Beiträge von Hofnarr

    Sorry, was sollen denn die USA mit Ihrem "Kapital als Machtmittel" weiteres machen können als die aktuelle Währungskrise?

    Glaubt ihr wirklich, da macht einer selbst etwas kaputt, damit die anderen nicht mehr drohen können, es kaputt zu machen?

    Für mich sieht es so aus als ob Erdogan die Situation zunehmend entgleitet und er verzweifelt versucht, sich an der Macht zu halten.

    Wie man da etwas "lang geplantes" erkennt und ein "Spiel, das perfekt umgesetzt" wird, ist mir schleierhaft.

    Das kann man mir gerne erklären. Darum geht es.

    Das obige Zitat sieht für mich aus nach Bewunderung für einen (mir nicht erkennbaren) Plan, der (falls wirklich existent) viel in der Türkei kaputtmacht.

    Hinter einer Krise einen ausgeklügelten Plan der politischen Führung zu sehen, klingt für mich eher nach Verblendung.

    Der Vergleich mit kommunistischen Politikern von yps drängt sich auf.

    mobilpage: Sorry, wenn ich hier persönlich werde. Du regst dich sonst über jede kleinste (von dir so gesehene) Ungerechtigkeit auf, findest aber bewundernde Worte für ein (nach deiner Deutung) Plan, der (meine Deutung) viel in der Türkei kaputtmacht.

    Oder gar diese endlos ermüdenden Moralthemen beim Investieren

    Darum geht es mir hier nicht.

    Ja, diese Diskussion hilft wenig dabei, beim Investieren in der Türkei Geld zu verdienen.

    Somit können wir das auch mit diesem Ausdruck meiner Verwunderung belassen.

    Und ich bin auch voll bei woodpecker .

    War alles bisher so wie von Erdogan geplant und umgesetzt.

    Erdogan spielt das Spiel perfekt und bisher klappt's auch.

    Erdogan hat es mit sagen wir mal unorthodoxen Mitteln wie Leitzinssenkungen gegen Inflation versucht, was über Jahre gehörig schief gegangen ist.

    Die hohe Inflation und der rapide Währungsverfall bzw. Vola der letzten Tage haben in der Wirtschaft viel Schaden angerichtet.

    Eure Hochachtung in Ehren, hier Unfähigkeit zu sehen wäre für mich noch die bessere Variante. Was daran ein "perfektes Spiel" ist, müsst ihr mir mal erklären.

    wisi

    das passt eigentlich hier nicht rein und ich müsste bzgl. Bitcoin auch noch viel lernen.

    Der Proof-of-work-Ansatz bei Bitcoin soll die Energie eines kleines Landes brauchen und der Nutzen wie chfin darlegt davon scheint dafür z.B. durch spezialisierte Hardware und Pool-Bildung begrenzt zu sein.

    Bitcoin wurde als theoretisches Konzept 2008 vorgestellt und damals war nicht absehbar, was daraus in der Praxis wurde.

    wisi

    Bitcoin hat zwar den "first mover advantage" und ist jetzt wirklich eine Marke.

    Aber der "proof of work"-Ansatz, bei dem sinnfreie Aufgaben mit hohem Aufwand gelöst werden ist doch gerade der Nachteil.

    Davon wirst du auch kaum wegkommen. Wer gerade viel Geld in spezielle Hardware zum Lösen genau dieser Aufgaben gesteckt hat,

    wird nicht für deren Abschaffung stimmen.

    Zitat

    Hast Du irgendeine Statistik - irgendwas - was ein Indiz waere, das zerohedge schaedlich fuers Vermoegen waere?

    Im Gegenteil, ich glaube, dass zerohedge eine der besten Quellen ist bei der ich regelmaessig vorbei schaue. Viele interessante Zusammenhaenge.

    Was ist das Problem? Das alles was kritisch zum Thema Impfpass ist, ein Ketzer der Impf-Religion ist?

    Zerohedge untersucht alles moegliche, in der Tendenz tatsaechlich Kontra-Argumente, aber das ist halt auch antizyklisch.

    Joe lass uns hier weiter diskutieren. Das hat nichts mit Impfen oder Covid-19 zu tun.

    Ich selbst bin 2008 auf zerohedge aufmerksam geworden. Mit ihren reißerischen Artikeln lagen sie in einer kommenden Finanzkrise öfters richtig.

    Aber dann merkst du eben, dass es nur reißerisch ist, es um deinen Click und nicht ihren Content geht.

    "Viele interessante Zusammenhänge" ist da ein gutes Stichwort. "Noise" eben. Da kann man mal viele, oft eben pseudo-Zusammenhänge finden...

    Was du daraus für Lehren ziehst zum Market-Timing sieht eher wankelmütig als zielführend aus. Woodpecker hat das mal schön und höflich formuliert.

    Eins muss man den Briten lassen, Kreativität haben sie - offensichtlich auch in den Behörden.

    Auch wenn dieses Beispiel wahrscheinlich nicht zielführend ist, würde ich mir in Deutschland manchmal auch mehr Kreativität wünschen.

    Ja, Diversifikation ist auch hier wichtig.

    Inwieweit die zukünftige Generationen für dich arbeiten wollen und ob sie später lieber über Steuern und Abgaben oder über die niedrigen Löhnen in deinen Firmen an dich zahlen wollen, ist heute nicht absehbar.

    Sind wir für den Punkt "In den Behörden sitzen nur Verwalter und keine Leute, die anpacken" nicht teilweise selbst schuld?

    Vor kurzem gab es nicht nur hier einen Aufreger, weil in RLP im Umweltministerium viele ohne entsprechendes Verfahren befördert wurden.

    Ich kenne explizit nicht die Hintergründe und das ganze ist jetzt nur eine hypothetische Geschichte von mir.

    Um das auch explizit zu sagen: Ich bin gegen Betrug Korruption, Vetternwirtschaft usw. und für die Einhaltung der Regeln und natürlich der Gesetze.

    Aus dem Kopf ging es darum, dass im Umweltministerium viele ohne entsprechendes Verfahren befördert wurden.

    Da es sich um viele Vorgänge gehandelt hat, waren es wohl keine Top-Positionen, bei denen man z.B. unfähige interne Kanditaten externen Experten vorgezogen hat.

    Jeder, der schon einmal als Verantwortlicher Beurteilungs- und Beförderungsprozesse in Unternehmen und Behörden mitgemacht hat, weiß, wie viel Arbeit das ist und Zeit das kostet und vieles davon nur "zum Abheften" gemacht wird. Im Umweltministerium hat man vielleicht bei einfachen Fälle (kleine Gehaltserhöhung) mit Einwilligung des Personalrates ("Zustimmung des Personalrats" meine ich in der Presse gelesen zu haben) einige Abkürzungen genommen.

    Natürlich kann man daraus nun einfach einen Skandal machen "vielfacher Regelverstoß", der von der Presse und polit. Gegner hochgespielt wird.

    Auf was wird es denn nun in den Leitungsfunktionen des Ministeriums ankommen, Fachwissen und anpacken oder eher Wissen über Verwaltungsrecht, um so einen Skandal zu vermeiden? Was wird zukünftig hauptsächlich jedes Jahr in Q4 gemacht werden? Mitarbeiter beurteilen, viele Meetings unter Einbindung aller möglicher Parteien zu Beförderungen abhalten und das ganze ausführlich dokumentieren.

    Das ist nicht unbedingt die richtige Version der Geschichte, aber eine mögliche.

    WSB werden nicht die Marktempfehlungen vorgeworfen, sondern die gezielte Marktmanipulation in Form von Cornering.

    Das hatten wir schon vorher diskutiert, siehe dort die Definition. Marktmanipulation ist illegal und strafbar, auch in Deutschland.

    Weder Mydelz noch die Teilnehmer dieses Forums wollen den Markt manipulieren.

    Man könnte die Geschichte auch so erzählen:

    Die Situation hohes Short Interest (>100%) und hohe Popularität der Aktie haben einige Anlageprofis gesehen und ein verbotenes Cornering organisiert. Es gibt genug Postings, die zeigen wie tiefe Markteinsicht dort herrschte. Postings wie "die müssen unsere Aktien am Ende kaufen" gab es genug, Durchhalteparolen auch. Um die Anhänger bei der Stange zu halten hilft es, wenn man daraus ein höheres Ziel macht. Dass jetzt Politiker draufspringen, da es in allen Zeitungen steht, ist auch nicht verwunderlich.

    Wie und ab wann geplant das wirklich war oder sich vieles in der Menge einfach so entwickelte ist schwer zu sagen.

    Mich erinnert das an Trump bei der Ansprache auf der Demonstration vor dem Kapitol. Da ist die Diskussion um Schuld ähnlich, oder?

    Das ist jetzt nicht mehr die aktuelle Lage, sondern ggf. weit in die Zukunft.

    Am Ende laufen Umlageverfahren und kapitalgedecktes Verfahren beide daurauf hinaus, dass du die jüngere Generation überreden musst, für dich zu arbeiten. Sie muss dir Geld geben über Steuern/Sozialabgaben bzw. Gewinne deiner Firmen und die arbeitende Bevölkerung muss dein Geld gegen Dienstleistungen und Produkte annehmen.

    Bei beiden Verfahren können Sie sich dagegen wehren und z.B. bessere Konditionen wie höhere Löhne, geringere Abgaben aushandeln.

    Der Vorteil der Kapitalanlage ist, dass man nicht regional beschränkt ist und man sich international die Arbeitenden für die Einnahmeseite aussuchen kann, z.B. eine Gesellschaft mit besserer Demographie.

    Ja, eine Diversifikation ist auch hier sinnvoll.

    Wie im Thread "Zahlen & Fakten zu SARS-CoV-2 (Corona Virus)" diskutiert, haben aktuell hohe Fallzahlen, die wir mit den aktuellen Maßnahmen nicht richtig runterbekommen und eine neue Virusvariante, die sich durch eine höhere Ansteckungsrate auszeichnet.

    Die Politik ist sich auch der Dringlichkeit bewusst, das Treffen Kanzlerin&MPs zu Corona-Maßnahmen wurde schon 2 Mal auf jetzt heute vorverlegt.

    Es sieht nicht danach aus, dass der Lockdown im 1.Quartal abgeschwächt werden kann.

    Spannend, ob die Börse das weiter so wegsteckt und die lange Sicht (nach erfolgreicher Impfkampagne) hat.

    Zitat

    Das wäre mir neu dass Währungen fundamental bewertet werden. Wann war das zum letzten Mal der Fall ? Nicht in den letzten 30 Jahren...

    Man nenne eine Assetklasse, die "fundamental berwertet" wird....

    Zitat

    Meines Erachtens braucht man in der Tat nicht groß für die Impfung werben.

    Das vertrete ich ja auch schon länger.

    Wir werden auch nicht die Pizzeria geschlossen halten, weil Herr X noch nicht geimpft ist (bzw. noch keine Verbindliche Ablehnung vorliegt oder er gar noch zwangsvorgeladen werden muss).

    Wie Drosten meiner Meinung nach plausibel vorhersagt, wird es eher umgekehrt zu weitgehender Beendigung der Maßnahmen kommen bevor jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte.

    Al Sting als Lehrer kommt vielleicht noch vorher dran, woodpecker (ich sage einfach mal ohne Vorerkrankung) wird bis dann gar nicht gefragt.

    Wenn dann die Intensivstationen mit jungen Menschen voll werden, musst du spätestens dann nicht auf Impfwillige warten.

    Wenn das nicht eintrifft, brauchst du auch miemanden zum Impfen zu zwingen.

    Noch ein weiterer Aspekt zum Verlauf nach dem Impfen vom letzten Drosten-Podcast:

    Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript252.pdf

    Zitat

    Meine Prognose wäre: Wir werden zu irgendeinem Zeitpunkt im Sommer eine Situation haben, in der man vielleicht konstatieren kann, diejenigen, die ein sehr hohes Risiko haben und die sich impfen lassen wollten, die sind jetzt geimpft. In dem Moment werden wir gesellschaftlich nicht mehr vermitteln können, dass wir die nicht-pharmazeutische Intervention aufrechterhalten.

    Zu irgendeinem Zeitpunkt muss man dann umfassend öffnen. In diesem Moment, wo man aus gesellschaftlicher, politischer Vermittlung, wo man sagt, es gibt bestimmte Zielkompromisse und daran müssen wir uns orientieren. Die Bevölkerung besteht nicht nur aus Risikopatienten, sondern die besteht auch aus der Wirtschaft und alle müssen zu ihrem Recht kommen. Da wird man auch Veranstaltungen nicht mehr blockieren oder in der Teilnehmerzahl reduzieren können. Natürlich wird auch die anstehen-de Bundestagswahl in alle diese Spannungsverhält-nisse reinspielen. Wir werden zu einem Zeitpunkt in eine Situation kommen, in dem die Infektionen in der Bevölkerung in großem Maße laufen. Das haben wir bis jetzt noch nicht erlebt. Wir werden im Sommer dann den Temperatureffekt haben, der uns zugutekommt, wie er uns im letzten Sommer bei wohlgemerkt beste-henden Interventionsmaßnahmen zugutegekommen ist. Wir werden dann aus dem Sommer rauskommen und werden dann auch große Infektionszahlen sehen in einer Bevölkerung, die wir im Moment nicht haben. In der gesunden, normalen, jüngeren Bevölkerung, wo keine Risikofaktoren sind. Kinder zum Beispiel werden zu der Zeit durchinfiziert werden in großem Maße und auch deren Eltern. Auch jüngere Erwachsene, die ei-gentlich keine Risikofaktoren haben. Wir werden dann auf den Intensivstationen in Deutschland eine andere Art von Intensivpatient sehen. Nämlich diejenigen, die aus voller Gesundheit, vollkommen überraschend einen schweren Verlauf bekommen haben. Die sehen wir jetzt schon, die gibt es jetzt schon manchmal. Die wird es dann in großen Zahlen geben. Und wir werden unbedingt bis dahin für diese Patienten noch etwas Weiteres bereithalten müssen. Nämlich bessere und auch wieder pharmazeutische Ansätze für die Behand-lung der schweren Erkrankung bei diesen Nicht-Risiko-patienten.

    Kurz gesagt seine Prognose: wir werden nicht so weitermachen bis der letzte geimpft ist, sondern vorher öffnen und dann entsprechend hohe Infektionszahlen und hohe Zahlen an Intensivpatienten sehen.