Die Enteignungsstory ist nichts anderes als linkspopulistisches Wahlkamnpfgewäsch.
Schaut man sich das Pamphlet der Linken einmal genauer an, zerfällt deren "geniale" Idee schnell zu Staub.
1) Die einzige Begründung für die Enteignung ist der Versuch einen als ungerecht empfundenen "Übergewinn", der in einer kurzen Marktphase entstanden ist, abzuschöpfen. Diese alleinige Begründung gibt das Grundgesetz aber nicht her. Zudem könnte man den per Enteignung (zu einem willkürlich zu niedrig angesetzten Wert!) erbeuteten Übergewinn ja nur dann "ernten", wenn man die Wohnungen anschließend zum Markwert an den Meistbietenden Verscherbelt. Aber das ist ja offensichtlich nicht vorgesehen. Der Gewinn aius dem Raubzug bleibt damit lediglich virtuell.
2) DIe Marktphase für die Ermittlung des Übergewinns ist willkürlich gewählt. Ausgehend vom einem zyklischen Tief im Immobilienmarkt bis zu einem zyklischen Hoch. Die Preisentwickliung vor dem gewählten Startpunkt war jedoch über viele Jahre ziemlich grottig. Und auch nach dem Hochpunkt 2023 sind die Preise schon wieder 15 bis 20 % zurückgekommen. Die behauptete Vier-bis Versechsfachung ist ein reiner Phantasiewert. Viielleicht findet sich - wenn man nur lange genug sucht - ein einzelnes Objekt, auf das diese Preisentwicklung zutrifft, aber ganz sicher gilt das nicht für die Breite des Marktes, und schon gar nicht für die eher einfachen Immobilienstandorte, in den die großen Wohnungsbaugesellschaften ihre Wohnungen besitzen.
3) Bei Wohnungen in großen Mehrfamilienhausanlagen machen die Bodenpreise nur einen relativ kleinen Teil des Gesamtwertes aus. Zudem sollen für den Gebäudeanteil sogar die Wiederbeschaffungswerte angesetzt werden. Letzteres wiederum würde kein Käufer am freien Markt für eine betagte Wohnung bezahlen. Die erwarteten "Gewinne" aus der Enteignungaktion dürften sich damit nicht einmal auf dem Papier einstellen.
4) Die Enteignung schafft keinen einzigen Quadratmeter neuen Wohnraum. Wo ist also der Nutzen für die Allgemeinheit?
5) Wie sollen die Mietervon der Aktion profitieren? Will man die Mieten senken oder nur einfrieren? Was sind die Konsequenzen? Die Wohnungsbaugesellschaften verdienen ja aktuell keine goldenen Berge, wenn sie regelmäßig die Mieten maßvoll innerhalb der gestzlichen Rahmenbedingungen nach oben anpassen: Hält man die Mieten der nunmehr staatlichen Wonungen spürbar unter dem Marktpreis, wird man ziemlich schnell in die Verlustzone rutschen - auf Kosten der Allgemeinheit! Wo das endet, hat man seinerzeit bei der gewerkschaftlichen "Neuen Heimat" gesehen. Da wollte man aus lauter Verzweiflung den gesamten Bestand ( es waren glaube ich 200.000 Wohnungen) für eine D-Mark an einen Bäcker verkaufen.
6) Die Enteignung, sollte sie jemals stattfinden, wird gerichtlich überprüft werden. Dann wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit allerspätestens beim Bundesverfassungsgericht kassiert werden. Selbst wenn nicht, würde die rein willkürliche Entschädigungsregelung sicher nach oben angepasst werden.
Fazit: Ein Sturm im Wasserglas!