Blog-Artikel mit dem Tag „Anlagestrategie“

    Sollten Investoren Aktien anhand der erwarteten Wachstumsraten auswählen oder besser auf traditionelle Fundamentalkennzahlen wie das bereits von Graham genutzte Kurs-Buchwert-Verhältnis setzen? Die folgenden Ausführungen gehen dieser Frage näher auf den Grund und zeigen die Gefahren prognostizierter Wachstumsraten.


    Der Wert eines Unternehmens bestimmt sich maßgeblich anhand seines zukünftigen Gewinnwachstums. Die Mehrzahl institutioneller wie auch privater Investoren bevorzugen deshalb Aktien mit hohen prognostizierten Umsatz- oder Gewinnwachstumsraten. Verständlicherweise wissen Investoren ihr Vermögen lieber in Unternehmen mit glänzenden Zukunftsperspektiven als in potentiallosen Aktien. Doch wie so oft an den Finanzmärkten irrt sich auch hier die Masse. Zahlreiche Studien belegen das Gegenteil: Die für wachstumsstark gehaltenen Unternehmen steigern nicht das Wachstum eines Depots - sie bringen es zum Erliegen!


    Bereits 1996 machte der US-Wirtschaftswissenschaftler Rafeal LaPorta

    Weiterlesen

    Aktienmärkte zeichnen sich durch ein hohes Maß an Volatilität aus. Auf Phasen geringer Erträge oder gar Verluste folgen immer wieder auch längere Phasen mit überdurchschnittlichen Wertzuwächsen. Nur selten ist eine stetige Kursentwicklung zu beobachten. Gleichwohl konnten Investoren mit langem Anlagehorizont überdurchschnittliche Renditen erzielen. Sehr deutlich wurde dies erneut in den neunziger Jahren und zu Beginn dieses Jahrzehnts. Trotz Platzens der spekulativen Blase in den Jahren 2001/2002 konnte ein Investor, der bereits zu Beginn der neunziger Jahre in Aktien investiert hatte, beachtliche Erträge erzielen. So ist der S&P500 bei einer Volatilität von rund 14 Prozent p. a. in den Jahren von 1990 bis 2003 um gut 11 Prozent gestiegen. Im Euro-Raum gehörten Aktien in diesem Zeitraum bei einer vergleichbaren Schwankungsbreite mit einem Ertrag von gut 8 Prozent ebenfalls zu den Anlageformen mit der höchsten Rendite.


    Wesentlich ungünstiger fällt dagegen die Betrachtung für

    Weiterlesen

    Stand: 22.11.2004


    Die amerikanische Ratingagentur Morningstar fand heraus, dass im Mittel gerade einmal 20 Prozent der professionell gemanagten Investmentfonds langfristig die Aktienindices schlagen. Professor #Malkiel von der Princeton-University bestätigte diese Ergebnisse mehrfach und folgerte, dass es „derzeit keine wissenschaftlichen Beweise [gibt], die darauf verweisen können, dass die Investmentperformance von professionell gemanagten Portfolios als Gruppe in irgendeiner Weise besser war als die von zufällig ausgewählten Portfolios“. Seiner Meinung nach könnte ein „blinder Affe Dartpfeile auf die Finanzseiten ei ner Zeitung werfen und so ein Portfolio zusammenstellen, das ebenso erfolgreich wäre wie eines, das von Experten sorgsam zusammengestellt worden ist“. Obwohl diese, mit der Theorie effizienter Kapitalmärkte im Einklang stehenden Ergebnisse nahe legen, dass überdurchschnittliche Aktienerträge auf längere Sicht selbst mit hohem Aufwand kaum zu erzielen

    Weiterlesen