Posts by Lando

    Laut Eidgenössischem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation brauchte man für eine Enercon E-82 (2,3MW Nennleistung), Nabenhöhe 107m: 282.380kg Stahl/Gusseisen und 1.882.000kg Beton. S.33 (LCA-Studie aus 2011)

    Ich sprach von Anlagen mit mindestens 5 MW. Nabenhöhe über 130 m.


    https://www.wind-turbine-model…s/920-enercon-e-126-6.000


    http://bi-berken.de/resources/…nen+Windkraftanlagen_.pdf


    Letztere Seite ist von Kritikern, könnte also komplett gelogen sein.



    Wie gesagt, habe kein Interesse an endlosen Diskussionen, aber meine Zahlen sind reell.

    chfin


    Man muss genau hinschauen, die NENNLEISTUNG einer WKA wird gerne genannt, das ist die Vollast. Die steht aber nicht 24/7 rund ums Jahr zur Verfügung. Ich habe davon 20% als Durchschnitt angenommen (manche sagen 19, manche 23), das heißt eine Anlage mit 5 MW Nennleistung liefert im Schnitt 5*10^6*24*365*0,2 Wh im Jahr. Natürlich auch nur am entsprechenden Standort, in Schwachwindgebieten (Süddeutschland) weniger.

    Wie ich bereits sagte, bezwecke ich keine endlosen Debatten über unversöhnliche Positionen und ich habe auch keine irgendwie geartete Agenda. Ich rechne auch nicht damit, Proselyten zu machen. Allerdings habe ich eine persönliche Einschätzung, aber die tut im Grunde nichts zur Sache. Infohalber: ich vermute stark, dass Kohle und Atom durch russisches Erdgas ersetzt werden sollen, allein weil wenn auf Erdgas in den nächsten zehn Jahren ebenfalls verzichtet werden sollte, der Bau von Nordstream2 komplett sinnlos wäre. Aber das nur am Rande. Meine Person ist für die Energieversorgung unseres Landes völlig uninteressant.


    Die Berechnungen habe ich sorgfältig angestellt, die Zahlen ebenfalls sorgfältig herausgesucht, im Übrigen bin ich kein Recherchedienst. Von der EEG-Broschüre gibt es mittlerweile eine Fassung, die das Jahr 2018 beinhaltet, es ist ein alberner Vorwurf, ich würde mich mit der Vergangenheit befassen. Wenn es zutreffende Statistiken über die Zukunft gibt, bitte ich sofort um die Übermittlung der Kurse der DAX Unternehmen für die nächsten drei Jahre.


    In den EEG Zahlen für 2018 lauten die Mengen EE Gesamt 195,3 TWh und die für Wind land 88,7 und Wind see 19,2 TWh. Bruttostromerzeugung 646,8 TWh. Daraus errechne ich einen Anteil der EE von 30,2% und den Anteil des Windstroms von land 13,7% und see 3,0%. Export Saldo war 51,2 TWh.


    Neuere Daten in dieser Form gibt es nicht.


    Der Blick auf die Bruttostromerzeugung ist deshalb wichtig, weil dieser auch den Stromexport beinhaltet. Dieser betrug im Jahre 2018 immerhin 7,9% der Erzeugung und war damit annähernd halb so hoch, wie der Anteil des Windstroms.


    Es stellt sich natürlich die Frage, warum produzieren wir seit 2000 soviel Strom für den Export, wo wir doch die Stromerzeugung reduzieren wollen und produzieren damit unnötig große Mengen CO2.


    Die Antwort darauf ist meiner Meinung nach, weil es nicht anders geht. Denn ohne Großspeicher gibt es immer entweder zuviel Windstrom oder zuviel konventionellen Reservestrom. Wenn man eine Zeitreihe bildete, würde man sehen, dass der Export über die Jahre parallel zur Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom angewachsen ist. Von 1990 bis 2000 gab es keine Nettoexporte, da wurde importiert in der Größenordnung von max 5 TWh und ich wette, in der Zeit vorher auch nicht.


    https://de.statista.com/statis…on-deutschland-seit-1990/


    Die anderen EE Erzeuger lassen sich ja steuern, was auch der Grund für die große Menge an Biostrom ist, der ja so ziemlich das Gegenteil von natürlichem Landbau und Umweltschutz darstellt.


    (Kleiner Einschub an BigA, Du verweist auf den hohen EE-Anteil als Erfolg und kritisierst gleichzeitig den Biostrom (6,2% Anteil am erzeugten Strom). Etwas widersprüchlich.)


    Neulich gab es ein Interview mit dem Chef eines großen dt. Stromerzeugers, da sagte der, bis dreißig Prozent "Flatterstrom" lässt sich im Netz bewältigen, darüber hinaus würde das Regeln irrational teuer.


    Probleme sind natürlich dazu da, um gelöst zu werden. Wenn die Kosten keine Rolle spielen, lässt sich vieles machen. Mein Haushaltsstrom wurde von 2019 auf 2020 um 6,5% teurer. Wenn das jedes Jahr so weiter geht, kommt sicher der Punkt, wo bei Leuten, die nur 10-15k im Jahr verdienen, die Begeisterung nachlässt. Teuer bedeutet halt, mehr arbeiten und dafür weniger kriegen. Wenn man sich darüber im Klaren ist und das machen will, darf man das.

    Ich finde den Optimismus hinsichtlich des Stroms aus erneuerbaren Quellen prima und will da auch nicht ewig die Party stören, nur soviel noch zum Wind.

    etwas großzügig.

    Bei fünf Rotordurchmessern Abstand von Windrad zu Windrad ist der Kreisdurchmesser aber nur 500m statt 1400. Der Flächbedarf ist nur knapp 1/10 der von Dir berechneten Daten. Das sind dann nur noch 3-4% der deutschen Landesfläche.

    Die RECHNUNG von mir ist schon richtig, über die eingesetzten Parameter kann und muss man natürlich diskutieren. Möglicherweise ist mein Radius von 700 m zu groß angesetzt und man kommt mit 250 m aus. Ob in 250 m Abstand von solch einem Apparat das Gelände dann unbeeinträchtigt und beliebig anderweitig genutzt werden kann, weiß ich nicht. Wenn ja, könnten in Berlin rund um die Siegessäule bald fünf so Dinger stehen ... kleines Scherzle. Fairerweise müsste man für eine prozentuale Flächenrelation die hundert Prozent auf diejenigen Landesflächen reduzieren, die überhaupt als Standort in Frage kämen. Aber das war ohnehin nur eine Wunschvorstellung, Die Realität sieht noch nicht ganz so rosig aus.


    40% des erzeugten Stroms ist schon aus erneuerbaren Quellen.

    Das ist nicht ganz richtig. Ich stütze mich im Folgenden auf den Bericht "EEG in Zahlen" vom Wirtschaftsministerium, zu finden dort.


    Für 2017 steht dort:


    Sonne 35,4 TWh / 5,4%

    Wind Land 86,3 TWh / 13,2%

    Wind See 17,4 TWh / 2,7%

    Bio 41,1 TWh / 6,3%

    Rest 7,1 TWh / 1%


    Summe 187,3 TWh / 28,6%


    Die Prozentanteile beziehen sich auf die 653,6 TWh Gesamterzeugung in 2017, die das Stat. Bundesamt nennt. Dort sind es 5% mehr EEs, warum auch immer. Von dieser Menge wurden 55 TWh netto exportiert, was immerhin der Hälfte des erzeugten Windstroms entspricht.


    Interessant dabei ist auch, dass die 86,3 TWh Windstrom land von 28.675 Stück Anlagen erzeugt wurden, also im Schnitt 0,34 MW pro Anlage (in meiner Rechnung gehe ich von 1 MW pro Anlage aus).


    Die Anlagen, die in meinem Umfeld überall auf den Hügeln stehen und die man am Rand der Autobahn mitunter sieht, sind also noch nicht die ganz Großen, die müssen alle erst noch aufgestellt werden.


    Das ist nicht ganz trivial, denn eine solche Anlage verschlingt über den Daumen 5.860 t Beton und 1.101 t Stahl.


    Für die projektierte Menge von 70.000 Stück Anlagen wären das


    82,026 Mio t Zement plus die vierfache Menge Sand


    77,07 Mio t Stahl


    Anfuhr dieses Volumens und Abfuhr von ca 60% dieses Volumens an Aushub


    Bau der Zufahrtswege (in Berlin bereits vorhanden ;-) )



    Zur Einordnung dieser Zahlen: Stahlproduktion EU 170 Mio t/a und Inlandsverbrauch Zement Deutschland 33,7 Mio t/a.


    Das ganze müsste bis 2030, also in zehn Jahren bewältigt sein, denn dann gibt es keine Kohle- oder Atomgroßkraftwerke mehr am Netz.


    Da würde ich sagen, frischer Mut, Ärmel hoch und in die Hände gespuckt und Zement, Stahl und LKWs loong.



    PS: 70.000 große WKAs minus ca. 15% andere EEs (s.o.), obwohl man von Bio ja auch weg will, plus Power-to-gas-etc Wirkungsgradverluste, wie hoch die dann auch immer sein werden (Pilotanlagen sind hoffentlich schon im Bau).

    Der Haken beim Windstrom ist, dass er gespeichert werden müsste, da er nicht parallel zum Verbrauch anfällt. Das soll ja gerade der Wasserstoff leisten.


    Der andere Haken ist der hohe Flächenverbrauch.


    Daumenrechnung: Stromerzeugung 19 war 6,07 * 10^14 Wh. Wir nehmen lauter modernste Windräder auf 200 m Türmen, da liefert eines im Jahresdurchschnitt ca. 1 MW, ergibt 8,76*10^9 Wh im Jahr.


    Platzbedarf sagen wir pro Anlage ein Kreis von 1.400 m Durchmesser, 700 m Abstand in jede Richtung. 0,7*0,7*Pi=1,54 km^2 pro Anlage.


    Um den gesamten Strom aus Wind zu erzeugen, wären demnach 6,07*10^14/8,76*10^9*1,54 = 106.710 km^2 an Fläche nötig. Das noch ohne Zufahrtswege, Stromtrassen usw.


    Die Fläche Deutschlands beträgt etwa 360.000 km^2.


    Davon ist auch ziemlich viel "Schwachwindgebiet". Süddeutschland zum Beispiel. Da kommt dann noch nicht mal das durchschnittliche Gigawatt zusammen, da braucht es noch mehr Anlagen. Die Windgeschwindigkeit geht in dritter Potenz in die Erntemenge ein, was heisst letztere fällt stark ab bei weniger Wind!


    Ein Drittel der Landesfläche ist Wald. Behalten?


    Jetzt kann man hin und her rechnen, es gibt ja auch noch Sonnenstrom, da ist aber die Erntemenge im Verhältnis zur Fläche noch deutlich schlechter wegen Nacht und Winter. Wieviel kWh Biogas der Hektar im Jahr bringt, weiß ich jetzt nicht, schätze das ist auch deutlich weniger pro m^2. Da fällt beim Verbrennen auch viel an schwierig nutzbarer Abwärme (also kein Strom) an. Zur Goethezeit, vor der Kohle, hatte man den Wald zum Heizen, Salz- und Seifesieden und zur Metallherstellung so ziemlich abgeholzt bei viel weniger Leuten.


    Dann sollen ja die Autos und die Heizungen auch alle elektrisch betrieben werden (Heizöl ist bereits verboten), also noch mehr kWh nötig. Der Heiz- und Verkehrsbedarf ist ungefähr doppelt so groß wie der gegenwärtige Strombedarf.


    Für das Speichern braucht man mindestens das Doppelte oder Dreifache an Eingangsenergie.


    Ich sehe da Grenzen des Machbaren, einfach nur wegen der Oberstufenphysik.


    Aber liegt vielleicht nur an mir, hätte ich besser abwählen sollen :-)


    Wenn die Mehrheit diesen Weg gehen will, fügt man sich natürlich als braver Demokrat oder wandert aus. Putin wird wahrscheinlich attraktive Angebote machen wie weiland Katharina die Große. Ich bezweifle allerdings, dass sich viele "EE-Sympathisanten" über die Größenordnungen und die Folgen so richtig im Klaren sind.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…hte_der_Russlanddeutschen

    Das glaube ich bei Erdgas noch weniger. Da kostet die kWh um die 6 Eurocent inkl. Abgaben für den Verbraucher.


    Die Herstellung von H aus H2O mittels Windstrom, die Lagerung und Wiederverbrennung soll weniger als 6 Cent pro letztlich erzeugter kWh kosten, einschließlich der Abschreibung auf die Anlagen? Wobei ein Kraftwerk sicher noch günstigere Einkaufspreise hat als ein Privathaushalt.


    Die Umwandlungsverluste sind erheblich, allein vom Energieniveau der Elektronen her, ohne Berücksichtigung von Verfahrensverlusten muss fast die doppelte Energiemenge zur Erzeugung des H aufgewendet werden, als das H2 dann später wieder abgeben kann.


    Wasserstoff muss beispielsweise komprimiert werden, um ihn überhaupt lagern zu können, Jeder, der triviale Luftkompressoren betreibt, weiß wieviel Abwärme dabei entsteht und wie teuer das ist.


    Komischerweise kann kaum ein Haus gebaut werden, das nicht den Kostenrahmen sprengt, aber bei solchen völlig neuen technischen Großanlagen will man vorher bereits genau wissen, was das kosten wird. Sind halt schlaue Leute.


    Möglicherweise kommen dann auch noch Putin und Mr Bonesaw um die Ecke und machen ihr Erdgas einfach noch billiger - bevor sie leer ausgehen.


    Nichts gegen Innovationen und "saubere" Energie, die kann vielleicht alles Mögliche, bloß billig oder gar billiger wird es nicht.

    Lt. Yahoo soeben Marktkapitalisierung 262,8 Mrd USD. Schulden per 31.12.19 26,8 Mrd USD.


    Zehnprozentige Kapitalerhöhung, Schulden auf Null, Pleite fürderhin unmöglich ... ;-)


    PS: TSLA

    Kleine Anekdote am Rande, habe heute das erste Mal die Briefverfolgung eines Einschreibens mit Rückschein ausprobiert. Demnach wurde die am 15.7. aufgegebene Sendung erst heute, 9 Tage später, dem Empfänger ins Postfach gelegt. Sonntagsleerung von Briefkästen gibt es nicht mehr und Montags sieht man hier auf dem Land eigentlich kaum noch Postboten ...

    Tippe auf Uni oder Klinik, Geld wird da keins verdient. Computer auch erst in den Kinderschuhen. ;-)


    Mit Kosten bei Heimarbeit meinte ich die beim Arbeitgeber anfallenden. Die Büros, die nur noch zur Hälfte besetzt sind, kosten ja erst mal dasselbe. Und die AN, wenn sie schlau sind, werden irgendwann etwas fordern für Miete, Heizung und Abnutzung daheim.