Posts by nixda

    Das Handy ist ein Multifunktionsgerät: Notizzettel, Uhr + Wecker, Terminkalender, Zeitung, Taschenbuch, Atlas - Navi - Routenplaner, Fotoapparat, Postfach, offline TAN Gerät, Internetbrowser und, ach ja, selbst ein Telefon.


    Das Handy kann das alles, aber nichts von dem gut. Nicht einmal Telefonieren, die Sprach- und Verbindungsquailtät ist meist dürftig. Zuhause benutze ich für alle diese Dinge andere besser geeignete Geräte oder Medien. Ich habe zu Hause für das Ding einfach keine Verwendung, und deshalb bleibt es oft in der Jackentasche oder liegt irgendwo in der Gegend herum.


    Ich bin auch zu Hause nicht gut auf meiner Handytelefonnumer zu erreichen. Oft genug höre ich das einfach nicht, weil ich in einem anderen Raum bin. Festnetztelefone haben wir aber in der ganzen Wohnung verteilt.

    PS: Ich bin begeistert von Photo-Tan.


    Echt jetzt? Ich finde das total umständlich. Mal abgesehen davon, dass ich eine extra App installieren muss (extra Stromverbrauch, zusätzliches Sicherheistrisiko), muss ich immer erst mal mein Handy in der Wohnung suchen um eine Überweisung zu machen. Dann auf dem Handy die App raussuchen, mich authentisieren (geht bei manchen Banken nicht per Fingerabdruck sondern nur durch Passworteingabe), dann mit der Kamera auf den Bildschirm zielen? Das soll praktisch sein?


    Da finde ich sogar offline TAN Geräte echt praktischer. Bietet nur praktisch keine Bank mehr an.

    Ich bin auch hochgeradig angenervt.


    Wer hat sich eigentlich "Photo TAN" ausgedacht? Etwas dämlicheres und umständlicheres als mit dem Handy meinen Bildschirm abzufotografieren kann ich mir kaum vorstellen.


    Früher konnte ich mit meinem Homebankingprogramm einmal auf Kontenrundruf drücken, und alles war aktualisiert. Heute muss ich mindestens 2 TANs eingeben, die aber nicht von einem Papier ablesen, sondern irgendwo abfotografieren oder mit einer App abholen. Blöder geht es nicht mehr.

    Bots bekommen offenbar auch schon Kinder. Vielleicht sollte man eine Bot-Kita aufmachen!


    Spaß beseite: Möglicherweise sind wir im Forum die Versuchskaninchen, bei denen sie feststellen wollen, wie schnell man den Bot bemerkt...

    Die Diskussion kommt mir ähnlich vor wie vor einigen Monaten. Danach haben sich einige Forumteilnehmer verabschiedet.


    Ich stehe immer noch auf dem Standpunkt, den ich heir vor 2 1/2 Jahren geäußert hatte.


    Quote

    Andererseits scheint mir das Risiko für das Überleben der Menschheit, dass mit der Erderwärmung verbunden ist sehr hoch zu sein. Da würde ich im Zweifel versuchen etwas zu unternehmen, auch wenn man sich vielleicht irrt.

    Ich finde schon, du nicht?

    Grundsätzlich könnte Fressnapf in den Onlinemarkt eintreten, es kennt seine Lieferanten und seine Kunden, und vermutlich auch die Eigenarten des Tiernahrungsgeschäfts gut.


    Allerdings sind die meisten Webshopstrategien von Filialketten gescheitert. Meines Erachtens daran, dass man versucht, die Logisitk der alten Struktur zu nutzen. Das sieht man heute noch bei Karstadt oder P&C: Wenn du dort etwas bestellst, dann läuft unter Umständen jemand in der Filiale in Kassel los, weil da die gewünschte Ware noch vorrätig ist, verpackt schickt es evtl. noch in irgendeine Versandzentrale, und dann zum Kunden. Das funktionalisiert weder logistisch, und vermutlich auch in der internen Kostenrechnung nicht vernünftig. Schon gar nicht, wenn der Kunde auch noch retourniert.


    Wenn Fressnapf solche typischen Fehler vermeidet, evtl. sogar ein anderes Branding macht, dann kann das aber auch klappen.


    Ich glaube aber auch nur beschränkt, dass Versandhandel den Filialhandel kostentechnisch überlegen ist. Die Logistikkosten auf der letzten Meile sind notorisch hoch, und im Filialhandel trägt der Kunde diese selber. Und bei größeren Paketen finde ich als Kunde Versand auch nicht immer praktisch: Man muss entweder zu Hause sein, wenn das Paket kommt, oder die Nachbarn damit belästigen, oder das Paket doch bei irgendeinem Paketschop abholen. Das Zooplus jetzt Fressnapf einfach so aus dem Markt drängt, weil die Kostenstruktur so viel besser ist, oder die Kunden nicht mehr Brick and Mortar wollen, sehe ich nicht.

    Als ich vor Jahren per Zufall mal über die Google-Suche mir eine große Packung Trockenfutter gekauft hatte, war es tatsächlich über Zooplus am günstigsten (gleicher Preis aber 2kg mehr Inhalt).


    Und wenn es die damals am günstigsten bei Fressnapf gefunden hättest, hättest du die vermutlich dort gekauft. Ist dir nämlich völlig wurscht, wer dir das Zeug liefert.


    Übrigens sind die Priese nach der Suche über Google im Onlinehandel mitunter im selben Shop billiger. Letzte Woche habe ich bei Büromarkt Böttcher einen Telefonschwenkarm gekauft, der kostete direkt im Shop €55.,92 und nach der Suche über Google €39,14


    https://www.google.com/search?…Telefonschwenkarm+schwarz

    "Auf dem Radar" trifft es ganz gut, ich habe Zooplus eine Weile aus der Ferne beobachtet. Das Business wächst zwar ganz schön, aber die Bruttomargen des Geschäfts sind sehr niedrig, wenn man die Kosten der Warenabgabe mit einbezieht so etwa bei 3%. Daraus wird dann aber auch noch Werbung etc bezahlt. D.h selbst wenn man einmal keine Investitionen mehr die die Expansion steckt, wird man m.E. nicht wirklich viel Geld verdienen gemessen an den Investitionen.


    Hohe Markteintrittsbarieren sehe ich in dem Business auch nicht. Webpage mit angeschlossenem Logistikzentrum ist keine Raketenwissenschaft. Und Amazons USP (wenn ich nicht weiß, wo ich etwas bekomme, dann schaue ich bei Amazon, da gibt es das bestimmt), den hat man bei Tiernahrung sicher nicht. Eher umgekehrt, dass man die Kunden nicht verärgern sollte, weil die Wechselkosten gering sind.


    Fundamental ist die Aktie damit aus meiner Sicht zu teuer. Allerdings zieht das Umsatzwachstum bestimmte Anlegergruppen an, so das man andererseits annehmen kann, das der Kurs sich weiter parallel zum Umsatzwachstum entwickelt, unabhängig von der eher mäßigen Langzeitaussicht.

    Darwins "survival of the fittest" hat ja auch nichts mit dem Überleben des besten zu tun, sondern mit dem Überleben das am besten angepassten.

    Cauteinvest : Ja, das ist schick, dann steht in der Bilanz der TV AG erst einmal jede Menge Goodwill.


    Das ist gut, weil man den schön Abschreiben kann, und damit die Gewinne nicht versteuert werden.


    Das ist schlecht, weil das Ganze die Bilanz ziemlich aufbläht und nicht unbedingt der Transparenz dienlich ist.


    Und es ist schlecht, weil das IPO Geld nicht im Unternehmen bleibt, sondern vermutlich an die Gesellschafter der Regit Eins geht.

    Ich habe das nur am Rande verfolgt, aber L&S ist wohl eher ein Lotterieticket. Wenn L&S sich mit seiner Rechtsauffassung durchsetzt, dann steht einiges an Rückstellungen für Steuern an, die aufgelöst werden können. Wenn L&S sich nicht durchsetzt, ist das Geschäftsmodell wohl mehr oder weniger tot.

    Ordeaaa! Nay - the Postillon has it, the Postillon has it, the Postillon has it!


    https://www.der-postillon.com/…ti-anti-no-deal-deal.html


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    London (dpo) - Jetzt wird es ganz eng für Boris Johnson! Mehrere Tory-Rebellen haben heute gemeinsam mit Labour-Abtrünnigen und Change-UK-Liberalen im britischen Unterhaus für ein neues Anti-Anti-No-Deal-Deal-Gesetz der innerparteilichen Opposition gestimmt, das den No-No-Deal automatisch backstopdealt, falls der Fall einer Backstop-Hard-Border-Brexit-Prorogation eintritt.


    Die Spannung war groß, als Unterhaussprecher John Bercow mit den traditionellen Worten "Order! Oooorder! Ordeeer! Division! Clear the Lobby! Hail the Queen!" die Abstimmung einleitete. Doch schnell wurde klar: Der Antrag der innerparteilichen Opposition fand genug Unterstützer. Insgesamt stimmten 210 Abgeordnete mit "Aye", 145 mit "Nay", 22 mit "Yey!" und 4 mit "Huibuh".


    Für Brexit-Experte Johannes Klinz ist nun offensichtlich, dass Boris Johnsons Kurs damit krachend gescheitert ist oder komplett nach Plan läuft. "Das wird sich erst herausstellen, wenn sein eigener Antrag, ein No-Deal-Misstrauensvotum gegen sich selbst durchzuführen, vom Parlamentssprecher abgelehnt wird, wodurch automatisch Neuwahlen ausgelöst werden, wenn nicht der Duke of Essex Einspruch erhebt."

    Was genau ist denn der Vorteil von "Souveränit" für den Otto Normal Briten ?


    (1) Der Bezugsrahmen folgt in etwa Dani Rodriks Globalisation Trilemma, dass man von den drei Themen Globalisierung, nationale Souveränität und Demokratie nur zwei gleichzeitig haben kann, und nicht alle drei. Das zeigt zumindest auch, dass die in der EU Mitgliedschaft beinhaltete Globalisierung mit einem nicht monetären Preis kommt, nämlich der Verzicht auch Souveränität.


    Wenn sich ein Staat (Volk) dafür entscheidet Globalisierung wieder gegen Souveränität zu tauschen, mag das evtl. Verluste an Einkommen bedeuten, aber dafür bekommst du eben auch die Handlungsmacht zurück über die eigenen Dinge selber entscheiden zu können.


    Wenn ich mal zurückdenke, welche Ding wir unter Hinweis auf globalen Wettbewerb alle nicht machen können (z.B. in der Steuerpolitik), oder machen müssen: Vielleicht ist das einfach den Preis wert.



    https://rodrik.typepad.com/.a/…1753ef01b8d1f6d855970c-pi



    (2) Leidet das globalisierte System mehr und mehr unter seiner eigenen Komplexität. Die Strukturen, die notwendig sind, die komplexen Prozesse beherrschen und aufrechterhalten zu können übersteigen möglicherweise schon bald schon den Nutzen, den man daraus zieht. Es gibt Systemwissenschaftler, die den Zusammenbruch von Imperien genau an dem Punkt verorten, wo der Zuwachs an Energien, die in die Aufrechterhaltung der Strukturen gesteckt werden müssen, den Zuwachs an Leistungsfähigkeit überstiegt (Marode Infrastrukturen?).


    Ein einfacheres System könnte auch leistungsfähiger oder gar nicht viel weniger leistungsfähig sein als ein komplexes. Frag auch mal Clayton Christensen. Also könnte der Ausstieg aus der Pfadabhängigkeit der Globalisierung langfristig auch positiv sein.

    Ich sehe da aber auch ein langfristiges innenpolitisches Problem auf das UK zukommen. Wenn sich das Problem Brexit nicht irgendwie im Konsens löst, könnten sich über Dekaden die Brexiteers und die Remainers unversöhnlich gegenüber stehen. Der Verlierer wird immer seine Dolchstoßlegende vorbringen. Die Dolchstoßlegende der Remainers ist die Ausschaltung des Parlaments aus dem Prozess, die der Brexiteers der Verzicht auf den Hard Brexit als Konsequenz des Votums.


    Die einzige Lösung für dieses Problem ist m.E., dass man den Austrittsvertrag (den jetzigen oder einen abgewandelten) wieder durch eine Volksabstimmung bestätigen lässt, und wenn keine Mehrheit für den Vertrag da ist, in einem weiterem Referendum über den Hard-Brexit abstimmen lässt. Und das dann durchzieht.


    Ich übrigens gar nicht der Meinung, dass das UK so schlecht außerhalb der EU fahren würde. Der Rückgewinn der Souveränität ist kein zu unterschätzender Vorteil. Hochriskant ist aber am 31 Oktober ohne jede Anpassungsfrist auszutreten. Wenn, dann sollte man festlegen, dass das UK z.B. am 31.10.2021 definitiv ohne Vertrag ausscheidet, und sich bis dahin alle Betroffenen auf dieses Datum einrichten können.

    "Was ist der Unterschied zwischen dem 'Tatort' und der Politik?"


    "Beim Tatort sind die Verbrechen erfunden und die Täter kommen ins Gefängniss"

    Ja aber das Ganze wird wackeliger.


    Im Prinzip ist ja Geld so eine Art kumulierte Ungleichgewichte. Wenn Du Geld hast, hast du mehr Wertschöpfung betrieben, als du konsumiert hast, dann hast über einen Zeitraum also Ungleichgewichte kumuliert. So gesehen ist die weltweit steigende Menge an Geld ein Zeichen von größer werdenden kumulierten Überschüssen (Vermögen) und Defiziten (Schulden). Das ist zunächst kein Problem, alle fühlen sich wohl, die einen haben viel Geld, die anderen viel Kredit.


    Es wird aber ein Problem wenn:


    (1) Die Überschussinhaber den Defizitären keine weiteren Kredite mehr einräumen, dann müssen sich die realwirtschaftlichen Ströme dem anpassen, und das ist schon keine kleine Geschichte.


    (2) Die Vermögensinhaber die Schulden nicht prolongieren und fällig stellen. Das ist eine megagroße Geschichte.


    Das passiert dann an den Finanzmärkten nicht rational, sondern das sind die selbsverstärkenden Prozesse der Finanzmärkte, wo es ja nicht um rationale Bewertungen geht, sondern um die Einschätzung, wie sich der Konsens der Einschätzung morgen verändern wird.


    Mit Griechenland hat man dann (1) und (2) gemacht. Und nicht, weil jetzt genau der Schuldenstand von x eingestellt hatte, der im Lehrbuch als problematisch gilt, sondern das mehr aus einer Art Laune der Märkte, das es jetzt aber genug wäre mit den Ungleichgewichten, und der Einschätzung, das der Markt diese Ansicht morgen noch stärker haben würde als heute. Man hätte die Mühle Schuldenaufnahme <-> Sustainable Defizit auch mit Griechenland beliebig lange weiterfahren können.


    Im Moment spielt man das Spielchen mit Argentinien. Pseudoauslöser war vermutlich, das bei der letzten Wahl die "falschen" gewonnen hatten.


    Kurzum: Wenn die Laune des Marktes einem Schuldner du jour die Luft abzudrehen einmal einen falschen oder zu großen erwischt (Deutsche Bank? Italien? Immobilienkredite in Deutschland?), dann geht es wieder los.