Posts by isnogood

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    Original von Achtsamkeit
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    Es eilt also nicht, außer man will das freiwerdende Geld sofort wieder abgeltungssteuerfrei reinvestieren.




    Fand und finde ich wichtig, das man die freigewordene Kohle noch dieses Jahr reinvestiert. Ist man bereit seine Aktien längerfristig zu halten dürfen sie kurzfristig 20 % fallen und es wird sich trotzdem lohnen (vorausgesetzt man kann langfristig mit Gewinn verkaufen).

    Ich habe dieses Jahr quasi alle Verluste realisiert und mir damit einen wirklich komfortablen Verlustvortrag zugelegt (im übrigen gibt es bei mir noch Verlustvorträge von 2000-2003).


    Ich werde damit mit ziemlicher Sicherheit keinerlei Deppensteuer bis 2013 bezahlen. Da das mit Sicherheit bei vielen anderes sehr ähnlich aussieht wird auch bei Herrn Steinbrück so gut wie nichts hängenbleiben. Hätten die Dilletanten mal eine megasimple Börsenumsatzsteuer (0,1-0,5 %) eingeführt würde ein vielfaches an Kohle beim Staat hängenbleiben, und trotzdem würde das den Börsenstandort Deutschland nicht negativ beeinflussen.



    ....sie haben es halt so gewollt!



    PS: wer noch auf Verlusten sitzt sollte die so schnell wie möglich realisieren und einige Tage später zurückkaufen. So langsam läuft die Zeit davon.

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    Original von jackfrost
    Meine Mutmaßung gerade nach den jüngsten Rettungspaketen und Konjunkturprogrammen ist, daß die USA nicht bereit sein werden, den harten Weg zu gehen und einen erheblichen Wohlstandsverlust über Jahre hinzunehmen. Eher glaube ich an einen ungebremsten, wahrscheinlich sogar verschärften Anstieg der Geldmengen, Verschuldungsexzesse und Handelsbilanzdefizite in den USA. Ein sich anschließender Zinsstieg der US-Staatsanleihen sollte dann zum (durchaus gewünschten) Staatsbankrott und einer Währungsreform mit Enteignung der dann vornehmlich ausländischen Gläubiger und Entschuldung der US-Gesamtwirtschaft (Staat, Verbraucher und Unternehmen) führen.



    Genau so wird es kommen!

    Die Autobauer bekommen jetzt Druck von fast allen Seiten.

    Die Verbraucher hüben wie drüben des Atlantiks sind in "Schockstarre" und weigern sich zu kaufen, die Finanzierung wird zunehmend schwieriger und teurer, der Ölpreis wird im nächsten konjunkturellen Aufschwung wieder stark steigen, die Billigkonkurrenz aus Übersee (oder wie im Fall Dacia selbstproduziert) läßt entweder die Umsätze wegbrechen oder die Margen purzeln und - als wäre das alles noch nicht genug - der Umstieg auf alternative Antriebsenergien wird in den nächsten Jahren sehr viel Geld in Anspruch nehmen.



    .....viel Spass und Glück mit den Autobauer"schnäppchen". Ich setze da lieber auf Pharma oder andere nichtzyklische Bereiche die ebenfalls deutlich zurückgekommen sind.

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    Original von Matze
    Das eine BASF jemals auf das Niveau von 2003 fällt hätte ich NIE gedacht


    Ich hatte bei der BASF bereits letzte Wo. zugegriffen (mit 2/3 der geplanten Summe zu 24.50 ¤). Heute hat es mir sehr in den Händen gejuckt das restl. Drittel hinzuzukaufen - hab es dann aber doch sein gelassen da man das blöde Gefühl nicht loswird es könnte trotzdem nochmals 20 % oder mehr südwärds gehen.



    PS: bei 20 ¤ ist die Div.rendite wohl um die 10 (!!) %

    volle Zustimmung, ich frage mich (auch bei Palfinger), wie Mr. Market reagiert, wenn die zu erwarteten Gewinnrückgänge da sind - vielleicht mit kräftigen Kurssteigerungen? Ist durchaus möglich, frei nach dem Motto, hätte ja noch schlimmer kommen können, zyklische Wete soll man bei hohen KGV's kaufen und jetzt wird es besser.



    Palfinger ist wirklich die Härte, heute um -14 % auf 11 ¤. Die letzten news der Palfinger waren im 1.HJ: Umsatzsteigerung gegenüber Rekordjahr (07) + 24 % und Gewinnsteigerung + 16.9 %.


    Vwemutlich wird es jetzt im Geschäftsbereich zu einer Art Vollbremsung nach hoher Fahrt kommen aber diese Kurse sind Witzkurse.




    Hi Meli!


    Grundsätzlich sollte man für lange Zeitperioden Firmen wählen denen man ein hohes nichtzyklisches Gewinnpotential zutraut. Geht man von diesem Ansatz aus meidet man zyklische Branchen wie Automobile, Stahl e.t.c. automatisch und investiert vorwiegend in z. Bsp. Konsum, Medtechs. Dieser Ansatz ist natürlich anders als der hier (bei den Antizyklikern) vorherrschende Unterbewertungsansatz, bei dem die Branche gar nicht interessiert.
    Also, lange Rede kurzer Sinn: Autowerte wie Daimler oder BMW haben in einem langfristigen Depot nichts verloren, damit kann man zwar mal 2-3 Jahre den Markt schlagen, langfristig sind es aber underperformer. Ich würde mir dafür mehr konjunktunabhängige Werte ins Depot legen...Nestle ist schon mal gut, ich würde auf alle Fälle eine Johnson & Johnson (USA) dazunehmen, die seit Jahrzehnten am konstantesten wachsende Firma der Welt. Persönlich bin ich auch ein fan der Berkshire Hathaway (BRKA) von Warren Buffett. BRKA hat einen aktuellen cashberg von 30 Mrd (!!) Dollar, die nur darauf warten günstig angelegt zu werden. 10 %/Jahr sind hier a la longue immer drin (alerdings keine Divi). Wenn du keine Probleme mit Tabakfirmen hast (ich schon) würde ich dir auch eine Altria (USA) empfehlen. Altria verliert zwar Konsumenten in den westl. Industriestaaten, kann das aber anscheinend locker durch das Wachstum in den EmMas ausgleichen (laut Spiegel). Anscheinend güldene Zeiten für Altria in den nächsten Jahren. Last but not least empfehle ich noch den Medtech-midcap Stryker (USA), der seit vielen Jahren um ca 20 % wächst.


    4 Empfehlungen und 4 US-Werte...das ist kein Zufall. Ich finde dein Depot insgesamt zu deutschlastig und den Anteil der Kleinwerte zu hoch. Eine Bechtle mag gut sein (keine Ahnung) aber wird es die Firma auch noch in 10, 15 oder 20 Jahren geben? Wer auf der "sicheren" Seite liegen will meidet vermutlich solche Werte. Dürfte ich nur 2 Werte ins Depot legen wären es BRKA und J&J und ich bin mir fast sicher damit langfristig (> 10 Jahre) nicht schlechter abzuschneiden als die Leitindizes.


    In diesem Zusammenhang möchte ich auf den thread "Gewinnerbranchen der Jahre 2006-2040" vom user "Simonswald" bei Wallstreet Online aufmerksam machen. Allgemeiner Konsens in diesem sehr umfangreichen thread ist es, stark auf die Medtech-Branche zu setzen und dort die US-Platzhirsche (u.a. Stryker) zu präferieren.


    Kannst ja mal reinschauen, nicht alle threads auf WO sind Schrott.

    Wollte mal was Positives zur Berkshire schreiben.


    Also, bin vor gut 2 Monaten bei der BRKA eingestiegen. Der Grund war in erster Linie ein "safe haven" für die Zeit der Abgeltungssteuer. Fakt ist, Buffett sitzt noch immer auf einen Riesen Haufen cash (ca 30 Mrd. USD) die der alte Fuchs mit ziemlicher Sicherheit für seine Aktionäre sehr gewinnbringend anlegen wird. In einer Zeit, in der immer mehr Firmen "klamm" sind und sich die Banken mit Kreditvergaben extrem zurückhalten ist man mit einem Haufen cash der king.
    Bekanntlich sind auch die Versicherer in den letzten Monaten stark zurückgekommen. Wann, wenn nicht jetzt sollte man dort überhaupt investieren? Und ganz blöde sind auch die Rückversicherer nicht, die werden garantiert keine Sachen versichern die ihnen als zu riskant erscheinen.
    Zur Kursentwicklung: hab mir mal die Kursentwicklung der BRKA der letzten 10 Jahre angeschaut und habe dort 4 sell-Perioden mit Verlusten bis zu 32 % gefunden. Knapp 30 % sind es in der letzten Periode von Frühjahr bis Sommer (B-shares von 3.400 ¤ auf 2.400 ¤). Ich halte es für recht unwahrseinlich das es noch mal deutlich unter die 2.400 geht.
    Last but not least das Währungsrisiko: es sieht ein wenig nach "Tauwetter" für den Dollar aus, der USD ist im Vergleich zum ¤ in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Darin drückt sich auch aus das der Abgesang auf die US-Wirtschaft mal wieder verfrüht war, die haben sich bisher immer wieder berappelt.

    Da häufig Konfusion über die Beteiligungen von Buffett besteht hier der link auf Gurufocus....



    http://www.gurufocus.com/holdi…p?GuruName=Warren+Buffett



    Buffett hat 7 core-Invests die zusammen fast 3/4 des Werts von Berkshire Hathaway ausmachen (Stand 31.03.2008 )


    coca cola: 18.3 %
    Wells Fargo: 12.7 %
    Procter & Gamble: 11.1 %
    American Express: 9.9 %
    Burlington: 8.8 %
    Kraft Foods: 6.4 %
    Johnson & Johnson: 6.0 %
    -----------------------------
    Summe: 73,x %



    Die restlichen 32 Firmen (Summe 39) machen zusammen nur gut 26 % des Portfolios und sind mit maximal 3.x % gewichtet.



    Meine Frage: wo bleiben da die Versicherer General Re und Geico, deren Ergebnisse doch anscheinend eine so große Auswirkung auf BRK haben?

    @ winter


    Da hast du dir deine HeidelDruck aber richtig schöngeredet.


    Ich geh mal davon aus das ein 10-Jahreschart schon ziemlich aussagekräftig ist was den Erfolg der Firma bzgl. Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität betrifft - und da scheint es doch sehr "mau" auszusehen.


    Möglich das HeidelDruck auf dem jetzigen Niveau eine reelle 50 %- chance ist....längerfristig ist das aber garantiert nichts wo man investiert sein sollte - und da denke ich vor allem an die Abgeltungssteuer. (die hier anscheinend niemanden interessiert)

    Rechtspopulistisch und antideutsch zu sein ist momentan ziemlich "in" in Polski-Land. Diese Karte haben schon die beiden Schweinchen-Brüder mit Begeisterung ausgespielt.

    Die politischen Forderungen (sind die wirklich ernstgemeint?) würden man bei uns dem Reps/NPD-Spektrum zuordnen.

    @ all


    Ich finde es sehr seltsam wie wenig die langfristigen Auswirkungen der Abgeltungssteuer hier bei den Antizyklikern diskutiert werden.


    Beispiel: angenommen ich habe jetzt 100.000 ¤ zur Verfügung die ich langfristig für 20 Jahre in den Aktienmarkt stecken will und angenommen die durchschnittl. Jahresrendite beträgt in den nächsten Jahren + 10 % so ist das Ergebnis bei buy and hold ca 672.000 ¤. Trade ich viel oder kaufe ich erst nächstes Jahr und erreiche trotzdem "nur" + 10 % so wird mein Endergebnis nach Abgeltungssteuer bei + 7.35 %/Jahr liegen und ich erreiche ca 413.000 ¤ d.h.....


    ....satte 260.000 ¤ gehen als Steuer an den Staat(von den aufgelaufenen Transaktionskosten gar nicht zu reden).


    Um diesem Elend zu entgehen brauche ich eine geänderte Strategie (z. Bsp. kleine und spekulative Werte meiden, bigcaps bevorzugen)


    Wo ist die Diskussion dazu in diesem Forum? Schlafen alle oder ist den meisten die Tragweite dieser Steuer nicht bewußt oder halten sich alle für die Superinvestoren die sowieso locker und lässig die Indizes schlagen werden??


    Fragen über Fragen...

    Hi Willy


    Ich verbinde mit "Weimarer Verhältnissen" etwas völlig anderes. Die Weimarer Republik war nur in der kurzen Zeit der Prosperität Mitte der 20er Jahre vergleichsweise stabil. Mit der Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre und der damit verbundenen hohen Arbeitslosigkeit brach die sowieso halbherzige Basis für die Demokratie weg und extremst agressiv auftretende antidemokratische Kräfte bestimmten zunehmend das Straßenbild und das geistige Klima.



    ...bei allen Problemen die es aktuell in Deutschland gibt, davon sind wir zum Glück noch weit von entfernt.

    @ Winter


    Versteh ich nicht, warum sollten die plötzlich Verluste machen?


    Es ist doch so das Schaltbau erfolgreich umstrukturiert wurde, die Rentabilität verbesssern konnte und anscheinend aktuell auch die Branche aus dem Dornröschenschlaf erwacht (Stichwort: Investitionsstau bei der Bahn)....das ist doch eine fast schon traumhaft zu nennende Konstellation. Gleichzeitig ist die Aktie immer noch sehr günstig zu haben.


    Von den Roeder Zeltsystemen weiss ich das solch erfolgreich umstrukturierte Firmen in günstigen Fällen Kurshöhen erklimmen können die man vorher für nicht möglich gehalten hat. "The trend is your friend" stimmt bei erfolgreichen turnarounds mehr als bei allen anderen Aktien



    .....deshalb unbedingt dabeibleiben!