Posts by Donglengcha

    Das Corona-Thema ist nun definitiv im Mainstream angekommen.

    Es ist zu erwarten dass das in den nächsten Tagen/Wochen erheblichen Einfluss auf die Märkte haben wird.


    Was für Folgen sind eurer Meinung nach denkbar?

    Da die bis zum 2. Februar verlängerten Neujahrsferien in China vielerorts nochmals verlängert wurden oder gar noch andauern, müssten so langsam die Lieferketten für einzelne zeitgerechte Teile zum Erliegen kommen.
    Was bis dahin schon versandt war befindet sich derzeit noch auf See. Nach 5-6 Wochen Laufzeit sollte aber auch die letzten Schiffe Europa (USA ähnlich 30-40 Tage) erreichen.

    Was machen die Automobilhersteller, wenn in China hergestellte, zeitgerecht eingeplante Kleinteile wie 'simple' Plastikstecker für ein Airbag Steuergerät die Werke nicht mehr erreichen? Solche Teile sind nicht eben mal schnell in Europa herstellbar, da zuvor Produktionsanlagen qualifiziert werden müssen, von kurzfristigen Kapazitäten ganz zu schweigen.

    Hyundai liegt näher an China und ist jetzt schon von Produktionsausfällen betroffen. Ich reche damit, dass es auch hierzulande bis ca. 10. März zu ersten Lieferengpässen auf dem Seeweg kommt, dann werden noch wenige Tage mit Vorräten der Fahrzeughersteller und Großhändler überbrückt (die vermutlich derzeit Vorräte kaufen wo immer möglich) und dann stehen möglicherweise einzelne Bänder still, wenn sie auf Teile aus betroffenen chinesischen Werken angewiesen sind.

    Als Datum für einen Wiederanlauf in China wird derzeit häufig der kommende Montag 17.2. genannt, vorrangig haben dann OEMs Zugriff auf die Ware. Für den Seeweg ein Gap von mindestens 18 Tagen, falls die Werke in China dann wieder produzieren.

    wie seht Ihr das?


    Damit das ganze nicht ohne Referenzen für die Aussagen dasteht:
    https://www.reuters.com/articl…pping-trade-idUSKBN2002K1

    https://www.automobilwoche.de/…eder-autos-in-china-bauen

    Wird denn das H2 heute bereits bei der Verbrennung verstromt?

    Die Extraktion von Wasserstoff aus Methan (das ist es, das in Kläranlagen entsteht) oder direkt aus dem Klärwasser wäre ein weiterer notwendiger Schritt (ähnlich wie bei Gazprom) bevor der verbleibende Klärschlamm getrocknet und verbrannt wird. Ansonsten entsteht bei der Verbrennung kein separat nutzbares H2. Dafür trägt die Energie der enthaltenen Kohlenstoff-/Wasserstoffverbindungen unter Abgabe von u.a. CO2 und H2O zur Verbrennung bei.


    Mit der Wasserstoffspeicherung habe ich weniger Erfahrung, allerdings scheint die verbrauchernahe Erzeugung Vorzüge zu haben, da der Transport entfällt. Honda verfolgt ein Projekt zur Erzeugung in der heimischen Garage, womit direkt ohne notwendigen Verdichter der Tank mit 350 bar gefüllt wird.

    Zudem gibt es in D derzeit 82 Wasserstofftankstellen, man kann also durchaus schon mit Wasserstoff fahren. H2 wird dort entweder vor Ort aus Strom und Wasser hergestellt, oder per Drucktank oder in flüssiger und gekühlter Form geliefert.

    Bei gasförmiger Lagerung in Hochdrucktanks scheint Schwund heute kein großes Thema mehr zu sein und sich allenfalls in Größenordnungen der Selbstentladung bei Batterien zu bewegen.


    Auch brandschutztechnisch verhält sich Wasserstoff in Fahrzeugen zwar anders, aber nicht gefährlicher als Benzin und darf ebenso in Parkhäusern parken. Im Brandfall strömt das Gas über Schmelzsicherungen aus und verbrennt anders als bei gängigen Azetylenflaschen ohne Explosionsgefahr. Die Flamme ist 'laut' und so gut wie unsichtbar. Bei Ausströmen ohne Feuer zieht Wasserstoff schnell nach oben ab. Für Feuerwehren sind Batterien unberechenbarer als Wasserstoff, zu Autobahnunfällen mit Batteriefahrzeugen rückt eine mir bekannte große Berufsfeuerwehr heute schon mit zwei statt einem Tanklöschfahrzeug aus, da bei Batteriebränden mehr und längere Kühlung erforderlich ist. Zu Wasserstoff hiess es mündlich, sehen die das vergleichsweise unproblematisch und unkritischer als Benzin.


    Die Air Liquide betreibt im Rhein-Ruhr-Gebiet eine 240km lange Pipeline.

    H2 das bei solchen Anlagen oft aus Erdgas generiert wird, geht aber mit hohen CO- und CO2-Emissionen einher. Erst ein Ansatz wie Gazprom ihn verfolgen möchte, kann das verhindern.


    Transport und Speicherung ist zwar mit Verlusten behaftet, aber die größte Herausforderung bleibt die nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff und die Herstellung langlebiger von Brennstoffzellen, welche als Verschleißteile stark und schnell unter dem Wasserstoff leiden.

    Mir ist noch nicht klar, welche Vorteile Wasserstoff gegenüber Erdgas bietet, wenn man eh den Kohlenstoffpfad betritt. Beispielsweise bei der Erzeugung aus Klärschlamm.

    Bei dem Thema, ob man Wasserstoff unbedingt aus fossilen Brennstoffen herstellen muss, tendiere ich persönlich aufgrund fehlender Nachhaltigkeit deutlich zu nein. Trotzdem die Vorteile, die man sehen könnte:

    • Bei der Umwandlung von Erdgas nach Wasserstoff - so wie Gazprom und andere das wohl vor haben - entsteht kein CO2 sondern fester Kohlenstoff, der wenig Auswirkungen auf die Umwelt aufweist solange man damit nichts anstellt
    • Es kann als Übergangstechnologie zur Beschaffung von Wasserstoff für die Wasserstoffelektromobilität dienen.
    • Die Industrie wird den Vorteil sehen, dass sie für solch eine Energieform keine CO2-Zertifikate kaufen muss. Daher wird es hier vermutlich einen Schulterschluss zwischen Politik und Industrie zur Förderung dieses Verfahrens geben.

    Eine Wasserstofferzeugung aus Klärschlamm würde ich eher als umwelttechnisches Nullsummenspiel zwischen heutiger alleiniger Verbrennung und zwischen Wasserstoffextraktion vor einer Verbrennung sehen.

    Methanpyrolyse (z.B. Gazprom)

    Da entwickeln auch andere dran, beispielsweise BASF und KIT allerdings seit April 2019 gefördert durch den Bund, was sich für mich im Bereich der erneuerbaren Energien allerdings eher wie eine Subventionsabschöpfung denn nach ernsthafter Marktumsetzung anfühlt.

    Verbundvorhaben: Methanpyrolyse (Me2H2)


    CO2-freie Nutzung von Erdgas: Ja

    Unterstützung Elektromobilität per Wasserstoff: Ja
    Nachhaltigkeit: Nein, da natürliche Ressourcen ausgebeutet werden


    Erdgas und Wasserstoff aus Kläranlagen

    Nachhaltigere Ansätze, Wasserstoff ohne den energieintensiveren Weg über die Elektrolyse herzustellen ist die Herstellung aus kohlenstoffhaltiger Biomasse, z.B. aus Klärschlamm entweder auf mikrobakteriellem Weg oder durch chemisch/physikalische Abspaltung.
    Die Abspaltung von Wasserstoff ist aus bereits kohlenstoffhaltigen Verbindungen ist ebenso wie bei Gazproms Ansatz aus Erdgas wesentlich weniger energieintensiv als bei der Elektrolyse aus Wasser.


    Bei der direkten Wasserstofferzeugung aus Klärschlamm und Biomasse sehe ich allerdings China vorne, (unterstützt durch die TU Wien) - zumindest in der industriellen Umsetzung.
    Der Standard: Die Kläranlage als Wasserstoffquelle


    Es gab seit 2005 ein entsprechendes gefördertes Klärschlammprojekt in Bottrop, man kam damals (Stand 2008) aber wohl zu der Erkenntnis, dass trotz der Verluste eine Wasserstofferzeugung mittels Stroms aus Solar und Windkraft preiswerter sei.
    EuWaK I - Erdgas und Wasserstoff aus Kläranlagen


    Edit:
    Einen Überblick über die Methoden und Kosten der Wasserstoffherstellung (inklusive der nachfolgenden Verdichtung) gibt mit Stand 2012 folgender Bericht, der auch das genannte EuWak-Projekt berücksichtigt, allerdings noch nicht die bisherigen rapiden Weiterentwicklungen, wie zum Beispiel die von Sutje genannten Feststoffspeicher.
    pdf: WaStraK NRW „Einsatz der Wasserstofftechnologie in der Abwasserbeseitigung“ - Phase I Band I: Kompendium Wasserstoff


    Persönlich halte ich Forschung zu diesen Themen für spannend, vermute jedoch, eine wirtschaftliche Anwendung der Wasserstofferzeugung läuft entweder auf die Nutzung von Wind und Sonne oder die nicht nachhaltige Nutzung fossiler Ressourcen hinaus. Mit Sonne und Wind bin ich gerne einverstanden.

    Setzlinge kosten m.E. "gar nix". Einfach einen Haufen Eicheln, Kastanien, Ahornsamen oder ähnliches liegen lassen. Die keimen überall, sogar im dunkeln oder unter Steinen - eine einzige Plage :D. Und ein Baum alleine kann schon hunderttausende Samen produzieren...

    Das mag den heimischen Garten oder den sich selbst erneuernden Wald gelten, die von Radio1 verlinkten Seiten von weforest zeigen jedoch Anlagen im Format einer Großgärnerei mit Vereinzelung und eigenem Wurzelballen pro Pflanze, der das Anwachsen auch in unwirtlichen trockenen Bedingungen ermöglicht. 12 Tonnen Eicheln für 2 Millionen Pflanzen lassen sind nicht so einfach so kostenlos unter einem Stein aufziehen.

    Wenn ich mir die Bilanz von weforest ansehe, dann kommen auf 2,8 Mio Umsatz etwa 2,4 Mio gepflanzte Bäume in 2018, wobei laut Jahresbericht 2018 60% des Umsatzes in Baumpflanzungen fließen. Das macht rund 70 Cent/Baum.


    Bei 70 Cent/Baum sind das 18,20 EUR für 26 Bäume. Hut ab, wenn Radio1 wirklich so viel vom Verkaufspreis 30 EUR weitergibt.


    Hier in D kostet Waldaufforsten mit ab ca. 90 Cent/Pflanze übrigens ähnlich pro Hektar

    • Pflanzmaterial (2.500 Pflanzen, ab 0,55 €/Pflanze)
    • Pflanzkosten (Lohnunternehmen, 0,35 €/Pflanze)
    • und ein teurer Wildzaun

    nun ja, die Ursachen scheinen laut dem verlinkten Artikel aber einem in Österreich an einem Schaltfehler zu liegen und bei einem weiteren zitierten Vorfall an einer Verbrauchsspitze im Atomstromland Frankreich.

    Mit Energiewende hat der konkret beschriebene Vorfall nichts zu tun. Im Gegenteil, ein Vorfall konnte durch schnelles Starten von Pumpspeicherkraftwerken abgemildert werden. Zudem erhalten Großverbraucher Prämien fürs Abschalten ihrer Produktion und das ist ja auch ein sinnvoller Ansatz, den Verbrauch von Großverbrauchern (oder Autoladeinfrastruktur) im Zweifel zu drosseln. Es handelt sich bei solchen Vorfällen ja eher um Minuten als um Stunden.

    Trotzdem gibt es mit der Energiewende zwei grundsätzliche Herausforderungen:


    1. Bereitstellung des benötigten Stroms/Spannung zur richtigen Zeit

    2. und (heute noch) schwieriger: Aufrechterhaltung der Netzfrequenz.
    Bei vielen kleinen dezentralen Erzeugern sind die 50Hz schwerer zu synchronisieren als bei den bisherigen träge drehenden schweren Turbinen der wenigen Großkraftwerke, an deren Grundfrequenz sich jeder kleine Erzeuger solide dranhängen konnte.


    Paradoxerweise sind es jedoch gerade die Großkraftwerke, welche die Netzfrequenz bei Strommangel herunterziehen, da die Turbinendrehzahl bei steigender abgerufener Leistung durch mechanisch stärker wirkende elektromagnetische Kräfte sinkt.

    Ein dezentraler Wechselrichter würde munter seine 50Hz weiterproduzieren, hier würde statt der Frequenz die Spannung sinken, was eventuell leichter in den Griff zu bekommen ist, als der Umgang mit trägen Turbinen. Vorausgesetzt, es klappt mit der Synchronisation. Hier braucht es geeignete Software und Datenverbindungen.

    Wen es technisch interessiert, wie wann was abgeschaltet wird, hier ist es gut aufbereitet zusammengefasst: Frequenzregelung im Stromnetz

    Speziell Donglengcha


    Ich muss Dich persönlich bitten, Diffamierungen meiner Person zu unterlassen.

    Ich wollte mich ja aus dem Thread heraushalten, aber solche öffentlichen Nachtritte lasse ich mir nicht gefallen.

    Hier verwechselst Du Kritik mit Gerüchten, falschen Behauptungen oder gar persönlichen Angriffen, die ich keinesfalls beabsichtige oder so geführt habe. Es geht einzig um die Sache und gegen unreflektierte politsche Meinungsmache.

    Ich kann nur wiederholen: "Wer zu politischen Themen mit immer neuen Argumenten und Quellen um sich wirft, ohne diese auch nur ansatzweise fachlich zu untermauern, der muss auch mit klaren Worten an sich selber rechnen und das aushalten."

    Die von Dir zitierten "Klimaforscher", repräsentieren als "family-run independent research group" keine herrschende Meinung, sind erst seit 2009 "Klimaforscher" und wundern sich selbst: "It is surprising that nobody else seems to have carried out our analysis before".
    Nachzulesen auf der Seite der Leugner jeglichen menschlichen Einflusses auf das Klima: https://globalwarmingsolved.com/faq/#expertise

    Schätzungsweise 97% aller Klimaforscher sind der Meinung, dass der Mensch sehr wohl einen Einfluss auf das Klima hat.
    Da sind Deine Postings dagegen klar überrepräsentiert. Und wer "Fridays for Future" als "Kinderkreuzzüge" betitelt sollte sich mit dem Wort "Diffamierung" etwas vorsichtiger umgehen oder etwas mehr Kritik aushalten.

    Wenn dann noch der Inhalt eher an den Argumenten vorbeigeht und/oder wertend eher auf die Person zielt, dann verabschieden sich die Leute. Schade drum.

    Natürlich ist es schade, wenn im Anlagebereich verdiente Forenmitglieder das Forum verlassen. Wer aber zu politischen Themen mit immer neuen Argumenten und Quellen um sich wirft, ohne diese auch nur ansatzweise fachlich zu untermauern, der muss auch mit klaren Worten an sich selber rechnen und das aushalten.

    Zitate wie folgendes aus #1.297 sind keinesfalls neutral, sondern gegenüber dem 'anderen politischen Lager' sehr persönlich:" Wenn Bärbock und Merkel mit Verweisen auf Hitzesommer und Gewitterstürme eine Klimapolitik begründen und Kinderkreuzzüge installiert werden, ist ziemlich klar, dass das mit Wissenschaft nichts mehr zu tun hat."

    Es wäre auch schade, wenn sich wegen Einzelnen eine schweigende Mehrheit verabschieden würde.

    offtopic: eigentlich mag ich Querdenker wie Willy/vinas/Beobachter, die für eine Sache kämpfen aber auch was aushalten. Man muss die aber nicht immer in Schutz nehmen.

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    Ich tendiere dazu, das einfach komplett bar zu bezahlen und die Bank Bank sein zu lassen.

    Recht unwissenschaftliche Laienanalyse, mit der Lando hier ein gefühltes Wissen penetrant verbreitet.

    Das ist genau das, was die Wetterballondaten zeigen.


    Nicht berücksichtigt wurde beispielsweise, ob die Infrarotstrahlung Atmosphäre und Luft auf dem Weg zum Erdboden überhaupt aufheizt, oder erst dort eine Wärmeentwicklung verursacht. Genausowenig wird berücksichtigt, ob die Reflexion der von der Erde eigentlich ins All zurückgestrahlten 'Wärme' einen Effekt auf die Temperatur der höheren Luftschichten hat - eine Höhe, die zudem von den Ballonen möglicherweise gar nicht erreicht wird.


    Zitat Lando:
    >"Die Darstellung in dem Clip mit den roten Strahlen, die an irgendeiner Grenzfläche in der Atmosphäre wie an einem Spiegel reflektiert werden ist übrigens noch nicht mal eine Hypothese; es ist schlicht falsch, bullshit, fake, Lüge. "


    Es ist bekannt, dass Licht am Übergang von Stoffen unterschiedlicher Dichte gebrochen oder reflektiert wird. Auch wenn der Clip dies möglicherweise falsch darstellen mag, das heisst nicht, dass die zugrundeliegende Physik nicht gilt. Zudem gilt immer zu berücksichtigen, dass CO2 in der Klimadebatte stellvertretend für alle bei einer Verbrennung entstehenden Gase und Feinstäube steht, da es einfach zu messen ist und in der Regel mit anderen klimaschädlichen Stoffen einhergeht.


    Wissenschaftlicher oder richtiger wird das von Lando Vorgetragene durch die Wiederholungen jedenfalls nicht.


    Es heizt aber eindeutig das Klima im Forum kräftig an und klingt mehr nach politischer Meinungsmache statt nach ernsthafter Auseinandersetzung mit der Thematik.

    ..womit man ein Auge auf den sich verändernden Markt für die mit 'Digital Security' beschäftigten Unternehmen wie z.B. Kudelski werfen könnte :P. In einem verstärkten Verdrängungswettbewerb spielt auch die Rechtedurchsetzung eine größere Rolle als in einem Wachstumsmarkt.

    Potsdamer Platz ist jetzt auch nicht direkt die günstigste Adresse in Berlin. (Gerade dort springt mir das WeWork-Logo sehr groß ins Auge.)

    Aber geht es nicht genau darum: Repräsentation aka Prunk?
    Um den Kunden, den eigenen Mitarbeiter und insbesondere dem eigenen Ego mit der repräsentativen, teuren Adresse schmeicheln zu können und die hohen Preise zu rechtfertigen?

    Büroanbieter in Top-Lagen sind meiner Erfahrung nach vergleichsweise eher gut gemanagt als in Randlagen: Schnelle Anmietung, kurze Kündigungsfristen, standardisierte Services (Post, Empfang, Reinigung), bei Bedarf sind Besprechungsräume verfügbar (mehr als einer..), die Anbieter sind an den zentralen Standorten häufige Mieterwechsel gewohnt, wohingegen in den preiswerteren Randbezirken gefühlt eher Langzeitmieter residieren.
    Zentrale Lagen sind für Kunden und einpendelnde Mitarbeiter besser erreichbar und sparen ganz einfach Zeit, Für Projekte bis 1 Jahr nutzen wir das insbesondere in Berlin regelmäßig.

    Windkraft

    • fehlende Infrastruktur um die Energie abzuleiten
    • massiver Platzbedarf
    • Belästigung von Anwohnern und Tieren in der Nähe
    • massiver Ressourcenaufwand für Bau/Betrieb

    Solar

    • sehr geringer Wirkungsgrad --> massiver Platzbedarf
    • funktioniert nur bei Sonne --> gerade in Deutschland ökologisch sehr fragwürdig
    • hohe Komplexität bei autarken Kleinanlagen --> Leistungs-/Reglungselektronik, Energie-Speicher zum Puffern
    • massiver Ressourcenaufwand für Bau/Betrieb


    Wenn ihr mich zum König von Deutschland wählt, würde ich

    Da bin ich je froh, dass Du kein König von Deutschland bist. Denn der "Massive Ressourcenaufwand" ist bei Kernkraft um Faktoren höher als heute bei der Windkraft. Dazu auch die oben zitierte Fraunhofer Studie.

    Die Abwägung "Gefährdung" durch Atommüll vs. "Belästigung" sollte man ebenfalls nicht ignorieren. Ein Atomkraftwerk sieh auch nicht toll aus.

    @jerobeam
    Kirche im Dorf lassen.


    In Indien wurden im Jahr 2018 35.388 GWh Strom durch Kernkraftwerke produziert

    Das ist nicht einmal die Hälfte der in Deutschland durch Atomstrom erzeugten Leistung (71.866 GWh)

    PRIS Power Reactor Information System der IAEA / India


    Selbst wenn Indien dies mittels Atom oder Solar bis 2031 verdoppeln wollte, dann würde in Deutschland bereits heute (2018) mehr Strom durch Solarzellen erzeugt (46.000 GWh)

    Fraunhofer, Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland Stand 29.5.19


    Dabei ist die Solare Einstrahlung in indien vermutlich sogar erheblich höher, somit sind noch weniger Flächen erforderlich.


    Das Statement "Für die Leistung der 21 neuen Reaktoren bräuchte man mehrere hundert Quadratkilometer an Solarparks " Ist also mehr Panikmache als ein fundierter Diskussionsbeitrag:

    Braunkohletagebau nimmt in Deutschland eine Fläche von 1773 km2 ein, über die installierte Solarzellen finde ich gerade keine Daten, aber es sind in D bereits heute weit mehr Solarzellen installiert als für die Indischen Pläne bis 2030 erforderlich wäre.


    Indien ist selbst schuld, wenn es mit Atomstrom auf die die teuerste aller Energien und die Abfallproblematik setzt. Aber Widerstand scheint sich ja zu formieren.

    "Deutschland gehört zu den Innovationsführern" und "erfolgreiche Einführung von wirksamen Marktanreizen" . Eigentlich Top, aber warum verschläft die Regierung das Feiern?

    Und schon ein sehr sehenswertes Video von @dieserdad im Interview mit Prof. Gerd Ganteför über Ursachen, Auswirkungen und kulturelle/wirtschaftliche Aspekte des Klimawandels:
    "Ist der Klimawandel kein Weltuntergang?"


    Wer nicht alles ansehen mag, für den gibts ab Minute 18:06 ein Fazit:

    Zwei deutsche Erfolgsstories:

    1. Erfolg der On-Shore Windenergie: heute vom Preis vergleichbar mit klassischen Energieformen
    2. Photovoltaik

    "Dummerweise ist die Massenproduktion komplett nach China gegangen, das hat die deutsche Industrie verpasst. Angetrieben war das ganze durch die Subventionen. Das hat den Preis für Solarzellen soweit gedrückt, dass es jetzt auch für Länder, die nicht so reich sind, attraktiv geworden ist.
    Superpositive Entwicklung - Allerdings: Nutznießer sind die Chinesen""