Beiträge von ediric

    Hallo,

    falls sich jemand für die Vorgehensweise des Fonds interessiert, könnte ich diese kurz beschreiben.
    Ich habe auch ein Excelfile, das die Bewertung der einzelnen Aktien nach deren Modell berechnet.

    Der Chartteil beschränkt sich auf die Stopps, bzw. Timeing.

    Gruß
    ediric

    für eure Beiträge.

    Es scheint ja nicht die Lösung zu geben. Ich bin mir deshalb auch nicht so recht sicher wie ich es handhaben werde. Das einfachste bei der Umsetzung wäre klar alle auf die RS durchschlagen zu lassen, denn hier brauche ich nichts in der Datenbank zu ändern. Aber wie witch schon geschrieben hat, wegen einer hohen Divi von der Mechanik abgestraft zu werden scheint aber auch nicht einsehbar. Da mir dies ja nur per Zufall aufgefallen ist, da der Wert vorher zu den "Auserwählten" gehörte und durch die Divi aussortiert wurde, kann es ja auch vorkommen, dass ein Wert vor der Divi gut (nicht sehr gut) läuft, nach der Divi sehr gut läuft, allerdings durch den Abschlag bei der RS nicht auffällt. Somit verpasst man möglicherweise eine schöne Gelegenheit.

    Weitere Möglichkeit wäre beides zu machen. Dann der Vergleich der einzelnen RS miteinander. Das macht man dann so lange bis die RS nicht mehr das Ereignis berücksichtigt (dafür ist allerdings eine RS < 52 Wochen zu verwenden).

    Gruß
    ediric

    Hallo,

    ich habe nun die ersten Versuche mit meiner neuen Datenbank gemacht.

    Da ich hier wohl zu den wenigen gehöre, die auch auf die Relative Stärke bei der Auswahl der Aktien mit berücksichtigen, ist mir bei dem ersten Überblick über die Daten folgendes aufgefallen. Als Grundlage dienen Freitagsschlusskurse. Bei Bavaria Ind. z.B. war der Kurs am 29.05.09 bei 14,99 Euro. In dem Ranking der Relativen Stärke lag der Wert schön im oberen viertel. Am 01.06.09 wurde eine Dividende von 3,15 Euro gezahlt und somit vom Kurs abgezogen. Am darauf folgenden Freitag stand der Wert bei 11,25 Euro. Durch den Abschlag der hohen Dividende rutscht der Wert in dem Ranking der Relativen Stärke sehr stark ab. Ich bin bestimmt nicht der erste, dem dies aufgefallen ist. Wie geht Ihr mit diesem Umstand um? Mir ist klar, dass wenn man in dem Wert investiert ist, dies natürlich berücksichtigt wird und man den Wert deshalb nicht verkaufen würde. Aber was macht man beim Backtest, bzw. rückrechnen von Handelsregeln?

    Gruß
    ediric

    Heute ist der erste Handelstag nach Verfall September.

    Die Position im September war:
    Put Basis 4800 Laufzeit Sep09 zu 15,60 somit 78 Euro pro Kontrakt. Die Option ist wertlos verfallen.

    Heute neue Position mit Laufzeit Oktober:
    Put Basis 4900 Laufzeit Okt09 zu 11,80 somit 59 Euro pro Kontrakt.


    Gruß
    ediric

    Ich konnte mich einige Tage nicht mehr einloggen, daher erst heute ein paar Zeilen.

    @ winter
    Ja es gab schon größere Bewegungen im Dax als die 700 Punkte, das ist auch noch nicht so lange her. D.h. aber nicht, dass dies die Regel ist. Wir habe ja auch einen 3 Fachen Verfallstag und keinen "kleinen". Hier kommt es meiner Erfahrung nach nicht zu so großen Bewegungen (mein Gefühl, keine Auswertungen gemacht). An den 4 großen Verfallstagen wird immer das ziggfache an Optionen geschrieben. Aber auch hier gilt, dass die meisten Optionen wertlos verfallen.

    Der Punkt, ob sich lohnt jeden Monat immer nur Puts zu schreiben, ohne auf eine mindest Vola (somit Optionsprämie) zu achten - ich möchte eigentlich keine hohe Vola, hohe Vola = hohes Risiko. Das Risiko kann ich minimieren, indem ich die Entfernung der Basis bestimme. Hier habe ich aber keine feste Zahl an der ich dies festmache, sondern ich stelle mich hinter die großen Positionen im OI.

    Klar ist es besser auch gleichzeitig Calls zu schreiben, das macht die Sache allerdings auch wieder schwieriger. Dann muss ich wissen in welchem Korridor der Dax in einem Monat steht - nun nur das er ein bestimmtes Niveau nicht unterschreitet. Stand heute gehe ich von einer Abrechnung zum 18.09.09 immer noch von um 5200 Daxpunkten aus.
    Ich stell dazu in den nächsten Tagen mal eine Grafik ein.

    Der heutige Rückgang im Dax hat mich sogar in den (Buch)Verlust gebracht, die Option wurde zu 17,90 abgerechnet. Macht einen (Buch)Verlust von 11,5 Eur je Kontrakt.

    @ derivatus
    Ich kenne auch einige, die damit alles / viel verloren haben. Das kann aber mehrere Gründe haben, Auswahl der Basis oder z.B. das Konto hat nicht die Größe die zur Position passt (Gier) und viele andere.

    Da ich früher Indexfuture gehandelt habe, habe ich meine Stopps an Chartmarken. In keinem Fall an dem Optionspreis, der kann (und tut es auch) heftige Bewegungen machen. (Heute ca. 90% bei meiner Option). Aber der Zeitwertverfall ist auf meiner Seite. Wenn morgen ein ruhiger Tag ist fallen die Preise wieder im 2 Stelligen Bereich.
    Derzeit glaube ich nicht, das wir den Bereich 5200 - 5000 so einfach durchstoßen. Falls doch, schau ich mal wieviel Tage noch bis zum Verfall, bzw. wo sich das OI hinbewegt.

    Gruß
    ediric

    Heute ist der erste Handelstag nach Verfall August.

    Die Position im August war:
    Put Basis 4450 Laufzeit Aug09 zu 18,50. Machte pro Kontrakt 92,5 Euro. Die Option ist wertlos verfallen.

    Heute neue Position für September:
    Put Basis 4800 Laufzeit Sep09 zu 15,60 somit 78 Euro pro Kontrakt.


    Gruß
    ediric

    Da ich ja mein Wissen noch um einiges erweitern möchte / muss, bin ich immer auf der Suche nach gutem Material.

    Auf Norberts Startseite sind auch einige pdf-Dateien abgelegt. Leider kann man die ab dem Jahr 2004 abwärts nicht mehr aufrufen.

    Könnte mir bitte jemand diese zukommen lassen, falls vorhanden?

    Beste Grüße
    ediric

    Hallo Balkenchart,

    ich versuche mal zu antworten. Ich kann das zwar nicht belegen ich halte es aber für sehr wahrscheinlich.

    Wenn jemand im großen Stiel Optionen die weit aus dem Geld sind kauft, geht man davon aus, er erwartet eine starke Bewegung in diese Richtung. Wenn wir bei unserem Beispiel bleiben, steht der Dax bei rund 5000 P. Die gekauften Puts mit Basis 4450 kosten 18,50. Kosten also in Höhe von 92,5 Eur je Kontrakt. Wir gehen davon aus, das die 40000 Kontrakte von einem z.B. Hedge Fond gekauft werden.

    1.Jetzt fällt der Markt auf 4400 zum Verfallstag. Er hat somit einen inneren Wert von 50. Dies entspricht 250 Eur 92,5 Eur = 157,5 Euro je Kontrakt. Bei 40.000 Kontrakten somit 6,3 Mio.
    2.Der Markt fällt auf 4450 zum Verfallstag. Option hat keinen inneren Wert, allerdings hat der Käufer 3,7 Mio. Prämien versenkt.

    Es musste eine Prämie von 3,7 Mio. gezahlt werden, die dem Konto sofort abgezogen wurde. Die Richtung wurde exakt vorhergesehen, allerdings hat man beim bestimmen des Zieles nur um 50 Punkte daneben gelegen. Ich bin nun der Meinung, dass dies auch für Hedge Fonds zu riskant ist. Die würden bei diesem erwarteten Kursrückgang wohl eher Dax-Future verkaufen:

    Verkauf Dax-Future zu 5000 P.

    1.Der Markt fällt auf 4400 zum Verfallstag. Der Verkauf bringt 600 P. x 25 Euro = 15.000 Euro pro Kontrakt. Wenn wir davon ausgehen, dass die Prämie die oben gezahlt wurde zu 100 % als Margin zur Verfügung steht, und ein Dax-Future ca. 10.000 Euro Margin kostet, können wir 370 Kontrakte verkaufen. Somit ein Gewinn von 370 x 15.000 = 5,55 Mio.
    2.Der Markt fällt auf 4450 zum Verfallstag. Der Gewinn wäre 550x25x370= 5,08 Mio.

    Selbst bei ungenauer Vorhersage des Zieles würde so noch ein großer Gewinn übrig bleiben. Auch wenn nur die Hälfte an Kontrakten gehandelt worden wäre, wären beide Szenarien positiv. Ich glaube halt nicht, dass sich ein Profi auf so eine Kiste mit Optionen die so weit aus dem Geld sind einlässt und diese Kauft. Er weiß das der Zeitwertverlust in den letzten Tagen erbarmungslos zuschlägt.
    Meist sind es doch Kleinanleger, die Scheine weit aus dem Geld kaufen, weil Sie meinen einen schönen Hebel zu haben, da die Scheine ja so billig sind (ich kann mich auch noch an meine ersten OS erinnern, da war es genauso. Was nur 0,01 kostet ist bei 0,02 schon 100% in Gewinn)

    Weiterhin ist auch zu erwähnen das Profis wohl auf liquiden Handel setzen. Dies haben sie halt nur beim Future. Dort können sie mit Stops arbeiten, was bei Optionen nicht geht. Wer schon mal gesehen hat wie Optionen die weit aus dem Geld sind gepreist werden, der weiß, dass diese häufig eine riesen Spanne zwischen An- und Verkauf haben (z.B. 0,1 zu 99,00), obwohl der faire wert bei z.B. 30 liegen würde. Erst wenn man den einen QuoteRequest über seinen Broker an die Eurex bringt, werden Kurse gestellt die eher dem entsprechen was die Option wert ist. Allerdings kann man da mit 50 oder 100 er Lots handeln und keinesfalls die 40.000 abdrücken.

    Wie gesagt, meine Meinung, aber möglicherweise habe ich etwas nicht bedacht.

    Zum ersten Teil deiner Frage: Ich muss zugeben diesn nicht ganz verstanden zu haben. Ich habe noch nie mit Black Scholes den richtigen Preis (zu dem Handel stattfindet) ermitteln können. Das lag wohl immer daran, dass der MM eine andere implitite Vola genommen hat wie ich.

    gruß
    ediric

    Hallo Balkenchart,

    bei dem Fall wäre ich der Dumme. Ich könnte zwar hoffen, dass noch eine Gegenbewegung kommt, allerdings hätte mein Broker mich bestimmt aus dem Markt genommen und ich hätte eine saftige Nachforderung am Ars..


    Das stimmt, der Dax ist um einiges volatiler als der SPX.
    Besser wäre es so etwas auf den SPX zu machen.

    Die Gebühren kann man allerdings vernachlässigen, die sind sehr gering.

    Ich mache es nicht immer bei 10% aus dem Geld. Ich nutze immer ein hohes Open Interest, hinter dem ich mich verstecke. Das können mal mehr, aber auch mal weniger sein als 10%.
    Das ist ja auch die Theorie hinter dem ganzen. Wenn z.B. die Dt. Bank 25000 Kontrakte auf der 4600 stehen hat, wird sie diese verteidigen. Sie wird wohl den Markt mittels Future über den Verfall hin stützen. Das gleiche werden andere großen Marktteilnehmer auch tun. Es wird meißt ein Kursniveau angesteuert, mit dem alle am Besten leben können.

    Folgenden Link noch dazu, den ich nach 2 Tagen wieder raus nehme, da ich keine Werbung dafür machen möchte:

    Edit: der Link kann per pn bekommen werden.

    Hier wird in etwa da Vorgehen beschrieben.


    Gruß
    ediric

    Ich habe pro verkauften Kontrakt 18,5 x 5 EUR = 92,5 Euro bekommen.
    Je nach dem bei welchem Broker du handelst, musst Du dafür Margin zahlen (Sicherheitsleistung). Bei IB zahle ich pro Kontakt ca. 1000 - 1500 EUR. Das richtet sich wohl nach der Vola und anderen Regeln. Verfällt die Option, weil der Kurs nicht unter 4450 gefallen ist (am Verfallstag), bekomme ich meine Margin wieder (ist die ganze Zeit auf dem Konto, allerdings gesperrt).

    Bei Aktienoptionen rechnet man allerdings anders. Hier gilt Kontrakte x Preis x 100.
    z.B. 40 Kontrakte BASF Aug08 Put 28 heute 40 x 0,27 x 100 = 1080 EUR Prämie kassiert. Das Risiko wäre mir aber zu groß.

    Gruß
    ediric

    mir das Risiko einer Bewegung in Einzeltiteln zu groß ist. Ich will ja keine Aktien oder dergleichen. Ich möchte meine Prämie, die ich bekommen habe vereinnahmen und somit eine der immer wieder angesprochenen 80% der Optionen die wertlos verfallen haben.

    Ich hatte ja schon weiter oben geschrieben, dass ich die Sache immer sehr konservativ angehe. Ich hätte auch Basis 4650 verkaufen können. Hier hätte ich das doppelte an Prämie bekommen. Würde mich allerdings nicht wohl fühlen. Bleibe lieber hinter großen in Sicherheit.

    Klar macht man damit nicht das Geld, aber es läuft und die Laufzeit mit einem Monat ist überschaubar.
    Seit 2005 mache ich das nun Monat für Monat und bis auf den Jan2008, wo es dann doch ein wenig brenzlig wurde, klappt es.
    Ich habe diese Strategie aus den USA von einem Trader, der die auf den S&P handelt. Dort ist seit 17 Jahren noch nichts angebrannt. Der Zeitwertverfall in den letzten 30 Tagen ist so stark, dass selbst Kursrückgänge kaum zum Anstieg der Prämien führen, wenn man weit genug entfernt ist vom aktuellen Kurs des Basiswertes.

    Man kann dies auch schön mittels der Software, die ich einsetze nachverfolgen.

    Aber ich mache mir auch nichts vor. Es könnte passieren, dass ich die Position glattstellen müsste und dabei Geld drauflege.

    Ich werde einfach mal jeden Monat die Käufe einstellen.

    Gruß
    ediric

    Heute ist der erste Handelstag nach Verfall Juli. Ich habe eine neue Position Dax-Puts verkauft.

    Basis 4450 Laufzeit Aug09 zu 18,50. Macht pro Kontrakt 92,5 Euro.

    Ich habe mich hinter zwei dicken Blöcken im OI gestellt. Die stehen bei 4700 und 4500. Diese werden Ihre Positionen in der Regel verteidigen.

    Gruß
    ediric

    könnte ich bei Interesse zu Verfügung stellen.

    Ich nutze eine Software, die Daten aus dem Netz zieht. Da ich dies seit 2004 einsetze, habe ich lange Historien vorhanden.
    Wenn man also eine Idee testen möchte, kann man dies ohne Probleme tun. Das gute ist die Software ist Freeware. Man muss aber min. alle 2 Wochen Daten aus dem Netz ziehen (läuft automatisch nach Start), damit man keine Datenlücke hat.

    Ich selber verkaufe Puts auf den Dax mit einer Restlaufzeit von 1 Monat. Dabei mache ich mir das Open Interest zu nutze. Ich "verstecke" mich hinter den Großen im Markt. Das ist relativ stressfrei, bringt natürlich aber nicht die Renditen, die man bekommt, wenn man nahe Basispreise verkauft.

    Falls Interesse einfach eine pn.

    Gruß
    ediric

    Zitat

    Original von Joe
    Hast Du denn die Zahlen der vergangenen Jahre? Die eigentliche Schwierigkeit ist weniger das Inflationsproblem oder die Berechnung, sondern viel mehr die Datenbeschaffung.
    ....
    Ich vermute mal, Shiller hat es so gemacht:
    "price divided by the prior ten-year mean of inflation-adjusted earnings per share"
    Eigentlich ganz einfach (wenn Du die Daten dafuer hast)!

    Gruss, Joe

    Die EPS von Aktien die es schon über diesen Zeitraum gibt, könnte ich wohl bekommen. Aber wie adjustiere ich diese dann? Woher bekommt man die fehlenden Daten zur Inflation?
    Nutzt hier keiner eine KGV10? Wie macht Norbert das?

    Danke und Gruß
    ediric

    looser

    Danke das du dich geopfert hast.

    @all
    Habe schon wieder eine Frage.
    Bei der Berechnung von KGV10 muss man ja die Inflation berücksichtige. Wie berechnet Ihr das KGV10? Woher nehmt Ihr die Zahlen für die Inflation? Ist diese jedes Jahr anders - so wie die Realität, oder wird es einfacher, z.B. pauschal mit 2% berechnet? Ich habe trotz Suche keine Hinweise finden können.

    Danke und Gruß
    ediric

    Ich bin ja immer noch beim Aufbau der Datenbank. Der Listomat hat mir auch einige Anregungen gegeben, die ich auch übernehmen werde. Allerdings habe ich noch eine Frage zu euren Erfahrungen.
    Ist es Sinnvoll einen Durchschnitt / Median von einzelnen Kennzahlen zu ermitteln? Mittels denen man später z.B. auswerten könnte welche Märkte, Sektoren günstig sind. Man könnte auch Filtern, dass eine Aktie min. 50% besser als der Durchschnitt sein muss,....

    Frage nun, ob so etwas Sinn macht und ob man den Durchschnitt oder doch lieber einen Median ausrechnet. Beides hat meiner Meinung nach Vor- und Nachteile.

    Danke und Gruß
    ediric