SpaceX US84615Q1031

  • Ich mache schon einmal einen Thread für SpaceX auf, auch wenn es hier im Forum wohl wenig Diskussionsbedarf direkt zur Aktie geben wird.
    Ob die schnelle Aufnahme in diverse Indices und die entsprechenden ETFs eine große Auswirkung auf die anderen Aktienkurse hat, wird sich zeigen.

  • USD 135 war doch die untere Grenze der Bookbuildingspanne. Ist aber unklar, ob die nur zu dem Preis verkaufen konnten, oder ob sie nur einen Upmove am IPO provozieren wollen.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Frage an Gemini:
    heute geht SpaceX an die Börse. Welche Börsenindices habe ihre Regeln geändert und nehmen SpaceX schon nach wenigen Tagen in ihren Index auf?

    Antwort:
    Das heutige SpaceX-Listing (12. Juni 2026) ist ein historischer Meilenstein, der die Finanzwelt so stark durchschüttelt, dass mehrere große Indexanbieter tatsächlich ihre jahrzehntealten Schutz- und Wartefristen über den Haufen geworfen haben.

    Da SpaceX mit einer gigantischen Bewertung von rund 1,75 bis 2 Billionen US-Dollar startet, aber nur einen winzigen Anteil an Aktien (einen geringen Free Float bzw. Streubesitz von voraussichtlich unter 5 %) auf den Markt wirft, passte das Unternehmen schlicht nicht in das alte Regelwerk.

    Folgende Indexanbieter haben ihre Regeln modifiziert oder nutzen spezielle „Fast Entry“-Verfahren, um SpaceX in Rekordzeit aufzunehmen:

    1. Die Nasdaq (Nasdaq 100) – Die radikalste Änderung

    Die Nasdaq hat auf den Druck des Mega-IPOs reagiert und ihre Methodik zum 1. Mai 2026 drastisch angepasst:

    • Die 15-Tage-Regel: Statt wie früher monate- oder jahrelang zu warten, erlaubt die Nasdaq jetzt einen beschleunigten Eintritt (Fast Entry). Wenn ein Unternehmen wertmäßig zu den Top 40 gehört (was bei SpaceX locker der Fall ist), kann es bereits nach 15 Handelstagen in den Nasdaq 100 aufgenommen werden.
    • Abschaffung der Free-Float-Hürde: Bisher musste ein Unternehmen mindestens 10 % Streubesitz vorweisen, um überhaupt in den Index gelistet zu werden. Diese Grenze wurde komplett gestrichen.

    2. MSCI (z. B. MSCI World / MSCI USA)

    MSCI hat seine „Fast Entry“-Regeln für absolute Mega-Konzerne aktiviert. Das Verfahren erlaubt es, SpaceX bereits nach dem 10. Handelstag direkt in die globalen Indizes aufzunehmen. MSCI fängt das Risiko des geringen Streubesitzes dadurch ab, dass das Gewicht der Aktie im Index strikt an die tatsächlich frei verfügbaren Aktien gekoppelt wird.

    3. CRSP (Vanguard Total Stock Market Index)

    Auch der Anbieter CRSP, dessen Indizes unter anderem den gigantischen Vanguard Total Stock Market ETF antreiben, hat für Ausnahmefälle vorgesorgt. Hier ist eine Aufnahme von Mega-Caps bereits nach Ablauf des 5. Handelstags nach dem Börsengang vorgesehen.

    Die große Ausnahme: S&P 500 (S&P Dow Jones)

    Der wohl bekannteste Index der Welt, der S&P 500, weigert sich bisher, für den Hype die Regeln zu verbiegen. S&P verlangt weiterhin streng, dass ein Unternehmen in der Summe der letzten vier Quartale (sowie im jüngsten Quartal) profitabel gewesen sein muss. Zudem entscheidet dort ein Komitee und es gibt keine automatische Fast-Entry-Regel für den Hauptindex. In breiteren Indizes wie dem S&P Total Market Index kann SpaceX zwar nach ca. 5 Tagen landen, im klassischen S&P 500 jedoch vorerst nicht.

    Zitat

    Was das für ETF-Anleger bedeutet: Durch die extrem schnelle Aufnahme (insbesondere bei der Nasdaq) werden passive ETFs und Indexfonds gezwungen, innerhalb weniger Tage nach dem IPO SpaceX-Aktien im Wert von Milliarden Dollar zu kaufen. Da aber nur so wenige Aktien frei handelbar sind, warnen Analysten vor massiven Kursschwankungen (Volatilität) direkt nach der Indexaufnahme.


    Zusatzfrage:
    und wie sieht es mit dem FTSE All World aus?

    Antwort:
    Beim FTSE All-World Index (bzw. der übergeordneten FTSE Global Equity Index Series – GEIS) sieht es für SpaceX ebenfalls sehr gut aus – und das sogar unter noch extremeren Bedingungen.

    FTSE Russell hat seine ohnehin schon existierenden Regeln für „Fast Entry“ (Schnelleintritt) erst vor wenigen Wochen am 26. Mai 2026 noch einmal gezielt verschärft und angepasst, um Blockbuster-IPOs wie das von SpaceX nahtlos abzufangen.

    So läuft es beim FTSE All-World:

    1. Der Zeitplan: Aufnahme nach 5 Tagen

    Der FTSE All-World fackelt nicht lange. Wenn ein neu an die Börse gehendes Unternehmen die Größenkriterien erfüllt, wird es bereits nach dem Schlusskurs des 5. Handelstages in den Index aufgenommen.

    2. Die Größen-Hürde (Größer als der "Top 500 Breakpoint")

    Damit ein Unternehmen diesen 5-Tage-Express nehmen darf, muss seine investierbare Marktkapitalisierung (also der Wert der tatsächlich frei handelbaren Aktien am ersten Handelstag) über einer bestimmten Schwelle liegen. Diese Schwelle entspricht der Größe des 500. größten Unternehmens im Index. Da SpaceX mit einer Bewertung von bis zu 2 Billionen Dollar an den Start geht, wird es diese Hürde trotz eines kleinen Streubesitzes mühelos überspringen.

    3. Das "Lex SpaceX": Die Anpassung beim Stimmrecht und Streubesitz

    Das größte Problem bei SpaceX für klassische Indizes ist eigentlich die extrem strenge FTSE-Regel, dass ein Unternehmen mindestens 5 % freien Streubesitz (Free Float) und 5 % der Stimmrechte in den Händen der öffentlichen Aktionäre haben muss. SpaceX-Gründer Elon Musk hält über spezielle Aktienklassen extrem strikt die Stimmrechte.

    Genau hier greift die brandneue Regeländerung vom 26. Mai 2026 (Anpassung der Regel 8.1.1):

    • Die 10x-Ausnahme: Wenn die investierbare Marktkapitalisierung eines Unternehmens mehr als das 10-Fache der regionalen Mindestschwelle beträgt, entfällt die Pflicht, die 5-%-Streubesitz-Hürde sofort zu erfüllen.
    • Die 12-Monate-Frist: Sollte der freie Handel oder die Stimmrechte wegen sogenannter Lock-up-Fristen (Sperrfristen für Insider) anfangs unter 5 % liegen, reicht es für den Fast Entry nun aus, wenn absehbar ist, dass diese Hürde durch das Auslaufen der Sperre innerhalb von 12 Monaten nach dem Indexeintritt gerissen wird.

    Fazit für den FTSE All-World

    Durch die jüngste Flexibilisierung seiner Statuten hat FTSE Russell das größte regulatorische Hindernis für SpaceX aus dem Weg geräumt. Wenn alles nach Plan läuft, wandert SpaceX in der kommenden Woche – exakt nach 5 Handelstagen – direkt in den FTSE All-World. Auch hier müssen globale All-World-ETFs (wie der extrem beliebte Vanguard FTSE All-World) dann sofort in großem Stil Aktien zukaufen.

  • Ja, kann sein, aber Cursor.ai ist vielleicht auch nur heisse Luft. Das faellt dann unter die Rubrik: Wenn Abzocker von Abzockern abgezockt werden.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Ich verwende Cursor produktiv für Softwareentwicklung - funktioniert eigentlich sehr gut.

    Cursor AI hat November ca 1 Milliarde Umsatz gemacht, aktuell 4 Milliarden.

    Nur 15-facher Umsatz ist doch ein Schnäppchen. ;). Und mit Aktien bezahlt.

  • Das ist eigentlich das komische: sicher ist Space X oder Tesla "heisse Luft", aber die eingenommenen Milliarden sind es nicht. Und das fuehrt dazu, dass diese Firmen ziemlich viel Geld in etwas hineinstecken koennen das andere Firmen nicht koennen. So schwimmt Tesla in Geld. Und BMW wandelt gerade die Vorzugsaktien in Staemme, vielleicht auch, um sich attraktiv zu machen fuer Uebernahmen. Tesla koennte locker BMW kaufen, kostet derzeit "nur" noch $40bn, was ist das schon fuer einen Trilliarden Konzern wie Tesla? Nimmt man die Mcap von BMW und multipliziert man sie mit dem Faktor 10 ist man noch immer nicht einmal nahe dran an der Tesla-Mcap. Tesla koennte BMW mit wenigen Tesla Aktien abkaufen, und diese Aktien auch noch aus dem nichts schaffen (Verwaesserung der Tesla Aktien dann nur um ca. 3%?).

    MMI007 hat schon festgestellt, dass Tesla nicht "nichts" ist, einfach, weil da wirklich viele Milliarden dahinter stecken, Tesla im Geld schwimmt und zukauft, ausbaut, tut und macht. Und eben alle anderen Autobauer in der Welt aufkaufen koennte, sofern die Regierungen mitmachen. Die Deutsche Regierung bestimmt, alles andere ist nur eine Frage des Preises, und derzeit kann Tesla oder Space X alles locker aufkaufen, theoretisch mit Geld, aber am Beispiel cursor ist noch nicht einmal das noetig: mit Aktien zu bezahlen kostet gar nix.

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  • Man kauft sich also mit der Märchenbewertung einfach bessere KI Lösungen zusammen. Hut ab, Elon Musk.

    derzeit kann Tesla oder Space X alles locker aufkaufen, theoretisch mit Geld, aber am Beispiel cursor ist noch nicht einmal das noetig: mit Aktien zu bezahlen kostet gar nix.

    Genau das ist eine der beiden wesentlichen Kernqualifikationen von Elon Musk: er ist geradezu ein Meister darin, seine Ideen mit *extrem* geringen Kapitalkosten umzusetzen. Es gibt wohl kaum jemanden, der das Wesen von Kapitalismus und Psychologie so gut verstanden hat und für sich nutzt wie er.

    "If it moves, tax it. If it keeps moving, regulate it. And if it stops moving, subsidize it."

    Ronald Reagan, 15.08.1986

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    Tesla hingegen mit 1300 mrd bewertet. Ein Uebernahme Angebot fuer 60mrd waere weniger als 2% von Tesla, scheitert allerdings and Bejing (bestimmt nicht an Deutschland, somit schuetzt Bejing, Shu Fu Li und Kuwait ungewollt Deutschland. Wobei, man koennte mit einer Mehrheit bestimmt Mercedes so stark verwaessern bis der Anteil der anderen unter 5% sinkt).

    Aber BMW? Frei wie ein Vogel, kann man locker abkaufen, wenn man Stefan Quandt und Susanne Klatten ein gutes Angebot macht:

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  • Warum sollte Tesla eine Autofirma kaufen? Da könnte sich ja herausstellen, dass Tesla auch eine Autofirma ist, was die Bewertung stark senken würde.

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • cktest berechtigter Einwand! Aber Du darfst nicht vergessen, das BMW frueher mal Flugzeuge hergestellt hatte, und warum dann morgen nicht Raketen herstellen mit Robotern die in den Raketen sitzen und den Orbit umkreisen? Mit vielen virtuellen Bitcoins im Laderaum?

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  • Weder wird BMW übernommen werden, noch wird Tesla einen Autobauer kaufen. Die folgen ihrer eigenen Philosophie und binden sich ganz sicher nicht solche Altlasten ans Bein. Elon Musk will doch in der Produktion alles ganz anders machen als die traditionellen Autobauer. Und gerade BMW ist eben nicht frei, weil in Familienbesitz im Gegensatz zu Mercedes, da ist es noch unwahrscheinlicher.

    Warum wird hier überhaupt über SpaceX diskutiert? Deren Anteil am MSCI World ist glaube ich 0,1% und im NASDAQ vielleicht das doppelte. Völlig irrelevant.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Gespräche zwischen Charter Communications und SpaceX über die Nutzung der Breitband Infrastruktur von Charter Communications. (Nyse: CHTR) .

    Ich mache einen eigenen Thread zu Charter Communications auf.

  • Was heisst hier Familienbesitz? Quandt und Klatten sind die beiden Grossaktionaere. Nun werden gerade die Vorzugsaktien gewandelt in Staemme. Und die beiden (Quant und Klatten) diversifizieren ihre Fonds. Vielleicht verkaufen sie, wenn jemand kommt und sie fragt? 100 Euro pro Aktie und die machen das vielleicht. sind nur 2 Addressen die man anfragen muss. BMW waere fuer Tesla eigentlich attraktiv. Jedenfalls: die Vorzuege werden gewandelt, warum auch immer. Sich huebsch zu machen fuer einen Verkauf waere eine Erklaerung.

    Bejing mit Mercedes ist schon schwieriger, denn da geht es nicht nur ums Geld, sondern um den Fuss in der Tuer zu haben.

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  • Warum wird hier überhaupt über SpaceX diskutiert?

    Warum wohl? Du muss die Zeichen der Zeit und Omen schon deuten koennen. 8):S:D

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