Posts by Captain

    Sehe ich jetzt auch nicht als akuten Killer der Geflügelindustrie mit ihren weltweit 120 Millionen(!) Tonnen Produktion pro Jahr.

    No, langfristig ist das sogar ziemlich kongruent.

    Kurzfristig sieht bspw. Pilgrim’s Pride aus ESG-Sicht schon jetzt ziemlich mau aus: https://www.sustainalytics.com…-s-pride-corp/1008175163/


    Massentierhaltung klappt u.a. auf Konsumentenebene weiterhin (noch) recht gut, weil Bulette, Schnitzel, etc. im Supermarkt auch nur eine Packung aus dem Kühlregal ist wie viele andere abgepackte Produkte auch. Eine fantastische Gelegenheit die vorhergehenden Abläufe bei der Produktherstellung auszublenden. Nicht nur hier (aber definitiv besonders hier) reflektiert der Preis die ganze Latte an Kollateralschäden nicht: immer wieder aufgedeckte desaströse Zustände in der Haltung (siehe zahllose Filmdokumente), das von MMI angesprochene Antibiotikathema (bspw. Resistance Fighters:

    ), Arbeitsbedingungen, absurder Wasserbedarf pro kg Endprodukt plus Grundwasserbelastung,...

    cktest Das mit dem Abstoßen der Anleihe war eine gute Idee.


    ...um die eigentlich am 11. November 2020 fälligen Forderungen zur Rückzahlung der Anleihe 2015/2020 zu bedienen.

    Bei einer derartigen Formulierung habe ich wenig Zweifel daran wie „ergebnisoffen“ das Ganze zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (noch) war und welchen Stellenwert Anleihe-Investoren in dieser Firma zu haben scheinen.

    Installux hat den Bereich Roche Habitat (Markisen, Sonnenschutz) verkauft:


    Quelle: https://www.groupe-installux.c…growth-cession-titres.pdf



    - Ca. 30 Arbeitnehmer wurden vom Käufer mitübernommen. Zum Preis hab ich nichts gefunden, evtl. gab es nichts dafür oder man hat draufgezahlt. Offenbar merklich von Corona betroffen und abgesehen davon der einzige signifikant saisonale Bereich.


    - Auf die Schnelle aus den verfügbaren Geschäftsberichten 2008-2019: basierend darauf hat Roche Habitat seit inkl. 2008 noch nie einen Gewinn erwirtschaftet (2013 gab es immerhin eine Nullnummer).


    - Jährlicher Umsatz zwischen 6,5-9 Mio., Verlust meist ein paar hunderttausend Euro. 2018 und 2019 hat man jeweils um die 9 Mio. Umsatz gemacht und das hat umgerechnet ca. 2,3 bzw. 2,8 Euro pro Aktie gekostet.


    2018 hat Christian Canty an seinen Sohn Christophe Canty übergeben, evtl. setzt dieser ein paar Dinge um die der Vater vorher nicht mehr so richtig in Angriff nehmen konnte/wollte (2019 gab es ja schon die Übernahme in Spanien).


    Letztens hat man knapp 6% der Aktien nach Rückkauf eingestampft, aktuell sind es 285.286 Stück, ein netter Anschub für das Ergebnis pro Aktie.


    Ohne tiefer recherchiert zu haben keine schlechte Info, wenn ein Bereich den man seit 10+ Jahren nicht profitabel bekommen hat vom Tisch ist und man sich auf anderes konzentrieren kann.

    Wie hast du das substituiert? Was bedeutet "7000 IE alle 2-3 Tage im Winter"?
    Im Corona-Winter könnte das wichtiger als je zuvor sein.

    Grob gesprochen von ca. März bis Oktober reicht es in unseren Breitengraden (wenn es sonst keine gesundheitlichen Hindernisse gibt) etwas in die Sonne zu gehen. Im Winter nicht wie hier ganz gut beschrieben: http://www.snf.ch/de/fokusFors…n-d-mangel-im-winter.aspx. Oft sieht man in den kalten Monaten mal über ein paar Wochen die Sonne gar nicht.

    Bspw. auch bei amazon gibt es Vitamin D3 in verschiedenen Dosierungen. Man sollte nicht dauerhaft deutlich mehr als empfohlen nehmen. Mir ist aber auch mal untergekommen dass jemand kurzzeitig ein paar Dosen von je 100.000 IE verschrieben wurden.

    Nachdem die Inflationsrate dieses Jahr im Schnitt bei grob stabilen ca. 12% lag hauen 8,25% (am Jahresanfang war es etwas mehr) keinen so recht vom Hocker

    Ähnliche Größenordnungen (wenn auch nicht immer gleich um die Hälfte, aber vielleicht schon mal eben um ein Drittel), halte ich für nicht unplausibel bei zahlreichen Mietern. Das macht dann Abstürze wie - neben Euroshop - bspw. bei Unibail Rodamco Westfield (URW) etwas nachvollziehbarer.


    Hier lag per JE 2019 der NAV noch bei 229 Euro pro Aktie. Jetzt kommt schnell Vieles zusammen: NAV zum Halbjahr nur mehr bei 197 Euro, Schlusskurs heute gerade mal ca. 30 = ca. 85% Discount. Unibail hat zwar viele Toplagen, aber:

    - Erst 2018 hat man aus heutiger Sicht wenig glücklich Malls in US und UK übernommen

    - Starker Druck auf Mieten, eher mehr Leerstand, flächendeckend

    - LTV geht zügig deutlich nach oben, ist ganz plötzlich deutlich weniger konservativ

    - Das merken natürlich Anleiheinvestoren/Banken und verlangen merklich höhere Zinsen, weil das Risiko gestiegen ist, weniger Cash bleibt am Ende übrig

    - Stark verwässernde Kapitalerhöhung dieses Jahr sorgt jetzt schon für lange Gesichter auf der EK-Seite...

    ...und so dreht sich die Spirale.

    hmm, einen Anleiherückkauf halte ich für Grenke jetzt auch nicht so sinnvoll. Die müssen schon schauen dass sie erstmal genügend Finanzierung haben um auch das hoffentlich interessante Neugeschäft zu zeichnen und die Annahmequote bei neidrigen Kursen ist in der Regel auch nicht hoch. Dafür hat man dann einen hohen Aufwand.

    Sehe ich ganz genauso.


    Ein kurzer Blick auf die ausstehenden Anleihen (https://www.grenke.de/unterneh…pital/emittierte-anleihen) und Grenkes Cashbestand zeigt auch die Größenordnungen.

    So lange die Anleihenkurse nicht wieder auf unspektakulären Levels sind ist es unsinnig Cash für überschaubare Teilrückkaufvolumen auszugeben und evtl. Gefahr zu laufen, dass man sich auf diesen Niveaus (zweistellige Prozentsätze p.a.) später mangels Alternativen auf Teufel komm raus refinanzieren muss

    Ganz vergessen:


    c) Frank Fischer hat im Call noch die Frage gestellt warum man nicht auf diesem Niveau Anleihen zurückkauft. Die Antwort war sinngemäß und nicht sehr präzise, dass man das vorhandene Cash lieber ins Business steckt und dies/die Kundenbeziehungen quasi höhere Priorität haben. Ein wenig kam mir die Antwort so rüber als hätte man bei Grenke diese Idee bisher nicht so recht auf dem Radar gehabt (Achtung Disclaimer: das ist eine low conviction Intuition, da verbal nichts explizit darauf hindeutete und da es zudem nur Audio war auch keine Körpersprache/Mimik-Interpretation möglich war)

    Solche Unternehmer laufen mE Gefahr zu glauben, dass die Dynamiken im eigenen Laden 1:1 auf Börseninvestments übertragbar sind. Dort können sie aber selbst bei merklichem Anteilsbesitz nicht einfach durchregieren. Und selbst wenn es operativ einigermaßen gewünschte Richtung läuft, dann kann der Kapitalmarkt der Firma ganz andere Multiples zubilligen als noch beim Einstieg und das Investment sieht dann nicht besonders erfolgreich aus.

    Mit einigem Abstand zum Analysten Call am Freitag:


    a) Ross und Reiter bei CTP(-Historie) wurden im Rahmen von Antworten nicht genauer spezifiziert. Sofern ich es richtig verstanden habe ist es den Aussagen im Call nach aber niemand aus dem Management (gilt das auch für früheres Management?) oder jemand aus der Grenke-Familie


    b) Minuspunkte gibt es für das Englisch, muss man auf Top-Management-Level etwas besser drauf haben. Man gibt zwar keinen Englischunterricht, aber sonst lässt man sich von einem redegewandten native English speaker ein wenig an die Wand labern. Kam im Call manchmal durch und etwaige Missverständnisse solcher Art sind in einer fragilen Phase nichts was der Laden noch zusätzlich braucht

    In der FT ist ein längerer Artikel über sehr seltsame Transaktionen von H"O, einem Londoner Asset Manager, der wiederum einer der Hauptfinanziers von Lars Windhorst ist:


    https://www.ft.com/content/0e2…9b-43c4-9332-92dc0115b4f1

    H2O hängt unter Natixis Investment Managers und hatte im Juni 2019 schon das Thema, dass mancher bezweifelte, dass alle liquiden Anleihen in bestimmten Strategien auch wirklich liquide sind. Der Natixis-Kurs hatte damals auch einen merklichen Rücksetzer nachdem das hochkochte. Eher illiquide plus Windhorst ist natürlich nochmal spezieller.

    Wie Windhorst es aber immer wieder schafft Geld einzusammeln ist unabhängig davon von ganz eigener Qualität.

    Vorausgeschickt (rein formal und nur um es erwähnt zu haben, nicht meine Erwartung): Annahme ist, man gambled in Baden-Baden nicht à la Wirecard bis zum allerletzten Moment eines Luftschlosses das schon vor Jahren begonnen hat sich selbst durch Schmu im großen Maßstab vollends ins Abseits zu schießen. Dann:


    1) finde ich Bundesbank (hilfreich wäre dazu natürlich ein „harter“ brandaktueller Beleg) doch etwas besser als ominöse südostasiatische Treuhänder/Institute


    2) ist es m.E. nicht unplausibel, dass man einen 64seitigen Angriff (mehr oder minder als Fließtext formuliert) nicht an einem Arbeitstag bis abends adäquat beantwortet. Wenn die Grenke-Antwort nämlich nicht wasserdicht/konsistent ist, dann ist der vermeintliche Zeitvorteil einer schnellen Erwiderung sofort dahin und man kreiert ganz im Gegenteil eher noch weitere Angriffsfläche.