Nilörngruppen

  • Warum denn kein eigener Thread für die schwedische Nilörngruppen, WKN A2AQCM, ISIN SE0007100342.

    Die bedienen eine Nische, die ganz nach "hidden champion" klingt, allerdings sind sie nicht eigentümergeführt. Dafür stark gewachsen in den letzten Jahren, was in der Branche erstaunlich ist.

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    Ich verstehe nicht, warum die Aktie nach den Q3-Zahlen so stark gefallen ist?


    Bisher nur erwähnt von Sutje in seinem Depotthread und zuletzt hier: Mode Akien


    Ich habe mich Sutje angeschlossen und zu 72,20 SEK eine erste Position gekauft. Die wollen 60-90% des Gewinns ausschütten. Wenn sie die Dividende auf 7 SEK anheben, dann hat man fast 10% Dividendenrendite (mit dem alten Wert 7%). Bei der DKB kann man eine Vorabreduzierung der Quellensteuer beantragen.

    „Die Coronakrise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderungen wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen.“ – Wolfgang Schäuble

  • Vielleicht war es der Auftragseingang im Q3 mit 230 nach 755 MSEK in den ersten beiden Quartalen, d.h. 378 pro Quartal, also -39%. Wobei sie schreiben, daß Q2 und Q4 umsatzseitig die stärksten seien (jedoch 2019 und seit Corona nicht mehr). Umsatz und EBIT in Q3 lagen nur gegenüber Q3/2021 im Plus, im Vergleich zu den letzten drei Quartalen leicht rückläufig - scheint nicht ungewöhnlich. Auftragseingang auch nur minimalst unter dem Umsatz, und 4*230 wären 920, der TTM-Umsatz liegt bei 978 MSEK.


    Das eigene Ziel für die operative Marge ist nur "mindestens 10%". Zuletzt hatten sie ja über 16%. Die Schätzung in der Auftragsstudie von ABGSC ist auch ein Fall auf ~12%.


    Signifikante Währungsgewinne in der Gesamtergebnisrechnung kommen noch dazu, wobei das auch durch die schwache Krone bedingt ist und sich für uns herauskürzt.

    Das schöne an solchen asset-light-Firmen ist, daß sie eine hohe Dividende ausschütten und trotzdem wachsen können.


    Zum Konsumklima: Laut aktueller Umfrage können sich die Verbraucher am ehesten Einschränkungen beim Kauf neuer Kleidung vorstellen, mehr als bei Urlauben, Freizeit oder Restaurants.

    Daß dauerhaft keiner mehr Klamotten kauft, war allerdings auch im Coronacrash m.E. unrealistisch. Weniger zwar schon, weil man weniger rausgeht, aber es ist doch unlogisch, daß Nilörn stärker gefallen ist als Euroshop oder Bijou Brigitte mit physischen Läden bei wesentlich mehr Nettocash (Bijou), und der Kurs hat sich danach auch erst allmählich erholt, daher frage ich mich schon, was noch passieren kann.

    „Die Coronakrise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderungen wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir politisch bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen.“ – Wolfgang Schäuble

  • Das einzige, was mir einfällt, ist halt, dass ihr Schnickschnack wohl primär bei teureren Klamotten angebaumelt wird. In der Krise wird halt weniger UND billiger gekauft.

    “Investment is most intelligent when it is most businesslike.” -Benjamin Graham