Das Problem scheint nicht so sehr die Größe des Projekts oder der Verlust zu sein, sondern wo man die zerschnittenen und verteilten Einzelteile der Besitzverhältnisse zusammensuchen könnte.
Siehe weiter oben witchdream "Ein Charly kann aufatmen: Ein US-Richter erklärte den Antrag einer Hypotheken-Bank auf Zwangsvollstreckung für unzulässig. Die Bank war - nach diversen Verbriefungen von Charlys Hypothek - nicht mehr in der Lage, das Eigentumsverhältnis an der Hypothek mit ordentlichen Dokumenten nachzuweisen. Resultat: Der Richter strich die Hypothek, die Charly belastete. Charly ist erst mal schuldenfrei!"
"Es war das exorbitanteste Immobiliengeschäft der Vereinigten Staaten: Über 5 Mrd. $ zahlte ein Konsortium für Stuyvesant Town, um bezahlbare Mittelklassewohnungen zu Luxuslofts umzubauen. Nach Kreditverzögerungen und Gerichtsurteilen droht das Projekt zu scheitern - die New Yorker jubilieren".
"In den nächsten Monaten würden sich voraussichtlich Heerscharen von Rechtsanwälten darüber streiten, wer den Gebäudekomplex künftig kontrolliert und welcher Geldgeber welche Summe zurückerhält, sagte Dan Fasulo, Geschäftsführer des Analyseunternehmens Real Capital Analytics. Wie viel gerettet werden kann und wer was bekommt, wird in hohem Maße davon abhängen, wie viel die Gebäude nach einer realistischeren Marktprognose wert sind.
Die Umschuldung für das Projekt Stuyvesant Town wird aller Voraussicht nach kompliziert. Die Hypothekenkredite, mit denen der Kauf finanziert wurde, sind zerstückelt, neu zusammengepackt und als sogenannte Commercial Mortgage Backed Securities an verschiedene Investoren verkauft worden.
Nachfrage zu einem gedrückten Preis
Die Größe und Komplexität des Geschäfts könnte nach Ansicht Fasulos bedeuten, dass es keine Abwicklung in traditionellem Sinn geben wird. Ein Verkauf "wäre zu diesem Zeitpunkt sehr von Nachteil", sagte er. Seit 2006, dem Höhepunkt der Blase, ist der Preis für Immobilien in den USA stark zurückgegangen. Zwar würde es eine gewaltige Nachfrage nach den Stuyvesant-Immobilien geben, glaubt Fasulo. Aber das nur zu einem derart gedrückten Preis, dass die Geldgeber möglicherweise besser dran wären, wenn sie an der Problemimmobilie festhielten".
http://www.ftd.de/finanzen/immob…s/50030698.html