Posts by Al Sting

    Ich habe den Tesla-Short wieder eröffnet.

    Nach wenigen Tagen steige ich schon wieder aus, dieses Mal mit einem Verlust von 15%.
    Der Grund hat dieses Mal explizit keinen ökonomischen Hintergrund, sondern die Ankündigung, dass Tesla seine europäische Fabrik im östlichen Brandenburg bauen will.http://www.tagesspiegel.de/ber…-bei-berlin/25220356.html


    Ich hatte gerade anderswo als Ratschlag zum Investieren geschrieben

    Quote

    Wenn man sich in bestimmten Bereichen nachdrücklich nicht wohl fühlt oder schlecht schlafen kann, sollte man diese Bereiche meiden. Aktien sollten es nicht wert sein, die Nachtruhe oder die Selbstachtung zu verlieren.


    Ich bin ja skeptisch, dass das ein gutes Ende nimmt. Es erinnert mich fatal an die Hoffnungen, Pläne und Vorschusssubventionen, die Frankfurt-Oder nach dem Ende der Halbleiterwerks erst in eine Chipfabrik und dann in eine Solarmodulproduktion steckte - und den tiefen Kater, der die Stadt und das Umfeld nach dem Platzen der Hoffnungen erwischte.


    Aber egal: Sollte es wieder erwarten doch etwas werden, wäre das für Ostbrandenburg im Besonderen und ganz Berlin-Brandenburg im Allgemeinen eine richtig große Hausnummer. Von der Größenordnung her könnte es die größte einzelne Industrieansiedlung in der Region seit den frühen Neunzigern werden und im Erfolgsfall den Strukturumbruch des Kohleausstiegs in der Lausitz abfangen. Insofern wünsche ich dem Projekt alles Gute!


    Ergebnis: Ich wäre emotional zerrissen zwischen der Hoffnung auf einen Erfolg als Segen für Brandenburg und der Hoffnung auf ein Scheitern zum Nutzen des Puts. Diese Zerrissenheit tut nicht not.

    Ich hätte ja gedacht, das Thema "Kupfermine von Bougainville" sei in deutschen Aktienforen mittlerweile so etwas von verbrannt.
    Aber nein, Kryptowährungen erschließt zahllose neue Idioten. :rofl:

    Die Einleitung a la "Wir helfen den Menschen vor Ort" ist angesichts der großen Umweltzerstörungen in der Region, die bis zu einem Bürgerkrieg führte, schon weit vorne. Stand 1990: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498118.html

    Meine Empfehlung: Lesen, Ausprobieren, Erfahrungen sammeln und offen diskutieren.


    Lesen: Mit Basisbildung zum Nischenthema fängt es an. Graham wäre ein sehr guter Einstieg. Aber generell lohnt es sich, viele Ideen und Meinungen zu sammeln und zu durchdenken, Lesen bietet dafür einen wichtigen Input.


    Ausprobieren, wie gut (und gerne) du analysierst und welche Märkte, Branchen und Parameter für dich funktionieren. Schon hier gibt es je nach persönlichem Charakter unterschiedliche funktionierende Ansätze.

    Erfahrungen sammeln: Wie gehst du selber damit um,
    - wenn du Aktien lange hältst, ohne dass sich etwas ändert?

    - wenn deine Aktien um 20% oder 50% einbrechen?
    - dass deine Aktien um 20%, 50% oder 100% ansteigen?

    - dass die Marktstimmung für oder gegen deine Aktien laufen?
    - dass die öffentliche Meinung gegen deine Aktien, Branchen oder Regionen laufen?

    Welche Risiken beflügeln dich, welche Risiken nehmen dich übermäßig mit?

    So etwas kann man sich nur zum Teil anlesen, man sollte es auch selber erleben, wenn man mit eigenem Geld "im Feuer" steht.

    Meine Empfehlung: Wenn man sich in bestimmten Bereichen nachdrücklich nicht wohl fühlt oder schlecht schlafen kann, sollte man diese Bereiche meiden. Aktien sollten es nicht wert sein, die Nachtruhe oder die Selbstachtung zu verlieren.
    Ach ja, ich halte einen Start mit kleineren Einsätzen aka "Spielgeld" nicht verkehrt, um diese Erfahrungen zu sammeln, denn anfangs zahlen die meisten Lehrgeld. Mit der Erfahrung und dem Verstehen der eigenen Grenzen (die man dann auch stetig ausweiten kann und sollte) sinken die krassen Anlegerfehler. Was leider nicht heißt, dass dann gleich alles richtig ist, die Märkte können immer gegen die eigenen Einschätzungen aka Wetten bezüglich der Unterbewertung laufen.


    Offen diskutieren: Viele Augen sehen viel. Und können nicht zuletzt Hinweise und Denkrichtungen öffnen, die man selber nicht sah. Matzes Kommentare zu SnapOn und deren Abhängigkeit von Werkstätten sowie die langfristigen Risiken bei Autowerkstätten sind dafür ein gutes Beispiel.
    Man muss diesen Gedanken nicht folgen (sei es, dass man Werkstätten für robuster hält oder SnapOn die Fähigkeit zutraut, rasant andere Märkte zu erschließen...), aber es ist sehr wertvoll, solche Gedankenanregungen überhaupt zu bekommen. Und dafür ist eine offene Diskussionskultur mit dem Eingeständnis der eigenen Fehlbarkeit wichtig. Das ist auch kein Problem, denn KEIN Value-Anleger liegt immer recht. Ich hörte mal, 55% - 60% richtiger Einschätzungen sei schon eine gute Quote.
    Mir persönlich sind Leute per se suspekt, die mit ihren korrekten Wetten prahlen und ihre Irrtümer verheimlichen wollen. Nach meiner Erfahrung haben diese oftmals eine schlechtere Performance als Leute, die mit ihren Irrtümern offen umgehen.

    die (spending) party ist in vollem gange:


    https://www.ft.com/content/03b…015d-94100c5277-140324345

    Den Artikel fand ich sehr interessant. Es war das erste Mal, dass ich ernsthaft über einen Netflix-Short nachdachte.
    Es passte zu einer persönlichen Wahrnehmung: Auch hierzulande sind die größten Produktionen derzeit Serien, die von US-Firmen bestellt werden. Da kommen die "normalen" Hollywood-Budgets nicht mit, von den Budgets deutscher Produktionen ganz zu schweigen.

    Die Ausgaben für US-Fernsehserien sind derzeit extrem hoch, da wird noch viel Geld abgeschrieben werden müssen.

    Alleine die Vorstellung, dass Marc-Uwe-Klings (Känguruh-Chroniken) Buch "Quality Land" von HBO für den US-Markt (wo er bislang unbekannt ist) verfilmt werden soll, und dann gleich als Serie - Holla die Waldfee!


    Ich sehe für die Besitzerfamilien Pietsch&Porsche aus machtpolitischer Sicht in einem Aktienrückkauf keinen Nutzen. Die ausgegebenen Porscheaktien sind nur Vorzugsaktien ohne Stimmrecht, die "stören" nicht.


    Ein höherer Anteil bei VW-Stammaktien hingegen steigert die Handlungsoptionen.

    Falls VW mal eine KE braucht oder eine Übernahme gegen Aktien durchführen will, kann Porsche dem leichter zustimmen, ohne dass ihre Mehrheit in Gefahr gerät.

    Ein Holdingabschlag von 30% habe ich bei verschiedenen Firmen immer wieder erlebt, auch gerne über viele Jahre.

    Einerseits kommt es zu (geringeren) Steuern auf die eingehenden Dividenden. (Ich meine mal von 1,5% gelesen zu haben, bin mir da aber unsicher).

    Zum zweiten kostet diese zusätzliche Struktur Geld (Vorstand etc.).
    Sowohl Strukturkosten als auch Zusatzsteuern gehen von der durchgeleiteten Dividende ab und rechtfertigen ganz grundsätzlich einen gewissen Holdingabschlag.


    Weiterhin wird bei Porsche nicht die komplette Dividende weitergegeben (nur 50%?), der Rest wird gerne auch anderweitig investiert. Dabei verliefen die externen Investitionen der Porsche-Holding über viele Jahre nicht sonderlich überzeugend. Das fiel ihnen irgendwann selber auf, und so steckten sie das überflüssige Geld in den letzten Jahren lieber in eine Erhöhung ihres VW-Anteils, was angesichts der niedrigen VW-Kurse durchaus überzeugend klingt:

    2015: +1,5% auf 52,2% (Stammaktien) https://www.faz.net/aktuell/wi…-volkswagen-13825005.html

    2019: + 0,9% auf 52,1% (Stammaktien) https://www.welt.de/newsticker…le-an-Volkswagen-auf.html


    Ach ja, trotz des gewissen fundamental berechtigten Holdingabschlags ziehe auch ich zu aktuellen Kursen Porsche-Aktien den VW-Aktien vor.

    Nur zur Info, dass sich hier einige an meinem Tesla-Short zu orientieren scheinen: Ich habe diesen heute verkauft.

    Der Kurs von Tesla geriet in den letzten Wochen so arg unter die Räder, dass ich bein besserer Wahrnehmung positiver Nachrichten (so ging die KE einfach durch, die Cashreserve sollte damit noch eine Weile reichen) Gegenbewegungen erwarte.

    Bei 200$ ist zudem das Niveau erreicht, wo Tesla 2014-2016 lange stand, ich erwarte dort Unterstützung für den Kurs.


    Aunserem ist der Putz mittlerweile arg im Geld, der Bezugskurs mehr als doppelt über dem Kurs. 30-50% Aufschlag auf den Kurs erschiene mir bei einem erneuten Einstieg passender.

    Ich habe den Tesla-Short wieder eröffnet.


    Grund 1: Die Quartalszahlen mit schwarzen Zahlen haben viele Aktionäre begeistert und die Kurse auf über 300 US$ gehoben - also eher den oberen Bereich des halbwegs normalen Tesla-Kursbandes. Die Luft nach oben wird für die Aktie immer dünner, gut für einen Put.

    Die Gewinne scheinen wesentlich auf Effizienzsteigerungen im Produktionsablauf zurückzuführen zu sein, aber auch auf stark zurückgefahrene Investitionen. Hut ab vor dem ersteren, das zweitere hingegen erscheint mir nicht unproblematisch.

    Grund 2: Die Tesla-Umsätze im Mutterland USA sind gefallen, nicht zuletzt weil die Verkaufszahlen der teuren Modelle einbrachen. Auch wenn die neue, bald startende Fabrik in China dort zu steigenden Absätzen in 2020 führen dürfte: Sofern das für bald angekündigte Modell Y kein Durchbruch wird, steht die Wachstumsgeschichte von Tesla zunehmend in Frage. Und die Bewertung von Tesla ist jene eines krass wachsenden Unternehmens.
    Für mich deutlich mehr Risiko als Chancen.


    Meine Wahl:

    HSBC Trinkaus & Burkhardt Put 16.12.20 Tesla 380, WKN TR6BML, ISIN: DE000TR6BML4

    Laufzeit: Bis 16.12.20

    Basispreis: 380,00 USD

    Bezugsverhältnis: 10:1


    Kurs Basiswert: 317,32 USD

    Break Even: 281,47 USD

    (Preis Brief: 8,93€)

    Aufgeld p.a.: 10,16%

    Wie stark ist der Nicht-Reifen-Anteil?
    Vom Reifenhersteller Continental würde ich wegen der anderen Zweige derzeit die Finger lassen.

    Angenommen, die abgespaltene Firma macht in 5 Jahren die Grätsche, und diverse Schulden und Pensionsforderungen können dann nicht gedeckt werden. Ist Continental fein raus oder sind sie dann in Teilhaftung?

    Stichwort Bad Bank und so.

    Ich finde schon, dass es Autoaktien interessant macht: Die Branche zeigt, dass sie mit Klauen und Krallen um ihre Zukunft kämpft und sowohl die Kapazitäten (hohe Cashflows, überschaubare Schulden) als auch die Schmerzbereitschaft zum Risikoeinsatz dieser Kapazitäten hat. Damit bieten sie die wichtigsten Eigenschaften, um aus dieser Schlacht siegreich hervorzugehen.

    (Und wenn dieser Sieg absehbar wird, dürfte sich das in deutlich höheren Gewinnmultiplikatoren als aktuell wiederspiegeln.)


    Dyson versteht das schon jetzt, Tesla und Uber werden es noch schmerzhaft spüren, lediglich Google (Waymo)und einer möglichen Apple/Tesla-Kooperation traue ich es zu, sich in dieser Arena als Neueindringling zu behaupten.

    "Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel."

    woodpecker : Pass auf, dass du nicht zu vieles unter deinem "Herunterfahren"-Blickwinkel siehst.
    Deine Verknüpfung zwischen "Mir geht es besser, wenn ich meine Zeit besser genieße" und "Klimawandel ist eine Herausforderung, die unsere Gesellschaft meistern sollte" erscheint mir weit hergeholt.

    Nach längerer Diskussion zeigte sich, dass in der Buchhaltung offenbar doch ein Konto "Max Mustermann" für hoffnungslos renitente Fälle wie meinen vorgesehen war. Ich durfte schließlich ohne Vorzeigen eines Ausweises die Rechnung bar bezahlen.

    Als Rache für diese Behandlung ließ ich ein üppiges Trinkgeld bar auf dem Tisch liegend zurück.

    :thumbup:

    Ich sehe schon, wie Bargeldzahlen als Form des subversiven Anarchismus neue Popularität erringen kann. 8o

    Gegenthese:
    1. Die Amis haben in der Region m.E. ihr Gesicht verloren, sie werden dort auf absehbare Zeit keine einflussreiche Rolle spielen. Die Sanktionsdrohungen wird Erdogan abkönnen. Notfalls kontert er damit, dass die Amis dem "Oberterroristen" Fethullah Gülen Asyl bieten, also gepflegt den Mund halten sollen.
    Trump wird lautstark trumpeln, aber er ist in der Region als eher bellender denn beißender Hund aufgeflogen.

    2. In Israel sind die Reaktionen besonders heftig, da man einerseits mit den Kurden sehr enge Bande hatte und andererseits befürchten muss, einst selbst so holterdiepolter verraten und verlassen zu werden. Dort gibt es auch einige Aufrufe, den Kurden intensiver beizustehen und die Rolle der Amis zu übernehmen. https://www.nytimes.com/2019/1…srael-us-syria-kurds.html
    3. Russland füllt diesen Raum und wird der neue Dealmaker. Es scheint darauf hinauszulaufen, dass den Türken (vorerst) ein Streifen von 20 km zugestanden wird (den sie grob schon erobert haben dürften), aber Assads Truppen nach Bitte durch die Kurden in die anderen kurdischen Gebiete als Schutzmacht einzieht. Nach einiger Zeit könnten sich die Türken zurückziehen und Assad alles überlassen.
    Russland ist Schutzmacht Syriens und hat zugleich intensive wirtschaftliche (Pipelines...) und militärische (Raketenlieferung) Kooperationen mit der Türkei.
    4. Die Türkei wird mit einem Bein in der Nato verbleiben (die NAtor kann auch nicht auf die Türkei verzichten), aber mit dem anderen Bein mit Russland und dem Iran kooperieren. Wenn Erdogan mit Putin den Rückzug aus Syrien verhandelt hat, wird man auch bei den NAto-Partnern auf ein Sanktionsende dringen, da sie sich ja duchgesetzt hätten. *hüstel*.
    Hauptsieger: Putin
    Nebensieger: Erdogan, Assad, Iran.
    Verlierer: Kurden, Israel, USA

    Android 5? Gibt es dafür noch Sicherheitsupdates? Falls nicht, kommt es doch überhaupt nicht in Frage für irgendwas, was mit sensiblen Daten zu tun hat. Allein deshalb würde ich auch keine Apps für diese Version mehr herstellen.

    Sehr guter Einwand!
    Die letzte aktuell noch unterstützte (und damit noch mit Sicherheitsupdates versorgte) Android-Version ist laut Wikipedia 7.11
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Android-Versionen


    (Disclaimer: Auf meinem Handy ist auch Android 5.11 installiert, und kein Update zu aktuelleren Versionen möglich. Das impliziert aber, dass ich darauf keine Apps mit Finanzsoftware laufen lasse, weder für Online-Banking noch für den Aktienkauf.)

    Interessante Vergleiche.
    Bei den Rechnern zu Mobilität sowie zu Heizung und Strom fällt mir aber direkt ins Auge, dass die Ressourcenverbrauche für Erstproduktion, Wartung und Erhaltung einerseits der Fahrzeuge und andererseits der Immobilien kein Stück einkalkuliert wurden, beispielsweise in Form von degressiven Abzahlungen. Da die Abzahlungen der Anfangs- und Reparaturkosten im Vergleich zu den laufenden Kosten für Benzin und Heizung relevant ins Gewicht fallen, sollte sich das auch im Ressourcenverbrauch niederschlagen. Und die Nutzung alter, kleiner Wohnungen und Autos sich in anteilig zu niedrigeren Ressourcenverbräuchen niederschlagen.

    Stellt zurück?


    Das heißt für mich:

    Aus Image-Gründen vertagt man die Entscheidung nur ein wenig und verkündet den Bau dann sobald die Türkei wieder weniger in den Nachrichten ist.

    ;)

    Kann sein, muss nicht sein. Die Entscheidung wird verschoben, damit sie später auch noch anders getroffen werden kann.
    Ich wiederspreche dir, weil ich schon öfter erlebt habe, dass verschobene Entscheidungen nach dem Motto "Mal abwarten, bis der Sturm sich legt" später komplett revidiert wurden.

    Natürlich hat jede Bank ihren eigenen Generator, wäre ja auch zu einfach sonst.

    Ich konnte beim Wechsel von PSD-Bank zu BBBank meinen Generator weiter nutzen.
    Zugegeben, beide sind im genossenschaftlichen Lager und die Software wird bei beiden von Fiducia gestellt, wie allgemein im genossenschaftlichen Lager.
    Die IT-Umstellung war also herzlich einfach, sehr ähnliche Systeme.