Beiträge von silencer

    Zitat

    Original von Balkenchart
    Die Mehrheit der Leute wird erleben muessen, dass 1000 EUR (oder JPY, USD, GBP) auf dem Konto nicht das wert sind,

    [SIZE=3]Erst nach drei Generationen besteht dann die Gefahr, dass diese Lehre wieder vergessen wird. Aber das ist noch lange hin.[/SIZE]

    copy-paste von wiki: Deutsche Währungsgeschichte
    Die deutsche Währungsgeschichte seit der Reichsgründung (1871) war geprägt durch eine Reihe von Währungsreformen.

    bis 1923
    1 Mark (1881) entspräche 6,40 Euro
    1 Mark (1900) entspräche 6,00 Euro
    1 Mark (1913/14) entspräche 4,70 Euro
    1 Mark (1915) entspräche 3,50 Euro

    1923
    Die Rentenmark stoppte die Hyperinflation ab dem 20. November 1923 und löste die Papiermark im Verhältnis 1:1 Billion ab.
    1948
    Die Westzonen führten am 20. Juni 1948 eine Währungsreform durch. Die Reichsmark wurde im Verhältnis 10:1 von der Deutschen Mark abgelöst.
    1990
    Am 23. Juni 1948 wurde in der Sowjetischen Besatzungszone eine Währungsreform durchgeführt. Dabei wurde die Reichsmark im Verhältnis 10:1 durch die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank abgelöst.
    1999
    Der Euro wurde in Deutschland am 1. Januar 1999 als Buchgeld eingeführt und ist seit dem 1. Januar 2002 als Bargeld im Umlauf. Er wurde im Verhältnis 1:1,95583 DM umgetauscht

    Ich weiss, dass diesmal "alles anders" ist. Andere "Schuldige" und auf globaler Ebene. Diesmal ist es nicht der Russe oder der Führer, sondern der Ami und die faulen "Schweinestaaten", sowie die BRICs, die nun auch Schminke, Autos und Ipods haben wollen.
    Nachtrag: UND NATÜRLICH DIE BÖSEN SPEKULANTEN ;-)

    Zitat

    Original von woodpecker
    Weniger Konsum, weniger Arbeit, mehr Freizeit, mehr soziale Bindungen und Engagement, Zuverlässigkeit, mehr Umweltbewußtsein, ethisches Verhalten, mehr Qualität als Quantität:
    All das kannst Du für Dein persönliches Leben und teilweise sogar für Deine Familie und Freunde doch durchaus beeinflussen, vermutlich mehr als in den meisten anderen Epochen der Weltgeschichte.


    Genau so sieht es aus! Aber man kann nicht erwarten, dass sich das große Ganze ändert, auch wenn man selber logische und tolle Ideen für ein "besseres" System hat.


    Zitat

    Original von woodpeckerAlso warum tust Du es nicht einfach sondern hoffst auf die großen Änderungen im "System"?


    Am System wird sich nichts ändern, das war meine Aussage.

    Zitat

    Original von woodpeckerIch bin der Ansicht, dass abgesehen von aktuellen finanzpolitischen Verwerfungen das "System" immer noch viel mehr bietet als andere Systeme zu anderen Zeiten und an anderen Orten der Welt. Alles über den Haufen werfen ist finde ich nicht nötig, so pessimistisch muss man nicht sein.

    Das perfekte "System" gibt es nicht und wird es sobald nicht geben, also fang lieber in Deinem eigenen
    Umfeld/Verhalten an. (Nicht böse gemeint)


    Ach was. Vielen Dank für dein Feedback. Natürlich regt es mich immernoch auf, weil ich noch nicht die nötige emotionale Distanz geschaffen habe (ich bin grad erst den staatlichen Gleichschaltungseinrichtungen entflohen und bin noch geschockt, weil ich erst langsam aufwache und das alles noch nicht glauben kann/will ;-) ). Trotzdem muss man sich zu einem gewissen Teil dem Spiel anpassen, um seine (finanzielle) Freiheit zu behalten. Es bringt nichts sich gegen den (langfristigen ^^)Trend zu stellen.


    Zitat

    Original von woodpecker
    Mit dem Goldpreis hat das übrigens auch wenig zu tun.


    In meiner Wahrnehmungskugel lässt sich der Goldpreis mit all diesen sozialen Zusammenhängen besser erklären/vorausahnen, als mit dem Zahlenspiel.

    Ich komme aus der IT und weiß, was passiert, wenn man ein Programm laufen lässt, welches mit mehr als einer Hand voll Startparametern läuft, die sich im Ablauf gegenseitig beeinflussen.
    In ruhigen Zeiten mit wenig Startparametern lassen sich Gewinne/Geldmengen, etc halbwegs abschätzen, aber in instabilen Phasen mit mehr Paramtern wird es zum Lotto!

    Zitat

    Original von vinas
    Einen sozialen Wandel wird es sicher nicht geben solange wir alle nur auf hohem Niveau jammern. Damit der stattfinden kann muß der ganze unter einem untauglichen Währungssystem angehäufte Dreck aus dem System gepustet werden. Und das wird sehr schmerzhaft.


    Das Verrückte ist doch, je mehr Schmerz/Angst vorherrscht, umso besser lassen sich die Massen steuern. Du musst ihnen nur ein Fünkchen Hoffnung lassen und so tun, als gäbe es einen Weg (den Sie nur nicht verstehen). Dazu noch ein klares Feindbild und den Vergleich zu anderen, denen es noch schlechter geht.

    Zitat

    Original von vinas
    Vertreter der Österreichischen Schule mahnten unaufhörlich und ungehört.


    *hust*, alles nur klugscheissende Terroristen ;-)
    Es sind zu wenig Menschen, die sich überhaupt damit beschäftigen. Die meisten Leute halten sich selber für zu dumm, um die (unnönnötig ver)komplizierten Zusammenhänge zu verstehen. ---> Das können andere besser, ich bin ja nur Mauerer, Rechtsanwalt, Bankangestellter,...
    Der Fokus liegt auf Konsum, Angst, Fortpflanzung, Drogen,....

    Zitat

    Original von vinas
    Ob nach dem Crash eine Reflexion folgt die zu wirklichem sozialen Wandel führt? Schwer zu sagen, aber auch nicht 100%ig auszuschließen.


    Hat es in der Geschichte noch nie gegeben! Unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit, ging es wieder von vorne los / weiter.
    Und wenn es wirkliche Verbesserungen (Gefahr!!!) gab, dann hat sich das Ausland drum gekümmert.


    Zitat

    Original von vinas
    Aber um auf Investmentimplikationen zu kommen: solange der Wagen Richtung Wand unterwegs ist wird die Nachfrage nach Edelmetallen steigen. Denn immer mehr werden erkennen wohin die Reise geht.


    Ich behaupte, dass die meisten nicht vom Verstand geleitet werden, sondern von der Gier. Das ist bei jeder Hausse so.


    Zitat

    Original von vinas
    Und wenn er erst gegen die Wand gefahren ist, dann hat das jetzige Spielzeuggeld sowieso ausgedient und an seine Stelle wird etwas tauglicheres treten müssen.


    Warum?
    Mit dem Finger auf die Schuldigen zeigen: Ausländer, Zocker,.... such dir was aus. Dann ein paar Sanktionen verabschieden, Abgeltungssteuer kurzzeitig verdoppeln, Staatsdefizit nullen, Lastenausgleichsgesetz, die Köpfe in der Politik tauschen, neue Fahnen und Spruchbänder malen,.... neues Geld malen und vielleicht auch mal eine kleine Finanzspritze für die Bürger, damit der Konsum wieder anläuft. Dann gibts gute Presse über die besiegte Kriese und zack läuft der neue Zyklus an!
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Aktienbesitzer (vielleicht einige Bereiche wie Mienen) enteignet werden. Deswegen plane ich darin umzuschichten, wenn die Depression am stärksten ist. Wenn die Firmen nicht pleite gehen ist mir egal, ob der Kurs ein wenig schwankt, ich erstmal keine Dividenden bekomme oder die Währung nochmal ändert. Mir gehört ein Teil einer Firma und ich bin dabei, wenn die Sonne wieder aufgeht!

    Zitat

    Original von vinas
    Und wenn es nur vorübergehend sein sollte, da wieder kein nachhaltiger Lernprozeß stattfindet.


    Vorübergehend rechne ich mit Knappheit an allem. Da wird mit allem gehandelt und sich der Volkszorn mal kurz entladen. Da werden vielleicht ein paar Rathäuser und Ämter angezündet (die sie später wieder aufbauen) und geplündert. Aber es dauert nicht lange bis die Masse wieder nach Sicherheit und einem Führer ruft, der alles regelt!
    Ich habe auch ne Zeit lang gehofft, dass sich was ändert und das Volk die "bösen Buben an die Laternen hängt". ABER wie soll das laufen? Wem willst du an die Wäsche? Die wirklichen Profitöre kennt man garnicht mit Namen und die lassen sich auch nicht enteignen. Dies wäre nur möglich, wenn ALLE enteignet werden und da schreit der Michel aber, wenn er seine grad abbezahlte Bruchbude verliert.....

    Hallo Balkenchart,
    ich stimme mit den meisten deiner Aussagen überein, auch moralisch gefällt mir natürlich ein transparenter / fairer Ansatz lieber, als das was wir momentan haben.
    Ich bin vor einiger Zeit weggekommen vom reinen Zahlenspiel und habe angefangen mich mit Psychologie zu beschäftigen.
    Eine Sache habe ich wohl noch nicht deutlich genug rübergebracht:

    Geht es um ein "faires" System, oder um die Zementierung der Macht Einzelner?

    Zitat

    Original von Balkenchart


    Gar nicht :D Da werden sie mit leben muessen, nachdem das derzeitige System diskreditiert ist, in dem die Schulden anderer als Ersparnisse vermarktet werden.

    Damit unser westliches System wirklich diskreditiert ist, benötigt es nicht nur den Default mit anschließender Währungsumstellung durch den Staat, sondern einen wirklichen sozialen Wandel (nicht vollständig / ungeordnet!):
    1)Die Menschen müssen von sich aus einsehen, dass wir viel zu viel Ressourcen verschwänden und das viel Konsum nicht gleich viel Glück/Lebensquallität bedeutet.
    2)Das ein demokratisches System nur mit dem Einsatz jedes einzelnen Bürgers funktioniert!
    3)Das wir bei jedem Kriegseinsatz unnötig Geld/Ressourcen/Menschenleben(!) verheizen und es ausschließlich darum geht, die Taschen der "richtigen" zu füllen.
    und so weiter und so weiter. Nehmen wir uns "nur" mal diese 3 Punkte:

    1)Wird sich dieser Konsumwahn abschwächen?
    Die Herde kauft allen Dreck! Jeden Tag muss was gekauft werden, um sich vom eigenen Selbst abzulenken! Und ein guter Bürger muss ja auch kaufen, damit die Arbeitsplätze gesichert sind! Schließlich will man ja auch einen Arbeitsplatz haben, bei dem man zwar stets zu wenig verdient, aber murrend jeden Tag aufs neue dem Lehnsherren seine Zeit opfert, damit man sich Abends mit Konsumdreck ablenken kann!
    Leider ist z.b. deutsche "Wertarbeit" viel zu teuer für den konsumwütigen Mob, sodass er auf Plastikartikel aus Übersee ausweicht, die nach wenigen Wochen/Monaten irgentwo verbrannt werden, oder in kleinen Bruchstücken im Wasser schwimmen und das Ökosystem lahmlegen! Kaufen Kaufen Kaufen! Jedes Jahr mehr!
    Und von dem Gefasel, dass Mutter Natur uns das nie verzeihen wird, hat ja auch schon jeder genug! Ich nutz "common rail" mit Rußpartikelfilter, wenn ich mir Zigaretten hole, was soll ich denn bitte noch mehr tun?

    2)Wer möchte sich wirklich in unserer Demokratie engagieren?
    Es ist immer das gleiche Spiel, in jeder Menschenansammlung! Es gibt die Schafe und die Wölfe. Bloß nicht aufmucken heißt die Devise! Außerdem verleitet das geringe Selbstwertgefühl, gepaart mit einer Priese Faulheit und Angst, die eigene Verantwortung an irgendwelche Dritten abzugeben! So kann man nichts falsch machen, hat Zeit gespart und wenn was daneben geht, trifft einen keine Schuld! Dann kann man sich einen Schuldigen herauspicken und ihn beschimpfen und verurteilen! KLASSE SYSTEM! Wir kennen das auch unter dem Begriff "political correctness", wobei jedes andere Schaf, was seine (abweichende) Meinung äußert, als Deserteur geächtet wird, weil wir in unserer geliebten Demokratie ja alle am gleichen (!) Strang ziehen müssen! Wenn jemand einen anderen Weg geht, ist das Schaf verunsichert und bekommt Angst! Es will eine "schöne" Einheitswelt, in der es klar abgegrenztes richtig und falsch vorgesetzt bekommt, um nicht nachdenken zu müssen (ggf Fehler zu machen) und so in Ruhe sein "individuelles" Leben genießen kann.

    3)Das Schaf wird immer auf Angst gehalten! Es hört irgentwo was knallen, oder ihm wird im TV gesagt, wo angeblich was geknallt hat und dann sitzt es da, wie der Hase vor der Schlange! Es ist klein unbedeutend und schwach, darum wartet es auf Anweisung vom derzeit reGIERenden Führer, die es dann blind ausführt! Das praktische in unseren Tagen ist, dass es nichtmal selber den Abzug drücken muss, oder auch "nur" den Gestank der verwesenden Opfer inhalieren muss. Es muss nur tun, was es immer tut -> Die Klappe halten! Den Rest erledigen andere Schafe, die das letzte bisschen ihrer eigenen Moralvorstellungen für ein paar Mark und Fünfzig verkauft haben. Wenn sie dann psychisch kaputt nach Hause kommen und nichtmehr schlafen könne, wegen der Scheisse, die sie angestellt haben, werden sie noch bemittleidet, wie arm sie dran sind, die armen Mörder!
    Wär es nicht so traurig, könnte man drüber lachen!
    Unsere Entwicklungsgeschwindigkeit in der Technik, ist bei weitem extremer, als unsere genetische/soziale Entwicklung. Wir sind alle Affen, nur mit besseren technischen Möglichkeiten uns selbst zu zerstören ;-)

    Findest du das zu überspitzt dargestellt? Meinste solch tief verwurzelten Schemen, ändern sich über nacht?
    Aus meiner Sicht, wird es laufen wie immer. (Zitat Volker Pispers) "Man holt das Arschloch aus dem Wandschrank"!
    [ironie] Ihr seit doch die wahren Schuldigen! Dieses Spekulatenpack hat uns in die Kriese geführt! Die Bänker warens und natürlich die Börse selber. Außerdem die blöden Chinesen, die langsam eigenes Klopapier herstellen und keine Dollars mehr benötigen! Der faule Grieche, der all die Jahre auf unsere Kosten in Prunk und Pracht gelebt hat. Und natürlich die bösen Terroristen in ihren Erdlöchern und nicht zu vergessen die Natur, unser größter Feind! Klimawandel verursacht unvorstellbare Kosten! Und dann noch die ganzen Naturkatastrophen,.... [/ironie]
    Damit das in Zukunft nichtmehr passieren kann, müssen wir uns alle in die EU integrieren. Sprich Abgabe der letzten staatlichen Befugnisse! Alles muss transparenter werden, damit Betrug ausgeschlossen wird! Extrem transparent (aber natürlich nur für den Staat/Eu ;-) )! Mir wurde schlecht, als ich dieses Jahr eine kleine Europa-Tour gemacht habe --> unsere Nachbarn sind uns schon weit voraus! Alles muss sicherer werden und wir müssen das Klima "retten" (Milliarden für die Verschandellung unserer Landschaften ausgeben, um die Industrie zu stärken!). Wir müssen im Kampf gegen den Terror zusammenrücken und unsere Armeen bündeln und komplett unter das Komando der EU stellen,.....
    ----> Gold ist in solch einem totalitären System nicht angesagt! Vielleicht übergangsweise mal kurz um "transparenz" zu Signalisieren. Aber ich rechne mehr damit, dass es nur in wirklichen Finanzkriesenzeiten verwändet wird, um Treibstoff, Waffen, etc zu verschieben.


    Zitat

    Original von Balkenchart


    Dass man die Schoepfung von Kreditgeld braeuchte, ist auch so eine Legende, die von den Banken verbreitet wird. Die Wirtschaft kann ebenso mit 100% Eigenkapital funktionieren. Im Vergleich zum heutigen System wuerde man sofort sehen, dass Ersparnisse deutlich mehr wert sind, und dass es viel leichter ist, das Kapital fuer eine Firmengruendung anzusparen (ohne Fremdkapital), weil es gar nicht die Banken gibt, die Dir mit ihrem billigen Geld dabei Konkurrenz machen. Also ich finde diese Moeglickeit sehr attraktiv.


    ---> 100% Word!
    Aber man benötigt dieses Luftgeld um die Zahnräder zu schmieren und den größten Teil der Realgüter in den "richtigen" Familien zu halten!

    Zitat

    Original von vinas
    Ich glaube nicht, daß das hier irgendjemand so sieht. Ich zumindest nicht. Und gerade weil es niemand braucht ist es so gut als Geld geeignet.


    Es gibt nichtmal mehr eine einzige Unze pro Erdenbewohner.
    Also scheidet Gold von vorherein als Zahlungsmittel für die Masse aus, das gleiche gilt für Silber.

    Frage 4)
    Wie wird die Zahlung mit Gold zwischen Staaten praktisch realisiert?
    Eilen dann permanent hunderte Bootenflugzeuge mit Gold umher, um das Vertrauen zeitnah zu transferrieren?

    edit:
    danke, werde nachher mal nach den REAL BILLs suchen.

    Zitat

    Original von vinas


    Das ist natürlich schwieriger als mit Giralgeld. Aber auch nicht schwieriger als mit Bargeld.


    [Spass]Bargeld? Bist du Terrorist? Hast du den Fiskus oder andere Gläubiger am Hals? Bargeld, Edemetalle und jede Form von Tauschhandel ist nur was für böse Menschen, die was zu verstecken haben![/Spass]
    Ich vermute, dass es mit der neuen Währung kein Bargeld mehr geben wird, wie wir es kennen! Du wirst ja heute schon angeschaut, wie ein Verbrecher, wenn du Geld auf den Tisch legst und was Bar zahlen möchtest: "Machen wir nicht. Zu unsicher,...." Könnte ja geklaut sein, Schwarzgeld, man wird überfallen, etc...
    Alles schön sicher/transparent mit Karte und die RFIDs für die Zettel kostet in der Herstellung auch nichts mehr!

    Zitat

    Original von cktest
    In irgendeinem Smart Investor gab es dazu mal einen Artikel, wie man nach der Hyperinflation 1923 am besten verfahren hätte. Wenn ich mich recht erinnere, wäre es am besten gewesen, direkt nach Einführung der Rentenmark Staatsanleihen zu kaufen. Das Mißtrauen in die neue Währung war damals noch sehr hoch, so dass die Anleihen mit hohen Renditen auf den Markt kamen.


    Ich mag keine Anleihen. Wenn schon Papier, dann Firmenbeteiligungen, bei denen ich auch an der Substanz beteiligt bin.

    Zitat

    Original von vinas
    Aber eine Untergrenze ist leicht zu bestimmen: die Materialkosten für eine Banknote oder Münze für Bargeld und Null für Giralgeld.
    Bei Edelmetallen: als Untergrenze die Förderkosten.


    Die Förderkosten sind nur eine Untergrenze, wenn die Nachfrage mindestens gleich der Fördermenge ist!

    Auch wenn es hier viele anders sehen: Gold braucht niemand! Ist die Angst überwunden gibt es (eventuell schleichend) wieder neue Luftwährungen, die man schön überwachen, (be)steuern, unkontrolliert vermehren kann.

    Balkenchart:
    ---> Eine Art von Goldbindung, wäre viel zu transparent und fair, als das es wirklich Bestand haben könnte:

    1)Wie könnte man im neuen goldgedeckten System, ein Wirtschaftswachstum von sagen wir mal 3% realisieren, ohne eine Deflation einzuleiten?

    2)Wie kann man Gold überwachen / besteuern, den direkten Tauschhandel (am Fiskus vorbei) unterbinden?

    3)Wie kann das Kapital "geschöpft" werden, um damit zu lenken und die Taschen der "richtigen" Leute zu füllen? ;-)

    mal völlig OT:

    Zitat

    Original von Winter
    Da mag ich jetzt nicht mehr hinterherrennen und das bereits angetrocknete Zeug aufwischen.


    .... bist dir aber trotzdem für ein "beleidigte-leberwurst-kommentar" nicht zu schade.
    was soll der blödsinn, spackt euch bitte via pn voll, falls du die aussage dahinter nicht verstanden hast / verstehen willst.
    ich habe mich hier in der hoffnung registriert, dass es familiärer als in den großen foren abläuft, wo ständig mit dreck geworfen wird.
    ---> löscht am besten die unsachlichkeiten / doppelpostings raus, um die übersicht zu gewährleisten :-)

    Zitat

    Original von Balkenchart
    cktest sagte es schon: Ausstieg, wenn langlaufende Anleihen wieder eine gute Investition sind.


    Das bringt Sinn, aber hat einen Haken. Wenn Anleihen wieder Realrenditen abwerfen, ist es (aus meiner Sicht) schon zu spät! (der (Buchgewinn)Käs gegessen)
    Gold wird auf dem Top genauso steil fallen, wie es auf den letzten Metern gestiegen ist. Gold sichert "nur" die Kaufkraft, aber wirft keine Gewinne ab. Eventuelle Gewinne resultieren ausschließlich aus der Übertreibung. Wenn man also mit der Herde zieht und im sicheren Hafen wartet bis die Sonne wieder scheint, verliert man den größten Teil der (Buch)gewinne.
    Denn wer will dann noch mein Gold kaufen, wenn es wieder Realrenditen an den Papiermärkten gibt?

    hmmm, irgendwie reden wir hier immer um den heißen brei herum.
    ich habe bisher noch keine nachvollziehbare (exit)strategie in bezug auf die metalle gelesen.
    der staat hat angeblich soundso viel tonnen. der analyst sagt das und das. die chinesen, die saudis, die manipulation an den börsen,.... das ist doch alles heiße luft!

    mich würde interessieren, wie ihr so aufgestellt seit. habt ihr gold, oder schreibt ihr nur darüber? ;-)

    (bitte nicht als angriff werten, aber mir fehlt der realitätsbezug bei euren ausführungen!)

    Zitat

    Original von Winter


    Welches ist denn für Dich die größte Kaufpanik aller Zeiten?


    Das was jetzt langsam einsetzt, denn...

    Zitat

    Original von Winter
    ...die Lage war wohl damals lange nicht so kritisch, wie sie es heute ist. Was wäre ein bißchen Inflation gegen den Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems, oder wenigstens desjenigen der kapitalistischen Zentren?

    Zitat

    Original von Winter
    Daß der Goldpreis kurzfristig noch höher steigen kann, als für die Deckung der Geldmenge nötig ist - klar ist das möglich. Das entspräche dann einer Deflation. Jeder will Geld halten, vor allem diejenigen, die dann noch keines haben.


    Angst und Gier machen fast alles möglich und ich kann mir kaum vorstellen, wie der Prozess ruhig und halbwegs geordnet ablaufen kann, während der Großteil quasie enteignet wird.

    Wenn ich für eine Unze tatsächlich irgentwann den Dow kaufen kann und mir das Bauchgefühl sagt, dass es kaum noch weiter runtergehen kann mit der Erwartungshaltung, dann will ich nicht auch gierig/ängstlich sein, sondern Gewinne mitnehmen.
    Ob das neue Geld dann durch Gold, ein Basket aus Rohstoffen, oder wieder durch Luft gedeckt ist, spielt für mich weniger die Rolle, denn ich möchte ja nicht in Geld, sondern in reale Firmenbeteiligungen umschichten.

    Zitat

    Original von Joe
    Den fairen Preis von Gold zu bestimmen ist nicht einfach.
    Vinas hat ja schon mehrfach dargelegt, dass das an der falschen Messgröße liegt: Die Masseinheit USD oder Euro. Damit lässte es sich nicht leicht messen.


    Genauso sieht es aus. Was bringen einem nominale Zahlen?
    Ich rechne nurnoch in Brot, Bier, Autos, Aktien, Rohstoffe,....

    Externer Inhalt www.goldseitenblog.com
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    Zitat

    Original von Winter
    Mehr dafür zu bezahlen, wäre unvernünftig - selbst dann, wenn ich zu 100% sicher bin, daß alle Euro kurzfristig vollständig wertlos werden, weil es immer Alternativen gibt. Die können nur in Euro überbewertet sein, aber nicht relativ zueinander, es kann nicht alles überbewertet sein.


    Der Mensch ist nicht immer vernümpftig und rational ;-)
    Ich habe keine physische Alternative zu Edelmetallen gefunden. Verbrauchsgüter fallen weg. Luxusgüter, wie Autos, Gemälde und Co sind nicht meine Kragenweite. Energie: Öl/Benzin/Gas auch nicht, wegen Lagerung. Regenerative Energie lohnt sich nach meiner Rechnung (noch) nicht. Land/Immobilien sind zu teuer bewertet und zu einfach zu besteuern,....
    Also ich sehe keine wirkliche Alternative. Die Frage ist, was die Masse als Alternative wählen wird. Alkohol, Zigaretten, Waffen, Medikamente?

    Zitat

    Original von Winter
    Aber die von Balkenchart eingebrachte Idee für die Praxis des internationalen Zahlungsverkehrs könnte schon eher eine realistische Möglichkeit zu sein, zur Verrechnung von Leistungsbilanzsalden unter den Zentralbanken.....


    Ich glaube unsere Stories unterscheiden sich in dem Punkt, dass Ihr davon ausgeht, dass Gold wieder ins Zahlungssystem integriert wird und deswegen noch mehr aufwertet (?), deswegen nochmal meine Verständnisfrage aus dem anderen Thread:
    Könnt Ihr euch vorstellen, dass Gold im neuen Zahlungssystem noch teurer bewertet wird, als in der größten Kaufpanik die es je gegeben hat?

    Ich finde das alles sehr interessant. Aber verrennt man sich mit diesen Ansätzen nicht zu sehr in Details?
    Dieses Modell sagt xxx Dollar voraus, das nächste xxxx und Walter Eichelburg hällt xxxxxxxxx noch für günstig. Ich denke man kann es nicht so einfach berechnen.

    Was haltet ihr von meinem (naiven) Ansatz?
    Ich gehe vom physischen Markt aus: über den Preis vom Gold entscheidet einzig und allein der Käufer.
    Dieser Käufer ist zu allererst ein Mensch. Deswegen hinterfrage ich warum sich jemand entscheidet Gold zu kaufen und welchen Bewertungsmaßstab er bei der Preisfindung anlegt.
    [Blödes Beispiel, aber wenn ich Bock auf Bier habe und nur die Tanke geöffnet hat, zahle ich auch den 5fachen Preis. Und wenn ich beim Arzt bin, spielt Geld garkeine Geige mehr, solange ich es zahlen kann, weil meine Motivation nicht im "sparen/wirtschaften" liegt.]
    Ich versuche das Ende der Hausse mehr über die Großwetterlage und Motivation der Käufer zu bestimmen, als über reine Zahlen.

    Zitat

    Original von Balkenchart
    Es gibt ein paar plausible obere Schranken an den Goldpreis:
    a) bei ca 12000 USD/Unze ist die US-Geldbasis durch die US-Goldreserve gedeckt (relevant wenn die Kredite solide sind, aber die Geldbasis in Frage gestellt wird)
    b) bei gut 60000 USD/Unze sind die US-Staatsschulden durch die Goldreserve gedeckt (relevant wenn die Kreditwuerdigkeit des Staates in Frage steht)
    c) bei ca 30000 USD/Unze sind die im Ausland liegenden US-Staatsschulden durch die US-Goldreserve gedeckt (relevant, wenn die Auslaender das tun)
    d) wenn man eine Deckung aller im Ausland liegenden USD verlangt (also Zusammenbruch der Reservefunktion des USD), kommt man wohl noch deutlich hoeher


    Ich denke die wichtigste Komponente, die zur Preisexplosion führt ist die Angst. Da können logisch erscheinende Grenzwerte einfach überrant werden. Oder aber auch nicht!


    Natürlich gibt es Widerstände und Kurziele, die sich aus der Charttechnik ableiten, aber meistens kommt es anders als erwartet! Im Nachhinein lässt sich dann natürlich wieder eine logische Erklärung für den Chartverlauf finden, aber dann ist der Zug vorbei und geht nurnoch um hätte, wäre, würde!

    Zitat

    Original von nixda
    Hat mal jemand seine AGBs bei der Depoteröffnung durchgelesen? Hat man da möglicherweise der Verleih zugestimmt?


    Bei der Deutschen Bank steht es nicht ausdrücklich mit drin. Es wird einfach alles auf Clearstream verschoben und sich rechtlich distanziert.

    Zitat

    Original von Balkenchart
    Ich verstehe das so: Wenn die Aktie Dein Eigentum ist, dann schliesst das auch ein, dass kein anderer sie ohne Dein Einverstaendnis nutzen kann (z.B. verleihen).


    Der "gesunde" Menschenverstand, sagt mir das auch. Aber nach dem dürfte es nichtmal Giralgeld geben ;-)

    Wozu gibt es die Möglichkeit der Streifbandverwahrung?

    Zitat

    Original von witchdream
    Mir sind auch keine Fälle bekannt, in denen es jemals zu Unstimmigkeiten bei Aktientransfers gekommen wäre. Ich habe mir aber angewöhnt, die jährliche Depotabstimmung meiner Bank auszudrucken, damit ich auch im Falle eines Computercrashs meine Depotzusammensetzung schwarz auf weiss belegen kann.


    Vor einem Computercrash habe ich weniger Angst.

    Bedenklicher finde ich die Intransparenz und die Möglichkeit (theoretisch) mehr Anrechtsscheine auszugeben, als Aktien vorhanden sind (also wie beim Bargeld).

    Zitat

    Original von witchdream
    Die Originalliteratur habe ich noch nicht geprüft, aber das klingt zunächst mal sehr beruhigend.


    Bist du immernoch beruhigt? ;-)

    Ich bin letzte Woche mal auf doof zur Bank gegangen und habe als dummer Mensch, dumme Fragen gestellt. Bei der Frage, ob das Depot denn auch sicher sei (Leerverkauf), fing die gute Frau an förmlich auszurasten. Wer sowas behaupten würde, etc...
    Nach Ihren Ausführungen werden meine Orders direkt bei Xetra getätigt und mir zugeordnet.
    Beim Lesen der Unterlagen bin ich auf die Firma Clearstream gestoßen. Wenn ich die Verklausikulierung richtig verstanden habe, dann ist meine Bank komplett raus und hat damit nichts mehr zutun. Die andere Firma realisiert die Girosammelverwahrung und ist in Besitz der Aktien, auf die ich ein Anrecht habe (erinnert mich stark an mein Girokonto)

    Das ist mir alles ganzschön intransparent und kompliziert. Verstehe ich das richtig?

    Ich zahle bei meiner Bank Geld ein, dieses Geld wird über Xetra in Aktien getauscht und bei Clearstream verwahrt.
    Wenn ich die Aktien verkaufen möchte, werden sie bei Clearstream ausgebucht und mir das Geld überwiesen.
    Ich komme also nie mit den Aktien in Kontakt. Ich bin zwar Eigentümer, aber nicht Besitzer. Ich kann nicht prüfen, ob es "meine" Aktien tatsächlich gibt, ob sie verliehen werden und ob ich auch "meine" Aktien zurückbekommen, oder irgentwelche anderen.
    Wenn ich Aufpreis zahle für Streifbandverwahrung, dann liegen die Aktien bei meiner Bank separat auf einem "Haufen", der meinen Namen trägt?

    Zitat

    Original von woodpecker
    Hallo Silber-Investoren,
    als Silberneuling überlege ich eine kleine Silberposition aufzubauen, bin mir aber noch nicht ganz schlüssig, in welcher Form.
    Ziel ist weniger die langfristige Absicherung/Werterhalt sondern eher mittelfristig/spekulativ zu halten und bei Gelegengheit wieder in Aktien umzuschichten. Daher ist mir Liquidität relativ wichtig.

    Physische Bestände scheinen mir deswegen etwas sperrig zu sein, zudem muss man da MWSt bezahlen.


    Wieviel Kapital willst du denn umschichten, wenn es Dir zu sperrig wird?
    100.000¤ wiegen keine 90 Kilo mehr ;-)
    Und ab 12 Monate Haltefrist ist der (nominale) Gewinn [hoffentlich zumindest der Kaufkrafterhalt] steuerfrei!

    Ich sehe meine Silberposition als Absicherung gegen den (aus meiner Sicht) anstehenden kompletten Währungskollaps. Ich denke, dass Bargeld stark an wert verliert, damit die Staaten wieder "bei null" starten können und dabei möchte ich mich nicht auf digitale Silberversprechungszettel verlassen.

    Ich gebe auch nicht viel auf die Knappheitsgeschichten in der Silberversorgung und den neuen Technologien, die alleine zur Preisexplosion führen werden. Aber solche Geschichten sind der Bonus für die folgende Herde. Momentan kenne ich niemanden in meinem (direkten) Umfeld, von dem ich weiß, dass er nennenswert in Edelmetallen investiert ist. Viele reden darüber, die wenigsten haben was. Es sind nur alte nutzlose Symbole, die keine Zinsen bringen und zu teuer sind! Bei 3 Dollar, bei 5, 10, 15, 20, 50,..... erst wenn die Kurse schon wirklich abartig übertrieben sind, kommt die Masse in den Mark, will nichts verpassen und verzockt ihr Geld.
    Natürlich wird alles zusammenfallen und Aktien werden EM danach outperformen, aber obwohl der Preis schon so stark gestiegen ist und im Verhältnis zu den Förderkosten sehr teuer erscheint, sehe ich noch eine Menge Platz nach oben, bevor die Masse reinkommt und es wirkliche Lieferengpässe und verrückte Kurse gibt. Was passiert, wenn der Euro zerbricht? Und danch der Dollar, etc..?
    Bei echter Knappheit bin ich sofort mit >=50% raus und ab in Aktien oder real estate, je nach Kurs:-)