Posts by buccaneer

    Ich stimme Euch bei allem zu. Sowohl Gulbenkian, nämlich dass ich glaube, dass die Öl-Konzerne von ihrer Größe, ihrem Ruf, ihren Kontakten profitieren können, wenn sie es richtig anstellen.


    Und Stichwort "richtig anstellen", was bäs erwähnt hat, es kommt halt drauf an wie. Ich finde, viele haben sich halt bisher sehr, sehr schlecht angestellt. Ein Ölkonzern könnte z.B. locker einen einigermaßen integrierten Solar-Bereich aufstellen, z.B. Projektentwicklung, Gestell (ist mit das Wichtigste, sag ich nicht nur weil ich das mache), EPC und dann eben die Anlagen behalten. Also wie Orsted oder Capital Stage (wobei zumindest Capital Stage die Projekte eher kauft, bei Orsted weiß ich das nicht), etc. etc. Ich fände das vor allem insofern sinnvoll, als dass das eben die Zukunft ist und man wertvolle Erfahrungen sammeln kann. Natürlich kann man auch einmal etwas zukaufen, etc., aber ich glaube es wäre gut, wenn man interne Erfahrungen aufbaut. Und das sind Kinkerlitzchen für deren Maßstäbe, da kann man mit einigen guten Teams sehr viel bewegen weltweit. Und warum ich das für gut halten würde, ist nicht zuletzt, dass ich mir vorstellen könnte, dass es deutlich mehr politischen und öffentlichen Goodwill gibt, wenn ein Unternehmen zeigt, dass es wirklich in die Zukunft und auch eine Erneuerbare Zukunft mitgeht. Wie gesagt, ich halte es nur für völlig unrealistisch, zu glauben, dass das in wenigen Jahren weltweit passieren kann. Das ist eine Frage von Jahrzehnten. Nicht zuletzt, könnte man dann evtl. auch argumentieren, dass man Geld verdienen muss, um diese Transformation voranzutreiben. Und dafür dürfte man nicht zuviel Geld brauchen, die Projekte lassen sich ja gut durchfinanzieren, man braucht Vertrauen, dass man attraktiv finanziert wird, etc. Und das dürfte durchaus möglich sein, wenn man es richtig anstellt, meine ich. Also ich glaube man sollte die Vorteile nutzen, die man hat, viel Erfahrung sammeln und Erneuerbare-Kapazitäten aufbauen und glaubhaft darstellen, dass es bei den Erneuerbare-Aktivitäten nicht um Greenwashing geht, sondern darum, langsam aber stetig in die Richtung zu gehen. Und das man trotzdem noch richtig Geld mit Öl verdienen will, solange es nachgefragt wird. Es hat natürlich z.B. nicht geholfen, dass z.B. sowohl BP (haben Solar gemacht und sich damals "Beyond Petroleum" genannt) als auch Shell (Modulhersteller Solar Frontier) schon mal einiges in die Richtung getan hatten und sich dann wieder davon zurückgezogen hatten. Aber gut, man kann jetzt natürlich auch sagen, dumme Konzerne, ich weiß es nicht. Aber viele Markt-Dynamiken haben sich eben erst gezeigt. Z.B. dass das Modul-Geschäft damals katastrophal den Bach runter ging. Und generell das Komponenten-Geschäft sehr, sehr schwierige Phasen hatte (und immer viel Preisdruck). Die hätten, meiner Meinung nach, gleich in die Projektentwicklung und das IPP-Geschäft (bzw. Yield Co.) gehen sollen, da wird wohl das meiste Geld gemacht. Und, da könnte man wohl auch am ehesten Kontakte nutzen etc.


    Und da sieht man ja eh am Beispiel Orsted sehr schön, was möglich ist. Aber ich denke mir halt, das können andere auch machen, man muss es halt richtig angehen und wirklich langfristig durchziehen. Ich denke, da wird die nächsten Jahrzehnte noch so viel Bewegung drin sein, das wird richtig spannend. Und ich kann ja gleichzeitig einerseits gut finden, was Orsted gemacht hat, und andererseits trotzdem die klassischen Öl-Konzerne für ziemlich billig halten. Orsted wird sicher nicht in einigen Jahren seine Marktkapitalisierung verdienen, bei so manchem Öl-Konzern ist das je nach Ölpreis aber möglich. Ist für mich was anderes. Aber wie gesagt, lange Rede, kurzer Sinn, ich halte es für einerseits gut und sinnvoll, in Erneuerbare zu gehen, ich denke zweitens, dass das für die Peanuts sind, da kann man mit z.B. einer Milliarde (Projektfinanzierungen laufen extra) richtig, richtig viel bewegen. Aber man müsste es halt ernst und auch langfristig meinen. Damit könnte man zuerst lernen, lernen, lernen und dann dürfte man doch langsam aber stetig skalieren können, wenn es soweit ist. Und drittens eben, denke ich, dass man dann auch langsam wieder positiver wahrgenommen wird. Ich muss aber auch sagen, ich würde es auch offensiver vertreten, dass man zwar in die Richtung geht, aber Stück für Stück, und warum man kein Öl liefern sollen darf, wenn es eine Nachfrage dafür gibt. Ich hab bei der ganzen Thematik immer Verständnis fürs Bashing von dreckiger Energie, aber weniger fürs Bashing von Konzernen, etc. Das war bei der PV hier schon immer so. Neben der PV sollte natürlich auch noch gleich alles dezentral sein und die Konzerne weg vom Fenster. Ich hab da nicht generell ein Problem damit, ich halte es aber einfach für ineffizient und nicht sinnvoll, dass jeder seinen eigenen Strom erzeugt. Genau wie ich es generell nicht für sonderlich effizient halte, dass man kleine PV-Anlagen macht (oder z.B. eine Neubau-PV-Pflicht). Das mit Abstand billigste sind große Anlagen. Warum soll ich also kleine bauen. Dach-Nutzung, klar, ist ein Punkt. Aber rein preislich, macht es wenig Sinn finde ich.


    Nun ja, egal, ich wollte eigentlich nur zu erklären versuchen, warum ich meine, dass es im Sinne der Öl-Konzerne wäre, wirklich was sinnvolles in Richtung Erneuerbare zu tun, aber, völlige Zustimmung, die Frage ist wie man's angeht. Aber generell zu sagen, dass können die nicht, finde ich falsch. Vorteile hätten sie wohl. Vielleicht schaut man auch in 30 oder 50 Jahren zurück und einige haben's geschafft und andere nicht.

    Ich halte die Situation beim Öl und den Aktien von Öl-Firmen für spannend. Einerseits ist der Ölpreis ja wieder höher, als vor Corona, andererseits sind viele Aktien noch ziemlich unten. Die Gründe dürften wir alle kennen, es ist für viele Adressen inzwischen nicht mehr investierbar, Stichwort ESG, aber, darum geht es ja dabei auch, dass man die langfristige Entwicklung eben negativ einschätzt. Ok. Soweit, so klar.


    Was ich daran interessant finde, ist, dass das ja schon vor Jahren klar war. Man kann aber manchmal den Eindruck gewinnen, dass das als breites Investmentthema erst in den letzten Jahren hochkam. Ich glaube dagegen, es ist seit vielen, vielen Jahren klar, dass Öl weniger werden soll und Erneuerbare mehr. Was sich bei vielen geändert zu haben scheint, ist der Glaube daran. Also der Glaube daran, dass man schnell umsteigen wird können. Das sehe ich wie mehrmals gesagt als schwierig an, ich glaube insbesondere der industrielle Umstieg auf Erneuerbare bringt einen enormen Ressourcen-Bedarf mit sich und dauert eher einige Jahrzehnte. Insofern, sehe ich persönlich noch auf Jahre steigenden Öl-Bedarf (über Wirtschaftskrisen gemittelt). Und das ist meine Einschätzung seit langer Zeit. Daran hat sich insofern nichts geändert.


    Worauf ich hinaus will, ist, dass ich auch nicht davon ausgehe, dass Shell, etc. in 20 oder 30 Jahren sonderlich gut dastehen wird, wobei das ja generell schwer zu sagen ist. Ich glaube aber, dass sie in den nächsten Jahren so viel Geld verdienen könnten, dass sie gute Cigar Butts wären. Mir fällt eben seit Wochen und Monaten auf, dass der Ölpreis wieder einigermaßen stabil höher steht und die Unternehmen nicht. Und die allgemeinen Einschätzungen sind denke ich soweit bekannt. Insofern zu meiner persönlichen (der Rest war eigentlich nur Einleitung):


    Ich dachte es es mir bei den Zahlen von Equinor gestern schon und heute bei Shell wieder. Ich halte die für ziemlich interessant momentan, selbst bei einem gleichbleibenden Ölpreis. Falls er weiter steigen sollte, was ich für nicht unrealistisch halte, geht's erst richtig ab.


    https://www.oedigital.com/news…equinor-s-2q-profit-rises


    https://www.cash.ch/news/top-n…t-aktienrueckkauf-1801974


    Ich hab beide seit längerem, insofern Offenlegung. Und mir ist Equinor auch deutlich lieber, muss ich sagen, weil ich bei dem Floating Offshore Wind wirklich großes Potential sehe und ich auch glaube dass die da in Zukunft einiges machen können. Aber, das muss man eben auch sagen, momentan macht das Erneuerbaren-Geschäft dort noch Verlust und insofern, was die nächsten Jahre zählen wird, ist der Ölpreis.


    Besonders freut mich, dass beide jetzt Aktien zurückkaufen, bei m.M. nach niedrigen Kursen. Klar waren die letztes Jahr noch niedriger, aber, und auch mal vom Chart abgesehen, ich finde das eben zu den Preisen sinnvoll.


    Naja, andererseits, so ehrlich muss man auch sein, das ist jetzt nichts was ich für eine Generation behalten möchte. Deshalb sollte es zumindest entsprechend billig sein und das sehe ich momentan so. Vor allem, die meisten Dinge sind ja relativ, verglichen mit vielen Alternativen am Markt.


    Ich würde evtl. einen Teil, vielleicht auch die Hälfte, verkaufen. Dann hast Du schon mal was und kannst mit dem Rest immer noch einen 10Bagger machen :). Das ist glaub ich auch immer so eine Persönlichkeitssache. Man wird ja dann mit der einen Position oder der anderen richtig liegen, entweder der verkauften oder der behaltenen. Da gibt es dann Leute, die ärgern sich immer, dass sie's bei einem Teil falsch gemacht haben. Und es gibt Leute, die freuen sich, dass sie's beim anderen Teil richtig gemacht haben.


    Aber von außen beobachtet, klingt es schon zunehmend spekulativ. Vorher stand stets das Potential der Pipeline im Mittelpunkt und dass der Impfstoff nicht ausreichend bepreist ist, also das Geschäft wurde bewertet. Jetzt klingt es mehr nach, läuft, könnte ja weiter laufen. Also das ist ja völlig ok, aber mein Eindruck ist, dass es langsam spekulativer wird und dessen sollte man sich eben bewusst sein.


    Aber generell sind solche Aussagen eh immer schwierig. Sobald sie sich wieder verdoppelt haben, schaut man schön blöd aus :)..

    VW will Europcar übernehmen. Das sehe ich heute zum ersten Mal, obwohl schon seit Wochen darüber berichtet wurde:


    https://www.tagesschau.de/wirt…mt-zu-vw-zurueck-101.html


    https://www.bnnbloomberg.ca/vw…r-sweetened-bid-1.1633302


    Wollten die nicht kürzlich noch mit 15 % bei Sixt einsteigen? Letzten Herbst. Da hat man dann aber auch nichts mehr gehört meine ich? Also aus Sixt-Sicht hätte ich auf den ersten Blick lieber VW mit 15 % dabei gehabt (solange sie nicht mitreden wollen), als dass die die Konkurrenz machen. Aber gut, das muss ja nichts heißen, als Europcar schon mal zu VW gehört hat, lief Sixt auch recht gut. Vielleicht ist es Sixt auch einfach egal :). Aus VW-Sicht finde ich es jedenfalls interessant.

    Ja gut, dort ist die Euphorie oft ziemlich weit oben :). Ich persönlich finde die aktuelle Bewertung bei BioNTech noch angemessen, aber in Richtung 100 Mrd. € Börsenwert fände ich es dann schon langsam eng. Aber das steht und fällt natürlich, neben der Pipeline, mit der weiteren Entwicklung beim Impfstoff und wie viel man da in den nächsten Jahren verdienen wird können. Das finde ich eben einigermaßen schwer zu kalkulieren. Heute, schätze ich, wird man die Aussagen von Pfizer gut aufgenommen haben, da wird mit nochmal mehr Impfstoff-Umsatz gerechnet:


    https://www.bnnbloomberg.ca/pf…llion-this-year-1.1633780

    HeidelbergCement hätte man letztes Jahr schon kaufen dürfen, das nervt mich etwas. Wobei natürlich da vieles gut gelaufen ist. Jedenfalls, ich würde ja jetzt noch etwas überlegen, wenn ich was übrig hätte. Hab grad gesehen, dass sie ein Aktienrückkaufprogramm auflegen, 1 Mrd. ist bei denen schon ein bißchen was (knappe 7 % der Marktkap.). Da müsste man halt wissen, ob der Bau weiter so läuft.


    https://www.finanznachrichten.…-zu-1-mrd-euro-an-015.htm


    Mir insgesamt wohl inzwischen zwar nicht direkt zu teuer, aber auch nicht mehr günstig genug. Sooo viel verdienen sie auch nicht, wie z.B. die Stahlfirmen, die jetzt grad wirklich Riesen-Konjunktur haben.


    Naja, ich glaub da verpass ich jetzt nicht mehr viel. Und eigentlich scheint das Rückkaufprogramm auch nicht sehr Preis-orientiert, wie man sich das wünschen würde. Insbesondere, nachdem es über 2 Jahre und wohl ohne Preis-Limit oder ähnliches laufen soll.

    Aus einem Chart kann ich persönlich gar nichts herauslesen, das dürfen andere machen :).


    Nö, also, das ist einfach eine subjektive Einschätzung und Beobachtung über Jahre. Die haben bei Einhell einen hohen Familien-Anteil und denken glaube ich schon recht langfristig. Gehen immer wieder in neue Märkte, etc. Da funktioniert auch nicht immer alles, aber das Geschäft würde mir jetzt nicht total zyklisch vorkommen. Also schon mit unterschiedlichen Phasen, guten und schlechten, aber ich würde die gute Entwicklung jetzt nicht voll der Situation anlasten. Es gab ja sogar auch Einschränkungen, z.B. geschlossene Baumärkte, das wurde halt überkompensiert, ok. Aber die waren vorher auch schon mal über 100 €/Aktie, also man muss jetzt vielleicht nicht unbedingt den niedrigsten Kurs von letztem Jahr als Maßstab nehmen.


    Jedenfalls, was mir immer wieder auffällt, der CEO kauft ständig weiter Aktien, das gefällt mir. Und nicht nur Klecker-Beträge. Hier z.B. kürzlich:

    https://www.finanznachrichten.…ermany-ag-deutsch-022.htm


    Also auch bei den aktuellen Kursen, bzw. höher als jetzt gerade, hat der weiter zugekauft. Ich kenne mich jetzt da nicht genau aus, ob das gekennzeichnet sein müsste, wenn das vertraglich verpflichtende Käufe wären. Das könnte natürlich noch sein. Naja, ansonsten würde ich da schon mal ans verkaufen denken, irgendwann, aber eigentlich nur, weil sie eben so steil hochlaufen. War eher als Dauer-Position gedacht, insofern, ist mir beides recht.

    Freut mich, dass Du auch dabei bist! Ich sehe ebenfalls 50 € rum als gerechtfertigt an. Wie immer: "It is better to be roughly right than precisely wrong."


    Mein Mischkurs ist knapp unter 21 €, ist aber schon etwas her, insofern, bist Du mit Opportunitätskosten wohl eher billiger dabei, vor allem verglichen zu meinem ersten Kauf.


    Ansonsten, wollte ich noch anmerken: Ich glaube, gerade was die Energiewende betrifft, ist evtl. eher Arcelor ein Nutznießer, Flachstahl, Magnelis, etc. Wobei, nur was den Stahl betrifft. Bei Salzgitter hat man ja das Kupfer-Geschäft dabei.


    Naja, mal schaun, in letzter Zeit schaut's ja gut aus beim Stahl. Hoffen wir, dass es nicht wieder eine kurze Affäre mit gebrochenem Herzen wird, sondern länger gut geht :)..

    Ehrlich gesagt, das weiß ich nicht mehr genau. Ich erinnere mich zwar, dass ich irgendwie den Eindruck gewonnen hatte, dass EE die modernste Bank dort sei, aber nicht mehr genau weshalb. Später dann, hab ich in einem Shareholder-Letter von Fairfax Financial über die gelesen und fand das wohl so krass, dass ich ein paar wollte. Krass deshalb, weil die zuerst für 31 Cent und dann für 1 Cent nachgekauft haben. Da gab's dann noch eine Aktien-Zusammenlegung (100 zu 1), also war die letzte Kapitalerhöhung nach Zusammenlegung zu 1 €. Die Aktien hab ich aber zu 0,60 € gekauft, also nochmal niedriger. Das musste natürlich alles nicht heißen, ganz im Gegenteil, man hat ja gesehen wie das abgestützt war, da hätte es auch ohne weiteres weiter nach unten gehen können. Allerdings, ich dachte mir, irgendwann ist vielleicht einmal Schluss und Marktkapitalisierung unter 3 Mrd., Price to book, etc., hat alles ganz ok ausgesehen. Aber das war natürlich für mich eine gewisse Zockeraktie, bzw. ich hab gewisse Chancen für eine Vervielfachung gesehen gegenüber einem kompletten Ausfallrisiko. Und das seh ich immer noch so, ich sehe nicht, warum die sich nicht verdoppeln bis verfünffachen sollten, wenn einmal die Altlasten abgebaut sind. Finde das also ok, wobei bisher das natürlich noch nichts war. Ca. 30 % im Plus, aber über einige Jahre und keine Dividenden. Nun, die bleiben einfach liegen.


    Was ich bei Fairfax meinte, Seite 10 (Dokument Seite 7):

    https://s1.q4cdn.com/579586326…ls/2016/2015-Shareholders'-Letter.pdf


    Aktuelle Einschätzung vom letzten Letter, Seite 26 (Dokument Seite 22):

    https://s1.q4cdn.com/579586326…eholders-2020-(Final).pdf


    Ansonsten, wie gesagt, bin ich ganz zufrieden mit der Entwicklung. Mit dem Kurs noch nicht, aber geschäftlich scheinen sie mir voranzukommen. Sie haben auch, da wird Fairfax nehme ich an auch mitentschieden haben, mit Grivalia, einer Immobilienfirma fusioniert, 2018 ging das los:


    https://www.eurobank.gr/-/medi…si-26-11-18-eng.pdf?la=en


    Das, finde ich insofern interessant, als dass ich insbesondere bei Immobilien Potential in Griechenland sehe. Aber gut, das war nach meinem Kauf, hatte als nichts damit zu tun. War einfach eine subjektive "Chance größer als Risiko" - Einschätzung. Das Zinsrisiko bleibt aber natürlich, ist nun mal eine Bank..

    Nun, ich hoffe es zumindest. Bin schon seit längerem bei Eurobank Ergasias dabei, es wirkt mir auch so, als ob man sich da beständig verbessert, Altlasten abbaut, etc. Bin ursprünglich glaub ich über den Fairfax Financial Shareholder Letter auf die gekommen und die sind ja auch noch kräftig dabei, ich glaube denen gehört ziemlich genau ein Drittel.

    War bisher eine wilde Achterbahnfahrt, gekauft zu ca. 0,6 €, erst ganz ok, dann letztes Jahr runter bis unter 0,3 € und jetzt wieder etwas im Plus. Aber gut, was heißt wilde Achterbahn, soweit ich mich erinnere (zu meinem persönlichen Glück unbeteiligt) gingen die in der Griechenlandkrise alle extrem baden, auch nach etwaigen Kapitalerhöhungen nochmal. Verglichen dazu ist das ja nicht schlimm. Insgesamt bin ich mit Griechenland ganz zufrieden, also den Unternehmen/Aktien dort. Und dass die Wirtschaft wieder mal richtig wachsen könnte und es aufwärts geht, ich würde es hoffen, für ganz Südeuropa übrigens!

    Ich kapere diesen Thread mal für einen Rant über Tradegate, da ich keinen Börsenplatz-Thread gesehen habe. Ich hatte da heute eine Order für eine Aktie eingestellt zu einem bestimmten Limit. Das ist nicht bedient worden, aber eine halb so große Order wurde mit einem niedrigeren Preis ausgeführt. Wäre es nicht für den Verkäufer und auch für mich besser gewesen, wenn ich bedient worden wäre, wenn auch nur teilweise?


    Tradegate ist sicher teilweise erklärungsbedürftig. Z.B. passiert es sehr oft, dass man was eingibt und sie sofort drunter oder drüber gehen. Das ist ja im Endeffekt ein Broker-Geschäft, Tradegate, Berliner Effekten, da kann man mal googeln. Z.B. hier, schon etwas älter:

    https://www.wiwo.de/finanzen/b…n-tradegate/10367106.html


    Ich nutze trotzdem gern Tradegate, weil sie erstens recht günstig sind, ich zweitens sowieso immer limitiere und drittens, es meines Wissens nach die einzige Börse in Deutschland ist, bei der ich All or None einstellen kann, d.h. entweder wird die ganze Order bedient oder gar nichts. Das ist auch nicht immer nur vorteilhaft, manchmal ist mir schon eine Teilausführung entgangen (wo die Aktien dann ziemlich gestiegen sind), aber generell find ich es nicht schlecht, damit ich bei marktengen Titeln nicht eine geringe Ausführung bekomme, oder, viele Teilausführungen über mehrere Tage und mehrmals Provisionen bezahlen muss, etc.


    Was Deinen konkreten Fall betrifft, versteh ich es auch nicht. Nachdem Du wohl keinen Zusatz wie All or None drin hattest und der Verkäufer bei Dir mehr bekommen hätte, hm. Aber manchmal wird ja auch sonst jemand besser gestellt. Ich werde z.B. manchmal unter Limit bedient. D.h. ich hätte ja mehr bezahlt. Da wird aber wohl auch bestens kommuniziert, insofern, könnte man sagen, bin ich gegenüber dem Verkäufer besser gestellt, weil ich ihm ja mehr bezahlt hätte. Ist aber nicht ganz vergleichbar.

    Aber jedenfalls, ich hatte schon mal irgendwas, da gibt es eine Hotline, da hab ich angerufen und das hat sich aufgeklärt. Das würde ich empfehlen.

    Die Rendite bezieht sich auf den geschätzen Verkaufspreis, wenn ich das richtig verstanden hab. Ist doch nicht schlecht, wenn auch Leerstand, Reparaturen, etc. sicher noch dazu kommen. Aber selbst 2 % wären aktuell vielleicht besser, als es auf die Bank zu legen und evtl. Negativzinsen bezahlen zu müssen. Wer will Dir das also mit Sicherheit sagen können. Dafür müsste man schon wissen, wohin der Leitzins geht :).

    Und, ich weiß gar nicht wie das mit der Abschreibung ist, wenn man die Wohnung nicht gekauft hat? Ist die Basis dann der Wertansatz für die Erbschafts-Steuer-Ermittlung oder wie läuft das?


    Ich persönlich hätte auf Makler absolut "null Bock". Alle Begegnungen die ich mit dem Berufsstand hatte, hat mich in meiner Ablehnung da weiter bestärkt. Ich habe für mich inzwischen fast ausgeschlossen, was mit Maklern zu machen, auch zu kaufen. Da ist dann zwar erst mal fast alles vom Tisch, aber zumindest momentan find ich das absolut unschön. Viele Tausend Euro, um teilweise nur ein paar Fotos zu machen und etwas ins Internet zu stellen. Ich weiß, aus Maklersicht muss er erst mal die Kunden generieren etc., also Leute finden, deren Immobilie verkauft werden dürfen, etc. Schön und gut, aber aus meiner Sicht ist es trotzdem einfach zu viel Geld für zu wenig Zeit. Wenn ich was im Ort höre oder sehe, geh ich direkt hin.


    Jedenfalls, und es gibt ja auch genug Leute die die Sachen per Makler vermieten. Versteh ich ebenfalls nicht. Hab nen Kumpel, der hat kein Problem nem Makler zwei Monatsmieten zu bezahlen, wenn ihm der eine Wohnung vermietet. Wenn ich ihm dann vorschlage, dass ich es gern für eine Monatsmiete mache (und generell nicht verstehe, dass er es nicht selbst macht), sagt er, nein nein, wir kennen uns ja, Dir zahl ich nix. Hehe, das eher nebenher.

    Ich finde, das kann man selbst machen. Preislich, kann man doch einfach mal ein bißchen testen.


    Da hatte ich neulich auch so einen Fall. Ein Haus im Ort hätte mich interessiert, ein Erbe aus München. Die Nachbarin hat den Kontakt hergestellt, ich ihn getroffen, Angebot gemacht. Er, schade, er hat es gerade am morgen einem Makler übergeben. Er kennt sich ja in der Gegend nicht aus, was soll er denn machen. Sag ich, Schild vors Haus, Handynummer drauf oder Email, Gebote einholen. Wo ist das Problem? Nach 10-20 Geboten kennt er sich einigermaßen aus, mit seriös wirkenden macht er ein paar Führungen, etc. Ich hab dann auch geboten, er hätt's mir auch lt. Selbstaussage gegeben, aber die zwei Miterben wollten mehr. Und ich hab gesagt, Makler mach ich nicht. Der hat weder den Kontakt hergestellt noch irgendwas für mich getan. Da wäre er ebenfalls zurückgetreten und die Miterben nicht (zwei Wochen kann man glaub ich normal zurücktreten). Aber da war es auch wieder so, der Makler hat recht rumgetan hat er gemeint. Und irgendeinen total hohen Preis angesetzt und die Provision darauf würde er immer bekommen, egal wie das Haus dann verkauft würde und egal zu welchem Preis (also Provision auf den hohen, angesetzten Preis anstatt auf einen evtl. niedrigeren Verkaufspreis). Also wie gesagt, ich hab noch keinen Immobilienmakler getroffen, der mir recht angenehm war. Ich will das System gar nicht unterstützen.


    Und nochmal zurück zu vermieten vs. verkaufen. Das kommt doch wiederum auch darauf an, was Du mit dem Geld anfangen würdest. Wenn Du es gern investieren würdest, ok. Aber um es auf die Bank zu legen? Wenn man nicht gerade von einem kommenden Immobilien-Crash ausgeht natürlich, da wäre wohl verkaufen angesagt.

    Ich weiß ja nicht, wie sonst Deine Cash-Lage ist. Vielleicht hast Du ja eh schon mehr Geld als Du investiert hast bzw. investieren willst, dann brauchst Du es ja erst recht nicht.


    Ansonsten könntest Du ja noch ein Mittelding machen, die Wohnung vermieten, aber einen Kredit darauf aufnehmen. Mit dem Geld könntest Du ja dann auch investieren. Ich finde das immer eine interessante Variante. Fast jeder sagt natürlich keine Aktien auf Kredit kaufen. Da stimme ich grundsätzlich auch zu, wobei es mir auf die Feinheiten angekommt. Ein paar Prozentpunkte fremdfinanziert find ich nicht schlimm. Aber vom Resultat her, wäre das auch nichts anderes, als wenn man sich eine Wohnung fremd-finanziert kauft und dann abzahlt. Wobei ich nicht weiß, ob man den Kredit Wohnungs-gebunden machen kann, damit man die Zinsen auch absetzen darf.

    Find ich auch schon lange komisch. Warum soll Deutschland nicht das Recht haben, sich Transitgebühren zu sparen.. Natürlich kann man die Ukraine unterstützen, aber das ist ein anderes Thema.


    Und was da im Text steht, bzgl. Investitionen von Deutschland und den USA in den Ausbau von erneuerbaren Energien in Ukraine. Nun, da war es vor etwa 10 Jahren immer so, dass im Wesentlichen genau eine Firma in der Ukraine, zumeist auf der Krim, große Anlagen gebaut hat. Das fanden damals alle in der Branche komisch, warum genau eine Firma aus Wien da in der Ukraine große Anlagen bauen kann. Vielleicht erklärt es sich evtl., wenn man bei Ownership schaut.


    https://en.wikipedia.org/wiki/Activ_Solar


    Nun, zumindest ein Geschmäckle ist kaum von der Hand zu weisen. Und ja, die Anlagen waren zumeist auf der Krim und die Firma ging später pleite.


    Jedenfalls, keine Ahnung wie das genau laufen soll, aber falls westliches, staatliches Geld in solche Strukturen laufen soll, wie angedeutet, dann sollte man da genau hinschauen. Ganz generell, bloß weil etwas erneuerbare, grüne Energie ist, heißt nicht, dass es im Hintergrund nicht etwas dreckiger zugehen kann. Da hab ich manchmal momentan den Eindruck, dass dann nicht mehr groß hinterfragt wird, es ist ja grün.


    Als weiteres Beispiel z.B. die Privatnutzung von Firmen-PkWs, also herkömmlich 1 %, Hybrid 0,5 % und Elektro 0,25 %. Ich bin überhaupt nicht dagegen, dass man Elektro-Autos fördert, aber ich finde es nicht ok, dass man "geldwerten Vorteil" danach besteuert, welche Antriebstechnologie jemand fährt. Das führt im Wesentlichen dazu, dass Leute mit Elektro- oder Hybrid- Firmenautos steuerlich deutlich gegenüber solchen bevorzeugt werden, die sich ein Auto privat kaufen, oder einen höher besteuerten Antrieb fahren. Nochmal, ich bin nicht generell gegen eine Bevorzugung solcher Autos, aber ich finde die steuerliche Bevorzugung und Andersbehandlung falsch. Es würde völlig über einen höheren Spritpreis reichen. Damit sind am einfachsten und gleichmäßigsten Weniger-Verbraucher bessergestellt. Ich will hier gar nicht über dieses andere Thema anfangen, nur als Beispiel, weil ich das Gefühl habe, dass das auch so etwas ist, wo etwas nicht sonderlich hinterfragt wird, weil es ja grün ist..

    In dem Faden hab ich länger nicht vorbeigeschaut.


    @ Al Sting:

    Bzgl. Dünger, ich hab noch Nutrien und Yara. Bin mit beiden ganz zufrieden.


    @ wp:

    Ja, also, ich finde die Kernel ganz interessant. Hab mich mal ein bißchen umgeschaut. Aber ich denke mir, vielleicht frag ich einfach mal Dich, wenn Du die ja kennst. Bzw. ich schreib mal meine ersten Eindrücke und würde Dich bitte, die zu kommentieren.


    Also, KGV sehr niedrig, gut. Schulden am sinken und Net Debt/EBITDA etwa 1,4. Auch ok. Jetzt ist halt mein Problem, also, wie sehr kann man den Zahlen und generell den Akteuren dort vertrauen? Ich hab gesehen es gab wohl Sanktionen von Russland gegen den CEO und Chairman und man hat da die Aktivitäten verkauft, ist also aus dem Russland-Geschäft komplett raus. Was ja nichts machen muss.

    Und dann hat man wohl die letzten Jahre einigermaßen investiert? In eigene Bahnwagons, Terminals, also Infrastruktur, etc. Ja?


    Denn, und jetzt komm ich zum Punkt, wenn ich wenig weiß und vertrauen soll, dann wär ja da in solchen Fällen üblicherweise eine regelmäßige hohe Dividende recht. Also Cash als vertrauensbildende (bzw. Vertrauens-Notwendigkeit-reduzierende) Maßnahme. Und da frage ich mich eben, warum gibt's bei einem KGV von etwa 3 nur eine mickrige Dividenden-Rendite von ca. 3 %, bzw. ein Payout-Ratio von etwa 11 %? Mussten bzw. müssen die grad so viel investieren? Schulden rückzahlen? Ansonsten find ich das komisch. Oder haben sie nur grad Sonderkonjunktur und ansonsten verdienen sie nicht viel mehr als das?


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kernel_Holding


    PS:

    Hier noch eine bullishe Einschätzung: https://seekingalpha.com/artic…nd-solid-earnings-outlook


    Und hier noch was: https://www.valueofstocks.com/…er-is-a-deep-value-stock/


    Da liest sich das so, als ob man gerade viel investiert hätte und nun die nächsten Jahre profitiert werden könnte. Trotzdem natürlich, wäre mir an Deiner Einschätzung gelegen wp, nachdem Du die ja wohl schon einige Jahre beobachtest.

    Ich glaub immer ich war zu viel beruflich unterwegs, denn wenn ich sowas sehe, ist die Urlaubsstimmung gleich weg :). Wenn jemand frägt, sag ich meistens auch immer, Hauptsache nicht fliegen. Lieber (entspannt) Roadtrip, etc. Naja.


    Egal, weil Du schreibst Russen und Tourismus. Da musst ich an etwas denken, was ich neulich gesehen hab. Keine türkische Aktie, sondern MELCO (Macao Electric Lighting). Also die Firma kenne ich schon länger, die hatte Southeastern Asset Management mal, ich glaube auch nach anfänglichem Warten schlussendlich mit Erfolg. Das kann man sich ja anschaun wenn man möchte. Hatte die mir neulich mal als evtl. Reopening-Sache angeschaut, ist ja im Wesentlichen Tourismus, Hotels, Kasinos. Und was ich da eben kürzlich gesehen hab, ist, dass sie ein wohl ziemlich großes Ressort auf Zypern bauen, "City of Dreams Mediterranean". Also 5-Sterne-Beton-Bude und Kasino. Ich weiß nicht, genau hab ich's mir nicht angeschaut, weil ich erstens eh grad kein Geld hab und zweitens das natürlich so eine Sache ist, generell, ob man auf eine Tourismus/-Glücksspiel-Erholung setzen möchte. Ah, witzig, ich wollt grad schaun, ob ich noch schnell was dazu finde, hier ist ein Podcast von Southeastern mit dem CEO von Ende 2019, also genau vor Covid. Also CEO und Mehrheits-Aktionär. Noch nicht angehört, nur grad gefunden.


    https://southeasternasset.com/…-and-opportunity-in-asia/


    https://en.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Ho


    https://www.marketscreener.com…AL-DEVEL-6165721/company/


    Ah, Southeastern ist wohl auch aktuell wieder drin:


    https://southeasternasset.com/…entary-4q1998-to-present/


    Auf Seite 13 steht was dazu, unter anderem dass der CEO ordentlich selbst eingekauft hat. Übrigens, nicht dass die immer richtig liegen würden, etc., aber man darf ja, finde ich, gerade bei Value Investoren mal schauen und trotzdem selbst überlegen. Bei Fedex, CK Hutchison und auch Fairfax war ich angetan, dass die die auch gut finden und hab mich bestärken lassen. Dass sie mal Thyssen gekauft haben, hab ich dagegen absolut nicht verstanden. Naja, egal, wollte eigentlich nur MELCO wegen Tourismus, Zypern usw. erwähnen.


    PS:

    Ich kenne die Hintergründe nicht genau, aber das hier hört sich etwas schwierig an. Da heißt es, dass das Board dem CEO einfach mal 10 Mio. USD Bonus gewährt hat, weil er sich engagiert, naja. Egal wie, einen Bonus bzw. zusätzlichen Bonus zu zahlen, wenn die Aktie gerade niedrig steht, macht nicht den richtigen Geschmack. Und dann gibt's eine Gehalt zu 3mal so viel Aktien-Optionen tauschen Option, z.B. statt 25000 USD Gehalt Aktien für 75000 USD. Oder eben 6,68 Mio. USD Aktien anstatt 2,23 Mio. USD Gehalt.. Also wie gesagt, genaueres kenn ich da nicht, aber das finde ich etwas fragwürdig.


    https://www.casino.org/news/me…e-purchase-award-program/

    Das stimmt natürlich. Aber Du gehst danach zum Friseur. Und nicht nur Du, sondern fast alle. Und das ist der Nachholbedarf, diese nicht gleichverteilte Nachfrage, sondern die verstärkt gleichzeitig auftretende.


    Beim fliegen, Urlaub, etc. dürfte es m.M. nach ähnlich sein.


    PS:

    Nicht nur ähnlich, sondern verstärkt. Im Gegensatz zum Haare schneiden, wo man nach der Bedürfnisbefriedigung erst mal wieder vollständige Nachfragedeckung erreicht hat, kann es bei Sachen wie Essen gehen, Kino, Urlaub, Geschäftsreisen durchaus möglich sein, dass sich was aufgestaut hat, was nicht einmalig gelöst wird..

    Übernahme-Angebot für den Flughafen von Sydney. Den hatte ich mir grade vor ein paar Tagen im Zuge meines QANTAS-Interesses angeschaut. Tja. Ob das so durchgeht, wird interessant. Ist ja niedriger als Vor-Covid.

    Vielleicht darf man sich nochmal andere anschauen, Flughafen Wien ist immer auf meiner mentalen Dauer-Watchlist..


    https://www.bnnbloomberg.ca/sy…-bet-on-rebound-1.1625264


    Generell scheint mir das absolut Sinn zu machen. Ich bin eh immer etwas verwundert, dass manche Re-Opening-Sachen nicht besser laufen. Zu nennen wäre generell Öl (Aktien im Vergleich zum Preis; mag natürlich ESG-Gründe haben), aber eben auch spezifische Sachen wie beispielsweise eben Flughäfen. In einigen Monaten sollte man in einigen Regionen relativ back to normal sein, plus dann eben den massiven Aufhol-Bedarf. Klar, man kann auch vermuten, dass nachhaltig weniger geflogen werden wird, etc. Ich persönlich glaub das nicht, sondern eher andersrum. Aber das beurteilt ja jeder für sich.


    Beispiel anhand dieses Flughafen Sydneys:


    Kurs vor Übernahme: 5,80 AUD; Kurs vor einem Jahr: 5,50 AUD


    Vor einem Jahr war die Corona-Situation aber relativ neu, es waren noch keine Impf-Stoffe absehbar, bzw. völlig unklar wann diese kommen würden und bis wann geimpft werden könnte. Jetzt dagegen schaut die Lage relativ klar aus, es sollte in einigen Monaten wieder einigermaßen normal laufen. Insofern, empfinde ich das als ein etwas komisches Verhältnis..

    Morrison soll übernommen werden:


    https://www.bloomberg.com/news…about-8-7-billion-in-cash


    Manche wollen noch mehr:


    https://www.bloomberg.com/news…id-would-merit-engagement


    Soweit ich das im Hinterkopf habe, hat Morrison im Vergleich zu Tesco und Sainsbury am meisten Immobilien im Eigenbesitz. Das dürfte evtl. positiv sein. Da ist sogar noch eine halb-vergessene Depot-Position vorhanden, muss man wohl froh sein, so rauszukommen. Übernahmepreis wohl etwas über dem Kaufkurs damals und wenigstens kamen einigermaßen Dividenden. Aber insgesamt war das natürlich nichts. Bei Retailern bin ich immer schlecht. Home Depot, der bald-wäre-10-Bagger, wenn ich sie nicht verkauft hätte, Target, die sich seit meinem Verkauf nochmal rapide verdreifacht haben, aber sowas wie Morrison, das über Jahre dahinsiecht.. Naja, mal schaun, wie's bei Seven & I. und ATC weitergeht, die laufen momentan immerhin nicht schlecht. Aber nicht mein Circle of Competence, das muss man wohl feststellen.

    Nur weil ich es zufällig gesehen habe:


    https://www.barrons.com/articl…4914151?mod=hp_LEADSUPP_1


    Die von der Wirtschaftspresse oft als absolute Spekulanten und Zocker bezeichneten Leute, die da bei niedrigen Preisen gekauft und noch gezeichnet haben, haben offensichtlich keinen schlechten Schnitt gemacht. Ich finde das sehr interessant. Es zeigt einmal mehr, dass "offensichtliche" Wahrheiten mit Vorsicht zu genießen sind. Ich hab mich nie sonderlich damit beschäftigt, aber man konnte mehrmals was lesen, im Sinne von: "Die sind komplett verrückt, es gäbe keinerlei Chance, dass es da noch was zu holen gäbe."


    Es kann natürlich gut sein, dass sie einfach nur sehr viel Glück hatten. Klar. Aber mir fällt schon auf, dass das damals richtig verurteilt wurde und momentan passt das damit einfach nicht zusammen. Die Aussichten haben sich dann ab Herbst wohl so stark verbessert, dass die Assets schnell wieder wertvoller wurden, ok. Aber insbesondere bei unter oder einem Dollar rum, wie es hier hieß, könnte man das im Nachhinein auch als eine gelungene Wette mit vorteilhaftem Chance/Risiko-Profil bezeichnen:


    https://www.handelszeitung.ch/…ood-generation-den-borsen


    https://www.n-tv.de/wirtschaft…tien-article21849198.html



    Was nun Sixt betrifft, das Mietwagengeschäft allgemein in den USA scheint wirklich gut zu laufen, bzw. man bewertet da schon wieder ziemlich anständig. Lieber hätte ich das aber in einem nachhaltig gesunden Rahmen, insofern, ich denke die Sixt Vz sind schon ok zur Zeit. Wenn man das langfristig sieht meine ich. Größte Sorge, die ich da momentan hätte, wäre, dass sie die Flotte zu stark reduziert haben und jetzt nicht schnell genug neue Autos bekommen, aber das weiß ich nicht, reine Vermutung.

    Auch schön. Ted Weschelr hat in seinem "US riester" ungefähr 264 Mio (!!!) USD angespart:


    https://markets.businessinside…publica-2021-6-1030554771


    Das ist brutal, ja. Also vor allem, weil angespart ja eher das falsche Wort ist, oder? Ich denke Du meinst das ironisch, im Sinne von "riestern" :).. Jedenfalls, ausgehend von 70.000 USD sind das sind ja über 30 % p.a. über 29 Jahre. Schon sehr heftig.


    Jetzt weiß ich nicht, sind das hier seine Privat-Holdings, d.h. bei den betreffenden 264 Mio. USD dabei? Falls ja, wären von den 264 Mio. USD allein etwa 150 Mio. USD seit letztem Herbst in Dillard's dazugekommen..


    https://fintel.io/i/weschler-r-ted


    Vielleicht sollte man sich vor dem Hintergrund mal Optical Cable ansehen. Sind noch nicht sonderlich gestiegen, für Berkshire zu klein, evtl. ist das ja was. Aber vor allem scheint er es auch extrem konzentriert zu mögen..