Beiträge von Haselstein

    Hä? Rahmstorf bezieht sich ja (unter anderen) genau auf diesen Rignot et al. Artikel, zitiert ihn und das korrekte Zitat mit anklickbarem Link zum Artikel bei Wiley/GRL steht unter dem Blogbeitrag im Literaturverzeichnis. Vielleicht solltest mal die Beiträge auch zu Ende lesen.

    Die Frage ist, ob die Konkurrenten in irgendeiner Weise besser sind. Ueber 1&1 kann ich sagen, das ist das schlimmste Unternehmen, das mir als Kunde je untergekommen ist. Ich wuerde auch kuendigen, wenn es denn ginge ...

    Leica Camera AG / Squeeze-Out
    Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
    die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
    Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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    Die ACM Projektentwicklung GmbH, Salzburg/Österreich, hat der Leica Camera
    AG (ISIN DE000A0EPU98) heute mitgeteilt, dass sie die Barabfindung für die
    Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Leica Camera AG auf die
    ACM Projektentwicklung GmbH als Hauptaktionärin gemäß §§ 327a ff. AktG
    (Squeeze Out) auf EUR 12,15 je Stückaktie der Leica Camera AG mit einem
    rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 1,00 je Aktie
    festgelegt hat.


    Die Höhe der Barabfindung basiert auf einem Gutachten der PKF Issing
    Faulhaber Wozar Altenbeck oHG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
    Steuerberatungsgesellschaft, Würzburg. Die Angemessenheit der Barabfindung
    wird von der O&R Oppenhoff & Rädler AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
    Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main, überprüft, die das
    Landgericht Frankfurt am Main als sachverständigen Prüfer ausgewählt und
    bestellt hat.


    Der Squeeze Out bedarf der Zustimmung der Hauptversammlung der Leica Camera
    AG. Hierüber soll in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung Beschluss
    gefasst werden.
    25.09.2007 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP



    Vor dem Squeeze Out wurden den Aktionären 12,50 angeboten. Ich habe die aktuellen Zahlen nicht parat, aber 12,15 erscheinen mir zu wenig. Leica hat den turnaround nachhaltig geschafft, die M8 verkauft sich gut, die Zusammenarbeit mit Panasonic läuft hervorragend (Panasonic will zu einem der führenden Kameraanbietern werden und sie sind auch schon sehr gut dabei, ohne Leica Objektive, würde das sicher nicht klappen). Ausserdem ist Leica eine der stärksten Marken der Welt.

    Sushi aus dem Käfig
    EU-Forscher entwickeln ein Verfahren, um Roten Thunfisch zu züchten


    Es ist der Geschmack seines tiefroten Fleisches, der dem Thunfisch zum Verhängnis geworden ist. Mehr als vier Millionen Tonnen werden jährlich aus den Weltmeeren gezogen - zehnmal soviel wie vor 50 Jahren. Seit Sushi-Bars und Supermärkte die exklusive Rohkost anbieten, sind die Bestände in Mittelmeer und Atlantik drastisch geschrumpft. "Die Situation ist katastrophal, die Art restlos überfischt", sagt WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht.


    Weil der teure Thun vor allem in europäischen Gewässern immer seltener wird, suchen Forscher nach einer Möglichkeit, ihn in Aquakulturen zu züchten, so wie es mit Lachs und Meerbrassen längst geschieht. Doch der Rote Thunfisch ist widerspenstig. "Er ist stressempfindlich und braucht optimale Bedingungen für die Vermehrung", sagt Christopher Bridges, Meeresbiologe an der Universität Düsseldorf. Kleine Änderungen der Wassertemperatur oder Lichteinstrahlung reichen aus, um dem Thun die Stimmung zu vermiesen. Werden die bis zu vier Meter langen Kolosse zum Abstreifen des Laichs oder Samens aus dem Wasser geholt, sterben sie den Fischwirten meist unter den Händen weg. "Andere Arten verkraften das problemlos", sagt Bridges. Weil die Zucht bislang misslang, werden nur wild gefangene Thunfische in Käfiganlagen gemästet.


    Europäischen Forschern ist es nun nach dreijähriger Arbeit gelungen, ein Zuchtverfahren für den Roten Thun zu entwickeln. In dem EU-Forschungsprojekt Reprodott haben es Bridges und seine Kollegen geschafft, die pfeilschnellen Jäger in Käfigen an der spanischen Mittelmeerküste zur Paarung zu bewegen: Mit einer Harpune injizieren sie den Fischen unter Wasser eine kleine Metallkanüle mit einem Präparat auf Basis des Hormons Gonadoliberin, das beim Menschen den weiblichen Zyklus reguliert. Die Hormone gelangen in die Blutbahn der Tiere und stimulieren deren Fortpflanzungstrieb. So wurden Thunfisch-Weibchen binnen weniger Tage zum Ablaichen animiert und die Männchen zur Abgabe ihres Spermas bewegt.


    Ähnliche Verfahren werden bei der Zucht von Süßwasserfischen angewandt. Als die ersten befruchteten Eier an der Oberfläche des Thunfischkäfigs trieben, war die Freude unter den Biologen groß. "Wir wussten zuerst wenig über die Vermehrung. Jetzt können wir sie punktgenau steuern", sagt Dinos Mylonas, der das Hormonpräparat zusammen mit Yonathan Zohar von der Universität Maryland entwickelt hat.


    Hoffen auf das große Geschäft


    Zuvor war es lediglich Forschern der japanischen Universität Kinki gelungen, den Roten Thun in Gefangenschaft zu vermehren. Das dauerte aber 23 Jahre lang, weil es nicht gelang, das Ablaichen künstlich zu beschleunigen. Mittlerweile werden die ersten Fische aus der Zucht in Japan verkauft. Das EU-Forscherteam sei bei der Entwicklung der Zuchttechnik für den Thun viel schneller gewesen, sagt Bridges. "Wir haben nur drei Jahre gebraucht." Dabei arbeiteten die Forscher nicht unter optimalen Bedingungen, denn ihre 150 Testfische waren in den Käfigen den wechselnden Umwelteinflüssen des Mittelmeeres ausgesetzt. "In Zuchtanlagen mit eigenen Becken könnten wir Wassertemperatur, Licht und Strömungsverhältnisse nach Belieben kontrollieren", sagt Mylonas. "Will die EU die Thunfischzucht voranbringen, sollte sie auch die Anlagen dafür finanzieren", fordert der Forscher.


    Bislang war der Fang in Europa auf wenige Monate im Jahr begrenzt, da sich der Rote Thun nur während der Laichzeit von Mai bis Juli leicht erbeuten lässt. "Mit der Zucht kann das ganze Jahr über Thunfisch produziert werden. Das wird die Erträge steigern", sagt Bridges. Gleichzeitig könnte der Fang auf hoher See eingeschränkt werden, prognostizieren die Forscher. "Die Zucht bedeutet den Einstieg in die nachhaltige Thunfischwirtschaft", sagt Dinos Mylonas.


    Das Interesse der Industrie an der neuen Entwicklung ist groß: Ein Sponsor des EU-Projekts, die australische Firma Clean Seas Tuna, will mit der neuen Technik innerhalb des nächsten Jahres die Zucht des pazifischen Roten Thuns beginnen. Dafür hat Firmenchef Hagen Stehr an der südaustralischen Küste bei Arno Bay für mehrere Millionen Dollar eine Zuchtanlage errichten lassen, von der die EU-Forscher nur träumen können. Hier will er die australische Fangquote von 5200 Tonnen verdoppeln. Auch die spanischen Thunfischfarmer von Tuna Graso sind an der Hormontechnik interessiert.


    Ein Schritt steht allerdings noch aus. "Wir müssen sicherstellen, dass die Aufzucht der Fischlarven zum erwachsenen Fisch gelingt", erklärt Bridges. Die Aufzucht der Larven wird aber weniger schwierig sein als die Befruchtung, weil die Forscher hier auf Erfahrungen mit anderen Fischarten zurückgreifen können. Bridges ist zuversichtlich: "In fünf Jahren kann der Rote Thun in Europa gezüchtet werden." TORSTEN SCHÄFER


    Quelle: Süddeutsche Zeitung
    Nr.91, Freitag, den 20. April 2007 , Seite 16