Aktien für Zweitrundeneffekte

  • Bei unsicheren Lieferketten für Rohstoffe dürfte die Recycling-Branche profitieren, oder? Welche Firmen in dem Bereich sind attraktiv bewertet? Wäre eine Analyse wert.

    Aurubis.

    Allerdings nicht mehr billig. Ich habe sie vor einigen Wochen wegen Erreichung Zielkurs verkauft.

    Aber richtig teuer-teuer sind sie auch nicht, kannst sie dir ja mal ansahen.

    Mo-Bruk Polen.

    Hatte hier ein Forist vor einigen Jahre stark gepushed, er kannte sich offenbar gut aus in der Müllbrachen in Polen.
    Da sieht man dass derlei Wissen am Ende auch nix bringt. Die Aktie kam nämlich kaum vom Fleck, die Kennzahlen auch nicht. Außer die Verschuldung, die ging heftig hoch.
    Für mich nix weil bei mir im Tool negativ.
    Aber RS immerhin ist positiv seit 6 Monaten.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

    Einmal editiert, zuletzt von woodpecker (15. März 2026 um 16:07)

  • Bzgl. Mo-bruk war ich damals kritisch und hatte die Nachhaltigkeit der Margen in Zweifel gestellt, die tatsächlich jetzt deutlich eingebrochen sind, aber immer noch äußerst hoch. Ich würde die Finger davon lassen.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Südzucker / CropEnergy wegen erhöhter Ethanolpreise, weil sich Ethanol als Substitut für Öl/Gas eignet?

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Flughäfen bei hohen Kerosinpreisen?! Vielleicht Istanbul, weil man damit die Hubs im Persischen Golf auf dem Weg nach Asien umgehen kann. Wenn das so kommt, wie ich fürchte, dann sollte man jetzt noch Urlaub buchen, solange die Preise noch niedrig sind... (Dubai wär gerade antizyklisch und bestimmt günstig - wie wär's, woodpecker? ;))

    Origin Enterprises profitierte das letzte Mal, als der Düngerpreis 2022 hoch war, weil der prozentuale Aufschlag auf einen höheren Basispreis berechnet wird, auch wenn sie Dünger nur verkaufen. Ich nehme an, daß die Nachfrage nicht dauerhaft leiden würde, es gibt ja keine Alternative, weder zum Düngen noch für Nahrungsmittel. Kurs bisher unverändert.

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  • Welche hohen Ölpreise? 2008 waren wir sogar schon einmal bei $150/barrel

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  • War nicht Gas relevant für Dünger und ich meine, es müsste auch eine gewisse Menge Dünger selbst durch die Strait.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Welche hohen Ölpreise?

    Welche Zweitrundeneffekte dann? Außer vielleicht beim Dünger.

    Der steigende Ölpreis kommt ggf. noch. Aufgabe 10. Klasse: Welche Wahrscheinlichkeit für längere Disruption preist der Markt derzeit ein? Wir nehmen den Spotpreis als Proxy. Ungestörter Preis war 60$, Worst Case sei 200$. Lösung: 30%. Das ist gar nicht so wenig. Eigentlich angemessen. Wenn der Worst Case am Aktienmarkt nur 30% Rückgang vom Hoch entspricht, dann ist das dort allerdings noch nicht eingepreist (müsste -10% sein).

    Aufgabe 12. Klasse: Gegeben ist jeweils eine typische Funktion der Terminkurve und die aktuellen Futures-Preise. Berechne aus der Differenz der Flächen unter der Kurve die eingepreiste Wahrscheinlichkeit.

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  • Rußland produziert zwar glaube ich knapp 13% des weltweiten Öls, aber wie viel davon konnte nach der Invasion der Ukraine nicht transportiert werden? Praktisch gar keines? Selbst die Pipelines nach Europa liefen doch erstmal weiter, und der Rest wurde anderswohin mit Abschlag verkauft. Insofern erstaunt die verhaltene Preisreaktion.

    PS. Es gab damals Schätzungen, daß kurzfristig 1,5-2 Mio. Barrel vom Markt verschwanden, <2% der globalen Versorgung.

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    Einmal editiert, zuletzt von Winter (16. März 2026 um 15:40)

  • Flughäfen bei hohen Kerosinpreisen?! Vielleicht Istanbul, weil man damit die Hubs im Persischen Golf auf dem Weg nach Asien umgehen kann. Wenn das so kommt, wie ich fürchte, dann sollte man jetzt noch Urlaub buchen, solange die Preise noch niedrig sind... (Dubai wär gerade antizyklisch und bestimmt günstig - wie wär's, woodpecker? ;))

    Nö danke. Dubai hat mich nie interessiert.

    Aber ich plane grade New York.
    Das scheint leer wie lange nicht. Und Flüge gibts auch erstaunlich günstig.

    Was Flughäfen betrifft. TAV kam etwas runter.
    Bin hier aber noch unschlüßig.
    Ich habe ja schon THY, die sollten auch profitieren.

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  • Jetzt nicht direkt Aktien, aber eine mögliche Auswirkung der Sperrung der Straße von Hormus:

    Verkaufsdruck durch staatliche Fonds der Golfstaaten.


    Die meisten Golfstaaten finanzieren sich zu einem großen Teil durch den Verkauf von Öl und Gas (Steuern spielen eine untergeordnete Rolle, aber auch das Steueraufkommen an sich ist eng mit den Verkaufserlösen von Öl und Gas korreliert). Im Moment gibt es fast keine Einnahmen (die Straße ist von den Iranern für die Saudis/Iraker/Golfstaaten gesperrt).


    Prinzipiell gibt es für die Golfscheichs nun mehrere Möglichkeiten um das Defizit zu decken:

    1. Ausgaben radikal senken (kurzfristig und mitten im Krieg inder in der militärischen Spezialoperation schwierig bis unmöglich

    2. Einnahmen erhöhen (Steuererhöhungen? Vermögensabgabe? beides eher schwierig)

    3. Schulden

    4. Vermögen veräußern

    5. Geld drucken?


    Zu Punkt 4, es ist wahrscheinlich, dass zuerst liquides Vermögen (Aktien, Gold, US Staatsanleihen) verkauft würde (wenn es geschieht). In welchen Daten oder Datensätzen würde man sehen, welche Alternative die Scheichs wählen?

    beati pauperes spiritu

    "we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“ W.C.

    “Facts do not cease to exist because they are ignored.” – Aldous Huxley


  • Das ist der iranische Parlamentspräsident:

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  • Lese gerade, dass Brasilien (größter Exporteur) 14% weniger Zucker exportieren und stattdessen Sprit draus machen will. Das hat die Talfahrt des Zuckerpreises beendet, leider steigt der Preis schon seit Mitte Februar - komischerweise schon vor dem Angriff am 28.2. ....

    Also schon wieder eine Party, die bereits läuft, keine sichere Wette mehr.

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  • Stimmt, Südzucker startete bereits.

    Aber Agrana gibts noch billig ;-)

    (Habe ich diese Woche eine erste Posi aufgebaut)

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  • wird heute zerlegt. So richtig schlechte News sind nicht zu finden.

    Die Branche allgemein schaut kritisch auf die kommende EEG-Novelle 2027 und die Auswirkungen auf das Förderungssystem (Einführung von CfD zur Kappung von „Windfall Profits“). Nun kommen noch Unsicherheiten zum sogenannten „Netzpaket“ hinzu. Die Vergütung der ökonomischen Ausfälle bei Abregelung von EE- Anlagen steht zur Disposition sowie der Neuanschluss von EE-Anlagen unter Vorbehalt der Leistungsfähigkeit des Netzes vor Ort (Redispatch-Raten) etc. Der neue Wind aus dem BMWE kommt da überhaupt nicht gut an. Erstmal relevant für Neuanlagen, aber auch bei laufenden Projekten welche noch nicht in der EEG-Ausschreibung waren / Zuschlag erhalten haben ist das nachteilig. Man antizipiert ebenso Druck auf die letzten EEG-Ausschreibungen vor „Toresschluss“ noch dieses Jahr. Jeder will da jetzt noch rein. Das drückt die Zuschlagswerte.

  • Einen Blick wert: die Biogasbranche. Envitec und auch Verbio, was zum Beispiel Biosprit angeht. Verbio zeigt das im Kurs deutlich an, bereits gut gelaufen. Ebenso im Energiebereich einen strategischen Blick wert: Daldrup&Söhne.