Beiträge von Lando

    Ich verstehe noch immer nicht die Argumente pro-Rückkauf.


    Unter den Voraussetzungen:


    - eingesetztes Cash stammt aus dem Periodengewinn und CF, die Ausgabe senkt das Eigenkapital

    - keine teuren Schulden vorhanden, die besser getilgt werden sollten

    - Aktien werden eingezogen


    Wo liegt der Vorteil des Rückkaufes statt Divi für die verbleibenden Aktionäre? Ich kann da nur allgemeine Verknappung des Angebots dieser Aktien sehen und mithin dadurch einen Treiber für eine höhere Bewertung durch den Markt.



    Ein bisschen paradox ist der Kauf eigener Aktien schon. Wenn die Firma ihre gesamten eigenen Aktien aufkaufen würde, wer wählte dann den AR? Bei uns ist es, glaub ich, auf 10% Kapitalanteil beschränkt.


    Paradox auch für den Aktionär, die Ausschüttung erlangt er nur, wenn er sich von der Berechtigung, weitere Ausschüttungen zu erhalten, trennt.


    Paradox schließlich auch für die Firma, denn eine Erhöhung der BEWERTUNG am Markt bringt für eine profitable Firma, die zuviel Kapital hat (sonst würde sie ja nicht ausschütten) eigentlich nichts, außer dass beim nächsten Rückkauf die Aktien noch teurer sind. Für die Offiziere mit Aktienpaketen und Optionen bringt es aber schon etwas ...

    Das erinnert an die falschen Doktorhüte unserer Politfuzzis.


    Der gute Gutti saß einfach noch nicht fest genug im Sattel, deswegen wurde er geopfert, ähnlich wie die B-Promis jetzt in den USA, die einfach nicht reich genug sind.


    Dass die Hyperreichen in den USA alle auch noch hyperschlau sind wäre auch zuviel des Zufalls ;-)

    Kann man das so sehen:


    Für den Aktionär, der in den Rückkauf verkaufte, und der Cash erhielte, wäre stattdessen Dividende wie ein Rückkauf, bei dem er die Aktien behalten dürfte.


    In der Firmenbilanz fehlte in beiden Fällen das Cash oder es kämen frische Kredite hinzu.


    Die nach dem Rückkauf verbliebenen Aktionäre hätten nichts erhalten, außer dass sich ihr Kapitalanteil verringert hätte, indem auf einen Teil des Grundkapitals (aber nicht ihrer) von der Firma ein nachträglicher Aufpreis gezahlt worden wäre (falls der Erstemissionspreis niedriger war).


    Dividende ist Auschüttung an alle Aktionäre.


    Rückkauf begünstigt scheidende Aktionäre.


    Wenn die verbliebenen Aktionäre dann Teilverkäufe machten, um wenigstens an etwas Cash zu kommen, hebt dieses Angebot die vordem erzeugte Nachfrage wieder auf, ergo Kurs wieder wo er war, aber Kapitalanteil pro Aktie gesunken..

    Ich glaube das Neue an der 737max8 ist diese anti-stall-Automatik, die möglicherweise zum Unfall bzw. den Unfällen geführt hat. Also etwas zum Thema "autonomes Fliegen".

    Der 18er Jahresbericht liest sich ganz vernünftig, wenig Intangibles. Der Unfall wurde mit ca 550 Mio Sonderabschreibung bilanziell erledigt.


    Ob das TiO2 Geschäft schlecht läuft? Bei VNTR war der Umsatz und das EBITDA des Segments 16/17/18: 1554; 61 / 1604; 387 / 1666; 417.

    Also Umsatzsteigerung jährl. ca 3% und EBITDA konstant 25% die letzten 2 Jahre, die Zahlen für 16 wohl Spin-off beeinflusst. Umsatzanteil am Gesamtumsatz ca 75%.


    Die Fabrik in Finnland wir nicht erneuert.


    Hauptkonkurrenten Kronos Worldwide, Chemours, Tronox TROX.


    Dass die Altaktionäre kotzen ist nachvollziehbar, man wäre aber Neuaktionär.


    Ob der Rechtsstreit ein Risiko ist? Wer will das wissen können. Firma nach englischem Recht mit Listing in NY dürfte es nicht einfach machen.

    Die 80% verlorene Kapazität beziehen sich auf die 100% des abgebrannten Werkes. Die anderen Werke sind nicht betroffen.

    Ich habe aber das Gefühl, dass die profitabelste Kapazität abgebrannt ist.

    Das Eigenkapital wurde um 25% reduziert in der 18er Bilanz, der Kurs ging zum IPO aber um 75% zurück. EK ist jetzt 34%.

    Vielleicht ist der unfreiwillige Kapazitätsverlust ganz passend, wenn die Rezession kommt. Ich glaube, man will momentan nicht wiederaufbauen.

    Mal wieder was im Beuteschema: Venator plc VNTR, Heimatbörse NYSE. Das ist ein Spinoff zu ca 20 USD von Huntsman, Texas gewesen, den ich zum Glück wieder aus den Augen verloren hatte, siehe chart. Spezialchemie, das Geld verdienten sie mit Titanoxid, also Weißmacher. Blöderweise ist ihnen da eine große Fabrik in Finnland abgebrannt. Bin noch nicht ganz schlau über den impact, von der Versicherung gabs ein paar hundert Mio, aber die Fabrik neu würde wohl Tausend Mio kosten. Dem Markt hat diese Vernichtung stiller Reserven (wenn es denn eine war) nicht geschmeckt. Kurs sieht nach Boden aus, Infos sind dünn, aber alleine die Offiziersriege im Gesichtscheck ermuntert:


    https://www.venatorcorp.com/about-us/venator-management-team


    130.000 t Prod-kapazität (17% der gesamten VNTR Kap.) sind abgebrannt, 20% davon produzieren wieder. Also 14% der VNTR Kap. fehlen. Das TiO2 Geschäft vorher hatte 25% EBITDA.


    These: es kann eigentlich nur besser werden.


    Ad hominem ist doch am schönsten ;-) Man sollte sich zu dem Thema eh zurückhalten, denn dann ist man entweder alt oder rechts oder beides.


    Ich weiß nicht, was andere Alte denken, aber 40.000 kWh pro Kopf (EU) im Jahr ohne CO2 geht mit den vorhandenen Mitteln einfach nicht.


    Nicht, dass das nicht wünschenswert wäre, aber der Beweis muss erst erbracht werden, ich bin gespannt.

    Mein Gedächtnis ist nicht frei von Irrtümern, aber Falschinformationen wider besseres Wissen verbreite ich nicht. Ich habe ja gerade versucht, mich an kompetent vermuteter Stelle zu vergewissern - wenn die auf Anfragen auf ihren eigenen Kontaktformularen nicht vernünftig antworten können, ist das nicht meine Sache. Meine Vermutung war, das wollen sie nicht. Nur das habe ich berichtet.


    Anfrage.png

    Dateien

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    Aber nur bis 2022 ;-) , danach strahlt es nur noch ohne Strom zu liefern.


    Bill Gates ist übrigens nur Fan von neuen, noch nicht großtechnisch realisierten Nuklaranlagen, die ohne Druck auskommen sollen. Er hat ganz anschaulich durch wildes Gefuchtel gezeigt, wie das bei den bestehenden Anlagen läuft, wo mit Tausend Anzeigen und Schaltern der hohe Druck durch das Bedienpersonal gezügelt werden muss.


    Aber ich will garkeine Atomdiskussion führen. Das ist halt ein typisches low-probability-but-high-impact Risiko, so ähnlich wie ein umgekehrter Lottogewinn, das manche eingehen wollen und manche nicht, ist halt 'ne Glaubensfrage. Ich pers. halte das Risiko für zu groß in unserem kleinen, dicht besiedelten Land, hätte aber nichts gegen eine Forschung nach risikoärmeren Nuklearmethoden der Stromerzeugung einzuwenden.

    witchdream


    Ich habe es mir nach dem posten auch angeschaut. Er sagte noch mehr interessantes:


    - there is no substitute for how the industrial economy runs today (10:50)


    Stahl, Zement etc lässt sich mit Wind und Sonne nicht erzeugen


    - will India pay a premium price for construction, air-conditioning etc ... probably no and they shouldn't


    Indien will sich jetzt entwickeln, wird aber wohl keinen "Erneuerbaren" Zuschlag zahlen. Wir mit unseren 40.000 kwh pro Kopf (EU) oder USA mit 90.000 kWh pro Kopf und Jahr haben gut fordern, Indien mit vielleicht 5.000.


    - the climate-is-easy-to-solve-group is more of a block than the deniers, they are the biggest problem (11:40)


    Also zum Beispiel die aufgehetzten Kinder, die jetzt unter dem Beifall diverser Politiker jeden Freitag schwänzen oder irgendwelche hochkompetenten Familienminister, die glauben mit Solarradwegen das Klima zu retten. Bei uns haben sie jetzt 200 qm Solarpanels auf eine Waldlichtung nach Nordosten geneigt aufgestellt, und glauben allen ernstes das hülfe irgendwas.


    - should we really be funding (Forschung) the intermittent stuff and put no money into stuff that works all the time (30:00)


    Er erkennt, im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen, dass die "Erneuerbaren" nicht grundlastfähig sind. Er bemängelt allgemein, dass im Energiebereich viel zuwenig Geld für Forschung ausgegeben wird. An einer anderen Stelle sagt er ganz deutlich, dass die großformatigen bezahlbaren Speicher NOCH NICHT ERFUNDEN WORDEN SIND, PUNKT.


    - über Afrika, dass die richtigen, ununterbrochenen Strom brauchen um sich zu entwickeln (34:30)


    Ohne richtigen Strom bleiben die arm


    - amount of electrical energy per head has gone down in Africa in the past 20 years (3:33)


    Liegt vermutlich am Bevölkerungswachstum, aber das ist nunmal da


    -

    Ich las nach Fukushima in der FAZ, dass der Notstrom in deutschen Atomkraftwerken für 4 Stunden Dauer (vermutlich der Dieselvorrat) konzipiert sei. Das konnte ich nicht glauben und schrieb ans Umweltministerium, ob das stimmt. Darauf bekam ich zur Antwort, dass der Minister alles aufmerksam lesen würde oder so, und man darauf zurückkommen würde. Das war's dann, meine Frage wurde nicht beantwortet. Wenn der Notstrom länger als für 4 Stunden konzipiert wäre, hätte man das geschrieben. Soviel zum Deckel.


    Meines Wissens kommen die Brennelemente nach dem Abklingbecken in das sogenannte Kompaktlager (http://www.kernfragen.de/lexikon/kompaktlager), wo sie aus Platzmangel so dicht gestellt werden, dass sie doch wieder mit Borwasser aktiv gekühlt werden müssen. Wollte man sie inhärent sicher lagern (ausreichend Abstand, genug Wasser, das auch bei Pumpenausfall kühlt) bräuchte man die 4 bis 10 fache Fläche, die natürlich genehmigt werden müsste (Proteste, Gerichtsverfahren, Kosten). Also, auch im Kompaktlager braucht es aktive Kühlung und permanente Überwachung. Sollte es zu einer Kettenreaktion kommen, hört die zwar auf, wenn das Wasser verdampft ist, aber die Behälter sind bis dahin so deformiert, dass Teile des hochgiftigen Inhalts austreten.


    Ein Drittel der Brennelemente wird jährlich ausgetauscht, es sind also immer frische kühlbedürftige am Start.


    So ganz ohne Risiko ist das bei Stromausfall nicht, und ein großflächiger unfallmäßiger Ausfall dauert länger als ein paar Tage


    https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzstart



    Donglengcha


    Anspruchsvolle Aufgabe, das Netz stabil zu halten? Ich hoffe doch sehr, dass das intensiv betrieben wird, alles andere wäre sträflich fahrlässig.

    Zum Blackout, es gibt etliche sogenannte Atommüll-Zwischenlager (also Blechhallen neben den Kraftwerken), die aktiv gekühlt werden müssen mit Fremdstrom. Wenn der ein paar Tage lang ausfällt, brennen die Behälter (kein Betoncontainment wie im Reaktor) durch und das Zeug wird freigesetzt. Das wird komplett unter dem Deckel gehalten.


    Ein tagelanger Heizungsausfall dürfte vielen Alten, Kleinkindern und Kranken auch den Rest geben.


    Und die bezahlbaren Speicher, so schön sie wären, sind einfach noch nicht erfunden.


    Hier ist ein interessantes Gespräch kürzlich mit Bill Gates, hab bis jetzt nur mal reingehört, zum Thema:


    Daher sollte man das Rumpfuschen mit dem Klima m.E. lassen. R

    ein aus Vorsicht.

    Und diese Vorsicht sollte der Gesellschaft auch was wert sein. Also ich sehe den Preis von paar Prozent des GDP dafür nicht als zu hoch an. Auch ein paar weniger weite Urlaubsreisen und Autofahrten würden unserer Gesellschaft m.E. kaum schaden, vielleicht hilft das sogar sich mal auf andere Dinge zu besinnen.



    Ich glaube, das was Du sagst, könnte jeder unterschreiben. Pro bono, contra malum halt ;-)


    Die Frage ist doch, ob das anthropogene CO2 wirklich die Ursache für eine Erwärmung ist. Die Argumente wurden ja schon reichlich ausgetauscht, deshalb nur mal kurz die Stichpunkte der Kritik:


    - Seit der letzten Eiszeit (also in den letzten 11.700 Jahren) gab es mehrere Temperaturschwankungen von mehr als 5 Grad C OHNE menschliche CO2 Produktion, es muss also noch andere Ursachen für eine evtl. Erwärmung geben


    - Die Ozeane enthalten um Vielfaches mehr CO2 als sämtliche noch unverbrannten Kohle- und Öllagerstätten zusammen. Bei einer Erwärmung der Ozeane setzen diese CO2 frei, es könnte also auch sein, dass der CO2-Anstieg in der Atmosphäre eine FOLGE einer Erwärmung ist und nicht deren Ursache


    - Der Begriff "Treibhauseffekt" ist irreführend, genauso wie der Begriff "Erneuerbare Energien". Die Atmosphäre ist kein Treibhaus und Energie (es gibt kein grammatikalisches Plural) wird weder verbraucht noch erneuert, sondern immer nur gewandelt. Die Verwendung von falschen Begriffen stimmt bereits bedenklich. Was die Infrarotrückstrahlung von Bestandteilen der Atmosphäre angeht, so ist der um viele Größenordnungen größte Rückstrahler das in der Atmosphäre befindliche Wasser (vulgo Wolken). Da sich diese weder besteuern noch verbieten lassen, fallen die bei der Betrachtung völlig heraus. In den KlimaMODELLEN, die die Grundlage für die CO2-Hypothese bilden, wird das Wasser in der Atmosphäre weder betrachtet noch erfasst - weil das Geschehen zu komplex ist, siehe Wetterbericht. Gleichzeitig wird aber behauptet, die Modelle bildeten die Realität ab, was ebenso falsch ist wie die eingangs genannten Begriffe.


    - in der letzten Million Jahren gab es immer 90.000 Jahre Eiszeit und 10.000 Jahre Warmzeit. Die aktuelle Warmzeit dauert bereits 11.700 Jahre, es wäre eigentlich bereits wieder eine Eiszeit fällig. Hier ist erstens festzustellen, dass es offenbar neben dem anthropogenen CO2 noch andere bedeutende Einflussfaktoren auf die Erdtemperatur geben muss. Zweitens stellt sich die Frage, ob eine Erwärmung nicht vielmehr positiv statt negativ ist; es ist auf jeden Fall Fakt, dass die Nahrungsmittelproduktion heute bei 400 ppm CO2-Anteil absolut und relativ pro Flächeneinheit deutlich größer ist, als sie es bei 300 ppm war. Auch der Waldbestand ist mittlerweile wieder größer. Dieser Punkt wird überhaupt nicht diskutiert.


    - Noch eine kleine Anekdote, ein guter Bekannter hatte seine Hochzeitsreise auf die Malediven gemacht. Vor ein paar Jahren wurde zur Silberhochzeit die Reise wiederholt, selbe Insel. Von Überflutung nichts zu sehen.



    Als letztes noch zu dem obigen Zitat: es könnte sein, dass das die Ursache des "Rumpfuschen mit dem Klima" vielleicht viel, viel mehr mit der Abwärme unserer Energieumwandlungsmaschinen zu tun hat, als mit dem antrop. CO2. Immerhin wird der Energiegehalt von 92 Mrd Barrel pro Tag in Wärme verwandelt. Das wird sich mit Elektroautos nicht ändern, denn jegliche Energienutzung bedeutet Energie in Reibungswärme wandeln, egal mit was.