Beiträge von Winter

    @woodpecker und MMI: Man wird sehen. Für mich ist bei dieser Prognose zwar kein Geld im Spiel (Pun intended), denn ich habe den größten Teil dieser Hausse verpasst (spricht also gegen meine Fähigkeit zum Markt-Timing, aber dass ich jahrelang irrte, macht mich jetzt nur umso sicherer), aber meine Ansage gilt trotzdem. Wie ich gerade lese, schrieb Max Otte das gleiche; Hussman ja ebenfalls schon seit Jahren. Einen einzigen Smallcap habe ich noch, den ich aus diesem Anlaß letzte Woche zum Verkauf gestellt habe, leider bisher ohne Erfolg (schon kommt Panik auf).

    War das jetzt der finale Blow-off?
    Die amerikanischen Indizes haben eine richtige Fahne ausgebildet - so kann's nicht weitergehen.

    Link zu Captrader: https://www.captrader.com/de/konto/konditionen/
    Genau beschreiben kann ich das Konstrukt gar nicht: Lynx nutzt eben Interactive Brokers, auch deren Systeme, wohl als eine Art Vermögensverwalter (k.A. wer dann haftet), aber sie bieten eben deutschen Support an, Depotführung in Euro (ginge wahrscheinlich bei IB direkt auch) und eine etwas andere Gebührenstruktur: Etwas teurer, dafür ohne Mindestumsatz usw. Captrader hingegen ist nicht mal teurer als IB, soweit ich das sehe.
    Was sie nicht bieten, ist eine deutsche Steuererklärung, auch keine Abgeltungssteuer. D.h. bei komplizierteren Sachen muss man selbst rechnen (ggf. muss man wissen, dass steuerlich das FIFO-Verfahren zur Anwendung kommt, oder bei Bezugsrechten etc.). Meine (nicht fundierten) Berechnungen wurden bisher aber alle akzeptiert. Wobei IB sowas wie z.B. Fonds überhaupt nicht anbietet (bei den deutschen geschlossenen offenen Immobilienfonds bin ich froh, dass von den deutschen Banken alles fertig geliefert wird, was Substanzausschüttung ist usw.).
    Vorteil ist halt günstiger Preis und Handelsmöglichkeit an europäischen Börsen - da sind sie oft alternativlos (abgesehen von Degiro jetzt). Evtl. noch nachgelagerte Besteuerung und Handelsmöglichkeit (Ordertypen usw.), Rest m.E. nachteilig.


    Flatext ist keine Alternative mehr, seit sie Minuszinsen (-0,4%!) auf das Verrechnungskonto eingeführt haben. Früher wäre das noch ein ernstzunehmendes Argument für Banken wie die ING-Diba oder DKB gewesen mit gutem Tagesgeldkonto. Dafür gibt es die Onvistabank mit dem 5-Euro-Modell, welches in Wirklichkeit ein "fixe 6,50 Euro pro Order plus Börsengebühren" ist (also wohl 10 Euro für Frankfurt). Ich überlege, dorthin mit meinem Consorsdepot umzuziehen (ex DAB). Wobei Consors auch einige europäische Börsen ermöglicht, OnVista dafür skandinavische.

    Hat jemand Erfahrung mit Captrader?
    Das ist ein weiterer introducing broker für IB, mit Sitz in Deutschland (Lynx hat ja nur eine Niederlassung in Berlin) und günstiger - z.B. Orders für 0,1%, mind. 4 € statt 0,14% und mind. 5,80 €, Depotgesamtwert nur 2.000€ (nur zur Eröffnung?). Umschreibung soll per eingescanntem Formular möglich sein.
    Der Rest ist gleich - als Lynxkunde kann man sich via Captrader ins Depot einloggen. Was mir bei IB für leichtes Sturnrunzeln sorgt, ist, dass nirgendwo von Sondervermögen in Bezug auf die Wertpapiere zu lesen ist. Ich hoffe mal, Matzes "Goldstandard" bezieht sich dann auch auf die Sicherheit.

    Installux mit 9,9 MEUR Gewinn (statt nur 9 wie o.g.).
    Bei Kurs 425 Euro eine MCap von 129 MEUR, abzgl. Nettocash von 34,6-1,8 MEUR (praktisch finanzschuldenfrei!) und ein KGV von unter 13,5 (cashbereinigt unter 10).
    Wenn man an solche Chartverläufe wie bei Groupe Guillin oder Plastiques du Val de Loire denkt, könnte man eigentlich dabeibleiben, wenn es mal läuft...?

    Leider muss man auch sagen, dass die Abneigung gegen die Anwendung des DCF-Verfahrens (mit konkreten Schätzwerten) noch nicht besagt, dass die grundsätzliche Methode falsch oder für die vorliegende Frage irrelevant sei (nämlich die Diskontierung der künftigen Cashflows mit den entsprechenden Zinssätzen). Auch wenn die künftigen Cashflows unbekannt sind oder nur schlecht geschätzt werden können, so würden sie dennoch vom Zinsniveau abhängen - und nur darum ging es MMI ja. Er selbst wendet in seinem Blog dieses Verfahren für die Einzelwertanalyse denn auch gar nicht an. Bliebe natürlich die Frage, ob der gegenwärtige Zins tatsächlich ein vernünftiger Schätzer für die benötigten künftigen Werte ist, oder ob auch hier die mean-reversion anzunehmen ist und damit eher ein historisch durchschnittlicher Zinssatz. Das wissen wir nicht - aber ich möchte jedenfalls nicht von der korrekten Prognose künftiger Zinssätze abhängen, welche das künftig faire Kursniveau (mit)bestimmen würden.
    Jedenfalls kann man doch feststellen, dass die bisherige Anwendung in einer zugegebenermaßen etwas anderer Hinsicht nicht überzeugte, nämlich bezüglich der Empirie des Zusammenhangs zwischen aktuellem Zinsniveau und künftigen Aktienmarktrenditen (<>fairer heutiger oder künftiger Wert!), siehe die entsprechenden Threads, in denen das alles bereits zur Genüge diskutiert wurde (ich hatte mal entsprechende Schaubilder gepostet, in denen keine Korrelation erkennbar war).


    Wenn alle oder die meisten Anleger mechanisch investieren würden, würde das Verfahren übrigens nicht mehr funktionieren. Es ist anzunehmen, dass je mehr es anwenden, desto weniger es funktionieren wird. Dann hätten die wenigen den Vorteil, die den gesunden Menschenverstand einsetzen - und damit auch nur halbwegs vernünftige Prognosen der Entwicklung der Fundamentalwerte, da dann alle Bewertungsunterschiede nivelliert würden. Die Frage, ob bzw. was die stark zunehmenden Indexfonds daran ändern werden, hatte ich hier auch schonmal gestellt - die Themen drehen sich im Kreis. Indexfonds sind zwar mechanisch, aber nicht valueorientiert, sondern eher prozyklisch (sie kaufen vermehrt das, was schon gestiegen ist).

    Die Studie wurde glaube ich auch in einem Buch von Dreman zitiert.
    Al Sting : VOR der Indexaufnahme entwickeln sich die Werte natürlich überdurchschnittlich positiv - deswegen werden sie schließlich i.d.R. aufgenommen: Bei angenommen zumeist gleichbleibender oder sich nur wenig/langsam verändernder Aktienanzahl bedeutet steigender Börsenwert eben steigende Kurse. Selbst für diejenigen Aktien, die knapp unterhalb der Kriterien für die Indexaufnahme bedeutet dies: Interessant sind sie nur, wenn sie künftig steigen. Wenn Du aber das vorhersagen kannst, kannst Du Dich gleich danach richten, ganz unabhängig von der Indexfrage.
    Salopp gesagt, das ist wie der Rat: "Kaufe für das nächste Jahr die Aktien, die am Ende des Jahres im Rückblick in diesem Jahr am stärksten gestiegen sein werden."

    So, jetzt bin ich das Opfer von Kreditkartenbetrug geworden. Heute kam Post vom Betrugspräventionsteam der DKB/Sparkassen, dass sie verdächtige Umsätze bemerkt hätte. Sehr viele Abbuchungen, alle wurden zurückgewiesen und die Karte danach gesperrt, ein Umsatz über mehr als 300 Euro ging jedoch durch. Sie senden mir das Reklamationsformular zu. Weiß jemand, wie die Chancen stehen, das Geld zurückzubekommen?


    Eigentlich unglaublich, wie wenig sicher selbst derart sensible Daten sind! Das wird mir eine Lehre sein, die DKB-Kreditkarte für Käufe einzusetzen, wo ich auch einen Großteil meines Cashs verwahre (beides wegen den besten Konditionen). Bzw. überhaupt Kreditkarten einzusetzen, wo nicht unbedingt notwendig.

    Was bedeutet denn "manuelle Anforderung"? Das Wasser im Warmwasserspeicher ist entweder warm oder kalt, und wenn es kalt ist, reicht es nicht mal, um etwas heiß abzuspülen oder sich die Hände zu waschen - bzw. nur mit dem lauwarmen Wasser, das eben noch vom Morgen übrig ist. Oder meinst Du mit manuell, das es an der Heizung im voraus so eingestellt wird, wenn ihr vorher wisst, dass ihr mal abends duschen wollt?
    Einen Warmwasseranschluss haben übrigens nur noch die allerwenigsten Waschmaschinen (10 von knapp 1500 Modellen bei Idealo). Bei Geschirrspülern hat es, wenn überhaupt, ohnehin nur Sinn bei System mit Zirkulationspumpe - sonst wird lediglich das Kaltwasser aus der Leitung gezogen.

    Ich hatte bei Ryanair einen ähnlichen Fall - es gab Triebwerksprobleme und es mußte eine neue Maschine aus Irland eingefolgen werden, mit Verspätung natürlich. Trotzdem behaupteten sie, es seien Gründe vorgelegen, die außerhalb ihres Einflußbereiches gelegen habe und es gebe kein Geld.
    In diesem Fall würde ich normalerweise auch klagen - die RA- und Gerichtsgebühren zahlt ja ohnehin die Fluggesellschaft, die übrigens in der Pflicht ist, nachzuweisen, dass sie nichts dafür konnte -, aber Ryanair müßte man wohl in Dublin verklagen, und welcher Rechtsanwalt kennt sich schon mit irischem Recht aus? Da ist Fairplane und Co. dann wohl doch die bessere Alternative.

    Warum ausgerechnet Grund und Boden bzw. wenn diese Aussage, dann warum nur auf Grund und Boden?


    Ich will mich ja nicht unbeliebt machen und Geister der Vergangenheit beschwören, aber es ist doch klar:
    Grundbesitz - genauso wie übrigens Bodenschätze - ist nicht das Ergebnis irgendjemandes Arbeitsleistung, sondern war schon vorher da, vor uns allen. Das wird wohl einen Unterschied zu anderen Eigentumsformen ergeben - und weniger die Besteuerung, sondern die private Aneignung moralisch rechtfertigungspflichtig machen.

    Damit war nicht gemeint, Grund und Boden solle vergesellschaftet und anschließend verpachtet o.ä. werden.
    Abgesehen davon, dass die nachträgliche Konfiskation juristisch unmöglich (GG) und auch ungerecht wäre, wäre auch eine (selbst unbefristete) Verpachtung unpraktisch. Es würde aber z.B. die Grundsteuer rechtfertigen (die vor in solcher Hinsicht sogar eindeutig zu niedrig wäre). Nur so ein Gedanke - ich würde gar nichts (Wesentliches) ändern wollen.

    ... dass prinzipiell sowieso alles dem Staat gehört und pricates (Unter)Eigentum eigentlich nur ein temporäres Nutzungsrecht darstellt


    Btw: Auf Eigentum an Grund und Boden trifft das zu - man sollte es lediglich als Nutzungsrecht begreifen. Ich sehe keinen Grund, warum es von Vorneherein jemand Bestimmtem gehören sollte und nicht der Allgemeinheit.

    Nachzutragen: Die Halbjahreszahlen von Groupe Guillin vor ein paar Tagen waren fantastisch. Leider reagierte der Kurs nur kurz und fiel schon wieder auf das Niveau vor der Meldung zurück.
    http://www.groupeguillin.fr/up…ptes_semestriels_2014.pdf


    Umsatz nur +7%, aber Nettoergebnis +60,6% ggü. Vorjahreshalbjahr, Verschuldung -17%


    Das Nettoergebnis der letzten Halbjahre sah damit wie folgt aus, in Mio. Euro:
    HJ1/13 - HJ2/13 - HJ1/14
    10,9 - 13,8 - 17,5
    => TTM 31,3 Mio. Euro und damit KGV 8,0 bei Kurs 135 Euro. 200 Euro sollten drin sein.

    280 Euro finde ich als Kursziel eigentlich zu wenig - das wäre nur das, womit ich mich für einen Verkauf wohl zufriedengegeben hätte, da ich angesichts der Gesamtmarktlage eigentlich raus möchte. Aber ich kann nicht. KGV 10 (derzeit: 8) bei einem nettoschuldenfreien (sic! - nicht einmal nur nettofinanzschuldenfrei, eigentlich sogar: mit erheblichem Cash, derzeit 37% des Börsenwertes) ist doch unterdurchschnittlich. Bei Groupe Guillin ähnlich.

    Zitat

    Zunächst einmal: Ein echter (Value-)Investor, der nicht auf die Veränderung der Laune des Marktes und damit kurzfristige Preisschwankungen setzt (wie der Spekulant), sondern auf den inneren Wert eines Unternehmens, bewertet und investiert in ein Unternehmen doch grundsätzlich wie für die Ewigkeit, will also, wie beispielsweise Warren Buffett, eine einmal erworbene Aktie eigentlich gar nicht wieder veräußern? In diesem Fall würde ein Delisting für einen solchermaßen langfristig am erwarteten Zahlungsstrom des Unternehmens interessieren Aktionär rein gar nichts ändern


    Nein. Ich investiere nicht für die Ewigkeit, sondern nur solange, bis sich die Aktie dem fairen Wert angenähert hat, oder bis sie nicht mehr günstig ist oder durch günstigere ersetzt werden kann. Als Privatier will man schließlich auch von den Verkäufen leben - andernfalls müßte wenigstens eine angemessen hohe Dividende gewährleistet sein, was bei den meisten AGs nicht der Fall ist. Sprich, gerade für den privaten Value-Investor macht die Börsennotiz einen Unterschied aus.


    Zitat

    Warum findet sich keine Börse oder einen Broker wie Tradegate etc. (mit oder ohne Zusammenarbeit mit einem Wertpapierhandelshaus), um eine Handelsplattform für Aktien nach einem Delisting auch ohne die Zustimmung der Gesellschaft einzurichten?


    Theoretisch hast Du wohl recht, in der Praxis funktioniert der Markt hier halt nicht. Ist halt einfach so.

    Und was nützt eine Kennzahl ohne Angabe des Kurses, auf den sie sich bezieht?
    ISINs oder ähnliches zur eindeutigen Identifizierung gibt es dann wohl auch nicht?

    Bei MDB gibt es nochmals 30 Cent "Abschlagszahlung auf Liquidationserlös", ca. Anfang August.
    http://www.mdb-ag.com/content/blogsection/2/93/lang,de/
    Laut GB 2013 soll bis Ende 2014 die Liquidation beendet sein. Das erscheint als anspruchsvolles Ziel, läuft derzeit doch noch eine Klage gegen einen ehemaligen Wirtschaftsprüfer über 900.000 Euro (18,5 Cent pro Aktie). Ein anderes Verfahren hat man zwar gewonnen, konnte aber nicht einmal die Hälfte davon in China tatsächlich eintreiben mangels Solvenz des Gegners. Bilanzielles EK derzeit bei 42 Cent pro Aktie. Zu kaufen gibt es an der Börse nichts mangels Angebot (letzte Taxe: 46 Cent). Interessant also nur für diejenigen, die noch investiert sind.

    Da die Zinsen bei null sind, ist das Kursziel für den DAX jetzt unendlich - und wenn sie negativ werden, sogar noch ein bißchen höher. ;)