Warum ich aus Aktien ganz raus bin...

  • Alle Gründe aufzuführen , habe ich jetzt keine Lust. Ich denke: 1. Es wird crashen, lange und hart, denn die Fundamentals sidn beschissen: Siehe untenstehenden Artikel! .2. USA wird den Irak den den nächsten Tagen/Wochen massiv angreifen. Was dann passiert? - alles ist möglich. Ich habe alles verkauft, ein bisschen ein Gold angelegt, in echte Goldmünzen ( Krügerrand und Maple Leaf), Bargeld zu Hause erhöht und meine Vorräte deutlich augestockt., Und nun bin ich mal gespannt. Ab und zu kaufe ich Aktien als Tadungchance, aber meist mit Verlust. Lest doch mal den folgenden Artikel : Es lohnt sich! Ansonetn: Augen auf und durch!

    PAKU


    Dr. Kurt Richebächer, früher Chefökonom der Dresdner Bank, hielt die folgende Rede auf einem Seminar der EIR-Nachrichtenagentur am 5. November 2001 in Berlin. Wir haben den Text hier etwas gekürzt. Die ganze Rede wird in einem EIRNA-Bericht zusammen mit den anderen Beiträgen veröffentlicht werden.

    Wahn und Wirklichkeit

    Die tatsächliche Lage der amerikanischen Wirtschaft

    Meine sehr verehrten Damen und Herren,

    -- à propos Generationen. Ich bin groß geworden in einer Zeit, als die Volkswirte die Aufgabe hatten, nachzudenken. Sie müssen bedenken: Die alte Generation hatte wenig Statistik zur Verfügung, und schon das zwang zum Denken. Aber besonders unter amerikanischem Einfluß hat die Statistik so sehr um sich gegriffen, ist so überwältigend geworden, daß das Denken vollkommen aufgehört hat. Das intellektuelle Niveau in der ökonomischen Diskussion ist heute für mich das niedrigste seit 200 Jahren (vor etwas über 200 Jahren erschien Adam Smith mit seinem Wealth of Nations). Die Amerikaner haben schon in den 20er Jahren die Theorie aufgegeben. Es gibt nicht einen großen amerikanischen Nationalökonomen; es gibt jede Menge Nationalökonomen aus England, aus Schweden, aus Österreich -- aber nicht einen aus Amerika. Nun zur Sache.

    Nach herrschender Meinung hat die amerikanische Wirtschaft in den vergangenen Jahren eine große Renaissance erlebt, die Wunder der Produktivität und der Gewinne vollbracht hat. Ich habe die Sache immer im Auge behalten, und ich habe festgestellt, daß die Wunder im Grunde nur in der Statistik, aber überhaupt nicht in der Wirtschaft stattgefunden haben.

    Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Die Gewinnentwicklung der letzten Jahre ist die mieseste der gesamten Nachkriegszeit. Jetzt werden Sie fragen: "Wie ist denn das möglich?" Das kann ich Ihnen sehr einfach sagen: Es gibt in dieser Sache zwei Zahlenreihen -- "Reihe" ist schon übertrieben: es gibt eine Reihe, und das andere ist Stückwerk. Also: Das worauf jeder schaut, was Schlagzeilen macht, das sind die Berichte der Unternehmen. Und diese Berichte sind in einem Maße frisiert, daß sie keinerlei Beziehung zur Realität haben. Die Amerikaner sind heute an dem Punkte, wo die Unternehmen sogenannte Pro-forma-Gewinne mitteilen. Pro-forma-Gewinne sind errechnete Gewinne, bei denen jede beliebige Kostenart weggelassen wird, vor allen Dingen Zinskosten und Abschreibungen, die ausgegliedert werden nach dem Motto, diese Kosten spiegelten nicht die organische Entwicklung wider. Vodafone machte neulich Schlagzeilen: "Gewinnanstieg 40%." Das war aber nur der "EBITDA-Gewinn", das heißt Einnahmen ohne Zinsen, ohne Steuern, ohne Abschreibungen, ohne Amortisation.

    Außerdem müssen Sie eines bedenken: Warum führen die amerikanischen Unternehmen alle diese Akquisitionen und Mergers durch? Das Ziel besteht darin, Gewinne zu kaufen. Die wollen keine Synergien. Die wollen Gewinne kaufen, und diese werden dann dem eigenen Gewinn zugeschlagen. Das macht man zehn Mal im Jahr. Dann wird das extrapoliert, und Sie erhalten die wunderschönsten Gewinnkurven und bewundern die ungeheure Rentabilität der amerikanischen Wirtschaft. Mich stört, daß nicht ein Mensch aufsteht und sagt: "Das ist doch alles Quatsch."

    Denn es gibt eine andere Zahlenreihe. Und das ist die Zahlenreihe, an die ich mich als Volkswirt halte. Das ist die Zahlenreihe der amtlichen Statistik, der amtlichen Sozialprodukt- und Einkommensstatistik. Die kommt jeden Monat heraus und ist sehr ausführlich. Da können Sie, aufgeteilt nach 20 Branchen, in Details die Zahlen haben -- und dies sind die Zahlen, nach denen ich mich richte.

    Tatsache ist folgende: Die amerikanischen Gewinne sind scharf angestiegen von 1990, der Rezession, bis 1994. Mehr als 50% dieses Gewinnanstiegs von insgesamt 66% kam von Zinssenkungen. Der Rest kam von fallenden Abschreibungen, die ihren Grund darin hatten, daß die amerikanische Wirtschaft Ende der 80er Jahre aufgehört hatte zu investieren. Und das übersetzte sich jetzt in sinkende Abschreibungen, sinkende Zinsen und explodierende Gewinne. Aber der Gewinnanstieg hörte bereits im Jahre 1994 auf.

    In den nächsten fünf Jahren bis 2000 stiegen die Gewinne nur noch um 22%. Wie gesagt, das sind die amtlichen Gewinnzahlen. Und danach hatten die Amerikaner in den vergangenen fünf, sechs Jahren für eine "Hochkonjunktur" die mieseste Gewinnentwicklung aller Zeiten. In den Jahren 1998/99 gab es eine leichte Besserung. Aber seit dem 3. Quartal vergangenen Jahres erleben wir den steilsten Gewinnsturz aller Zeiten -- im übrigen auch bei den Gewinnen, welche die Unternehmen berichten. Denn diese Unternehmen haben in der Vergangenheit, aus ihren Akquisitionen, gewaltige Aktivposten in Form von "Goodwill" gebildet. Sie haben ja alle anderen Fabriken aufgekauft zu Überpreisen. Die mußten sie irgendwie in der Bilanz unterbringen, und das geschah, indem man sie auf die Aktivseite als einen immer größeren Posten "Goodwill" einsetzte. Und da nun die Gewinne einfach verschwinden, muß man den "Goodwill" abschreiben. Sie wissen, Nortel hat 49 Mrd. "Goodwill" abgeschrieben und andere Unternehmen 10 Mrd. Es sind unglaubliche Zahlen, sofern sie sich um die Wahrheit bemühen. Aber es gibt kaum jemanden, der sich um die Wahrheit bemüht.

    Was ist mit dem Produktivitätswunder? Produktivitätswunder und Gewinnwunder sind ja in unseren Vorstellungen eng miteinander verkoppelt. Das eine Wunder fand so wenig statt wie das andere. Mir fiel als erstes auf: Es waren ja immer die Zahlen über den gewaltigen Investitionsboom. In den letzten Jahren lag die Investitionsquote der Amerikaner bei 35% der Wachstumsrate. Auf der anderen Seite gab es Null Ersparnisbildung, zusammenbrechende Ersparnisbildung. Für mich ist es logisch ein Unding, daß man zugleich einen Investitionsboom und zusammenbrechende Ersparnisse haben kann. Das ist nicht möglich, denn ich kann nur investieren, wenn ein anderer spart und mir dadurch die Ressourcen freigibt für meine Investition. Das war also von vorneherein ein totaler Unfug. Aber niemand nahm Anstoß daran, denn, wie gesagt, theoretisches Denken ist völlig abhanden gekommen.

    Als nächstes fielen mir die Computerinvestitionen auf. Es wird dauernd gesagt, gewaltige Computerinvestitionen bringen Produktivität. Ja, das tun sie auch. Aber wie? Ich verglich nominale Ausgaben für Computer und reale Ausgaben in den beiden Sozialproduktrechnungen. In der nominalen Statistik haben die Investitionsausgaben der amerikanischen Unternehmen für Computer in der Zeit von 1997 bis 2000 34 Mrd. Dollar betragen. Das ist gar nichts für eine Volkswirtschaft von 10000 Milliarden Dollar BIP. Aber in der Realrechnung des Sozialprodukts stehen keine 34, sondern 214 Mrd. Dollar. D.h. in der Realrechnung wurden aus einem für Computer ausgegebenem Dollar fast sieben Dollar. Wie ist das möglich?

    Hedonischer Preisindex und andere Operationen

    Die Amerikaner haben in den 80er Jahren beschlossen, bei der Berechnung der Investitionsrate mehr und mehr Qualitätsverbesserungen zu berücksichtigen, und das nennen sie den hedonischen Preisindex. Beim Computer war das nun schon seit Jahren im Gang, aber ab 1995 begann eine förmliche Explosion in den Computerleistungen. Ich bin da ein totaler Laie, aber es geht wohl um Memory (Speicherkapazität) und um Geschwindigkeit und alle diese Dinge. Das explodierte. Und mit der Computerleistung explodierte die Berechnung der Investitions- und Produktionszahlen für Computer: Sie versiebenfachte sich. Aus 34 Mrd. wurden in der Statistik 214 Mrd. Diese 214 Mrd. machten 20% des realen Sozialproduktwachstums aus. Das war also schon ein dicker Posten.

    Der zweite Schlag kam dann vor zwei, drei Jahren. Da beschlossen die amerikanischen Statistiker, daß Software-Ausgaben eigentlich nicht als Kosten, sondern als Investitionsausgaben zu betrachten seien. Das gab noch einmal 70 Mrd. in die Sozialproduktrechnung hinein. Sie müssen bedenken: Kosten gehen nicht ins Sozialprodukt. Ins Sozialprodukt gehen nur Endausgaben. Aber als Investitionsausgaben gehen sie nun ins Sozialprodukt, und insgesamt ergab sich dann aus hedonischem Preisindex plus Kapitalisierung der Software -- auf dem Papier -- ein Investitionsboom von 25% des Wachstums oder 1% des Sozialprodukts.

    Dann gab es eine dritte Operation. Im Jahre 1995 empfahl die Boskin-Kommission Verbesserungen der Berechnung der Inflationsraten unter stärkerer Berücksichtigung etwaiger Qualitätsverbesserungen. Da ging es sehr kompliziert zu. Insbesondere die Mieten wurden plötzlich ganz niedrig. Auf diese Weise kamen weitere 0,8% Sozialprodukt zustande.

    Wenn Sie jetzt diese drei Dinge zusammenrechnen, dann kommen Sie zu dem Ergebnis, daß im Grunde der ganze Investitionsboom überhaupt nicht stattgefunden hat, außer in diesen statistischen Veränderungen.

    Ich persönlich habe vor allen Dingen auch den hedonischen Preisindex abgelehnt. -- Die Idee scheint ja plausibel zu sein: Mehr Leistung muß berücksichtigt werden. Allerdings sind diese hedonischen Dollars, die immerhin eine gute Portion des Wachstums ausmachten, Dollars, die kein Mensch ausgibt, kein Mensch einnimmt und keiner sieht. Es sind Dollars ohne jede Spur von wirtschaftlicher Wirkung. Und deswegen habe ich diese Behandlung immer als groben Unfug betrachtet. Aber es führte zu diesen phantastischen Zahlen, nicht nur beim Sozialprodukt, sondern auch bei der Produktivität. Denn jede statistische Berechnung, die das Sozialprodukt erhöht, geht mit gleicher Menge von Dollars in die Produktivität hinein. Und so hatten sie plötzlich nicht nur ein Wachstumswunder, sondern auch das berühmte Produktivitätswunder.

    Noch ein anderer Punkt: Die Amerikaner bauen keine Fabriken mehr. Der Investitionsboom fand nur auf dem beschriebenen Wege in Computern statt. Das hat nun aber zu einer gewaltigen Veränderung in der ganzen Investitionsstruktur geführt. Es wird immer weniger kurzfristig investiert, und langfristig überhaupt nicht mehr. Das erhöht zwar am Anfang das Sozialprodukt über Bruttoinvestitionen, aber dann kommen die Abschreibungen, und die schießen immer schneller in die Höhe, je länger dieser Prozeß dauert. Wir sind jetzt an dem Punkt, wo die Abschreibungen in Amerika die Investitionen überholt haben. Amerika hat heute negative Nettoinvestitionen, und das gesamte Sozialprodukt, ohne Abschreibungen, ist längst im Minus. Das amerikanische Sozialprodukt ist in den letzten drei Jahren um 14% gestiegen, aber die Abschreibungen sind um 34% gestiegen. Das heißt, Amerika ist hauptsächlich damit beschäftigt, seine Abschreibungen zu verdienen. Das bringt in der Statistik auch noch Wachstum, obwohl es eigentlich nur darauf hinausläuft, alte Maschinen zu ersetzen.

    Produktivitätswunder hat nie stattgefunden

    Was nun die Gewinne betrifft, so muß man bedenken, daß natürlich der hedonische Preisindex keinen einzigen Dollar in die Kasse bringt. Da kommt kein Gewinn zustande. Die Kapitalisierung der Software dagegen ging voll und ganz in die Gewinne. Denn plötzlich werden Kosten weggenommen und als Investitionsausgaben aktiviert. Das hat die Gewinne erhöht. Bemerkenswert ist, daß die Gewinnentwicklung trotz dieser Verschönerung einfach katastrophal ist.

    Insofern stellt sich die Frage: Wieso verlaufen die Gewinne so schlecht? Eine einfache Antwort ist: Das Produktivitätswunder hat nie stattgefunden. Es hat eben nur in der Statistik stattgefunden, aber nicht in der Wirtschaft. Es gab statistischen Zuwachs, aber keinen echten Produktivitätszuwachs für die Unternehmen.

    Prosperität kommt nicht von Produktivitätswundern, sondern sie kommt vom Sparen und vom Investieren. Die industrielle Prosperität hatte ihren Grund darin, daß man riesige Fabriken bauen mußte, um diese Maschinen herzustellen. Bedenken Sie, was man investieren mußte, um die Elektrizität herzustellen. D.h. die Prosperität kommt vom Investieren, und nicht ohne weiteres von der Produktivität. Wenn ich zusätzlich Produktivität erhalte, dann ist das prima. Aber die Prosperität kommt von der Kapitalbildung, die stattfindet: vom Bau der Fabriken und dem Bau der Maschinen. Es ist die Tätigkeit, die Einkommen entstehen läßt. Die Prosperität kommt von der Einkommensbildung und nicht automatisch von der Produktivität. Die Kapitalausgaben sind somit der Kernpunkt bei all diesen Dingen. Und die sind eben in Amerika minimal, wenn sie diesen statistischen Hokuspokus wegnehmen.

    Der andere Punkt ist der, daß in meinen Augen diese berühmte Shareholder-Value-Kultur die schlimmste Mißkultur darstellt, die es je im wirtschaftlichen Denken gegeben hat. Akquisitionen und Mergers sind schließlich kein Ersatz für Kapitalbildung und Investitionen. Diese Unternehmen haben en masse diese Akquisitionen betrieben, um nicht zu investieren. Ich sage immer: "Restrukturing" und "Downsizing" und all diese schönen Worte sind bloß Synonyme für "Nichtinvestieren". Und aus diesem Grunde fehlt es in den USA an Kapitalbildung. In einem Lande, wo nicht gespart wird, kann es ja auch gar keine Kapitalbildung geben, höchstens auf dem Papier.

    Und daher bin ich der Meinung, daß diese Technik, die so gerühmt wird für ihre Produktivität, gar keine Profite generiert. Wenn Sie heute die Nasdaq-Unternehmen nehmen und all die Abschreibungen berücksichtigen, dann haben diese Unternehmen seit 1995 keinen Pfennig verdient. Sie sind alle in den roten Zahlen. Das waren Scheingewinne in der Vergangenheit, die sie großenteils aus dem Aktienmarkt geholt haben. Sie haben ihre Gewinne im Aktienmarkt gemacht, haben dann andere Unternehmen gekauft, und die Gewinne wurden aufeinandergetürmt. Das waren alles Papiergewinne, Scheingewinne, keine Gewinne aus Produktion und Produktivität. Es war alles Betrug.

    Und insofern sehe ich das Problem in der Technik. Die Amerikaner haben geglaubt, das muß doch eine wunderbare Technik sein, für die man so wenig tun muß. Da kann man 50% mehr produzieren, von heute auf morgen, und dann sind wir alle reiche Leute. Wir haben geglaubt, daß diese Technologie besonders gut sein muß, weil sie so wenig kostet. Aber das ist der Grund, warum sie auch keinen Gewinn bringt. Gewinne können nur über Ausgaben entstehen. Ich sage immer: Die Hauptgewinnquelle sind kapitalisierte Ausgaben. Und wenn ich keine kapitalisierten Ausgaben habe, kann ich keine Gewinne machen. Und diese Quelle fließt nicht bei dieser neuen Technik. Sie fließt auch nicht von dieser neuen Shareholder-Value-Kultur, die ja andere Transaktionen vorzieht.

    Ich lese immer wieder, was die amerikanische Notenbank alles unternimmt: neun Zinssenkungen, demnächst die zehnte Zinssenkung. Und dann sage ich: Aber liebe Leute, allmählich ist es doch Zeit, einmal darüber nachzudenken, warum diese Zinssenkungen überhaupt keine Wirkung haben -- abgesehen davon, daß sie im Moment den Aktienmarkt hochtreiben. Nebenbei gesagt, die Aktien werden immer teurer, da die Gewinne nämlich noch viel schneller als die Aktienkurse gefallen sind. Im Transportsektor zahlen sie das 800fache für die Gewinne, vielfach sind ja gar keine Gewinne mehr da, und bei Utilities (Versorgungsunternehmen für Wasser, Strom etc.) bezahlen sie das 60fache. Bei Dow-Jones-Firmen zahlen sie das 35fache, und das bezieht sich wohlgemerkt auf die frisierten Gewinne.

    Die Gewinne sagen mir, wohin die Wirtschaft geht, nicht der dämliche Index von der Michigan University über die Stimmung der Konsumenten. Nicht der Konsument, wie die Amerikaner glauben, sondern die Gewinne und die Investitionen der Unternehmen sind entscheidend. Der Konsum kommt dann von selber.

    Die andere erstaunliche Sache: Alle Rezessionen der Vergangenheit hatten ein und dieselbe Ursache. Steigende Inflationsraten zwangen die Notenbank, die Bremse zu ziehen, und es kam zu drastischen Kreditrestriktionen. Scharf rückläufige Kredite führten zum Abschwung. Das ist die Ursache einer jeden wirtschaftlichen Rezession der Nachkriegszeit in Amerika und in Europa gewesen. In Amerika hat aber überhaupt keine Verlangsamung der Kreditexpansion stattgefunden. In den Boom-Jahren lag die Kreditexpansion des privaten Sektors in Amerika, also der Unternehmen und der Konsumenten, bei über einer Billion Dollar pro Jahr. Bis 1997 waren die Kredite um etwa 700 Mrd. Dollar gewachsen. Seit 1998 wachsen sie pro Jahr um über 1000 Mrd. Dollar. Aber diese tausend Mrd. Dollar bringen gar nichts mehr. Das Komische ist: Sie haben ein scharf rückläufiges Wirtschaftswachstum, sie haben zusammenbrechende Gewinne, sie haben zusammenbrechende Investitionen, aber sie haben eine Geld- und Kreditexpansion, die alle Rekorde schlägt.

    Die breite Geldmenge wächst um 13,5% -- Kreditwachstum von 1000 Mrd. Dollar im privaten Sektor -- im finanziellen Sektor ist auch noch eine gewaltige Kreditausweitung im Gange. Wir haben die tollste Kreditausweitung aller Zeiten, und dennoch bricht die Wirtschaft einfach zusammen.

    Es wäre nun an der Zeit, einmal darüber nachzudenken, wie es denn überhaupt zu dieser scharfen Konjunkturabschwächung kommen konnte, während die Kredite und die Geldmengen in unvermindertem Tempo weitergeflossen sind. Wie ist das möglich?

    Ich will Ihnen sagen, warum: durch den Zusammenbruch der Gewinne. Das ist die einzige plausible Erklärung. In Amerika fehlt kein bißchen Geldmenge, kein bißchen Kredit. Früher, also in den normalen Zeiten, kam auf einen Dollar Wachstum des Sozialprodukts 1,6 Dollar Kreditausweitung. Wir waren schon in den Jahren 1998/99 bei vier, fünf Dollar Kreditausweitung pro Dollar zusätzlichem Sozialprodukt. Heute sind wir bei Milliarden Dollar für nichts. Für mich lautet die ganze Frage daher nicht: "Wie können wir die Kredite ankurbeln?" Ja, wohin wollen sie denn noch mit den Krediten? Wir sind heute bei tausend Milliarden. Wollen sie morgen auf 1500 Milliarden gehen?

    Der Punkt ist: Die Kredite gehen nicht in die Wirtschaft. Und sie gehen nicht vom Unternehmen in die Wirtschaft, weil die Unternehmen nichts mehr verdienen. Deswegen sehe ich keine Besserung in dieser Beziehung. Der einzige, der bis jetzt noch immer mehr gepumpt hat und die Konjunktur noch einigermaßen hochgehalten hat, war der Konsument. Und die Amerikaner sind ganz stolz darauf, daß der Konsument sein Haus immer mehr bis zum Schornstein verschuldet. In Amerika ruft man seine Bank an und sagt: Der Wert meines Hauses ist wieder um 10% gestiegen, ich möchte meine Hypothek um 10% erhöhen. Drei Tage später haben Sie 30000 Dollar auf dem Konto. So einfach geht das. Abertausende von Amerikanern haben das in den letzten Wochen und Monaten gemacht. Und darauf sind die Amerikaner auch noch stolz.

    Wo ist die Prosperität, wenn sie darin besteht, daß die Konsumenten ihre Ausgaben nur steigern können, indem sie ihre Haus beleihen? Das ist doch Schwachsinn. Ökonomisch ist das unglaublich. Wenn Sie sich die Statistik ansehen, dann stellen Sie fest, daß der amerikanische Konsument seit 20 bis 30 Jahren eine rapide steigende Verschuldung auf sein Haus besitzt. Ich habe noch die Generation der Amerikaner gekannt, die stolz darauf waren, wenn die Hypothek abbezahlt war. Heute sind sie stolz darauf, wenn sie sie erhöhen können. Und das steigt und steigt und steigt.

    Für mich ist das nun beim besten Willen kein Zeichen von Wohlstand. Es ist das Gegenteil. Greenspan ist im Kongreß gefragt worden: "Sagen Sie mal, ist das nicht problematisch, steigende Häuserpreise, steigende Hypotheken?" Und da sagt Greenspan: "Och, solange die Häuserpreise weitersteigen, steigt ja auch die Equity, das Eigenkapital." Der fand gar nichts dabei. Man muß sich das vorstellen: Die Häuserpreise erlauben steigenden Konsumkredit, und das wiederum soll die Konjunktur retten.

    Heute morgen war von Lösungen die Rede. Ich gehöre zu denjenigen, die sagen: "Die Leute, die uns das eingebrockt haben, sind nicht in der Lage, uns da wieder herauszubringen." Und nebenbei gesagt: Es ist viel schwieriger, als wir glauben. Um nur ein Beispiel zu nennen: Sehen Sie sich Japan an. Da wird immer gesagt, die Japaner weigerten sich, zu restrukturieren. Das Problem Japans besteht darin: Die haben sich in den Bubble-Jahren ihre Investitionsdynamik zerstört. Endgültig zerstört. Aber auf der anderen Seite: Die Konsumenten sparen. Bei Nullzins muß ich ja noch mehr sparen als vorher, um meinen Lebensabend zu sichern. Im Grunde krankt Japan daran, daß es seine Investitionsdynamik nicht mehr in den Griff bekommt. Aber es hat Konsumenten, die noch sparen. Und wir haben sie in gemilderter Form ebenfalls. Wir haben immer noch Sparer, aber immer weniger Investitionen.

    Die Amerikaner und die Angelsachsen im allgemeinen sind in dieser Beziehung der krasse Gegensatz. Die sparen überhaupt nicht, investieren auch nicht, aber sie haben Kreditsysteme, die bis zum Exzeß darauf eingerichtet sind, Konsumkredit zu finanzieren. Die amerikanischen Banken schicken jedes Jahr in Milliardensummen Kreditkarten aus. Jeder Amerikaner bekommt jedes Jahr mindestens 50 Kreditkarten. Und jede Kreditkarte hat eine Kreditlinie.

    Die Besonderheit Amerikas besteht also darin, daß es ein Kreditsystem hat, das voll und ganz auf Konsumkredit ausgerichtet ist. Und die Scheinprosperität der Amerikaner besteht darin, daß sie immer weniger sparen, immer weniger investieren, immer mehr konsumieren. Die alten Ökonomen nannten diesen Prozeß Kapitalkonsum. Und das führt zwangsläufig zum wirtschaftlichen Niedergang. Aber die Amerikaner haben soviel dämliche Europäer und Japaner und andere Asiaten, die ihnen das Geld immer jeden Tag von neuem schicken. Insofern geht das weiter. Wenn Sie genau hinsehen, stellen Sie fest: Der Anstieg des Lebensstandards in den USA hat seinen alleinigen Grund in den Auslandskrediten. Das ist die einzige Möglichkeit, den Lebensstandard zu erhöhen. Denn der Durchschnittslohn des Amerikaners geht seit 1973 beständig zurück, und der Reallohn des Amerikaners liegt heute mindestens 25% unter dem Standard von 1973.


    Quelle: Neue Solidarität Jg.28 Nr.46 21.11.2001

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  • Hallo Paku,
    ich hatte mich ja schon gewundert, warum man von Dir gar nichts mehr hört oder liest.
    Deine Sorgen in allen Ehren, aber irgendwie neigst Du zu Szenarien wie dem, das Du oben beschrieben hast. Darf ich Dich an unsere diesbezügliche Diskussion im September/Oktober erinnern?
    Ich teile Deine Besorgnis, aber nicht Deine Angst vor einer Art Weltuntergang.
    Wird schon werden, und vor allem habe ich mich gefreut, mal wieder was von Dir zu hören.
    Horst

  • Hallo Horst,
    habe in letzter Zeit einges zu tun gehabt, deshalb kaum Zeit zu posten. Aber was hä#lkst du denn von der kreativen US-Buichführung, vom Goldpreis, von der wachsenden Gefahr einer echten tiefgreifenden Weltwirtschaftskriese oder eines Religionskrieges mi Bush als Oberpropheten?

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  • Hallo,
    einige Bemerkungen zu den Ausführungen des Herrn Chefökonom:

    - zu Gewinnwachstum durch Aquisitionen und Merger, Goodwill, etc.  passt ganz gut der Thread unter allg. Börsenwissen "Wachstum durch Aquisitionen"

    - dass einige Unternehmen die ausgewiesenen Gewinne so gut wie möglich darstellen um Wall Street zu genügen - mag sein, aber 1. kann man das nicht verallgemeinern, 2. packen Unternehmen in schlechten Jahren dafür oft alle möglichen Kosten in schlechter ausgefallenen Gewinne oder Verluste mit rein

    - viel wichtiger als der Konjunkturlage, ist die Auswahl einzelner Unternehmen, dann kommt das Zinsniveau langfristiger Anleihen, dann mit Abstand die Großwetterlage der Konjunktur.

    - teilweise schreibt der Herr Chefökonom auch ganz schönen Müll:
    "die Amerikaner investieren nicht mehr in den Bau von Fabriken" (als ob das die einzige Möglichkeit wäre zu investieren), "jeder Amerikaner erhält jedes Jahr mindestens 50 Kreditkarten" !? ...

    - Andre Kostolany scheint mir ein besserer Beobachter der Wirtschaft zu sein, Zitat:
    >>Befindet sich die Wirtschaft in einer Rezession oder Stagnation wird die Notenbank die Zinsen senken. Kredite werden günstiger, ..Unternehmen werden neue Investionen planen...
    Genauso werden die Konsumenten eher bereit sein Kredite aufzunehmen zur Finanzierung eines Hauses, Autos, etc. ... auf diesem Wege wächst die Nachfrage nach Konsumgütern.
    Soweit die Theorie !
    In der Realität kommt es aber immer wieder vor, dass die Unternehmen aufgrund der Rezession keine Nachfrage erkennen können, die Investiionen...
    nahelegen würden. Dier Nachrichten der Wirtschaft sind schlecht, die Konsumenten haben in diesem Umfeld noch Angst vor grösseren Ausgaben und Verschuldung.
    Statt in Direktinvestitionen oder Konsum fliesst das von der Notenbank geschaffene Geld in die Börse, die Kurse können steigen obwohl Unternehmensgewinne sinken.
    Erst im zweiten Zug beginnen auch die Investitionen, usw...
    <<

    Ich denke die Situation in der wir (Europa/USA) uns befinden ist nichts besonders, nichts neues.
    Ende September (und vielleicht jetzt nocheinmal im Februar) sind meiner Meinung nach Aktien zu recht vernünftigen Preisen  zu haben.

    Und zur Behauptung der geringen Sparquote und hohen Verschuldung der Amerikaner weiss Kostolany auch etwas zu sagen:
    << Viel deutsche Wirtschaftexperten werfen den Amerikanern vor die Sparquote
    sei zu gering, die Verschuldung der Privathaushalte zu hoch und sie würden über ihre Verhältnisse leben. Muss der Amerikaner so unklug sparen wie der deutsche Michel - auf Sparbüchern und festverzinslichen ? Die Amerikaner kaufen Aktien *) die in die Sparquote nicht eingerechnet werden...
    <<
    *) wenn man Aktien einen (fairen) Wert zusteht, der natürlich nicht mit dem bezahlten übereinstimmen muss, kann man dagegen wohl nichts sagen.

    dak

    Gruß

    dak

  • Hallo Paku,

    schön mal wieder was von Dir zu hören. Daß es momentan nicht allzu rosig aussieht, wissen wir wohl alle. Aber genau jetzt besteht die Chance eines langfristig erfolgreichen Investments in Aktien.

    Ich gehe sogar soweit zu sagen, daß gerade die verprügelte IT Industrie in naher Zukunft noch von sich reden macht. Hier liegt meiner Ansicht nach in mittlerer bis längerfristiger Zukunft der entscheidende Faktor einer erfolgreichen Wirtschaftsumstrukturierung.

    Laß mich mal ein wenig fantasieren (bitte nicht mit den NM Blödels von vor 2 Jahren vergleichen...) Aber mal ernsthaft, wenn Du überlegst, wo die Zukunft hingeht, womit Du arbeitest, wie die Durchdringung in den Firmen und privat inzwischen von der IT-Industrie geworden ist - sehe ich klare Anzeichen einer Richtungsvorgabe für die Zukunft. Viele bisher hochgepriesene und -gelobte (Standard-) Firmen wurden zu recht verprügelt und werden Jahre bis Jahrzente brauchen, um sich - wenn überhaupt - davon zu erholen.

    Doch wenn ich mir heute wieder aktuelle News aus Amerika angehört habe, in der mitgeteilt wurde, daß inzwischen über 50 % aller US Amerikaner über Internet verfügen, ist für mich eines klar: Werbung, Dienstleistungen und Gütergewerbe wird in naher Zukunft ganz anderen Gesetzen der Abwicklung unterliegen, wie bisher. Natürlich wird Werbung im Internet wieder kommen. Vielleicht in einer anderen Form als reiner Bannerwerbung. Vielleicht in Video- und Audiostreams, sofern die Netze weiter ausgebaut werden (wovon ich ausgehe). Vielleicht in Zielgruppenwerbung, Akquise und Dienstleistungsangebote, speziell für die Besucher einer Seite zugeschnitten. Es werden nur einige wenige große geboren werden, aber dies ist die Werbung der Zukunft.

    Ich bin schon einmal auf die .NET Visionen eines Bill Gates eingegangen, einem für mich Vorbild in Sachen Wirtschaft, Denken und Handeln.

    Warum also allzu schwarz sehen für die Zukunft? Es wird sich vieles ändern, mit Sicherheit, aber es entstehen auch neue Chancen und Investitionsmöglichkeiten. Es wird eine neue Art des Rotierens und Etablierens geben. 95 % heutiger IT-Dienstleister wirst Du in 5 Jahren wahrscheinlich nicht mehr entdecken, oder sie sind zu einer Würstchenbude verkommen. Allerdings die 5 %, die übrig bleiben, werden die neuen Coca-Colas der mittleren Zukunft werden. Diese herauszufiltern wird die Aufgabe der nächsten Zeit werden. Und ich glaube schon, daß sich unter anderem mit solchen Aktien Geld verdienen läßt, heute, morgen und übermorgen. Nicht nur mit diesen - dies ist nur meine eigene persönliche für die Zukunft ausgerichtete Orientierung - auch an vielen altbekannten, jahrelang eingesessenen Firmen werden wir noch viel Freude haben. Ich glaube, Du wirst in Zukunft von Horst´s und Norbert´s Seite noch viele Beispiele dafür bekommen.

    Also nicht ganz so schwarz sehen - aufpassen, lernen, nachdenken, recherchieren und dann erst kaufen - die Tage des: Ich kaufe heute weil... sind wohl wirklich vorbei...

    Allerbeste und schöne Grüße an Dich,
    DAQel

    P.S.: Besten Dank übrigens nochmal für Deinen Brief, werde es mir noch überlegen...

    P.S.2: Und besten Dank an den Erfinder des Weihnachtsmannes - Coca Cola ;-)))

    "Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk."

  • Hallo Paku

    Extrem wie eh und jeh ;D

    Schön mal wieder was von dir zu lesen.
    Hoffe, wir sehen uns bald mal wieder!

    Liebe Grüße

    Spoil

    P.S. und denk dran: Durchhalten, Spaß haben, Mensch bleiben.

    Free Willy!

  • Hey Paku, long time no see,
    schön was von Dir zu lesen, natürlich wieder ein
    Untergangsszenario.
    Aber Bush macht mir mittlerweile immer mehr Sorgen.
    Nicht umsonst ist der Dow wieder unter 10.000 gefallen,
    als die enormen Summen bekannt wurden, die er
    in die Rüstung stecken will, gleichzeitig der Irak als neues
    Ziel seines Antiterrorkrieges immer wahrscheinlicher wird.
    Dank Bush wird auch im Nahen Osten wieder eine grausige
    Gangart gepflegt. Und bei all dem ist ihm eine Zustimmung
    im eigenen Volke von 80 % gewiss.
    Das kann einen schon beunruhigen.
    Wirtschaftlich sollte man mehr auf die Kaufkraft der Real-
    löhne achten. Dies ist wohl einer der objektivsten
    Indikatoren, welcher die Leistungskraft einer Gesellschaft
    bemisst. Da sieht es eigentlich ganz gut aus.
    Aber in dem Zusammenhang mache ich mir Sorgen
    darüber, daß die Sparquote der Amis ins Negative
    gedreht hat.
    Es stimmt schon, daß der Boom in Amerika überschätzt
    wurde, aber der Aufschwung war da. Trotz Bilanztricks
    und Geldmengenprobleme.
    Es sieht nicht rosig aus, aber ganz so schlimm ist es auch
    nicht.
    Gruß an die Hühner
    XRAY

  • @All,
    seid auch gegrüsst, nur ein paar Worte. Es crasht weiter wie man heute sieht und der Goldpreis steigt. Warum wohl? Okay, auch die Banken verdienen an meinen kleinen Goldkäufen, aber ich sehe das nicht als Anlage (obwohl ich jetzt schon, in knapp 2 Wochen im Plus liege), ich sehe als Notgeld für echte Katastrophen. Der Zustand unserer Gesellschaft (Und das gilt für alle westlichen kapitalistischen Gesellschaften) zeichznet sich u. a. durch einen Mangel an Alarmierung aus. Wir sidn in Frieden udn Wohlstand aufgewachsne, das hat uns verweichlicht. Wir sidn nicht mehr auf Katstrophen (Umwelt, Kriege, Wirtschaftszusammenbruch) vorbereitet. Ich habe mir folgendenes überlegt: Ihc bin alarmoiert, ein bisschen, und icvh habe mich ein bisschen vorbereitet. Ansoinsten lebe ich genauso weiter, fliege, fahre in Urlaub, trinke Rotwein, treffe Freude, mache Pläne, aber meine Grundstimmung ist anders! Ihchbin alarmiert, das heiußt, ich bin sehr schnell, wenn etwas pasieren sollte und weiß gaz gut, was dann zu tun ist. ich will keine Sicherheit (Utopie), aber ich will auch nicht mehr dieses "Wird schon alles gut gehen, ging visher ja auch alles gut". Denn das ist naiv und die Zeiten werden härter wreden. Vieles was ihr über Märkte und Aktien sagt ist richtig, wenn......es nicht zu Katastophen kommt. Aber was macht ihr im Katastrophenfall? Und jetzt weits diese Möglichkeit nicht einfach weit von euch. Wir sind dichter dran denn je in unseren Leben. Schon rein statistsich, und ökonomisch und psychologisch. Antizyklisches verhalten kann auch heißen, momentan aus der Gewinnmaximierung auszusteigfen und in Notfallvorsorge zu investieren. Denn wenn es kracht (so oder so) bleibt keine Zeit mehr zum Reagieren. Ich seh nicht Schwarz! Hab ich noch nie. Ich sehe alle Farben, aber ich halte inzwischen viel mehr für möglich, als noch vor einem jahr. Und eien Konmsequenz ist: die deutlich Erhöhungh meiner Reaktionsfähigekit auf alle möglichen Situationen. Mit größerem Aktieninvestment ist das nicht möglich. Was haltet ihr von der Alarmierung? Seit ihr nicht alarmiert? Lebt ihr genauso wie vor eine Jahr oder ändert sich bei euch auch was?

    MIt freundlichen, ernstgemeinten Grüßen

    PAKU!

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.

  • Hallo Paku,

    verstehen kann ich Dich nicht! Vor ein paar Monaten noch für jeden Zock zu haben, hortest Du heute die Raviolidosen unterm Bett. Ich gestehe, auch ich hatte meine Weltuntergangsstimmung: Genau und exakt hatten Frau und ich am 11. September um 14.30 Uhr Notartermin wegen Erwerb Eigentumswohnung. Auf dem Heinweg dann im Autoradio ... usw. usw.
    Was haben wir gelernt? Planet dreht weiter! Was soll heute anderes und schlimmeres passieren als bisher? Wie wir mittlerweile wissen, war der reale weltwirtschaftliche Effekt der Attentate vom 11.09. nicht größer als der Effekt der deutschen Einheit oder der Einführung von Windows XP. Einen dauerhaften politischen Effekt (Zeitenwende blablabla...) hat das Ereignis sowieso nicht.
    Letztes Wochenende 19 Grad in Hamburg, 22 Grad in München. Hat da irgendwer nach irgendwas gefragt? Lass mal noch drei solche Wochenenden kommen, und der Begriff "bin Laden" hat in Meinungsumfragen wieder denselben Assoziationspegel wie am 10. September.
    Mit Verlaub: Ich hoffe doch, dass Dir nicht auf privater Ebene etwas passiert ist, das Dein Fernrohr verdunkelt? Anhören tust Du Dich so!!

    Grüße von RK
    [br][size=1](Diese Nachricht wurde am 06.02.02 um 20:17 von Rotkaeppchen geändert.)[/size]

    Aber ganz genau!

  • Lieber RK,
    ich kann dich beruhigen, was das Private angeht: da ist wie immer alles im ganz normalen Chaos, mit Hochs und Tiefs und Nervereien und Spannung und viel Lachen trotz allem. Vergiss doch mal den 11.9., schau mal nach Indien (dem Typ trau ich einiges zu, zumal mit US-Rückendeckung gegen Pakistan), nach Irak, die müssen sich warm anziehen, in den Nahen Osten, da wird die Endlösing beiderseits angestrebt , nach USA, da entpuppt sich die Wirtschaftskraft als Ausgeburt kreativer Buchführung. der Kapitalismus treibt sich selbst auf die Spitze, bevor er sich in die Katatsrophe rettet. Das bisschen Bin Laden ist da nur eie Randeffekt.

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.

  •      Aus Focus.de von 19 hr 20:

    Gerüchte über einen bevorstehenden Angriff auf Irak haben neue Nahrung erhalten. Jetzt werden 250 deutsche ABC-Abwehrsoldaten nach Kuwait verlegt – offiziell zu einer Übung im Rahmen der Operation „Enduring Freedom“. Die meisten der Chemie- und Atomwaffenspezialisten des Bataillons 7 aus dem nordrhein-westfälischen Höxter sollten bereits im März wieder zurückkehren können, sagte Divisionskommandeur Jürgen Ruwe am Mittwoch bei einem Verabschiedungsappell im Beisein vieler Angehöriger.
    Das große Schweigen
    Auf etwaige Zusammenhänge des Einsatzes mit einem möglicherweise bevorstehenden Militärschlag der USA gegen Irak gingen Militärs und Politiker nicht ein. Auch über den genauen Einsatzort, die Ziele der Übung und den Zeitpunkt des Abflugs herrschte totales Stillschweigen. Die Soldaten, zum Teil in Einsätzen in Somalia und auf dem Balkan erprobt, hatten sich seit Wochen auf dem Truppenübungsplatz in Hammelburg (Bayern) auf ihre Aufgaben vorbereitet.
    Die Schiffe mit der Ausrüstung stachen bereits vor zwei Wochen in Cuxhaven in See. Zur Ausrüstung gehören vor allem Spürpanzer des Typs „Fuchs“. Der Panzer ist in der Lage, atomare, biologische und chemische (ABC) Kampfstoffe aufzuspüren. Atom- und Chemiewaffen können an Bord auch analysiert werden, biologische Stoffe müssen in externen Labors untersucht werden.
    Wie außerdem ein Marinesprecher im ostafrikanischen Dschibuti mitteilte, wird die für den Anti-Terror-Einsatz vorgesehene Flotte der Deutschen Marine voraussichtlich am Sonntag komplett sein. Mitte Februar werde dann der gesamte Verband aus drei Fregatten, fünf Schnellbooten und vier Versorgungsschiffen einsatzbereit sein. Zunächst verschaffe sich der Verband „vor Beginn einer länger andauernden Operation“ erst einmal ein „Lagebild“ vom Einsatzgebiet. Es umfasse das Rote Meer, den Golf von Aden, den Arabischen Golf sowie angrenzende Seegebiete.
    Hintergrund: In seiner Rede zur Lage der Nation hatte US-Präsident George W. Bush vor einigen Tagen Irak als Teil einer „Achse des Bösen“ bezeichnet, die Terroristen helfen würde. Er nannte auch Iran und Nordkorea.
    Anschließend äußerten mehrere hochrangige US-Politiker die Einschätzung, dass ein Angriff auf Saddam Husseins Irak gut möglich sei.
    Bagdad reagierte inzwischen ungewohnt flexibel und bot den Vereinten Nationen eilfertig an, ohne Vorbedingungen zu verhandeln. Die internationale Organisation fordert, dass UN-Waffenkontrolleure wieder ins Land gelassen werden.
    Israel besteht auf Vorwarnung
    Auch in Israel werden, was einen etwaigen Waffengang angeht, mittlerweile die Ohren gespitzt: Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser, der sich derzeit in Washington aufhält, besteht darauf, von den USA vorgewarnt zu werden, sollten sie gegen Irak losschlagen wollen.
    Er sagte dem israelischen Armeesender am Mittwoch, Israel müsse sich in einem solchen Fall auf einen Raketenangriff Bagdads einstellen. Ben-Elieser betonte, er habe Washington bei seinen Gesprächen auch auf die Gefahren hingewiesen, die nach Ansicht Israels von Iran ausgehen.

    06.02.02, 19:20 Uhr
         

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.

  • Die Amis isolieren sich und schei...ss..en drauf, typisch! Wie's weitergeht, kann man sich ja leicht ausmalen:

    Deutliche Kritik an US-Vorgehen

    Der französische Außenminister Hubert Védrine hat die US-Politik für die Lösung internationaler Probleme deutlich kritisiert. Der simplifizierende Ansatz der USA reduziere alles auf den Kampf gegen den Terrorismus, sagte Védrine im französischen Rundfunk Inter Radio.

    Diese starke Vereinfachung stelle ein ernstes Problem dar, vor allem mit Blick auf die Nahost-Krise. Ebenso kritisch zu Washington äußerte sich auch Verteidigungsminister Alain Richard.

    Die einseitige Haltung hat sich laut Védrine bereits mit dem Amtsantritt von Präsident George W. Bush gezeigt. Die USA neigten dazu, sich internationaler Probleme anzunehmen, ohne die anderen zu befragen, nur auf der Grundlage ihrer Interpretation und Interessen.

    Dabei "verweigerten sie sich jeder internationalen Abstimmung, jeden multilateralen Verhandlungen, die sich gegen ihre Entscheidungen, ihre Souveränität und ihre Handlungsfreiheit richten könnten".

    Angesichts der "amerikanischen Hypermacht" müsse Europa sein eigenes Profil zeigen, betonte Védrine. "Wenn wir in bestimmten Fällen nicht mit der US-Politik übereinstimmen, müssen wir das sagen." So teilten die Europäer nicht die US-Politik im Nahen Osten. Die Repressionspolitik des israelischen Regierungschefs Ariel Scharon zu unterstützen, sei ein Fehler. Und ein weiterer Fehler sei die Isolierung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat.

    aus n-tv.de von heute abend

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  • Finanznachrichten:

    7.2.02 Daimler-Warnung verstärkt Gewinn-Pessimismus Ertrags-Erwartungen für 2003 sind oftmals astronomisch. 17 von 30 Dax-Werten müssten Rekordgewinn erzielen

    Von Holger Zschäpitz

    Berlin – Um die hoch gesteckten Analystenschätzungen für 2003 zu erfüllen, bleibt vielen Unternehmen wohl nur noch die Möglichkeit, eine Bank zu überfallen. Denn Analysten rechnen für das kommende Jahr bei den deutschen Konzernen mit einem kräftigen Gewinnsprung. Nach einer Untersuchung der WELT müssten 17 der 30 Dax-Unternehmen im kommenden Jahr sogar einen Rekordgewinn einfahren, damit die Erwartungen nicht enttäuscht werden. Doch davon sind die Unternehmen meist Lichtjahre entfernt.

    „Bei den Schätzungen für 2003 muss noch einmal kräftig der Rotstift angesetzt werden“, sagt Johannes Reich, Chefstratege beim Bankhaus Metzler. „Unternehmensanalysten sind einfach noch zu optimistisch.“ Spätestens die gestrige Gewinnwarnung bei Daimler-Chrysler hat auch die letzten Investoren wach gerüttelt. Jetzt rechnet kaum mehr einer damit, dass 2003 ein Rekordjahr bei

    den Unternehmensergebnissen wird, wie die aktuellen Schätzungen noch suggerieren. „Bei den Prognosen müssen Abstriche gemacht werden. 16 Prozent müssen bei den deutschen Blue Chips durchschnittlich noch weg“, meint Bernd Meyer, Stratege bei der Deutschen Bank.

    ... Für die Börsen kommt der Gewinnpessimismus angesichts der weiter schwelenden Bilanzsorgen nach der Enron-Pleite zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Ruhten viele Hoffnungen doch darauf, dass im Schlepptau der sich abzeichnenden konjunkturellen Erholung auch die Unternehmensgewinne wieder auf Trab kommen. Doch die Erwartungen der Analystenzunft muten bei einigen Unternehmen doch astronomisch an. Beispielsweise prognostizieren Experten bei der Münchener Rück für 2003 einen Gewinn von 14,67 Euro pro Aktie – so hoch wie noch nie in der Unternehmensgeschichte. Damit müsste Rück-Chef Hans-Jürgen Schinzler das Ergebnis um 342 Prozent gegenüber 2001 in die Höhe treiben. Doch das ist noch gar nichts gegen Daimler-Chrysler. Chrysler-Vorstand Dieter Zetsche müsste wahrscheinlich Gold bei der US-Tochter finden, um einen Gewinnsprung von 433 Prozent zu schaffen.

    Derartige Ergebnissteigerungen scheint das Umfeld aber einfach nicht herzugeben. Nicht nur, dass die deutsche Volkswirtschaft im kommenden Jahr kaum mit den hierfür nötigen Wachstumsraten von über drei Prozent aufwarten dürfte. Den Unternehmen fehlt es angesichts eines sich immer stärker verschärfenden Wettbewerbs an der nötigen Preissetzungsmacht, um höhere Gewinne einzufahren. Die Produzentenpreise, die zuletzt sogar leicht rückläufig waren, sprechen hier eine deutliche Sprache. „Steigen jetzt noch die Löhne, sitzen die Unternehmen sogar in einer Gewinnfalle“, sagt Dieter Wermuth, Stratege der UFJ Bank. ... (Welt, 7.2.02)

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.

  • Hallo Paku,
    wir kennen einander ja persönlich und ich denke, dass wir einander auch schätzen. Deshalb darf ich Dir hier bei aller Sympathie folgendes sagen: Du hörst Dich an, als hätten Dich die Zeugen Jehovas zwangsrekrutiert.
    Zwar ohne den religiösen Hintergrund, aber dafür ist in Deiner Argumentation diese diffuse Weltuntergangsangst ziemlich stark ausgeprägt. Wenn Du jetzt eine ganz konkrete Gefahr benennen würdest, die noch dazu Neuigkeitscharakter hätte, dann könnte man darüber diskutieren. Du aber präsentierst hier einen ganzen Cocktail von Widrigkeiten, die so neu ja nun auch wieder nicht sind.
    Insbesondere will ich hier mal auf Bush und die von ihm ausgehende Kriegsgefahr eingehen. Da wir beide so ziemlich gleich alt sind, solltest Du Dich mal daran erinnern, von wem die USA in unser beider Lebenszeit denn so regiert worden sind. Da waren zwei kalte Krieger (Eisenhower, Johnson), ein durch und durch Krimineller (Nixon), ein ehrenwerter Biedermann (Bush senior), drei Trottel (Carter, Reagan, Bush junior) und zwei sexbesessene Charismatiker (Kennedy und Clinton).
    Nun gebe ich zu, dass mir ein gutmütiger Trottel wie Carter lieber ist als ein gefährlicher Trottel wie Bush (der aus meiner Sicht noch dazu auch nicht demokratisch legitimiert ist.  Florida ...) Selbst Bush wird aber keinen Krieg vom Zaun brechen, um seine Chancen auf Wiederwahl zu erhöhen. Wenn er Saddam Hussein gegenüber ein paar deutliche Worte spricht, dann muss sogar ich ihm zustimmen. Oder kannst Du nachvollziehen, warum man den Mann gewähren lassen sollte, nach dem, was er schon 1990 angerichtet hat? Kannst Du verstehen, warum man die vernichtende Niederlage des Irak im zweiten Golfkrieg nicht genutzt hat, Saddam und seine ganze Clique aus dem Verkehr zun ziehen? Ich nicht.
    Dieser Punkt wäre einer längeren Diskusion wert, aber eigentlich geht es mir um etwas anderes.
    Seit ich denken kann, gab es immer eine ganze Latte von Gefahren wie die, die Du beschrieben hast. Der Kalte Krieg, die Nachrüstung, die Atombombe, der viel zu starke Dollar, der viel zu schwache Dollar, die Inflation, die Deflation usw. Ich denke also, dass Du einen völlig normalen Zustand beschrieben hast und keine Ausnahmesituation, in der wir uns größere Sorgen machen müssten als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt, an den ich mich erinnern kann.
    Also: Durchhalten, SPASS HABEN, Mensch bleiben.
    Beste Grüße
    Horst

  • Horst,
    vielleicht weicht meine Einschätzung der Lage von deiner (eurer)  ab, weil ich nicht nur hier umtriebig bin, sondern auch in vielen anderen Foren, u. a. eben auch in Katastrophen-, Prophezeiungs,- Survival-, Wirtschaftskrisen-, Gold-, etc. -Foren. Und was man dort an Quellen zu lesen bekommt (einiges habe ich inzwischen selbst als Buch vorliegen und durchgeackert), lässt einen schon einiges grundlegend sehen. Ich will hier gar nicht auf details eingehen, aber eines nur: selbstverstandlich gehe ich davon aus, dass Bush und die hinter ihm stehenden Interessen ohne weiteres einen Krieg vom Zaun brechen. Nicht wegen der Wiederwahl (das ist lächerlich), sondern aus Macht- und Geld-Interessen heraus, gepaart mit religiös-moralischem Eifer (Das Gute gegen das Böse, mein Gott, wo leben wir denn?!). Ich gehe ebenfalls davon aus, dass die Amis Irak angreifen werden. Und ich habe wachsendes Misstrauen gehenüber den Bilanzierungsmethoden der Unternehmen, den Beschwichtigungen der Banken, den Optimisbeschwörungen der Staatsdiener und Analysten, etc. Wir werden sehen, ob die nächste Zeit Katastrophen bringt oder nicht. Ich sage: sie wird Katastrophen bringen. Das ist  quasi systemimmanent, überfällig und von  intreressierten Kreisen durchaus erwünscht.

    PAKU

    Augen auf und durch!

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.

  • Hallo Paku,
    nenn mir bitte mal ein paar Adressen von Katastophen- und Prophezeiungsforen. Ich würde mir das gerne mal anschauen.
    Meine Einschätzung: Das sind größtenteils Leute, die heute noch das Y2K-Trockenfutter im Keller haben und sich wahnsinnig darüber ärgern, dass am 1. 1. 2000 die Welt nicht untergegangen ist. Hier haben wir es meines Erachtens eher mit psychopathologischen als mit volkswirtschaftlichen Phänomenen zu tun.
    Zu Bush: Man sollte das auch nicht zu stark an einer Person festmachen. Sagen wir mal so: Wenn die USA den Irak angreifen, was ich nicht ausschließen kann, dann werden sie verdammt gute Gründe dafür haben. Nach dem 11. September sind sie verständlicherweise ein wenig sensibler geworden, was Bedrohung durch Terroranschläge ungeahnten Ausmaßes betrifft. Und ich denke nicht, dass das mit kalter Machtpolitik zu tun hat. Hier geht es um sehr berechtigte Interessen der Selbstverteidigung eines ganzen Volkes, nicht einer Clique von Ölbaronen.
    Gut, wir werden ja sehen, was passiert. Aber das mit den Adressen der Panik-Foren meine ich durchaus ernst. Ich möchte schon wissen, was da so zu lesen steht.
    Keep a stiff upper lip.
    Horst

  • Horst,
    natürlich tummeln sich in einigen  Foren 80 Prozent psychopathische Spinner, das muss  du von der unterhaltsamen Seite sehen. Vom Weltuntergang, bis zu Aliens, vom großen Kometeneinschlag bis zu Tempelritterverschwörung. Da gibt es nichts, was es nichts gibt, unglaublich! Aber einige bringen wirklich interessante Beiträge. Man muss eben das Richtige herauspicken. Viel Spaß beim Lesen: Hier ein paar Adressen:

    http://f7.parsimony.net/forum9673/index.htm
    http://f23.parsimony.net/forum53379/index.htm
    http://www.prophezeiungen-zur-zukunft-europas.de/wirtschaftscrashundvorsorge.htm
    http://www.geldcrash.de

    PAKU

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.

  • EIR ist wenigstens unterhaltsam. Ich schaue da auch ab und an mal rein. Allerdings weiß ich nicht, ob das eine Sekte ist oder nur extrem-rechte Spinner..... naja, wenn´s für interessante Anregungen reicht.

    Ich habe ja schön öfter auf die Intermarketananalysen von Markus Stolz hingewiesen. Die heutige paßt zum Thema.

    http://www.tradingexplorer.de/content/imra/aktuell.php (Link geht vielleicht nur heute am 8.2.)

    Hier der Text: Quelle: Trading Explorer (http://www.tradingexplorer.de)
    Auf einer kurzfristigen Basis besteht in dem momentanen Zyklus eine inverse Marktbeziehung zwischen langfristigen Bonds und Aktien. Auf jeder beliebigen längerfristigen Basis bewegen sich diese zwei Märkte jedoch zusammen. Im Chart wird der Durchschnitt der U.S. T-Bonds und der Bunds mit den S&P 500 Index Futures verglichen (logarithmisch skaliert).

    Auch wenn der momentane Zyklus anders sein mag, fallende Bondpreise sind selten gute Neuigkeiten für Aktien. Eine Ausnahme hierzu wäre, wenn die Wirtschaft so stark wächst, dass Gewinnwachstum und Gewinnerwartungen schneller steigen als fallende Bondpreise eine negative Einwirkung haben können. Diese Perioden enden allerdings meist in Crash-Szenarien.

    Externer Inhalt www.tradingexplorer.de
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  • Nur zwei Beispiele für die Foren:
    Also Horst, wenn ich sowas lese, denke ich schon, okay, die Amis werden loslegen. Ob sie einen guten Grund haben oder nicht, ich bitte dich, das ist doch relativ. Da können wir beide nichts beurteilen, weil uns die Infos fehlen!

    Also nun die Beiträge von heute:


    Geschrieben von Templar am 08. Februar 2002 14:08:20:

    Hallo zusammen

    Hatte eben Kontakt mit einem Freund der bei der Nato ist, es sieht tatsächlich so aus, als ob's nächste oder übernächste Woche losgeht, auch wenn Cheney ja erst noch seine diplomatische Mission beenden soll. (http://dailynews.yahoo.com/h/nm/20020207/…heney_dc_4.html)

    Ich werde dennoch morgen abreisen, was auch damit zu tun hat, dass ich auf Einladung des Ministeriums gehen werde. Redaktionsintern haben wir bereits Notfallpläne aufgestellt und ich werde von der Nato-Bekanntschaft informiert , falls eine frühzeitige Abreise angezeigt sein sollte. Und sonst werde ich denn halt Kriegsberichterstatter am Telefon und in der Tagesschau...

    Wünsche euch eine schöne Woche und vor allem, tut euch die Ruhe rein!
    In LVX

    Templar

    Und zweiter Beitrag als Antwort auif diesen:


    Geschrieben von Gideon am 08. Februar 2002 15:22:00:

    Als Antwort auf: Ihr werdet mich zwar für spinnert halten... geschrieben von Templar am 08. Februar 2002 14:08:20:

    Ich arbeite an einem zivilen Flughafen mit militärischem Teil der Bundesluftwaffe.
    Mein Arbeitsgebiet überschneidet sich mit militärischen belangen. Nach Aussagen der Sanitäts.-und Versorgungssoldaten bis zur Führungsebene wird es in der Woche nach dem 22.2 einen massiven Militärschlag geben. Die Luftwaffe bereitet sich verstärkt auf Rückflüge von Verletzten und auf größeres Versorgungsaufkommen vor. In der Zeit des Golfkrieges war ich Soldat in einem Deutsch - Amerikanischen Luftwaffenstützpunkt der aktiv am geschehen beteiligt war. Natürlich war kein Bundeswehrsoldat im Golfkrieg im Kampfeinsatz......
    Zur Zeit bin ich Reservist der Einsatzalarmreserve im Bundeswehrsanitätsdienst.
    Ich bin mir mittlerweile sicher, das uns große Veränderungen und kriegerische Auseinandersetzungen nicht nur im Ausland bevorstehen, bete aber das ich mich vollkommen irre...

    Ich kenne Templar schon länger (virtuell) und er gehört  nicht zu den Spinnern!
    PAKU

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.