Selbstgenutzte Immobilie für Privatiers

  • Das wichtigste ist der Carport. Auto ist geschützt, aber man kann trotzdem damit angeben, weil jeder es sehen kann.

    ✅ Genau so sieht es aus

    Und wenn ich dir sage, dass hier nicht mal mehr die Carports gebaut werden dürfen (keine Genehmigung möglich) kannst du dir vorstellen was hier los ist und wie hier verdichtet wird/wurde.

    Oldenburg scheint aber auch ein besonders schlechtes Beispiel für Stadt Planung (bzw deren Planlosigkeit) zu sein. Ehemals kleine Straßen wurden nicht ausgebaut, die Grundstücke (teils mehrfach) geteilt und zugebaut, mit Zufahrten zu den Hintergrundstücken (wo es teils auch zu wenig Parkplätze gibt). In den ehemals kleinen Straßen ist jetzt richtig Verkehr, sind dicht beparkt das man Slalom fahren muss. Zu Stoßzeiten stauen sich die Fahrzeug auf, weil ja immer nur eine Seite die jeweilige Engstelle passieren kann und die Auffahrten auf die Grundstücke werden regelmäßig zugeparkt. Das ist in anderen Stadtteilen genauso!

    Eine Gemeinde wenige Kilometer weiter hat das sauber gelöst, da gibt's keine Privatstraßen zu Hintergrundstücken, weil zu jedem Haus eine öffentliche Straße führt 👌 außerdem sind die öffentlichen Straßen nicht zugeparkt weil laut B-Plan muss für jede Wohneinheit 2 Stellplätze auf dem Grundstück errichtet werden 👌


    PS: Carport ist was für Geringverdiener (ab ca 0:30 wer's noch nicht kennt)

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    Ich lass mir nicht die Katzen übers Auto rennen oder Vögel drauf kacken. Meiner kommt in die Garage! Und wenn in ein paar Jahren das kleine Pimmelchen kompensiert werden muss, baue ich auf ein transparentes Garagentor um und beleuchte innen 24/7, damit ihn alle sehn können! Unseren schönen 150PS Pampersbomber 🤣

    6 Mal editiert, zuletzt von 1000prozent (23. Juli 2025 um 16:56)

  • Berlin plant auch schon wieder weltstädtisches: Das "Schumacherquartier" auf Teilen des Geländes des alten Tegeler Flughafens.

    Auf 48 Hektar sollen rund 5000 Wohnungen entstehen und über 10.000 Menschen Platz bieten.

    Man bemüht sich die Baukosten zu senken und Bauvorschriften zu reduzieren:

    Zitat

    Laut Projektleiter Simon Wimmer enthalten alle Realisierungsverträge eine verbindliche Holzbaupflicht. Die Vorgaben beruhen auf der sogenannten Charta Schumacher-Quartier – einem gemeinsam mit Fachleuten entwickelten Handbuch, das ökologische Standards für das Bauvorhaben definiert. Darin findet sich auch ein Bewertungssystem für den Holzanteil der Gebäude – eine Art Holz-Skala.

    An die Autofahrer wurde auch gedacht:

    Zitat

    Wie viele neue Stadtquartiere Berlins soll auch das Schumacher-Quartier in Berlin-Tegel weitgehend autofrei bleiben. Das Mobilitätskonzept setzt auf eine Kombination aus öffentlichem Nahverkehr, Fahrrad- und Fußgängerverkehr sowie sogenannten Mobility Hubs. Diese multifunktionalen Garagen befinden sich an den Rändern des Quartiers und bieten neben Carsharing-Angeboten auch Fahrradverleih, Werkstätten und Paketstationen. Im Inneren des Quartiers sind die Straßen verkehrsberuhigt; Parkplätze sind dort nur für mobilitätseingeschränkte Personen sowie für Pflege-, Rettungs- und Lieferdienste vorgesehen.

    Und an die ÖPNV Nutzer. Die bekommen, wenn schon keine U-Bahn, dann doch wenigstens eine (überlastete) Straßenbahn

    Zitat

    Anfang 2024 beschloss der Senat eine neue Straßenbahnlinie, die das Schumacher-Quartier sowie das angrenzende Forschungs- und Wissenschaftszentrum mit dem bestehenden ÖPNV-Netz verbinden soll. Verkehrsexperten warnen schon jetzt vor einer möglichen Überlastung des Nahverkehrs.

    Weil das so schön wird, dass alle dahin wollen, muss leider die Wohnungsvergabe planwirtschaftlich erfolgen:

    Zitat

    Man strebe eine sogenannte Akteursverteilung an: Rund 50 Prozent der Flächen sollen an landeseigene Wohnungsbaugesellschaften gehen, die übrigen an unterschiedliche Träger – darunter auch Genossenschaften, Baugruppen oder soziale Initiativen.

    Vielleicht eine gute Investitionsmöglichkeit? :/

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Energetische Sanierung wird - wie andere Sanierungen auch - auf die Miete umgelegt. Der Mieter zahlt die Investitionen des Vermieters dann innerhalb von 12,5 Jahren ab. Und nach nach Ablauf dieser Zeit bleibt die Mieterhöung natürlich bestehen und der Taxameter läuft weiter. Sanierungen sind also eher ein Argument pro Eigentum.

    naja, die Zweite :)

    Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.

    Zum Ersten muss der Vermieter erst mal aktiv werden bzgl. Planung, Finanzierung, Durchführung der Sanierung und dann auch formal korrekter Kostenweitergabe.
    Zum Zweiten gibt es Kappungsgrenzen.
    Zum Dritten kannst du als Vermieter die bisherige Kaltmiete via Modernisierungsumlage zwar erhöhen. Nur klappt es ab Erreichen / Überschreiten der Mietspiegelmiete dann nicht mehr mit weiterer Anpassung an den Mietspiegel. Und falls du gar die Marktmiete für Wiedervermietungen reisst, hast du ein Problem, den Mieter zu halten bzw. einen neuen zu finden. Sprich, die Umlage bringt was, wenn die aktuelle Miete sehr deutlich unterhalb des Mietspiegels und der Marktmiete liegt und/oder man die Einnahmen aus der Hüte für einen Verkauf aufhübschen möchte.

    Dass die Umlage nach 12 Jahren weiterläuft ist auch ganz lieb.
    Bei sagen wir mal 2% Mietinflation hast du nach 12 Jahren auch ohne Sanierung (und ohne Umlage) aber mit regelmäßiger Mietspiegelanpassung gut 25% mehr Miete. Da bringt die Umlage eher wenig Vorteile. Muss man halt jeweils rechnen.

  • ... dann auch formal korrekter Kostenweitergabe.

    Meine Steuerberaterin hat mir diese Woche eine Anekdote erzählt, dass das Finanzamt anlässlich des Absetzens einer Umlage zur Modernisierung einer vermieteten Wohnung vom Vermieter wissen wollte, warum er die Kosten nicht auf den Mieter umgelegt hat.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Vielleicht eine gute Investitionsmöglichkeit? :/

    Das sind ja nur Wohnungen!

    Das Volk braucht town houses oder meinetwegen auch Stapelhäuser 😜

    Interessant finde ich hier auch die Aufteilung. Im Schnitt 2 Bewohner je Wohnung! Damit brechen sie ja ein Paradigma (immer weniger Personen pro Wohnung) und bauen völlig am Bedarf vorbei.

    1-Personen-Town-Houses (mit Doppelcarport)! Das wird demnächst der heiße scheiß! 🚀


    Warum ist Hamburg geil (manche finden ja auch Berlin geil)?

    Wegen der Infrastruktur!

    Was bauen oder planen sie da gerade? Infrastrukturschädigung! Nix investieren und schön sich kaputt fahren was man gerade hat, kann man super in München lernen wie das geht! 👌

  • Nein, kann man eben nicht. Wenn dann nur als Zwischenmieter, aber längerfristig werden solche Objekte nicht vermietet.

    Meine Nachbarn wohnen seit ca. 27 Jahren in einer vermieteten Doppelhaushälfte (die andere auch), die sogar vor ein paar Jahren das DG für eine Tochter ausgebaut haben. Direkt neben mir war ein EFH seit ich denken kann vermietet bis zum Tod des Eigentümers vor 10 Jahren oder so. Aber ja, es gibt weniger Häuser zum Mieten, und in Deinem Fall ist es tatsächlich schwer vergleichbar, wenn jemand z.B. Pool und Sauna will etc.

    Das gilt aber für die Standard-Stadtwohnung nicht. Da kann man natürlich sagen: ich kann eh nicht logisch denken und nicht rechnen, ich kaufe sowieso, dann brauche ich es auch nicht mehr nachträglich zu begründen. :D Natürlich läßt sich das auch rein finanziell vergleichen.

    22 Editierungen dürften auch ein Rekord sein. Ich wollte noch warten, bist Du fertig bist, daher die späte Antwort. ;) Im Ernst, da hast Du viel Haus bekommen für das Geld, und v.a. erst zehn Jahre alt.

    Jedenfalls, es scheint erstaunlich wenig Daten zu geben, nicht nur historisch, sondern schon für aktuelle Mieten/Preise. Früher hieß es immer, man müsste mindestens 4-5% Brutto-Mietrendite erzielen, sonst würde es sich nicht lohnen. Oder alternativ als Multiplikator das 20(-25)fache. Aktuell scheinen 4% für Stadtwohnungen schon die obere Grenze, (ältere) Häuser auf dem Land scheinen darüber zu liegen. Kommer ist zumindest eine Gegenmeinung. Wobei ich auch glaube, daß die Instandhaltung weniger betragen dürfte, eher 0,5-1%. Ein Freund, der sich besser auskennt (mit Immobilien und der Technik) hält das auch für viel zu viel, aber gemessen hat er auch nicht (und man müsste auch jeweils Anfangs- und Endwert vergleichen; müßte ja beides mal vergleichbar sein). Über lange Zeiträume spielt ja auch die Inflation eine entscheidende Rolle.

    Ich tu' mir oft schwer, mich kurz zu fassen, vielleicht sind provokante Häppchen besser als Diskussionsanstoß...

    chfin hat einen Punkt. Modernisierungen begründen zwar m.W. im konkreten Einzelfall Mieterhöhungen, im statistischen Mittel sollte das aber in der Miete enthalten sein.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • 22 Editierungen dürften auch ein Rekord sein. Ich wollte noch warten, bist Du fertig bist, daher die späte Antwort. ;) Im Ernst, da hast Du viel Haus bekommen für das Geld, und v.a. erst zehn Jahre alt.

    10min Tippen und Absenden, dann den Mist lesen und 2h Editieren 🙈

    Kann es selbst immer noch nicht glauben. Ich kenne mich etwas mit den Basics aus und habe sehr genau geschaut. Außerdem Gutachter beauftragt und andere Leute durchgehen lassen denen ich mehr zutraue als mir selbst. Keiner hat was an der Substanz gefunden! Nach Abzug des Grundstückswertes sind das knapp über 1k/qm Wohnfläche 😱 ich rechne mit 2.5k Baukosten und runtergerechnet was ich da sehe bin ich bei min 1.5k. Dann hätte es das Grundstück zu 0€ gegeben....

    Momentan sieht alles nach einer Anomalie aus aber ich werde hier berichten wenn ich doch etwas übersehen habe 😇

    Meine Nachbarn wohnen seit ca. 27 Jahren in einer vermieteten Doppelhaushälfte (die andere auch), die sogar vor ein paar Jahren das DG für eine Tochter ausgebaut haben. Direkt neben mir war ein EFH seit ich denken kann vermietet bis zum Tod des Eigentümers vor 10 Jahren oder so. Aber ja, es gibt weniger Häuser zum Mieten, und in Deinem Fall ist es tatsächlich schwer vergleichbar, wenn jemand z.B. Pool und Sauna will etc.

    Lass die Sauna und den anderen Quatsch den ich nicht brauche weg. Einfach nur nach Häusern oder Wohnungen ab 120qm zur Miete suchen. Die paar Treffer nach Baujahr/Zustand bereinigen (Energiekosten, Schimmel, etc) und es bleibt nichts mehr übrig. Selbst in Hamburg wo Millionen wohnen kannst du ja mal in die Portale schauen.

    Natürlich gibt es vermiete Häuser. Links neben uns und gegenüber sind vermietete Reihenhäuser. Die einen sind aber klein, also fliegen sie aus dem 120qm Filter und die anderen schlicht nicht verfügbar. Habe mit den Mietern gesprochen. 135qm, Preis knapp unter 10€/qm kalt. Die hatten einfach Glück, wissen das auch und ziehen halt nicht aus. Also ist das Objekt nicht auf dem Markt und darum geht es mir ja als Nachfrager/Interessent.


    Ich habe jahrelang (aus Spaß/Interesse) mit Vollkosten/Wirtschaftlichkeit von Immobilien herumgerechnet und habe keine einfache Formel gefunden. Es ist einfach je nach Region unterschiedlich und es sind viele unsichere Annahmen, die man treffen muss. Allein die unbekannte "Politik"! Zwangsanleihen, EnEV, ... Wie bepreist man das in einer Formel? Klumpenrisiko kann man auch nicht wirklich bepreisen. Restwerte einfach die letzten Punkte zu einer Geraden verbinden und fortschreiben ist auch kein sicheres Verfahren..... Man kommt vom 100sten ins Tausendste. Und es ändert ja auch nichts an meiner Grundaussage -> Einfamilienhaus muss ineffizienter sein als MFH Wohnklotz! Es ist Luxus! Wenn ich beim Luxus rechnen muss, dann kann/sollte ich ihn mir nicht zulegen.

    Nochmal zum fiktiven Beispiel des Nachbarn Mieter, der mehr oder weniger die gleichen Konditionen hat wie wir im aktuellen Mietshaus. Bei 10€/qm kalt ist es definitiv besser zu mieten und den Rest in ETF zu stecken. Viel weniger Risiko und alleine das sichere Geld was man durch die Einzahlungen generiert hat ist schon sehr schwer wieder aufzuholen beim Verkauf.

  • Ich habe auch mal ein bißchen geschaut, auch Dorf hier, und die Preise dürften grob ähnlich sein im Süden wie im Norden, 10€/m² Miete dürfte hinkommen, wobei die Unterschiede bei den Angebotspreisen hoch sind bei Kleinanzeigen. Den Vogel abgeschossen hat ein paar Häuser weiter in der gleichen Straße jemand, der erst für eine DG-Wohnung eines 60er-Jahre-Hauses 19,60 €/m² warm (>16€ kalt) wollte. LOL, das wäre selbst für die Unistadt zu teuer. Es sind immer die gleichen, die vorgehen wie auf dem Basar, aber so funktioniert's halt hierzulande nicht. Es ging dann in mehreren Schritten runter, und selbst bei 10,40€ wollte es keiner, jetzt 10€ (13€ warm, 39% unter dem ersten Nettopreis). Edit: Gerade eben nochmals inseriert, LOL, und die Nebenkosten nochmals um 10€ schöngerechnet. (Anmerkung: Für den Verkauf ist diese Methode übrigens die denkbar schlechteste - jeder wird fragen, was mit dem Objekt nicht stimmt und den Preis zu drücken versuchen) Mal inseriert jemand anderes für nur 7 €/m², andere für 13€, aber es gibt natürlich auch Unterschiede in Baujahr etc.

    1000prozent, also 485T€ für die Größe und das Baujahr ist sensationell, besonders wenn keine offensichtlichen großen Baustellen da sind wie feuchter Keller etc.

    Ich habe auch ein wenig sondiert, natürlich nicht nur zum Spaß. Ich habe im Sommer in einer süddeutschen Stadt mit 50.000 Einwohnern eine interessante Wohnung besichtigt mit 83m² für 13,86 €/m², privat von einem Immobilienmakler (der also wissen sollte, was realistisch ist), gepflegtes Mehrfamilienhaus von 1984 mit Tiefgarage, Lage jeweils ein Block außerhalb der historischen Altstadt, wohl in jeder Hinsicht durchschnittlich. Hätte ich übrigens bekommen, ich wurde sogar zurückgerufen. Die Miete ist an sich schon nicht gerade niedrig, Nebenkosten müßten mindestens hohe 300€ gewesen sein. Für einen Single mit Durchschnittsgehalt kaum leistbar. Jetzt erschien im identischen Haus direkt daneben eine vergleichbare Wohnung für 4000 €/m². Garage 20.000€ extra. Wenn ich die sinnvollweise für den Vergleich einrechne, komme ich auf genau 3,9% Rendite. Marktüblich laut Engel & Völkers im Mittel 4,0%, schwankt aber auch etwas. Es dürfte üblich sein, daß in steigenden Märkten wie zur Zeit wieder etwas offensiver gepreist wird, vielleicht auch als Verhandlungsreserve. Nach Makler, Notar, Grundbuchamt und Grunderwerbsssteuer - alles ohne Zweifel reale Kosten im Vergleich zur Miete -, bleiben 3,52% Rendite. Dabei fehlen aber noch die nicht-umlegbaren Kosten, die der Käufer, nicht aber der Mieter trägt. Das dürfte abgesehen von der Instandhaltung im Wesentlichen die Hausverwaltung sein, vielleicht 0,1x% pro Jahr. Hausgeld wird mit 306€ angegeben. Damit bliebe für die Instandhaltung noch 0,44% pro Jahr, damit der Vergleich hält mit 4% Brutto-Depotentnahme abzüglich Abgeltungssteuer + Soli. Freilich könnte man der Meinung sein, daß 4% Entnahme derzeit schon sportlich ist. Edit: Der prozentuale Instandhaltungsaufwand ist sicherlich vom Alter bzw. genauer vom Zustand des Gebäudes abhängig, der wiedrum typischerweise baujahresabhängig ist. Ein Neubau ist sehr teuer und zumindest in den ersten Jahrzehnten wird sehr wenig zu tun sein, während ein Altbau genau aus diesem Grund schließlich günstiger ist, also muß bei diesem die prozentuale Instandhaltung wegen Zähler und Nenner höher ausfallen. Für ein über 40 Jahre altes Gebäude könnte der Wert doppelt so hoch liegen wie nur 0,44%.

    Du hattest oben geschrieben:

    Spekulation auf Preissteigerungen mache ich in unserer Region nicht

    klar, ist in Ballungsgebieten anders.

    Kommer schreibt, daß in Großstädten die Rendite - oder sogar die Preissteigerung, denn sonst würde das Verhältnis ja immer weiter auseinanderdriften? - nicht höher sei als anderswo. Müßte man nochmals genau lesen. Es hängt sicher auch von der Region ab, ob eher mit Zuzug zu rechnen ist oder mit Abwanderung. Hier ist es eher leicht grün. Aber das kann sich vielleicht auch mal ändern, es ist bloß nicht vorhersehbar.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Winter (9. Oktober 2025 um 01:38)

  • Natürlich gibt es vermiete Häuser. Links neben uns und gegenüber sind vermietete Reihenhäuser. Die einen sind aber klein, also fliegen sie aus dem 120qm Filter und die anderen schlicht nicht verfügbar. Habe mit den Mietern gesprochen. 135qm, Preis knapp unter 10€/qm kalt. Die hatten einfach Glück, wissen das auch und ziehen halt nicht aus. Also ist das Objekt nicht auf dem Markt und darum geht es mir ja als Nachfrager/Interessent.


    Die beiden angrenzenden Doppelhäuser gehen wohl demnächst auf den Markt (Vermessung des Flurstücks wurde gerade angekündigt). Sind genau die 10 Jahre Spekulationsfrist rum. Nachbar meinte gerade das gehört einem Bauunternehmer, von daher kann das finanziell Sinn machen. Sehr günstig bauen und dann teurer verkaufen und steuerfrei das Geld rausziehen 👌

    Und die eine Partei zieht gerade aus. 2 Erwachsene und 2 Kinder, da sind 135qm einfach zu eng.... Die ziehen in ein größeres Haus! Beides keine Akademiker. Sie auf Teilzeit, er auf Krankenschein.... Wie die das finanziel machen, will ich gar nicht genau wissen. 2 schöne Autos vor der Tür, erzählen von Italien Urlauben, riesen TV und andere Konsumgüter, die direkt ins Auge stechen.

    Und unsere Mieter ziehen auch gerade aus. Durchs Baby haben sie jetzt höheren Anspruch beim Amt. Sie ziehen jetzt aus der Tip top 2 Raum Wohnung in ein Abbruch Haus, wo es garantiert drin schimmelt. Gehört wem aus der Familie und damit können sie die Zahlen wohl genau aufs Maximum frisieren, was das Amt noch zahlt und dann schwarz..... Ich wollts gar nicht hören!! 🙉

  • 1000prozent, also 485T€ für die Größe und das Baujahr ist sensationell, besonders wenn keine offensichtlichen großen Baustellen da sind wie feuchter Keller etc.

    Scheint ein fairer Preis gewesen zu sein aber kein totales Schnäppchen. Er hat's halt an vielen Ecken russisch selbst geschraubt oder repariert. Gegen diverse Auflagen verstoßen, etc

    Ich rechne nochmal ca 100k ums schön und wieder legal zu machen, plus Eigenleistung (die ich als Freizeitspaß/ gratis werte). Aber an der Substanz ist so weit nichts, keine Feuchtigkeit, Heizung läuft, 1gbit Glasfaser läuft 🚀

    Ich klopp gerade die Festungsmauern weg und nächstes Jahr wird entsiegelt und dann gibt's Rasen und Obstbäume vor der Tür ❤️

    Nächste Woche kommt der Schornsteinfeger und dann schauen wir mal ob wir den Kamin legalisieren können oder komplett neu kaufen müssen 🫣

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    Einmal editiert, zuletzt von 1000prozent (31. Oktober 2025 um 14:04)

  • Der Markt ist wirklich ein Mysterium.

    300m Luftlinie, etwas schlechteres Grundstück, gleiches Baujahr, aber nur 100qm Wohnfläche und vom Schnitt nicht für Familien geeignet, keine Garage. Badezimmer, Küche alles fertig (okay, aber kein Luxus). Innerhalb von 4 Wochen verkauft worden zu über 400k...

    Es scheint eine hohe Zufallskomponente (die Käufer Emotionen) im Spiel zu sein. Warum wird das Haus zu dem Preis so schnell verkauft und aus meiner Sicht attraktivere Angebote in der Nähe stehen seit Monaten online....

  • Es gehört zu dem Immobilienmarkt dazu, das die Objekte nur schwer vergleichbar sind, die Anforderungen der Käufer sehr unterschiedlich (Vielleicht ist es ja beim Käufer so, dass nebenan seine Eltern wohnen?), die Qualität des Angebots oft genauso unklar wie beim Gebrauchtwagen (Der Wasserstrang bei der Immobilie ist was beim Auto der Zahnriemen ist), und der Markt sehr intransparent ist.

    Wobei die Intransparenz in Zeiten vom Internet vielleicht nicht mehr ganz so schlimm ist.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • (Vielleicht ist es ja beim Käufer so, dass nebenan seine Eltern wohnen?),


    Nein, dass kann ich ausschließen, die kommen von extern.

    An der Bude ist wirklich nichts besonders geil, ganz im Gegenteil, willst du als Rentner neben nem Spielplatz wohnen wo kräftig Betrieb / Geräuschemissionen sind?

    Ein großer Unterschied ist die Personalie des Verkäufers. Vor unserem haben vielleicht einige Angst, die andere Immobilie sind ganz gesetzte seriöse Leute. Und es ist eben komplett fertig / legal und keine Baustelle mit Schwarzbauten auf dem Grundstück die zurück gebaut werden müssen....

    Aber ähnlicher Kaufpreis bei 1/3 der Wohnfläche und schlechterem Grundstück?

    Meinetwegen leg bei uns 150k drauf und Runde auf 650k für 300qm und bei denen halt über 400k für 100qm....

    Nun ja, das Rätsel wird sich die nächsten Monate aufklären, wenn man gemeinsam beim Bier klönt.

  • Nun ja, das Rätsel wird sich die nächsten Monate aufklären, wenn man gemeinsam beim Bier klönt.

    Wenn du den Nachbarn beim Bier erzählst, dass deine Bude im Vergleich ein Schnäppchen war, wirst du dir keine Freunde machen.

    Man sollte auch im Urlaub nicht herumerzählen, dass man die Reise für den halben Preis bekommen hat, den der Pool-Nachbar gezahlt hat... ;)

  • In meinem Forum erzählen mir die anderen auch immer, sie hätten die gleiche Aktie billiger gekauft als ich. :cursing:

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)