Posts by Al Sting

    Viele CSU-Anhänger scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser. Das könnte aber auch für sie sprechen..

    Das könnte Koalitionsgespräche spannend werden lassen, falls die Grünen unter Baerbock stärkste Partei werden.
    Aber da dann sicher auch Ampel oder Grün-rot-rot möglich ist, müsste die CSU wieder ihre sagenumwobene Flexibilität beweisen. ;-)

    Baerbock versus Habeck:
    Ich nehme Habeck zunehmend als Schwätzer und Beau wahr, der nette philosophische Sachen sagt, aber dabei immer ein Stück weit auf seine Popularität zu schielen scheint. Ein Bekannter, der mal mit ihm in einem Konflikt Fischer versus Tierschützer zu tun hatte, war anfangs sehr begeistert und im Nachhinein sehr ernüchtert bis enttäuscht, weil Habeck anfangs groß aufgetreten ist (und gute Vorschläge machte), aber später die Substanz für den langen Weg fehlte.
    Für mich ist Habeck mehr Charisma als Substanz.


    Von Baerbock habe ich keinen wirklichen Eindruck gewinnen können. Was ich von ihr lese, ist solide aber nicht Besonderes.
    Aber wenn ich mit Leuten spreche, die sie aus persönlichen Begegnungen kennen, haben diese eine hohe Meinung von ihr, sie bescheinigen ihr Substanz.
    Für mich ist Baerbock mehr Substanz als Charisma.


    Entscheidung: Ich sehe Baerbock in der gleichen Situation wie Laschet (versus Söder): Wenn sie zugreift, bekommt sie es. Nur wenn sie nicht zugreift, ist Habeck an der Reihe.
    Baerbock hat ihr Interesse schon recht deutlich geäußert. Falls ihr kein böser Unfall zustößt, sollte sie es werden.

    Richtig cool wäre wenn jetzt noch der Merz wieder wie der Kasper aus seiner Springbox käme. "Haaallo, ich bin auch noch da! Wählt doch bitte mich!" ^^

    Genau das macht Merz gerade: Er kämpft um seinen alten Wahlkreis. Sein Nachfolger gibt ihn nicht kampflos preis.
    https://www.sauerlandkurier.de…aempferisch-90409652.html

    Das der Wahlkreis in NRW, also in Laschets Reich liegt und Merz da nicht mehr Ärger braucht, hat er sich öffentlich auf Laschets Seite geschlagen.

    https://www.n-tv.de/politik/Me…eder-article22480992.html

    Nur als Hinweis: Vor einigen Jahren hinterfragte John Hempton, wie sehr man den Zahlen von Alibaba trauen dürfte.
    http://brontecapital.blogspot.…baba-yeah-right-jack.html

    http://brontecapital.blogspot.…tions-size-and-scope.html

    https://fortune.com/2015/09/18…aking-numbers-hedge-fund/

    https://www.ft.com/content/d35…93-314a-af54-a649b21de53d

    Ob er recht hatte oder nicht - keine Ahnung.


    Die Bilanzen der an deutschen Börsen gelisteten chinesischen Firmen waren nicht alle (freundlich formuliert) gegen Bilanzbetrug gewappnet, und die regionale Ferne erschwert die Aufdeckung von Mauscheleien etwas.

    Spätestens seit Wirecard und Enron ist auch bekannt, dass pure Größe keine Sicherheit gegen Mauscheleien ist und dass Bilanzbetrügereien auch mal über 10 Jahre erfolgreich laufen können.

    Über Asthmaspray als Mittel gegen schwere Corona-Verläufe hatten wir schon im Februar kurz diskutiert.

    Zahlen & Fakten zu SARS-CoV-2 (Corona Virus)


    Damals war es noch eine Vorstudie, jetzt ist es ordnungsgemäß veröffentlicht worden.


    Damaliges Fazit: Soll nicht gegen Corona an sich helfen, wohl aber gegen einen schlimmen Verlauf (da entzündungshemmend).
    Ob es gegen Long-Covid hilft, ist unklar, auch weil Long-Covid u.U. andere Wege zur Verbreitung nutzt (These: Von Nasenhöhlen ins Gehirn)

    Ja, ich hör auch seit Jahren immer nur, dass die Holz-Preise absolut mies sind und damit nichts zu verdienen ist. Sturmholz, Käferholz, usw. Und auch bei Bauholz, etc. ist halt die Frage, ob die Preise nicht eher vorher einfach sehr niedrig waren. Für einen Baum, der einige Jahrzehnte gewachsen ist, bekommt man ein paar hundert Euro, also schon für einen größeren. Ansonsten 100 € wenn überhaupt. Und da hat man noch niemanden für's fällen bezahlt, bzw. wenn man's selbst macht die Maschinen, Zeit, etc.


    Also evtl. hat man sich da eher an zu niedrige Preise gewöhnt gehabt und wie der Mann vom Sägewerk sagt, dann muss man es halt weitergeben.


    PS:

    Wenn die Nachfrage und die Preise jetzt wirklich so hoch sind, kann man es ja den Waldbesitzern gezielt mitteilen. Da wären bestimmt genug da, die bereit wären, was zu schlagen. Vor allem, weil, wie Al Sting schreibt, eh umzubauen ist, Douglasien, etc. Viele Bauern, Waldbesitzer, etc. sind sicher bereit, zu anständigen Preisen etwas zu verkaufen.. Die letzten Jahre natürlich nicht, wenn die Preise mies sind, sagt sich halt fast jeder Bauer, dass er auf bessere Zeiten wartet..

    Im Vergleich der letzten 10 Jahre scheinen die Preise immer noch recht niedrig zu sein.
    Steigende Holzpreise kann man den Waldbesitzern wohl gönnen.
    https://www.agrarheute.com/mar…auern-waldbesitzer-579622

    Ha! Dann hab ich jetzt auch einen gut wegen Türkeiflüge!

    Germerkt! 8o


    Tatsächlich bin ich / die Famile seit 3 Jahren nicht privat geflogen.

    Durchaus mit dem Klimagedanke im Hinterkopf.

    Aber wie gesagt, es ist leider offensichtlich dass Downshiften sich nicht durchsetzen wird sondern Konses ist weiter wie bisher und Technik wirds richten, also hab ich beschlossen von meiner Familie in Zukunft nicht mehr zu verlangen als eben üblich.

    Ich sehe es nicht so, dass sich eine Selbstbeschränkung nicht durchsetzt. Schau dir beispielsweise an, wie die Zahl der Vegetarier in den letzten Jahren steigt.
    Aber es kommt immer darauf an, ob du es aus dir selber und deiner eigenen Überzeugung heraus machst oder ob du den Vergleich mit deiner Umwelt ziehst. Wenn du es als unerfreuliche Selbstkasteiung ansiehst, funktioniert es nicht.


    Zugleich, definitiv: Ohne technische Lösungen erreichen wir ein Abbremsen des Klimawandels nicht. Aber auch da sehe ich eben Grund zum Optimismus.


    PS: Ich musste lange nachdenken, wann ich das letzte Mal geflogen bin. Ist geschätzt 5 Jahre her und war damals auch der erste Flug seit vielleicht 5 Jahren.

    Meine NZZ-Erfahrung: Ein Artikel ist für lau, danach sollte man Cache und/oder Kekse wieder leeren.

    Bei mir ist das im Browserneustart automatisch enthalten.

    Mir wäre lieber, ich könnte mich heute zurücklehnen und überzeugt freudig sagen: kein Problem bzgl. Netzstabilität vorhanden. Statt dessen sagt der Rechnungshof: "Houston, wir haben ein Problem" - und das Wirtschaftsministerium: "Leute bleibt opimistisch, das wird schon gut gehen."

    Kannst du nie.
    Das Leben ganz ohne Risiko gibt es nicht.
    Alte Binse: Das Leben ist und bleibt lebensgefährlich.


    Man kann sich um eine Risikominimierung bemühen, und man kann Tendenzen betrachten und erkennen (das meinte ich mit der Empirie), aber Sicherheit gibt es nicht.

    2 Mio Haushalte haben für 1 Woche keinen Strom?

    Da hast du die Latte aber sehr niedrig gelegt. Wenn das in absehbarer Zeit passiert, ist bei der Energiewende eine Menge schief gelaufen!

    Das wäre das Level des Katastrophenwinters 1978 in der DDR, als Teile Thüringens über Tage keinen Strom und keine Heizung hatten, weil beispielsweise die Brennkohle zusammengefroren ist.

    https://www.elektromuseum.de/w…hneekatastrophe-1978.html

    https://www.ndr.de/geschichte/…schneekatastrophe222.html


    Wenn Netzversorger eine Woche brauchen, um ein Stromnetz wieder zum Laufen zu bringen, muss auch bei denen viel schieflaufen. Ich erinnere mich noch an eine Führung bei Enercity, (Stadtwerke Hannover), wo diese vom großflächigen Stromausfall anno 2011 berichteten. Sie waren stolz, wie schnell sie das Netz wieder hochbekommen hatten, aber da haben sie auch wirklich gut gearbeitet!: 22:30 Netz down (Huntertausende betroffene Haushalte), um 2 Uhr stand das Netz schon wieder.
    https://www.haz.de/Hannover/Au…l-legt-ganz-Hannover-lahm

    https://www.haz.de/Hannover/Au…fall-in-Hannover-gefunden


    Vorschlag (um ein "Scheitern" zu vereinfachen): Wir zählen das kumulativ, über einen Zeitraum von 5 Jahren.

    Wenn in den nächsten gut 5 Jahren (bis Ende 2026) insgesamt 2 Millionen Haushalte kumuliert 1 Woche keine Stromversorgung haben (also auch zwei Mal 1 Mio für eine Woche oder 2 Mal 2 Mio für je 3,5 Tage oder 14 Mal 1 Mio für einen Tag ...), betrachte auch ich die Sicherstellung eines sicheren Netzumbaus als gescheitert. (Und es müssen nicht die jeweils gleichen Haushalte mit dem Netzausfall sein!)

    Der Ernstfall kommt später und wird Taiwan heißen.

    Die Chinesen können es sich im Gegensatz zu Russland leisten sowas durchzuziehen.

    Lets see.

    Aber die Chinesen sind, im Gegensatz zu Putin, Strategen der Meisterklasse, die sich nicht auf taktische Winkelzüge einlassen müssen, um beim eigenen Volk Sympathie zurückzugewinnen.


    Die chinesische Führung hat es nicht nötig, sich auf militärische Abenteuer einzulassen, die ihnen langfristig gesehen schaden und den zukünftigen Weg erschweren, weil sie damit das Misstrauen der Welt wecken. Die chinesische Führung überzeugt ihr Volk stattdessen mit Taten und Perspektiven, dass es mit ihrem Weg dem Volk langfristig besser geht und das Land langfristig immer stärker und einflussreicher wird.


    Ich sehe das militärische Potential von China weiterhin wachsen.
    Aber ich halte die Chinesen für klug genug, auf dem militärischen Weg zu verzichten, weil sie friedfertig auf lange Sicht viel erfolgreicher sind.


    Ich traue ihnen sogar zu, dass sie sich den deutschen Weg genau angeschaut haben: 75 Jahre nach dem zweiten, verheerend verlorenen Weltkrieg hat Deutschland mit seinem friedfertigen, kooperativen Weg mittlerweile einen Einfluss in Europa gewonnen wie nie zuvor in der Geschichte.
    Das stolze Frankreich hat de facto akzeptiert, dass es in der EU hinter Deutschland an der zweiten Stelle steht, und die Briten haben aus Verzweiflung über den als mangelnd angesehenen Einfluss in der EU (wird von Brexiteers gerne als von Berlin ferngesteuert bezeichnet) schmollend diese verlassen und sich damit freiwillig ins zweite bis dritte Glied in der Weltpolitik zurückgestuft.


    China setzt auf den kooperativen Weg, von der Seidenstraßen-Initiative über die Shanghaier Organisation...
    Ein Krieg mit einem Nachbarn stört und verschreckt da nur.

    Systematische Aufforstung würde ebenfalls viel bringen.

    Diesbezüglich verweise ich immer gerne auf die gerne übersehenen Erfolge in China und Indien:

    "Indien und China: Hier entsteht ein Drittel der weltweiten neuen Vegetation"

    Quote

    Die Erde wird grüner, das zeigen Satellitenbilder. China und Indien tragen zu einem Drittel zur Begrünung der Erde bei, zeigt eine Studie. Etwas überraschend für die wissenschaftliche Welt ist der Grund für die Begrünung.


    5,5 Millionen Quadratkilometer mehr Grünfläche

    Dass die Erde grüner wird, lässt sich seit Jahrzehnten beobachten. Ein internationales Forscherteam, an dem auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt war, kam letztes Jahr zu dem Ergebnis, dass es heute [=2020] 5,5 Millionen Quadratkilometer mehr Grünfläche gibt als im Jahr 2000. Neu ist die Erkenntnis, dass dabei die intensive Land- und Forstwirtschaft eine große Rolle spielt.

    https://energyload.eu/energiew…klimawandel-indien-china/

    Mal ehrlich: Wer Niedergangszeichen sucht, wird finden. Immer!

    Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.

    Und seit Sokrates wurde die Jugend immer dümmer, fauler, respektloser und überhaupt schlechter.

    Das sagt nichts über die Qualität der eigenen Glaskugel aus, sondern nur über die Begeisterung der Suche und über die eigene Bereitschaft, den Horizont darauf zu verengen.


    Die untrüglichen Niedergangszeichen im Vergleich zum römischen Reich immer wieder herauszusuchen und sich damit zu brüsten wird in der X-ten Wiederholung nicht besser. Gerade das römische Reich hat sich in einer Regelmäßigkeit erfolgreich gehäutet und erneuert wie kein Reich vor und nach ihm (in dieser Region), und damit den Niedergang verdammt lange aufgehalten.


    Ganz kurzer, grober Überblick:
    Die römische Königszeit beginnt etwa 750 vor Christus.
    Das weströmische Reich endete um 450 nach Christus, also etwa 1.200 Jahre später.
    Das oströmische Reich, Byzanz, endete um 1450, also 2.200 Jahr später.
    Das sind bald 100 Generationen von Menschenleben!

    Kein anderes Reich hat es in solcher Häufigkeit geschafft, sich in Krisen und Niedergängen neu zu erfinden und eine neue Blüte in politischer, kultureller und militärischer Hinsicht zu erzielen.
    Wer die USA (gegründet um 1800) mit dem römischen Reich vergleicht, müsste ihm eine Lebenserwartung als Weltreich bis etwa 3000 nach Christi (der früher sterbende Part) oder gar 4000 nach Christi (der ausdauerndere Part) zubilligen.


    Ich bin weit davon entfernt, den USA so eine Langlebigkeit zuzubilligen. Und es interessiert mich auch nicht, denn auch mit den besten lebensverlängernden Methoden werde ich schon das Jahr 2200 nicht erreichen (hoffe ich zumindest, Unsterblichkeit halte ich nicht für erstrebenswert.), von den folgenden 800 Jahren ganz zu schweigen.


    Aber wer die USA mit dem römischen Reich vergleicht, sollte m.E. eher die regelmäßige Häutungs- und Erneuerungsfähigkeit als den Niedergang nach weit über 1.000 Jahren analysieren.
    Wie Häutungs- und erneuerungsfähig sind heute dominante Gesellschaften und Kulturen?
    Wie stark ist die kulturelle Ausstrahlung, um ein Land zusammenzuhalten und um für Menschen aus dem In- und Ausland anziehend zu wirken?
    Oder brutal gefragt: Wie stark kann es auswählen, wen es in das Land lassen will und wen nicht, und wie sehr muss es sich gegen "verschmähte Fans" an seinen Grenzen wehren, die es nicht mehr aufnehmen kann?


    So gesehen kann man die derzeitigen Dramen im Mittelmeer sogar als Zeichen der Stärke und Attraktivität Europas und die Dramen an der mexikanisch-amerikanischen Grenze als Zeichen der Stärke und Attraktivität der USA betrachten.

    Mit etwas Glück ist der Spuk also schnell vorbei.

    Das ist der kleine, aber relevante Gänsefuß: Glück.
    Um mal wieder dekoder zu zitieren:
    "Wenn der Welt und uns allen etwas droht, dann, dass die massenhafte Konzentration von bewaffneten Menschen und Militärtechnik an einem Ort zu einer Entwicklung der Ereignisse führen kann, die von niemandem mehr beherrscht wird. Putin, Biden und Selensky versuchen vielleicht globale Probleme zu lösen. Aber dann sind da ja auch noch die Offiziere und Generäle der Armeen und Geheimdienste, für die Krieg ein absolut legitimes Mittel zum Aufstieg auf der Karriereleiter ist. Und schließlich gibt es einfach auch noch Abenteurer, Sadisten, Beutemacher und andere Halunken verschiedenster Couleur, denen der Krieg eine Chance bietet, ihre alles andere als globalen Probleme zu lösen.


    Der Krieg könnte wie zufällig beginnen – als Antwort auf eine weitere Provokation, als lokale Operation, als Ergebnis einer falschen Lageeinschätzung oder als bewusste Manipulation von jemandem, dem persönlich an einer Eskalation gelegen ist. Den ersten Schritt könnte auch die Ukraine machen, denn auch für deren Regierung wäre das eine völlig erklärbare Strategie: Auf einen Krieg kann man vieles abschieben und Probleme hat Selensky genug. Kurz gesagt, momentan könnte alles mögliche passieren, durch das Verschulden von einer beliebigen Seite. Aber wenn ein Krieg ausbricht, dann ist das nie zufällig, sondern die gesetzmäßige Folge von dem, was in den vergangenen Jahren passiert ist."


    https://www.dekoder.org/de/art…taer-donbass-ukrainekrise



    Oder wie ich es gerne sage: "Gib Militärs Geld für teure Waffen, und sie werden damit spielen wollen.

    Gib Militärs zu wenig Geld (oder zu viel Bürokratie fürs Geld) wie derzeit in Deutschland, und sie wollen nicht damit spielen, weil sie dem Material nicht ausreichend vertrauen."


    Putin blöfft und proviziert sich seinen Weg, auf der Suche nach kurzfristigen taktischen Raumgewinnen - und ups, mit etwas Pech verbrennt er sich und Russland hat einen ausgewachsenen Krieg an der Backe. Strategisch halt ein Totalausfall.

    Ich finde es nebenbei richtig, dass sich Deutschland und Europa zum Truppenaufmarsch eher bedeckt halten: Auf dem Feld können sie nix gewinnen, aber viel verlieren. Man sollte sich seine Schlachtfelder, sofern möglich, gezielt aussuchen. Auf diesem Schlachtfeld gibt es (fast) nur Verlierer.


    (Umso ärgerlicher das Versagen der EU auf dem unvermeidlichen Schlachtfeld "Impfkampagne". Aber selbst das hat auch gute Seiten. Sporadische grobe Fehlentscheidungen machen auf lange Sicht demütiger und wachsamer, weil sie von Überheblichkeit heilen und das Bewusstsein für die eigene Fehlbarkeit stärken.)

    Elektrische Energie ist die wertvollste Form der Energie (Gilt als reine Exergie, ohne Entropie).
    Nicht überraschend, dass es im Allgemeinen und bislang auch die teuerste Energieform ist und auch Nachtspeicheröfen böse Kostenfallen waren.


    So billig konnte auch der nächtliche Überschussstrom der AKWs kaum werden, dass es eine billigere (=effizientere) Form der Heizung wäre als andere Wege der Wärmegewinnung.

    Ich bin im ersten Schritt ganz froh, wenn bei der elektrischen Energie regenerative Energien konventionelle Energieträger weitestgehend ersetzen. M.W. stehen wir bei etwa 50%, mit tendenziell steigender Dynamik.
    Im 2. Schritt sollten wir uns über die immer noch sehr hochwertigen gut transportablen, chemisch gebundenen Energien im Verkehr kümmern und durch "überschüssige" regenerativ-elektrische Energie ersetzen, da bewegt sich gerade viel (und wir erhalten unseren Energiespeicher in Form vieler ans Netz angeschlossener Batterien, die bei Bedarf auch mal etwas Energie abgeben können.
    Die Heizenergie sehe ich bedeutungsmäßig erst an dritter Stelle, was den Einsatz regenerativer, elektrischer Energie angeht. Also nicht direkt morgen oder übermorgen.

    Aber immer! Ich bin doch auch ein Netter. :)


    Alleine die Zeit dürfte zeigen, wer richtig liegt.
    Wobei auch dort wahrscheinlich rückblickend je nach Sichtweise und Auslegung jeder für sich die richtige Prognose beanspruchen kann.


    Wir könnten natürlich auch schauen, ob wir uns auf gemeinsame, objektivierbare Kriterien einigen wollen und können, was "richtig liegen" bedeutet.
    Dazu müssten wir uns aber am Besten schon im Vorfeld über einige Parameter klarwerden und einigen:
    - Welcher Zeitraum wird betrachtet? ("Von X bis Y" oder "Die Jahre ab XYZ"...)

    - Welche Region wird betrachtet (Deutschland, Europa...

    - Ab welchem Umfang von Stromausfällen ist die Grenze des Akzeptablen überschritten (und wie sah es diesbezüglich in der "guten alten Zeit" vor dem Netzumbau aus)?

    - Was verstehen wir unter Stromausfall (Anzahl größerer Ausfälle oder Volumen der Ausfälle, heruntergerechnet auf einzelne Haushalte im Minuten pro Jahr)

    - Welche als seriös erachtete Informationsquelle sammelt und veröffentlicht solche Daten auf belastbarer Ebene?

    (Ist alles nur ein Gedankenspiel, aus dem sich kein pekuniärer Nutzen ziehen ließe. Aber ich habe festgestellt, dass mir solche Gedankenexperimente manchmal halfen, Zustände besser einzuordnen und mich nicht von den oftmals zugespitzten Schlagzeilen verrückt machen zu lassen. Und gleichzeitig selber aus einem mentalen Schützengraben zu kommen.)


    PS: Dass unser Wirtschaftsminister nicht das Nonplusultra ist (höflich formuliert), steht außer Frage. Deshalb haben seine Aussagen für mich einen Nullwert - sie taugen mir weder zur Bestätigung noch zur Widerlegung einer These.