ausfallquoten von Staatsanleihen:

    Externer Inhalt www.faz.net
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    2 Mal editiert, zuletzt von Winter (12. September 2010 um 14:36)

  • 30% Verlustquote bei Argentinien? Das habe ich anders in Erinnerung (eher 30% Recovery), habe das aber auch nicht genau verfolgt.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Das stimmt wohl - wohl schlecht recherchiert von der FAZ-Wirtschaftsredaktion.

    Eine weitere Chance bei der Eurohypo könnte sich bei den Hybridanleihen ergeben. Dort prüft die SdK eine Klagemöglichkeit in den USA.
    http://www.sdk.org/pressemitteilu…&recht=&hv=&ca=
    Der Clou dabei ist, daß die Inhaber gemäß den Anleihebedingungen eine außerordentliche Kündigungsmöglichkeit haben könnten, und zwar zu 100%. Die beiden Anleihen sind in den letzten zwei Monaten auf ein neues Jahreshoch gestiegen, z.B. die 542376 von 32% auf 47%. Für mich wären diese nur unter diesem Gesichtspunkt noch interessant - bei der letztgenannten besteht dann aber über 100% Potential. Allerdings wieder das Problem, die Aussichten des Rechtsstreits einzuschätzen.

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  • Die SdK ist offenbar der Meinung, dass den Anlegern ein außerordentliches Kündigungsrecht zusteht. Beim Überfliegen der Emissionsbedingungen kann ich das aber nicht entdecken. Es steht sogar explizit drin (S. 51): "The Company Class B preferred securities ... will not be redeemable at any time at the option of the holders thereof."

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

    Einmal editiert, zuletzt von cktest (21. September 2010 um 16:14)

  • Die Frage ist, welches Rechtssystem dem zu Grunde liegt. Im Deutschen Recht wäre der einschlägige Paragraph §314 BGB

    Zitat

    (1) Dauerschuldverhältnisse kann jeder Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.
    http://bundesrecht.juris.de/bgb/__314.html

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Ein Musterbeispiel für eine Marktineffizienz: Die beiden bis auf den Zinssatz identischen Genußscheine der Aareal Bank, WKN 804118 und 663521. Der erste hat nur 6,375%, der zweite 6,75% Verzinsung, dennoch wird der erste mit 103,50 zu 104,00% gehandelt, der zweitgenannte nur mit 99 zu 101%, jeweils mit größerem Volumen auf Brief- und Geldseite. Um auf die gleiche Rendite zu kommen, müßte der zweite mit Briefkurs 104,85% notieren. Früher stand auch der zweite höher als der erste (z.B. 95 vs. 97% Ende März).

    Dabei kamen in den letzten Tagen auch noch regelmäßig Umsätze auf der Geldseite zustande bei 663521. Das ergibt über 10% Rendite gegenüber 6,5%, ein eklatanter Unterschied! Glückwunsch an die Käufer. Ich bin leider im falschen GS drin, sonst würde ich tauschen. Wenn man es mit der Entwicklung von anderen Bankgenüssen vergleicht, dann ist das auch für sich genommen noch eine der letzten attraktiven Gelegenheiten.

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  • Umpf, Du hast natürlich recht, völlig vergessen, peinlich ...

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  • Ich habe dafür noch eine andere Anleihe: Eine neue Wandelanleihe von der Colonia Real Estate, begeben in kleinem Volumen im Mai. WKN A1EMFA, Laufzeit bis 11. Mai 2015, Rückzahlung 115,94%. Kupon 5,875% p.a., halbjährlich. Soweit ich das sehe, ist Wandlungspreis=Nennwert=6,0078 Euro (Aktienkurs 4,07 Euro).

    Bringt aus der Erinnerung irgendwas zwischen 9 und 10% p.a. (waren es 9,3%? Abhängig vom Kurs natürlich). Das ist spürbar weniger als die über 12% für die kurzlaufende WA, dafür hat man bei der neuen das Wandelrecht.

    Die neue WA ist insofern interessant, als daß sie die alte sicher(er) macht. Es sollte kein Problem sein, diese bereits plazierte Anleihe aufzustocken, wenn die alte im Dezember 2011 fällig wird. Natürlich wäre das negativ für die Aktionäre, weil einerseits deutlich mehr Zinsen gezahlt werden müssen, und andererseits mögliche Kursanstiege der Aktie auch noch verwässert werden. Die Colonia schafft jetzt schon kaum, einen positiven FFO zu erzielen. Aber das kann den alten WA-Inhabern egal sein.

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  • In Irland schafft man es offenbar, daß bei der Krisenbank Anglo Irish Bank auch die gewöhnlichen Nachranganleihen an den Verlusten beteiligt werden sollen, die nicht gewinnabhängig sind.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlei…ahlen%3B2664882

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  • Zitat

    Original von wisi
    Woran liegt das eigentlich, dass die Kurse vieler Anleihen, z.B. A0LPRW, A0KAAA, A0GVS7, oder auch der West LB Genußschein 712027 zuletzt so deutlich zurückgekommen sind? Irland?

    Irland, Griechenland, Portugal, zu kleiner EU-Rettungsschirm und vor allem halbgares Gequassel aus der deutschen Regierung, die auch keinen Plan hat, aber damit alle belehren muss.

    "Hey Du, möchtest Du ein A kaufen?" Standard & Poor's (zitiert aus: Marc-Uwe-Kling: Der falsche Kalender - 365 falsch zugeordnete Zitate)

  • ???

    Der Kurs der HT1 funding (A0KAAA) macht wahrlich eine Berg- und Talfahrt. Inzwischen geht es nach Kursen um 75% wieder gen Süden - zurzeit bei 64%. Die Unsicherheit von Mr. Market steigt.
    Da ich im Bereich schöner Anleihen nur noch im Bereich bis 2 Jahren investiert bin, nehme ich sie mal wieder auf die Watchlist, kann ja sein, dass trotz (oder wegen?) der Rettungsaktionen mal wieder Panikkurse kommen.

    “Investment is most intelligent when it is most businesslike.” -Benjamin Graham

    Einmal editiert, zuletzt von best_choice (29. November 2010 um 16:29)

  • bei um 60% ist die HT1 (A0KAAA) m.E ein sehr schönes Investment, selbst wenn es noch die eine oder andere Abschreibung geben würde.

    Für 2010 ist das aber glaube ich nicht mehr relevant. 9% laufende Verzinsung ist m.E. risikoadäquat.

    MMI

    Einmal editiert, zuletzt von memyselfandi007 (30. November 2010 um 12:26)