Blog Articles in Category “Value & Antizyklik”

    Anleger konnten in den letzten 100 Jahren mit US-Aktien im Durchschnitt reale Wertsteigerungen von jährlich ca. 7% erzielen. Keine andere Anlageform – weder Anleihen, Kasse, Gold oder Immobilien – bot ein vergleichbares Renditepotenzial. Gleichwohl unterliegt der Aktienmarkt starken Schwankungen und die erzielbaren Wertzuwächse hängen maßgeblich vom Investitionszeitpunkt ab. Für Investoren stellt sich damit die Frage, wie sich die Zukunftsperspektiven an den Aktienmärkten möglichst treffsicher bestimmen lassen.


    Das übliche Vorgehen, aus der Konjunkturentwicklung eines Marktes auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen zu schließen und aus der sich daraus ergebenden Aktienmarktbewertung das kurz- bis mittelfristige Aktienmarktpotential abzuleiten, ist in der Praxis selten von Erfolg gekrönt: Die Konjunkturentwicklung lässt sich allenfalls grob prognostizieren, die Gewinnentwicklung international aufgestellter Unternehmen koppelt sich zunehmend von der Konjunktur des Heimatlandes ab

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    Value schlägt Wachstum! In der Börsengeschichte haben Value-Aktien langfristig stets eine deutlich höhere Rendite als Wachstumsaktien erzielt, das belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien. Investieren in günstig bewertete Unternehmen, kaufen am Tiefpunkt – das Prinzip hört sich einfach an. Doch woher wissen Value-Investoren, ob und zu welchem Zeitpunkt die Bodenbildung einer Aktie einsetzt und ab wann sich eine Value-Investition auszahlt? Nicht jede optisch attraktive Aktie erweist sich als lukrative Investition.


    Generell lassen sich Value-Aktien in drei verschiedene Typen klassifizieren: Fast Winner sind Aktien, die nach dem Kauf direkt zu steigen beginnen. Unter Late Winnern versteht man hingegen solche Value-Aktien, die nach dem Kauf zwar ansteigen, allerdings erst nach einer längeren Periode der Ereignislosigkeit. Die sogenannten Value Traps umfassen dagegen diejenigen Value-Aktien, die überhaupt nicht mehr ansteigen und letzten Endes vielleicht sogar insolvent gehen.

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    Der deutsche Aktienindex hat sich in den letzten fünf Jahren seit seinem Tiefstand im März 2009 mehr als verdoppelt. Allein 2013 hat der DAX einen Wertzuwachs von über 25 Prozent erzielt. Bedauerlich ist nur, dass kaum ein Anleger hiervon profitiert hat. Die jüngste BVI-Statistik dokumentiert, dass deutsche Anleger auch 2013 Nettoverkäufer von Aktienfonds waren - mehr als 6 Mrd. EUR wurden abgezogen.


    Dass Investoren häufig zum falschen Zeitpunkt ein- und aussteigen, ist nachweislich keine Seltenheit. Doch lassen sich lukrative Kaufgelegenheiten und Gefahren an den Aktienmärkten überhaupt im Vorfeld identifizieren? Die Prognosequalität der Kapitalmarktexperten lässt hieran Zweifel aufkommen. So besteht kaum ein Zusammenhang zwischen den regelmäßig zum Jahresende veröffentlichten Marktprognosen für das kommende Jahr und der tatsächlich folgenden Wertentwicklung. Bereits die Frage ob im folgenden Jahr Aktienkurse eher steigen oder fallen, ist scheinbar kaum zu beantworten. So

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    Sollten Investoren Aktien anhand der erwarteten Wachstumsraten auswählen oder besser auf traditionelle Fundamentalkennzahlen wie das bereits von Graham genutzte Kurs-Buchwert-Verhältnis setzen? Die folgenden Ausführungen gehen dieser Frage näher auf den Grund und zeigen die Gefahren prognostizierter Wachstumsraten.


    Der Wert eines Unternehmens bestimmt sich maßgeblich anhand seines zukünftigen Gewinnwachstums. Die Mehrzahl institutioneller wie auch privater Investoren bevorzugen deshalb Aktien mit hohen prognostizierten Umsatz- oder Gewinnwachstumsraten. Verständlicherweise wissen Investoren ihr Vermögen lieber in Unternehmen mit glänzenden Zukunftsperspektiven als in potentiallosen Aktien. Doch wie so oft an den Finanzmärkten irrt sich auch hier die Masse. Zahlreiche Studien belegen das Gegenteil: Die für wachstumsstark gehaltenen Unternehmen steigern nicht das Wachstum eines Depots - sie bringen es zum Erliegen!


    Bereits 1996 machte der US-Wirtschaftswissenschaftler Rafeal LaPorta

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    Aktienmärkte zeichnen sich durch ein hohes Maß an Volatilität aus. Auf Phasen geringer Erträge oder gar Verluste folgen immer wieder auch längere Phasen mit überdurchschnittlichen Wertzuwächsen. Nur selten ist eine stetige Kursentwicklung zu beobachten. Gleichwohl konnten Investoren mit langem Anlagehorizont überdurchschnittliche Renditen erzielen. Sehr deutlich wurde dies erneut in den neunziger Jahren und zu Beginn dieses Jahrzehnts. Trotz Platzens der spekulativen Blase in den Jahren 2001/2002 konnte ein Investor, der bereits zu Beginn der neunziger Jahre in Aktien investiert hatte, beachtliche Erträge erzielen. So ist der S&P500 bei einer Volatilität von rund 14 Prozent p. a. in den Jahren von 1990 bis 2003 um gut 11 Prozent gestiegen. Im Euro-Raum gehörten Aktien in diesem Zeitraum bei einer vergleichbaren Schwankungsbreite mit einem Ertrag von gut 8 Prozent ebenfalls zu den Anlageformen mit der höchsten Rendite.


    Wesentlich ungünstiger fällt dagegen die Betrachtung für

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    Stand: 22.11.2004


    Die amerikanische Ratingagentur Morningstar fand heraus, dass im Mittel gerade einmal 20 Prozent der professionell gemanagten Investmentfonds langfristig die Aktienindices schlagen. Professor #Malkiel von der Princeton-University bestätigte diese Ergebnisse mehrfach und folgerte, dass es „derzeit keine wissenschaftlichen Beweise [gibt], die darauf verweisen können, dass die Investmentperformance von professionell gemanagten Portfolios als Gruppe in irgendeiner Weise besser war als die von zufällig ausgewählten Portfolios“. Seiner Meinung nach könnte ein „blinder Affe Dartpfeile auf die Finanzseiten ei ner Zeitung werfen und so ein Portfolio zusammenstellen, das ebenso erfolgreich wäre wie eines, das von Experten sorgsam zusammengestellt worden ist“. Obwohl diese, mit der Theorie effizienter Kapitalmärkte im Einklang stehenden Ergebnisse nahe legen, dass überdurchschnittliche Aktienerträge auf längere Sicht selbst mit hohem Aufwand kaum zu erzielen

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