Blog-Artikel mit dem Tag „Aktienmarktbewertung“

    Europäische Anleger konnten mit US-Aktien in den letzten 10 Jahren Wertzuwächse von über 200% erzielen. Dagegen wirken die Zuwächse von 65% in europäischen Aktien und in den Emerging Markets enttäuschend. Auch über fünf oder sieben Jahre dominierten US-Aktien trotz hoher Bewertung nahezu alle anderen Regionen. Leicht entsteht der Eindruck, dass US-Aktien generell outperformen. Argumente für eine gerechtfertigte Überbewertung finden sich zu Hauf.


    Ein Blick in die Geschichte offenbart jedoch den Trugschluss. So hätte bspw. der MSCI Europe seit Auflage in 1969 über nahezu alle Halteperioden bis zur Finanzkrise in 2008 höhere Wertzuwächse als der amerikanische MSCI USA erzielt. Die überdurchschnittliche Wertentwicklung des US-Marktes im Gesamtzeitraum von 1969 bis 2018 resultiert damit allein aus den hohen Zuwächsen der letzten 10 Jahre.


    Dass US-Aktien in Folge der Kursanstiege nach allen fundamentalen Indikatoren, welche in der Vergangenheit eine Aussagekraft hatten, um 30-60%

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    Die alte Kaufmannsweisheit „Der Gewinn liegt im Einkauf“ gilt auch an den Finanzmärkten. So belegen zahlreiche Studien, dass unterbewertete Aktienmärkte langfristig deutlich höhere Wertzuwächse als hoch bewerte erzielen. Für Investoren ist es deshalb naheliegend, die Bewertungsniveaus verschiedener Länder zu vergleichen und sich anschließend vorzugsweise in Ländern mit attraktiven Bewertungen zu engagieren. Teure sollte man dagegen meiden.


    Vergleicht man beispielsweise alle etablierten Aktienmärkte anhand des Kurs-Buchwert-Verhältnisses zeichnen sich aktuell asiatische Märkte wie Singapur oder Korea durch besonders attraktive Bewertungen aus, während Dänemark und die USA teuer erscheinen. Doch sind wirklich alle Länder untereinander gleichermaßen gut vergleichbar?


    Spezialfall Dänemark

    Gerade der Fall Dänemark wirft Zweifel auf. So wird der dänische Aktienmarkt ungewöhnlich stark vom Healthcare-Sektor dominiert. Während dieser Sektor im Weltaktienmarkt gerade einmal einen Anteil

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    Anleger konnten in den letzten 100 Jahren mit US-Aktien im Durchschnitt reale Wertsteigerungen von jährlich ca. 7% erzielen. Keine andere Anlageform – weder Anleihen, Kasse, Gold oder Immobilien – bot ein vergleichbares Renditepotenzial. Gleichwohl unterliegt der Aktienmarkt starken Schwankungen und die erzielbaren Wertzuwächse hängen maßgeblich vom Investitionszeitpunkt ab. Für Investoren stellt sich damit die Frage, wie sich die Zukunftsperspektiven an den Aktienmärkten möglichst treffsicher bestimmen lassen.


    Das übliche Vorgehen, aus der Konjunkturentwicklung eines Marktes auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen zu schließen und aus der sich daraus ergebenden Aktienmarktbewertung das kurz- bis mittelfristige Aktienmarktpotential abzuleiten, ist in der Praxis selten von Erfolg gekrönt: Die Konjunkturentwicklung lässt sich allenfalls grob prognostizieren, die Gewinnentwicklung international aufgestellter Unternehmen koppelt sich zunehmend von der Konjunktur des Heimatlandes ab

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