Die Consorsbank bietet aktuell 2,2% Zinsen für bis zu 1 Mio. Euro für neu zugeflossenes Geld garantiert bis 15. April 2026, für Neu- und alle Bestandskunden, die am 11.11. ein Tagesgeldkonto mit Standardkonditionen haben und nicht bereits an einer anderen Aktion teilnehmen. Das dürfte so gut oder besser als die Geldmarktfonds sein, zumindest bis zur Einlagensicherungsgrenze - und wenn die ein Thema wird, dann sind die Geldmarktfonds wahrscheinlich auch nicht besser. Ich habe keine Zinsnachricht ins Postfach erhalten, aber man sieht es an den Kontodetails. https://www.consorsbank.de/web/Sparen-Anl…ins?icid=LIN-42
Beiträge von Winter
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Tante_Nr_9: Normalerweise ist der Fondskauf nicht ohne Brokergebühren. Bei der DKB fällt zwar kein handelsplatzabhängiges Ausführungsentgelt an, wohl aber das übliche Orderentgelt. Ab 20.000€ beträgt dieses feste 30€. Für 100.000€ ergeben sich somit jeweils 0,03% Kosten. Bei knapp 1% Zinsdifferenz zum kostenlosen und stets sofort verfügbaren Extrakonto bedeutet das, daß man erst nach 22 Tagen bei +/-0 ist. Die Überweisung zu einer anderen Bank hat bisher auch noch Zeit in Anspruch genommen, aber seitdem die Echtzeitüberweisung kostenlos zur Verfügung stehen muß, ist das eigentlich kein Argument mehr. Für Interactive Brokers habe ich das noch nicht ausprobiert, da wird es wahrscheinlich weiter Tage dauern, bis das Geld gutgeschrieben wurde?
Du spielst wohl swapbasierte Fonds an, die versuchen, bestimmte Zinssätze wie die oben genannten exakt nachzubilden, teils für Tagesgeld. Es gibt aber auch noch Geldmarktfonds, die tatsächlich in kurzlaufende Anleihen investieren. Deren Rendite weicht natürlich etwas ab und kann minimal höher schwanken. Einer der besten (5 Sterne) hat hohe 0,3% laufende Gebühren (IE00B29LM231, oder IE00BFZMJT78 mit 0,26%). 0,1% ist natürlich besser.
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Für größere Summen, die mehr als wenige Monate geparkt werden, dürfte ein Geldmarktfonds lukrativer sein als das, was die meisten Banken für das Tagesgeldkonto zahlen, vielleicht noch mit Ausnahme von Interactive Brokers, und (fast) ebenso liquide. Z.B. die DKB zahlt 1% aufs Extrakonto. Laut comdirect ist die Short-Term-Rate im Euro bei knapp 2%, der Leitzins 2,4% und auch der 1-Monats-Euribor knapp 2%. Nach meiner Erfahrung liegt das Geld schnell länger herum als gedacht, und 1% Unterschied kann selbst für ein halbes Jahr eine nette Summe sein.
Fraglich sind noch die Gebühren. Die Fonds selbst erheben glaube ich keinen Aufschlag, man kauft direkt von der Fondsgesellschaft ohne Spread. Es kommt lediglich die Broker-Gebühr hinzu, fremde Spesen fallen ja keine an, allerdings jeweils für An- und Verkauf. Bei manchen günstigen Brokern mit Festpreis fällt das kaum mehr ins Gewicht, wie Flatex oder die Neobroker. IBKR bietet glaube ich keine Fonds an? Zumal man da wieder den Ärger haben wird mit der Besteuerung (Stichwort: Vorabpauschale).
Wie schnell wird das Geld bei Verkauf gutgeschrieben? Tagesgeld steht sogar am gleichen Tag für Orders zur Verfügung. T+1 oder T+2, wahrscheinlich abhängig vom Fonds?
Kennt jemand gute Fonds in Euro? Einfach nach Morningstar-Rating gehen?
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Mal sehen, wann der Vorschlag kommt, die Rente zu kürzen bei vorhandenen sonstigen Alterseinkünften bzw. Vermögen.
Das gibt es schon, nämlich bei der Grundrente. Wer mindestens 33 Jahre eingezahlt hat und trotzdem nur eine niedrige Rente hat, bekommt diese aufgestockt, allerdings nur insoweit keine sonstigen hohen Einkünfte vorliegen. Die fungiert bereits heute als Auffangnetz, weshalb ein sinkendes Rentenniveau wohl nicht so dramatisch ist wie von der SPD dargestellt. Langfristig wird es darauf hinauslaufen, darauf konnte sich doch auch längst jeder einstellen, der eins und eins zusammenzählen kann. Ggf. flexibles Eintrittsalter.
Den Vorschlag der Umverteilung in der Rente gab es von Marcel Fratzscher auch schon ("Boomer-Soli").
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Der Gedanke mit dem Konsum....auch interessant!
Warum eigentlich nicht?Ich meine, wir alle hier haben doch Glück.
Wir hatten die letzten Jahrzehnte doch alle einen super Lauf, nicht wahr?
Und nun sind viele von uns in einem Alter wo man eigentlich eh mal bissl abschmelzen kann und sich was "gönnen".Also woodpeckers zumindest haben angefangen, absurd viel Geld für Reisen rauszubraten.
Nachtrag zur Diskussion vom September zu den Möglichkeiten "wohin mit dem Geld": Ich konsumiere derzeit auch noch weit unter meinen Möglichkeiten und will das ändern, z.B. fahre ich immer noch die Möhre (müßte es nicht "Mähre" heißen?) aus Abwrackprämienzeiten. Allerdings sollte man vielleicht die Möglichkeit der Einführung einer Vermögenssteuer in Betracht ziehen, oder andere Belastungen wie ganz aktuell aufgekommen und im Steuerthread diskutiert, Sozialabgaben auf Kapitalerträge. Wir alle wissen, wie es um unser Land und die Staatsfinanzen steht - kann gut ausgehen, ist aber nicht ungefährlich. In Frankreich passierte glaube ich eine Vermögenssteuer von 2% (!) die Nationalversammlung und scheiterte erst im Senat. Laut Wikipedia war bisher der Steuersatz bei 4 Mio. Euro bei 2,4%, der Eingangssteuersatz wurde auf 800.000€ gesenkt. Ich würde nicht damit rechnen, daß im Gegenzug die Kapitalertragssteuer abgeschafft wird, was fair wäre (bei durchschnittlichen Erträgen von 4% würde sich 1% Vermögenssteuer die Waage halten mit 25% Abgeltungssteuer, außer für Yachten natürlich, was ja auch Sinn der Sache wäre). Man kann ggf. in so einem Szenario auch den Konsum wieder zurückschrauben, sofern man keine dauerhafte Verpflichtung wie bei der Miete eingegangen ist. Aber man sollte vielleicht darauf gefaßt sein, daß das theoretisch verfügbare Einkommen aus dem Vermögen deutlich sinken könnte, in einer allfälligen Baisse am Aktienmarkt in Kombination mit höheren Steuern.
Ich plane auch für Urlaub, der in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist, eigentlich mein einziger Luxus, daher vielleicht auch mal viermal im Jahr.
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Das löst langfristig das Problem nicht, kurzfristig bringt es allerdings Linderung, weil erst die Beitragseinnahmen kommen, und die Ausgaben für erworbene Ansprüche erst über die nächsten Jahrzehnte. Dann ist die Situation aus Sicht der Rentenversicherung wieder genausoweit wie jetzt.
Der Nachteil für die Betroffenen ist jedoch, daß die private Vorsorge massiv belastet und damit unattraktiv gemacht wird. Genau diese private Vorsorge braucht es aber, für diejenigen, die im Alter den Lebensstandard halten wollen, zumindest wenn sie nicht Geringverdiener sind und von der Grundrente profitieren.
Es ist der falsche Anreiz - ich bin nicht schnell dabei, das zu sagen, aber das ist ein Anreiz besonders für (durch Arbeit ungebundene) Privatiers, in ein anderes Land umzuziehen, z.B. Österreich. Merz hatte diese Idee der Grünen vor der Wahl ausgeschlossen - aber das galt für die Verschuldung genauso.
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könntest du bitte meiner (fehlenden) Erinnerung auf die Sprünge helfen und konkret Ross und Reiter nennen?
"eine Vielzahl" muss nicht sein, aber vielleicht so 3 oder 4?Ich hatte das bereits einmal ausformuliert, aber habe leider nicht das Elefantengedächtnis wie Du, daß ich sofort verweisen könnte auf Beitrag #3.286 in Thread 147, und mir fehlt die Zeit, jetzt alles nochmals zusammenzutragen, und es kostet leider Zeit, es präzise auszuarbeiten. Ich wüßte nicht einmal ein Suchstichwort. Obwohl, es war in der Zeit der "Abschiebeoffensive" der Regierung Scholz, aus der wieder einmal nichts wurde.
Um das von Dir zuletzt aufgegriffene Beispiel zu nehmen, mit dem fehlenden Willen zur Rücknahme: Trump hat das in Bezug auf Kolumbien vorexerziert. Die wollten auch ihre Leute nicht zuücknehmen. Nenn es, wie Du willst, Methode Trump oder Don Corleone, oder im Börsenjargon würde man sagen "the art of execution". Es geht alles, wenn man nur will. Wenn man nicht will, dann findet man Gründe.
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Oder geht das ohne Abschaffung des GG? Das BVG verstehe ich so: Nein, geht nicht.
Also braucht es einen neuen Staat? Oder alternativ was?Mag sein. Art. 1 und Art. 20 unterliegen der Ewigkeitsgarantie, also kann man die Sozialleistungen nicht einfach einstellen - allerdings nur, solange die Betreffenden sich in Deutschland befinden, die ganze Welt ist (noch) nicht zu versorgen. Ob man Leute ausweisen kann, wenn/weil sie Sozialleistungen in Anspruch nehmen, oder auch nur, weil sie kein ausreichendes Einkommen nachweisen können? Bei manchen geht das generell nicht, und die haben folglich auch einen entsprechenden Anspruch. Vielleicht reicht auch die reine Ausweisung nicht, d.h. auch wenn jemand illegal hier ist, hat derjenige trotzdem Anspruch, und es muß die tatsächliche Abschiebung sein, was nochmals etwas schwieriger ist, v.a. weil dazu die Herkunftsländer mitspielen müssen (was allerdings wiederum keine unveränderliche Gegebenheit ist, als die es von interessierter Seite gerne hingestellt wird). Bei Straftätern scheint es zu gehen, das wurde für die Gruppe der Syrer bereits angekündigt. Man könnte als Grenze z.B. Verurteilungen ab 90 Tagessätzen zugrundelegen, oder auch mehrfache Verurteilungen. Da kommt was zusammen.
Für die künftige (illegale) Migration gibt es eine Vielzahl an denkbaren Lösungen, das hatten wir in der Tat bereits.
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Die Fehler, die gemacht wurden, lassen sich nicht rückgängig machen.
Da habe ich Herrn Höcke allerdings anders verstanden. Abgesehen von den wenigen Asylberechtigten nach GG hat übrigens kein Ausländer einen grundgesetzlichen Anspruch auf Aufenthalt in Deutschland. Bezüglich der angesprochenen Bürgergeldempfänger, warum sollte das dauerhaft geduldet werden? Dafür sollten die Herkunftsländer zuständig sein, und wenn diese die Sozialhilfe in Deutschland nicht zu übernehmen bereit sind, dann muß der Betreffende eben wieder in sein Heimatland zurückkehren. Das gleiche gilt für Straftäter, die grundsätzlich alle abgeschoben werden sollten, ggf. nach Verbüßung der Haft. Asyl und der Flüchtlingsstatus waren immer als Schutz auf Zeit gedacht, das muß regelmäßig überprüft werden und im Falle der Syrer entzogen werden.
Nur mal zum Vergleich: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 13 Millionen Deutsche vertrieben, die in den Ostgebieten die Mehrheit der Bevölkerung stellten, meist >90%. Es ist möglich. Die Utopie ist vielmehr die Vorstellung, daß die Heerscharen, mit denen sich unser Land übernommen hat, irgendwie integrierbar wären. In diesem Machbarkeitswahn unterscheidest Du Dich nicht von den Grünen, der Mensch als willenlose und beliebig formbare Knetmasse.
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Allerdings, das waren schon ein paar.
Es steht kein Datum in der Meldung, man kann also kaufen bis kurz vor dem Split. Offenbar ist es egal, wieviele bis dahin noch an Bord kommen? Für den eher unwahrscheinlichen Fall, daß der Kurs nochmal nennenswert unter 6,60$ fallen würde, könnte man es riskieren. Noch scheint nichts konkret angekündigt zu sein. Es müßte doch vorher ein Datum bekanntgegeben werden. Problem ist noch T+1.
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Nein, die liegen "nur" bei 6,7 Mrd. EUR (Quelle). Außerdem können die Länder keinen Zuschuss in die Rentenkasse einzahlen, erstens weil sie sowieso schon knapp bei Kasse sind, weil sie auf wesentlich weniger Steuereinnahmen zugreifen können als der Bund, und zweitens weil sie das aufgrund des Föderalismus gar nicht dürfen.
Ich finde das aber eine typische Argumentationsweise: erst behauptet man, dass Ausländer an (fast) allen Problemen in Deutschland schuld seien und dass es dem Land finanziell viel besser gehen würde, wenn es keine Asylanten und Flüchtlinge gäbe. Dann wird gezeigt, dass der Unterschied nicht so groß ist wie vom Ausgangs-Argument gedacht, und dann dichtet man irgendwelche mysteriösen Ausgaben dazu, die man nicht belegen kann. Mustergültig wird dieser Argumentationsstil ja von Trump in den USA vorgeführt. Sollte das das Niveau sein, auf dem wir uns bewegen wollen, müsste man sich tatsächlich überlegen, wie sinnvoll eine Demokratie eigentlich noch ist.
Das ist ganz im Gegenteil ein typisches Beispiel für einen "Faktencheck". Es ist richtig, daß die Länder, die Kommunen und die Sozialversicherungen wie Krankenkassen nicht direkt einen Zuschuß in die Rentenversicherung leisten könnten. Das heißt aber nicht im Umkehrschluß, daß die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Migration nicht hoch wären. Es heißt noch nicht einmal, daß der finanzielle Ausgleich zwischen Bund, Ländern und Kommunen in der Folge nicht anders geregelt werden könnte. Rabulistik par excellence. Rein formal richtig, aber total irreführend. Es sind immer die gleichen Denkfehler nd Argumentationsmuster. Lando und ich haben bereits darauf hingewiesen, daß diese Kosten nicht ausgewiesen werden. Wie auch? Man kann sie also nicht einfach unmittelbar ablesen. Das bedeutet aber nicht, daß sie nicht vorhanden sind oder daß sie überhaupt nicht abgeschätzt werden könnten. Die Gesundheitskosten tragen die Krankenkassen, und die werden keine Statistik erstellen, wieviel dafür auf Ausländer oder gar auf eingebürgerte Migranten entfällt. Migranten nehmen auch Infrastruktur aller Art in Anspruch, die nicht als Sozialleistung im Bundeshaushalt erscheint. Ich glaube, Bernd Raffelhüschen hatte mal eine Studie erstellt über die tatsächlichen (Netto-)Kosten der Migration, lifetime cost sozusagen, oder vielleicht findet sich auch bei Hans-Werner Sinn was.
Natürlich verschärft die Migration so gut wie alle Probleme, die wir haben, meistens ist sie sogar die Hauptursache. Geh doch mal in eine Notaufnahme und schau, wer die unberechtigt in Anspruch nimmt, und warum die neuerdings Security-Personal brauchen. Tipp: Es sind nicht die alten weißen Männer mit angebrochener Hüfte, die das Personal verprügeln. Es sind immer die gleichen. Der Grund ist, daß z.B. in Arabien so etwas wie ein Hausarzt unbekannt ist. Man geht dort stattdessen wohl in die Poliklinik/Ambulanz, und offensichtlich ist das den Leuten nicht zu vermitteln, daß es in Deutschland nicht so läuft. Das ist nur eines von so vielen Beispielen.
Warum schickt ihr nicht eure eigenen Kinder auf die Karl-Martell-Hauptschule? Es ist vielleicht nicht die "Schuld" von Ausländern, wenn sie kein Deutsch können - man könnte es sehr wohl als Bringschuld begreifen -, und es geht auch gar nicht um moralische Kategorien, sondern einfach darum, daß das Zusammenleben besser funktioniert, wenn man sprichwörtlich die gleiche Sprache spricht.
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Hör ich öfter. Leider praktisch nie, welche genau.
Weisst du konkrete Beispiele für überflüssige Bürokratie?
Schau Dir mal Seite 3 an, die können alle weg. (Hat mir ein Freund zugeschickt, daher kein anderer Link)
Ich halte die von cktest verlinkten Flüchtlingskosten für massiv unterschätzt. Das sind doch nur unmittelbare Sozialleistungen des Bundes, vieles andere läßt sich nicht direkt ermitteln, vgl. Beitrag von Lando. Ich schätze mal aus dem Bauch, das es das Vielfache ist, mehr als der Bundeszuschuss zur GRV.
Laut schneller Google-Suche beläuft sich alleine die Entwicklungshilfe auf 30 Milliarden Euro, bereits mehr als die o.g. 28 Mrd. Euro. Die Waffen für die Ukraine dürften da noch gar nicht enthalten gewesen sein.
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Der Beitrag hätte einen Fleißpunkt verdient, geht aber am Thema vorbei.
Ich glaube, daß Du die Prämisse tatsächlich nicht verstanden hast: Es geht um ein hypothetisches zukünftiges Szenario, in welchem Kapitalerträge sozialabgabenpflichtig würden, natürlich nur auf privater Ebene und nicht innerhalb der GmbH. Ich denke auch nicht, daß die vermögensverwaltende GmbH anders behandelt werden wird/kann als eine normale, schon weil unsere Politiker viel zu doof dazu sind, sonst würden sie auch verstehen, daß die Abgeltungssteuer keine Begünstigung darstellt. Das ist jedenfalls eine der Optionen, die die Rentenkommission diskutieren soll. Das löst natürlich langfristig die Probleme der Rentenversicherung nicht, weil den heutigen Beiträgen ja auch künftige Ansprüche gegenüberstehen, die dann nicht leichter zu finanzieren sein werden, aber es stellt eine kurzfristige Linderung dar und verschiebt die Probleme in die Zukunft. Erst in einigen Jahrzehnten wird das netto keinen Vorteil mehr bringen (immerhin auch keinen Nachteil aus Sicht der Rentenversicherung, allerdings einen aus Sicht der Beitragszahler, weil die private Vorsorge belastet wird, die attraktiver sein kann). Damit ist diese Lösung für Politiker eigentlich hochattraktiv, denn dann stehen sie selbst nicht mehr in der Verantwortung!*
Warum in diesem Szenario die GmbH attraktiv werden könnte, habe ich versucht, mir oben zusammenzureimen. Grund ist die Kombination aus besserer Thesaurierung (weil keine Sozialabgaben innerhalb der GmbH) und Reduzierung der Sozialabgaben durch geschickte Ausschüttung, nämlich durch Ausnutzung der Beitragsbemessungsgrenze. Wobei die Thesaurierung für Privatiers weniger relevant ist als für andere. Vielleicht meinen obigen Beitrag mit diesem Verständnis noch einmal lesen?
* : Für (jedwede!) Zuwanderung gilt übrigens genau das gleiche, sie verschiebt die Probleme nur in die Zukunft. Zwar belastet sie die Beitragszahler nicht unmittelbar, dafür zumindest in der heutigen Gestalt (und eine andere wird Deutschland niemals haben!) die Gesellschaft als ganzes - sie erhöht sozusagen die Systemkosten, vgl. erneuerbare Energien. Wenn die Leute länger leben, bleibt als echte Lösung nur höhere Beiträge, längere Lebensarbeitszeit bzw. Abschläge bei vorzeitigem Renteneintritt, oder niedrigeres Rentenniveau, ggf. ergänzt durch private Vorsorge, oder eine Kombination aus allem.
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Wenn so etwas eingeführt wurde, wie im anderen Thread diskutiert (Sozialabgaben auf Kapitalerträge), (erst) dann würde die GmbH interessant. Kannst Du die Überlegungen bestätigen, Zek? Phoenics hatte noch die Idee aufgebracht, nur jedes zweite oder fünfte Jahr etwas auszuschütten, und dann aber entsprechend mehr, um über die Beitragsbemessungsgrenze zu kommen, womit zumindest der übersteigende Teil beitragsfrei wäre. Da sehe ich zwei Nachteile: Erstens, je länger der Zeitraum, für den die Ausschüttung auf einmal erfolgt, desto länger wird halt auch das Kapital nicht verzinst. Das ist mehr als nur ein Zinseszinseffekt - man verzichtet so für fünf Jahre auf Rendite für diesen Teil. Zweitens ist es steuerlich ungünstig wegen der Progression. Immerhin ist das nach oben begrenzt durch die Abgeltungssteuer (zumindest derzeit). Man zahlt somit ggf. ein paar Prozentpunkte mehr als der eigene Durchschnittssteuersatz, spart aber dafür Sozialabgaben. Das könnte unter dem Strich vorteilhaft sein, dafür hat man Kosten und Aufwand der GmbH.
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Die Einbezug von Kapitalerträgen ist nur eine von vielen prinzipiellen Möglichkeiten, die diskutiert werden sollen, und das ist auch nicht identisch mit der Idee, Beamte und Selbständige einzubeziehen. In diesem Spiegel-Artikel sind alle aufgelistet:
Wie ernst es den Koalitionsspitzen damit ist, wird dadurch deutlich, dass sie diese Tabus detailliert auflisten. So ziemlich alles steht zur Disposition oder wird denkbar: die sogenannte »Rente mit 63« abzuschaffen oder stark einzuschränken ebenso wie ein höheres Renteneintrittsalter. Höhere Abschläge für Menschen, die vor der Altersgrenze in Rente gehen. Die künftigen Lasten stärker auf die Rentnerinnen und Rentner zu verschieben als bislang in der Rentenformel vorgesehen, indem ihre Renten noch schwächer steigen. Die Rentenerhöhungen künftig nicht mehr an die Entwicklung der Löhne zu koppeln, sondern an die Inflation (die in der Regel niedriger ist). Ja, sogar die dauerhaften Mehrkosten der eigentlich nur bis 2031 geltenden Haltelinie durch einen neuen »Nachholfaktor« abzubauen – dadurch würde das Rentenniveau ab 2032 deutlich stärker sinken; im Kern wäre die Forderung der Jungen in der Union damit erfüllt.
All das sind für die SPD eigentlich rote Linien. Doch solche gibt es ebenso für die Union, und auch sie finden sich in der Auflistung: Die Kommission soll darüber beraten, ob die Rente zu einer Bürgerversicherung entwickelt werden soll, indem »weitere Gruppen« von Personen einbezogen werden – also etwa Beamte, Selbstständige oder Abgeordnete. Darüber, ob auf »weitere Einkunftsarten« außer dem Arbeitsgehalt – also etwa Mieteinnahmen und andere Kapitalerträge – Rentenbeiträge gezahlt werden müssen. Oder ob und wie die Grundrente ausgebaut werden soll, etwa zu einer Mindestrente oberhalb des Armutsniveaus – das läuft auf eine stärkere Umverteilung von oben nach unten im Rentensystem hinaus.
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Ich war auch schon vor Tagen über den TE-Wecker darauf aufmerksam geworden. Die haben angeblich den Entwurf vorliegen. Beschlossen ist allerdings noch lange nichts. Ich rechne schon länger damit, daß solche Sachen kommen können und war deshalb vorsichtig, den Konsum zu erhöhen.
Nein - gibt es nicht.
Wir wissen noch nichts, aber das ist ziemlich sicher falsch in Bezug auf eine mögliche Rentenversicherungsbeitragspflicht. Der Artikel erklärt es doch gerade, daß deswegen alternativ eine höhere Steuer auf Kapitalerträge angedacht sein könnte, weil die keine Ansprüche auslöst im Gegensatz zu den GRV-Beiträgen. Ich halte es für reine Spekulation, wenn auch wohl nicht ganz unbegründet. Das Problem der Doppelbesteuerung auf Unternehmens- und Anlegerebene bleibt aber bei der Erhöhung der Kapitalertragssteuer bestehen. Die ist ja nicht ohne Grund nur 25%. Man wird auch nicht einfach sagen können, die müsse steigen, weil auf andere Einkommen GRV-Beiträge fällig wird, denn zumindest im Falle der GRV stehen denen eben auch Ansprüche gegenüber. Im Falle der GKV wäre es etwas anderes, um die es im Artikel aber gar nicht ging.
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Für Privatiers scheint die vvGmbH heute eher ungünstig, oder zumindest nicht vorteilhaft wegen an sich schon hohen (~30%) und auch noch doppelten Besteuerung von Dividenden. Ein gewisser Teil an Kursgewinnen wird allerdings immer noch dazukommen, die ja günstiger besteuert werden, wenn auch dann glaub ohne Anrechnung von Verlusten. Je nach Zusammensetzung der Rendite (Dividenden/Kursgewinne) ergibt das schon einen niedrigeren Steuersatz, z.B. bei 4%+3% nur ~18%. Wenn man das dann noch mit der Teilfreistellung kombiniert, die es wohl nur für Ausschüttungen gibt, und einem z.B. niedrigen persönlichen Durchschnittssteuersatz (deutlich unter dem Spitzensteuersatz), dann könnte der Unterschied gar nicht mehr so groß sein. Im Falle von Sozialabgaben evtl. vorteilhaft. Das Geschäftsführergehalt ist heute schon sozialabgabenpflichtig und wohl von der Teilfreistellung ausgenommen, dafür sind diese Ausgaben aber verrechenbar mit der Dividendenbesteuerung, wenn ich Zek richtig verstehe, d.h. die Doppelbesteuerung wird teilweise aufgehoben?
Sehe ich das richtig, daß thesaurierende Fonds nicht der Vorabpauschale unterliegen wie bei Privatanlegern? Stattdessen werden sowohl Ausschüttungen als auch Kursgewinne bei Fonds mit dem vollen Satz (eben ~30%) besteuert? Dann hat man zwar den Vorteil des Zinseszinseffektes, aber eben nicht mehr den Vorteil der günstigeren Besteuerung des Kursgewinnanteils. Dürfte eher uninteressant sein im Vergleich zu Aktien.
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Gleich auf der ersten (5-Jahres-)Übersichtsseite bereinigter Gewinn 5,05 €, soll aber dieses Jahr sinken. FCF nach Angabe von Bayer gut 3 € pro Aktie.
Ich habe das nicht mehr verfolgt. Offenbar haben sie zwischenzeitlich einen Sieg vor einem Bundesgericht erreicht ("Durnell-Fall") und damit liegt die Voraussetzung für eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof vor, die jetzt vom Generalanwalt der Regierung empfohlen wurde (Frage der sog. "preemption"). In der Regel wird dieser Empfehlung gefolgt. Wie in Deutschland ist schon die Annahme der Klage eine große Hürde. Aber gewonnen ist das natürlich noch nicht. Bayer beschreibt es kurz: https://www.bayer.com/media/bayer-be…-supreme-court/
Sie wurden ja verurteilt wegen fehlenden Warnungen, die sie nach Bundesrecht gar nicht anbringen durften. Wenn sie gewinnen, gehen alle die Blutsauger leer aus, die ihr Hälschen nicht voll kriegen konnten und sich bisher nicht verglichen haben.
Was ist aus PCB geworden?
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Zum o.g. Risiko: Die bisher von Tile Shop geschätzten Kosten sind nur 8,6 Mio. USD:
ZitatSince we do not know how many record and beneficial holders of our common stock will be Cashed Out Stockholders, we do not know the exact cost of the Reverse Stock Split. However, based on information that wehave received as of October 22, 2025 from Broadridge with regard to the size of holdings of those stockholders who may hold shares in “street name,” we believe that our total cash requirement to cash out fractional shares in the Reverse Stock Split will be approximately $8.6 million based on an assumed Reverse Stock Split ratio of 1-for-3,000. We estimate that our total legal, accounting, and financial advisory fees and other costs to effect the Transaction will be approximately $523,000.
Es wird wahrscheinlich ein 1:2000-Split, da sich die Zahl der Aktionäre kaum unterscheidet zwischen 1:2000 und 1:4000 (d.h. es gibt wenige zwischen 2000 und 4000), und sie wohl auch so unter 300 bleiben. Die meisten halten wohl sehr viel weniger Stück, denn sonst wären die Kosten nämlich knapp $40 Mio. statt $8,6 Mio. (~3000 + 100 betroffene Aktionäre mit im Durchschnitt ~1300 Aktien). Wenn jetzt z.B. 1000 Arbitrageure dazukommen mit je 1999 Aktien zu 6,60$ ergeben sich zusätzliche Kosten in Höhe von 13,2 Mio. USD! Das 2,5fache der bisherigen Kalkulation, und etwa so viel wie der höchste Jahresgewinn in den letzten zehn Jahren. Sie haben allerdings $24 Mio. Cash plus eine $75 Mio. Kreditlinie.
Ich sehe gestern etwa fünf und vorgestern sechs Transaktionen zu 1.999 Aktien (heute kein US-Handel). Einer hat 2.999 gekauft... Die Einladung kam aber schon am 5.11. und einige werden vielleicht erst noch kurz vor der HV kaufen. Hier ist es ein bißchen riskanter als bei den normalen Transaktionen wie bei Lennar.
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schwarzgeld: Nein, noch nicht. Du kannst hier im Forum nachlesen zu Westell Technologies von 2020. Bei den deutschen Banken würde ich das nicht machen, auch wenn es damals bei einigen geklappt hat. Bei der DKB nur auf Intervention hin, bei der ING gar nicht. Ich wollte nochmals nachschauen, ob ich das damals auch über Lynxbroker gemacht hatte, denn prinzipiell halten die "in street name", aber die deutschen natürlich erst recht (Wertpapierrechnung). Tile Shop schreibt ausdrücklich, daß sie versuchen Sorge dafür zu tragen, daß das bei allen Brokern klappt, daher stehen bei US-amerikanischen wie IBKR (auch IBIE?) die Chancen wohl gut:
Treatment of Beneficial Holders (Stockholders Holding Shares in “Street Name”)
We intend to treat stockholders holding our common stock in “street name” in the same manner as record holders. Prior to the Stock Split, we will conduct an inquiry of all brokers, banks and other nominees that hold shares of our common stock in “street name,” ask them to provide us with information on how many shares held by beneficial holders will be cashed out, and request that they effect the Stock Split for those beneficial holders. However, these banks, brokers and other nominees may have different procedures than registered stockholders for processing the Stock Split. Accordingly, if you hold your shares of common stock in “street name,” we encourage you to contact your bank, broker or other nominee.
What if I hold fewer than the Minimum Number and hold all of my shares in “street name”?
If you hold fewer than the Minimum Number and hold your shares of our common stock in “street name,” your broker, bank or other nominee is considered the stockholder of record with respect to those shares and not you. It is possible that the bank, broker or other nominee also holds shares for other beneficial owners of our common stock and that it may hold a total number of shares of our common stock equal to or greater than the Minimum Number. Therefore, depending upon their procedures, they may not be obligated to treat the Stock Split as affecting beneficial holders’ shares. We intend to treat stockholders holding our common stock in “street name” in the same manner as record holders. Prior to the Stock Split, we will conduct an inquiry of all brokers, banks and other nominees that hold shares of our common stock in “street name,” ask them to provide us with information on how many shares held by beneficial holders will be cashed out, and request that they effect the Stock Split for those beneficial holders. However, these banks, brokers and other nominees may have different procedures than registered stockholders for processing the Stock Split. Accordingly, if you hold your shares of common stock in “street name,” we encourage you to contact your bank, broker or other nominee.
Sie begründen auch, warum sie das tun wollen, ob wohl sie nur weniger als 300 "record holders" benötigen für das Delisting, und es derzeit nur 148 davon gibt. Es scheint, als ob sie wieder SEC-berichtspflichtig würden, sobald die Anzahl der "record holders" später wieder über 300 steigt:
ZitatIn determining the range of ratios for the Stock Splits, the Transaction Committee took into account the potential number of record holders that could result if a “broker kick-out”, as explained below, were to occur following the Company’s delisting and deregistration and the risk of becoming re-subject to the reporting requirements if the Company’s ownership were to reach 300 or more record holders. A broker “kick-out” occurs when a “street name” broker or nominee holder determines it no longer wants to serve in that position and distributes the shares to the beneficial owners, thus increasing the number of record holders. Following a company’s delisting and deregistration, some brokers may not want to continue to hold the shares of such company on behalf of their clients if the broker perceives it cannot make future trading commissions from the account. The risk of undertaking the proposed transaction and incurring its significant, one-time costs only to become subject again to the public reporting requirements and its annual costs was an important factor to be mitigated by an appropriate reverse stock split ratio. Further, the larger the reverse stock split ratio, the greater the number of smaller stockholders who could obtain liquidity for their shares in this manner without having to pay a brokerage commission (if applicable).
In determining the ratio following the receipt of stockholder approval of the Reverse Stock Split Proposal, the Board will take the foregoing considerations into account, as well as the aggregate cost that will be payable in respect of fractional shares in the Transaction resulting from the application of the Reverse Stock Split.
Derzeit gibt es geschätzt 3000 "holders in street name". Es werden sicherlich sehr viel mehr werden durch die odd-lot-Arbitrageure. Das ist aber ein Risiko, wenn die Kosten für Tile Shop dann zu stark steigen. Das nennen sie auch als Grund, warum die Sache doch noch abgeblasen werden könnte:
ZitatReasons to abandon the Transaction, may include, among other things: [...]
any change in the number of shares that will be exchanged for cash in connection with the Reverse Stock Split, including the shares owned by holders in “street name,” that would increase in any material respect the cost and expense of the Reverse Stock Split compared to what we presently estimate
Es ist ebenfalls Broadridge involviert, wie bei Westell.