Posts by skeptiker


    Und dann haben wir noch die Helden die 100jährige Bonds mit 0,2% Coupon oder so gekauft haben.

    Das Blutbad im Bondmarkt wird kollosal, das kann natürlich auch wieder irgendwie durchschlagen? Oder auch nicht im Sinne von Flucht in Aktien?!

    Das nominelle oder das reale Blutbad?
    Für das nominelle müssten die Zinsen stark steigen. O.k. - der 100 jährige Bond mit Minimalverzinsung wird schon deutlich gesunken sein.

    Auch werden wir unterscheiden müssen zwischen Unternehmensanleihen und Staatsanleihen.

    Bei Renault ist die Rendite auf nun 3,5% von 1% im Januar gestiegen - Laufzeit bis 2025.



    Aber bei EU - Euro- Staatsanleihen? Wer hält noch Staatsanleihen außer denen, die es müssen? Banken, Pensionskassen.... und die Zentralbanken. Die einen müssen weiterhin kaufen, die anderen werden notfalls weiterhin kaufen..... und solange die EZB kostenlos Kredite vergibt, mit denen niedrig verzinsliche Staatsanleihen gekauft werden können, ist es ein fast sicheres Geschäft und praktisch beliebig hebelbar.


    Die EZB hat die Käufe von Anleihen zurückgefahren (vielleicht will sie keine Unternehmensanleihen merh kaufen). Die Kreditvergabe und der Zins ist unverändert.

    Das stimmt nicht. Bei der Produktion von 1 Tonne Stahl im Hochofen fallen knapp 2 t CO2.

    Aus der Verbrennung von 1 t Kohlenstoff entstammen 3,7 t CO2. Wenn ich die Behauptung umrechne, dann würden 250.000.000 kg Kohle *3,7 / 2 zu 462.500.000 kg Stahl bzw. 462.500 t Stahl vereinfacht führen. Die gesamte deutsche Hochofen-Stahlproduktion würde dann für nicht einmal 70 Windräder reichen und die gesamte Stahlproduktion nicht für 100.

    Bei einer Dichte von 7 wären das 66.000 Kubikmeter Stahl je Windrad. Die Türme sind hohl und zum Teil aus Beton.

    Klar, der Zement brauch auch Brennmaterial... es soll nur eine überschlägliche REchnung sein die zeigt, dass da die Dimensionen nicht stimmen. Der Express (kritisch) führt bis zu 80t Stahl je Windkraftanlage an. https://exxpress.at/alles-grue…l-von-13-panzern-verbaut/
    https://exxpress.at/alles-grue…l-von-13-panzern-verbaut/

    vielleicht wie in dem alten Film Colossus eine Maschinensprache, die nur noch von Computern untereinander verstanden wird 8|?


    https://de.wikipedia.org/wiki/Colossus_(Film)


    "Zum Schluss richtet sich Colossus an die Menschheit und sagt, dass er den Auftrag, den Frieden zu sichern, durchsetzen werde. Entweder werde seinen Befehlen gefolgt oder die Menschheit werde ausgelöscht. In der Zukunft werde man die Herrschaft nicht nur innerlich akzeptieren, sondern Colossus sogar lieben. Forbin (der Protagonist) sagt daraufhin: „Niemals!“ "

    Na dann als Sprachvorschlag: Klingonisch. Spricht angeblich eine 3-stellige Anzahl. Exklusiver geht kaum. Sozusagen ein Anti-Inklusions-Protest.

    Ich bin schwer in Automotive investiert. Die einzige Aktie die bisher nicht so recht flog ist Schaeffler Vz.

    Das Management ist wuerg, aber die Kennzahlen ganz gut. Sie hatten eine Dividende gezahlt, und danach mit KE gedroht, die dann nicht passiert ist.

    Also das ist Schaeffler, Aktionaers-unfreundlich, und es sind Vorzugsaktien, es gibt keinen Grossaktionaer der auf der HV protestieren koennte.

    Das ist der Haken. Ansonsten - Schaeffler vz ist eigentlich noch immer guenstig, ich behalte sie.

    vielleicht werden sie wieder 50 Cent Dividende zahlen, bei Kurs 7-8 Euro.


    Ich sehe Risiken bei den Zulieferern: Die leiden unter den niedrigen Mengeabrufen, können aber nicht die Preise erhöhen wie die Fahrzeugverkäufern.

    Die leiden gerade unter dem Chipmangel.

    Die 1970er waren für Aktien ziemlich besch***en. Von den "Nifty Fifty" (Ende der 1960er) bis zum "Death of the Stock" (Anfang der 1980er) gingen die Marktbewertungen stetig herunter. Also strammer Gegenwind.


    Damals waren auf USD-Basis 3-Monats-T-Bills oder Tagesgeld in USD sogar weniger schlecht als Aktien. Aber nur deshalb, weil die Fed aufgrund der Inflation die kurzfristigen Zinsen immer weiter hochziehen musste.


    Ich halte es für möglich, dass diese Route von der Politk absichtlich verbaut wird



    Ich denke auch, dass man mit Value-Aktien gut fahren könnte. Der Grund für die schlechte Aktienperfomance in den 70-igeren dürfte auch der Anstieg der Zinsen sein, Ende der 70-iger waren die KGV sehr niedrig.


    Ich glaube nicht, dass die Zinsen diesmal so stark steigen werden:

    1. Die Gewerkschaften haben nicht mehr die STärke der 70-iger, viel weniger sind gewerkschaftlich organisiert (außer GDL und Cockpit)

    2. Zinserhöhungen dürften bei den derzeitigen Inflationsgründen kaum inflationsmindernd auswirken

    3. Die Staaten können höhere Zinsen kaum tragen

    4. Die Ziele der Klimaneutralität werden unerreichbar.


    Der letzte Punkt ist aus meiner Sicht sehr wichtig. Die Hauptkosten bei Wind und Solar sind die Abschreibungen und die Zinsen. Gleichzeitig sind die Grenzkosten fast null. D.h. Ausbau der Erneuerbaren führt zu einer höheren Stromproduktion und senkt die Strom- und Gaspreise (weniger Einsatz von Gaskraftwerken) und damit die Inflation. Zinserhöhungen würden dagegen im Energiebereich Inflationserhöhend wirken. Auch sinken die Preise für Emissionszertifikate und damit die herstellungskosten für viele Produkte.


    Von daher wäre die sinnvollste Sofortmaßnahme gegen die Energiepreisinflation: Schließt ein paar sinnlose Flughäfen, dann gibt es Platz für Wind und Solar und man könnte inhaltlich auf die Umweltverträglichkeitsprüfung verzichten.

    Ein weiterer Punkt wäre die Erhöhung der Produktionskapazitäten für Wind und Solar.


    Die Inflation wird wahrscheinlich nocht etwa länger erhöht bleiben: Die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 € wird sich auswirken, Lebensmittel werden teurer (die Stickstoffdüngerproduktion ist seher energieintensiv)

    Was hat Erdogan eigentlich versprochen? Ich habe nur kurz gelesen, den Werterhalt in harter Währung.


    Wie soll das gehen - als selbst erfüllende Prognose in dem jetzt alle Lira kaufen mit 14% Zinsen bei garantiertem Wechselkurs als die Chance des Lebens? Am besten noch einen Eurokredit dafür aufnehmen....


    Eigentlich kann das doch nur funktionieren mit Kapitalverkehrskontrollen bei einem dann festen Wechselkurs in dem Sinne, der Wert von 1 € für 18 TRL wird garantiert, allerdings darf jeder nur 18 TRL in der Woche tauschen weil die Devisen nichr reichen...

    Ich koennte mir vorstellen, dass ETFs auch ETFs enthalten, also nicht unbedingt Aktien nachkaufen?

    Es gibt auch andere Methoden der Replikation. Man kann zum Beispiel das zugeflossene Geld einem Dritten geben und vereinbaren, dass die Rückzahlung sich entsprechend der Indexentwicklung gestaltet.

    Ich habe aber keine Ahnung, was durch die Aufsicht rechtlich erlaubt ist.


    Die BAFin schreibt (an der Stelle die ich gefunden habe) nur:

    "Bei ETFs, die in Deutschland aufgelegt werden, ist auch die Produktaufsicht Aufgabe der BaFin. So genehmigt sie beispielsweise die Anlagebedingungen."

    Ich habe mir mal die beiden größten Ishares angeschaut von Blackrock.

    Beide physische Replikation, sie kaufen also die Papiere. Der eine exakt wie der Index, der andere optimiert, d.h. die Anteile sind wohl leicht verschoben.

    Bei beiden war der größte Wert Apple (6,7% bzw. 4,55)

    Die Strommärkte sind eingeschränkt unabhängig. Daher unterscheiden sich die Strompreise an der EEX nach Märkten (überwiegend Ländern, bei Deutschland war die Teilung in zwei Teilmärkte wiederholt in der Diskussion). Die EU hat das Ziel vorgegeben, 15% Kapazität an den Landesgrenzen zur Übertraung zu schaffen, damit es einen strombinnenmarkt gibt. Von diesen 15% sind wir noch deutlich entfernt. Gefördert werden soll auch multinationale Projekte daher, z.B. in der Nordsee.


    In den zurückliegenden Jahren waren die Strommärkte gekennzeichnet von Überkapazitäten auf der Erzeugungsseite. In Erwartung des Atomausstieges gab es große Kapazitätserhöhung bei Kohlekraftwerken und Gaskraftwerken. Die gleichen Überkapazitäten gab es auch bei Emissionszertifikaten und auch beim Gas. Die Niederlande waren ein großer Gasproduzent und Exporteur. Das ist vorbei, und bei England sieht es ähnlich aus.


    Wir hatten lange ziemlich niedrige Strompreise. Ein Risiko sehe ich für die Produzenten, die aus erneuerbaren viel produzieren, wenn es eine Überproduktion gibt, und wenig bei insgesamt niedriger Produktion.


    EDF hat die Atomkraftwerke nicht nur für die Grundlast und müsste die somit ganz gut regeln können.

    Also das würde bei den Energiepreisen nicht so viel helfen. Lass den Euro gegen den Dollar mal um 10% aufwerten - wieviel % macht das beim Strom, Benzin und Gas für den Verbraucher aus? Kaum etwas.

    Der Staat will den Rückgang des Verbrauches fossiler Rohstoffe und zwar über die Preise. Daher der nationale Emissionshandels. Er könnt die nächste (leichte Erhöhung) aussetzen, da andere Effekte z.B. auf der Rohstoffeseite und im Europäischen Emissionshandel die Preise stärker erhöht haben. Und aus dem europäischen Emissionshandel dürften auch etwa mehr Geldflüsse kommen, so dass die schon verplanten Einnahmen aus dem nationalen Emissionshandel (Für E-Autos, Gebäudesanierung, EEG-Umlage....) dann vielleicht ausgeglichen werden könnten. Aber der Staat steuert doch schon auf die nächste große Haushaltslücke zu...

    Gegen die hohen Preise beim Strom könnten auch die Reserven im Netz angfordert werden: Sicherheitsbereitschaft und anderes, z.B. mit der Begründung der Schonung der Gasvorräte - wäre auch ein Signal an Putin...

    Aber das wäre dann ja fast schon wie die Laufzeitverlängerung für AKW...

    Danke für den Link.

    Die Geldmengen M1 -M3 sind alle im letzten Jahr um etwa 40% gestiegen. Bei der Inflation ist somit noch Luft nach oben.


    Die Notenbank scheint damit auch keine Maßnahmen zu ergreifen, um das Geldmengenwachstum zu bekämpfen. Also keine Inflationsbekämpfung mit den Nebeninstrumenten zu den Zinsen. Und da sie die senken....


    Aus meiner Sicht könnte der Investitionszeitpunkt sein, wenn die Notenbank beispielsweise die Regelarien zur Kreditvergabe verschärft. Das wäre dann ein gewisses Signal, das die Inflation doch nicht völlig ignoriert wird.

    Eine Frage: Weiß jemand, wie sich die Geldmenge in der Türkei entwickelt hat und die Umlaufgeschwindigkeit? Iche nehme an, die hat sich beschleunigt. Solange die Geldmenge nicht sehr stark ausgeweitet wird, gibt es die Chance, dass die Hyperinflation nicht kommt.


    Das die Notenbank sich allerdings an Stützungskäufen versucht und scheitert ist für mich ein deutliches Warnzeichen für einen drohenden Zahlungausfall von Auslandsanleihen.

    Vielleicht eine Ergänzung zur Energie:


    Es gibt eine Lastenteilungsordnung in der EU - die starken Länder müssen zuerst die Emissionen senken. Dadurch hat D das Ziel verfehlt und musste Zertifikate aus Osteuropa nachkaufen. Polen musste bisher praktisch nicht die Emissionen senken, daher auch weiter der hohe Kohleanteil. Die nun aber gestiegenen Zertifikatepreise treffen das Land und die Wirtschaft hart. Die Einführung der erneuerbaren kommt jetzt massiv.

    Ein Problem dabei ist natürlich noch die hohe Kohleförderung, die meisten Arbeitsplätze sind in den Bergwerken, nicht in den Kraftwerken, da aber die polnische Steinkohle nicht wettbewerbsfähig ist, wird sie hoch subventioniert (mit sinkender Produktion), und Steinkohle wird auch aus Russland eingeführt.

    Teilweise gibt es aber auch in der Bevölkerung ein Umdenken gegen die Kohle....und das Heizen mit Kohle und der Luftbelastung.


    Ich würde einen Bogen um polnische große konventionelle Energiewerte machen. Ansonsten ist es ein spannendes Land mit einer großen Industriellen Grundlage (Fahrzeugbau, Akkubau....)

    Es gibt ein gewisses Risiko aus der Rechtsunsicherheit. Die Unabhängigkeit der Gerichte ist in Gefahr, und damit letztendlich auch die Eigentumsrechte.


    Es gab ja schon seltsame Urteile zu den Frankenkrediten, aber der Verbraucherschutz treibt zugegebenermaßen auch bei uns seltsame Blüten.

    Die Sonderziehungsrechte sind soch von einer gewissen Bedeutung:


    Im Güterverkehr ist die Haftung auf wenige Sonderziehungsrechte begrenzt. Wahrscheinlich schon o.k., der Transporteur kann ja den Wert nicht wissen und das Risiko daraus einpreisen. Aber das ist wahrscheinlich vielen nicht bekannt, ich hatte da auf Arbeit auch schon Diskussionen im Rahmen des Risikomanagements und der Frage des Umfangs des Versicherungsschutzes.