Posts by Winter

    Mit dem verbindlichen Buchen des Sommerurlaubs sollte man vielleicht doch warten.....


    Das heißt doch auch, daß wohl ganz 2021 schwierig bleiben wird. Wenn man alles ungebremst laufen lassen würde, bekommen wir noch eine dritte Welle, und auch wenn wie bereits bemerkt würde, die Vulnerablen bereits geimpft sind, dürften dann alleine aufgrund der schieren Zahl auch Jüngere auf den Intensivstationen landen - und dies wiederum könnte Beschränkungen dann nötig machen bzw. die Vorsichtigen von einer Rückkehr zur Normalität abhalten.

    Die irische Stempelsteuer wurde lediglich für das Wachstumssegment der Dubliner Börse abgeschafft (ESM). Die Stempelsteuer in Irland - und vermutlich auch im UK - fällt nur für Käufer an. Aber ich meine in Erinnerung zu haben, von Consors die Auskunft erhalten zu haben, daß sie tatsächlich nur in Irland anfällt, weil ich mich noch darüber wunderte, wer dann überhaupt noch dort kauft - das ließe sich ja relativ leicht umgehen und sie ist mit 1% auch hoch genug, daß sich das lohnen würde (genau das war ja auch immer das Argument gegen eine nationale Finanztransaktionssteuer).


    Seit 16. Januar 2021 ist in Spanien ebenfalls eine FTT in Kraft in Höhe von 0,2% für AGs mit Börsenwert über 1 Mrd. Euro. Genaueres dazu (betroffene Wertpapiere siehe unter "fees" unten): https://ibkr.info/de/article/3632

    Leider steht auch hier wieder nicht dabei, ob das nur für Käufe an der spanischen Börse gilt, oder überall.

    Ich dachte Buffett hätte von sämtlichen Bankaktien verkauft, außer Bank of America?

    Seit der GFC war es immer ein Fehler, Bankaktien zu halten - gemessen am europäischen Bankenindex sogar schon mindestens die letzten 30 Jahre. Irgendwann ist es vielleicht auch mal zu viel, aber das ist sogar für mich zu hart.

    Ich würde in Banken generell nicht investieren, weil das für mich eine Black Box ist, genauso wie Biotech oder Explorer, bloß mit umgekehrtem Chance-Risiko-Verhältnis. Eine Biotechfirma oder ein Explorer hat ständig geringe Kosten, aber im unwahrscheinlichen Fall, daß sie erfolgreich sind, haben sie den Jackpot - ein Vervielfacher. Eine Bank verdient ständig eine geringe Marge, aber im unwahrscheinlichen Fall einer Krise (die bekanntlich alle paar Jahrzehnte vorkommt) und sie nennenswert Kreditausfälle haben, sind sie pleite. Die coronabedingte Insolvenzwelle könnte erst noch bevorstehen...

    Charts werden bei Spin-Offs ebenso wie Split's oder Kapitalerhöhungen korrigiert.

    .. und wie funktioniert das? Bei Spin-Offs gibt es keinen theoretisch errechenbaren Betrag wie bei Kapitalerhöhungen oder Dividenden. Oder nimmt man den ersten Kurs des Spin-offs? Oder bereinigt man um den Kursabschlag am Tag danach? Das wäre nicht exakt, weil es die "natürliche" Kursveränderung an diesem Tag ignoriert.

    Die Spin-Offs machen die langfristigen Charts eigentlich unvergleichbar, z.B. auch bei Bayer.

    Edit: Spin-off heißt doch, die Altaktionäre erhalten anteilig die Aktien einer Tochterfirma. Am Tag des Spin-offs müßten die Aktien der Mutter dann eigentlich mit Abschlag notieren. Bei einem Börsengang nicht, denn da erhält die Mutter schließlich Geld als Gegenleistung. In der Tat hält Bayer seltsamerweise noch 3% von Covestro, und Siemens 45% von Siemens Energy - wie kann das sein?

    Tesla und Bitcoin dürften Ausdruck derselben Blase sein, genauso wie Story-Stocks aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor - bis um 2000 waren es Internet-, Telekom- und Biotechaktien, bis 2007 Rohstoffaktien, diesmal eben Wasserstoff. Plus natürlich solche Sachen wie Hertz, "Signal" etc.

    Smartbroker bietet auch L&S für 1 Euro an und Gettex sogar kostenlos (jeweils ab 500 Euro Ordervolumen), jedoch zzgl. Fremdspesen.


    Von Lynx kam heute eine E-Mail zur Depotmigration: https://hilfe.lynxbroker.de/service/faq/wie-sicher-ist-lynx/


    Quote

    Nichtsdestotrotz sind Finanzinstrumente und Barmittel der Kunden von den eigenen Vermögenswerten der IBKR getrennt. Dies war bereits bei IBUK der Fall und ist ebenfalls bei IBIE der Fall. Folglich stehen die Vermögenswerte der Kunden nicht den Gläubigern der IBIE zur Verfügung, sondern müssten an die Kunden zurückgegeben werden. Sollte die IBIE aus einem unvorhergesehenen Grund (z.B. Betrug) nicht in der Lage sein, alle Ihre Gelder zurückzugeben, entschädigt die Sicherungseinrichtung 90% des Verlustes bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 €.


    Die 20.000 Euro Entschädigung wären also nur relevant, falls IBIE der Trennung nicht nachkäme, wie von Balkenchart vermutet.

    Neue Wendung: Offenbar werden auch die Barmittel getrennt verwahrt, allerdings bei Fremdbanken - ob da die Einlagensicherung pro Endkunde gilt? Die 100.000 Euro Einlagensicherung, die europaweit gilt, wird nirgends erwähnt (auch im Videointerview mit Herrn Rimpfl nicht).


    Quote

    Um Kunden weltweite Handelsmöglichkeiten sämtlicher Arten von Finanzinstrumenten zu bieten, ist das Depot rechtlich unter IBIE, einer Tochtergesellschaft von IBKR, aufgebaut. Sowohl die Barmittel als auch die Finanzinstrumente der Kunden müssen getrennt vom Vermögen der IBKR gehalten werden. Jegliche Bargeldpositionen oder Finanzinstrumente, die bei dritten Finanzinstituten verwahrt werden, sind zugunsten der Kunden tituliert und werden auch im Falle eines Ausfalls oder Konkurses des Brokers getrennt. IBKR nutzt eine Reihe von Banken zur Verwahrung von Kundengeldern, um ein Konzentrationsrisiko bei einem einzelnen Institut zu vermeiden. IBKR führt ebenfalls routinemäßige Überprüfungen dieser Verwahrkonten durch.


    Broker können Verzögerungen, die mit der Übertragung von Eigentumsrechten verbunden sind, vermeiden und Trades schnell zu minimalen Kosten ausführen, indem sie Finanzinstrumente im sogenannten „Street Name“ verwahren. Das bedeutet, dass die Finanzinstrumente bei der Verwahrstelle auf den Namen von IBKR lauten, die Eigentumsrechte aber dem jeweiligen Kunden gehören. Im unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz können Gläubiger aufgrund der vorherrschenden Eigentumsrechte der Kunden nicht auf die Vermögenswerte der Kunden zugreifen

    Bei uns wird eine eigene Biotonne angedacht, anstatt daß Grünzeug wie bisher im Restmüll landet - geschätzte Zusatzkosten 75 Euro im Jahr pro Haushalt (alternativ selber kompostieren oder anliefern).


    Sollte der Goldpreis die Inflation nicht schon die letzten 20 Jahre abgebildet haben (Versechsfachung)? Es gab bisher nur eine Korrelation zu den Realzinsen, wobei sich da fragen läßt, bezogen auf welche Währung denn. Wenn die Zinsen niedrig bleiben (müssen), wäre der Realzins bei steigendem Verbrauchsgüterpreisniveau negativ - dann erhöht sich der Druck, Alternativen zum Sparbuch zu finden.

    Es ist ein Märchen zu glauben, man könne mit Zuwanderung irgendwelche Probleme lösen, sie schafft nur dicke neue. Erst recht nicht in diesem Ausmaß. Deutschland hatte nie qualifizierte Zuwanderung und ist auch für solche Zuwanderer wohl gar nicht interessant.

    Weißt Du vielleicht, ob bei der italienischen Leonardo SpA die gleiche Problematik besteht? Die sind ähnlich günstig und stehen auch bei der Hälfte des Prä-Corona-Kurses. Bei Backcock IG wäre die Frage, wann das alles eingepreist ist, oder ob man besser bis Mai abwartet. Kurs aktuell noch oberhalb meiner Erwähnung Anfang September - ich hatte genau das Tief erwischt. Solche Meldungen können ja auch Einstiegsgelegenheit sein.

    Mears Group dürfte auch langfristige Verträge haben.

    Dachte ich auch schon - aber danach läuft man halt ohne Beschränkungen wieder in nahezu exponentielles Wachstum hinein (genauer: logistisches, aber wir dürften immer noch im unteren/linken Teil dieser Kurve sein). So würgen wir uns halt jetzt bis zum Ende der Grippesaison durch, also wohl bis (Ende) März?

    Ups, ich hatte bezüglich Tesla vergessen: Die darf man eh nicht als Autobauer bewerten, sondern als Softwarefirma! Weil, ist ja klar, jedes zusätzlich produzierte Auto kostet die ja gar nichts!!!

    Jedenfalls KOSPI mehr als verdoppelt seit dem Corona-Tief! Keine Ahnung, durch welche Art von Aktien das getrieben ist. Es hieß ja bei GMO, Value-Aktien in den Emerging Markets seien noch günstig...

    Grumpf. Ich hab bei EVN leider gezögert, und wollte nicht dem Kurs hinterherrennen, auch wenn dieser Aspekt der Bewertung jetzt sogar noch besser ist. Denn die Rechnung stimmt auch hier so nur, wenn man davon ausgeht, Verbund sei an der Börse fair bewertet (die standen vor Corona bei 50, im Tief bei 30 und jetzt bei 80€ - Wahnsinn). Den Verbundanteil mal gedanklich ausgeblendet ist EVN bei mittlerweile über 19 Euro (stöhn) leider nicht mehr so günstig ... also z.B. in Bezug auf Dividendenrendite oder KGV (da ohnehin einschließlich des konsolidierten Verbund-Anteils). Oder auch was das eigene operative EVN-Geschäft angeht. Den Verbundanteil müßte man eigentlich pro EVN-Aktie ausrechnen zum Hinzuaddieren/Subtrahieren - denn die konsolidierten Verbund-Gewinne sind kein geringeres Multilpe weniger wert im EVN-Abschluß.


    Noch was am Rande: Bei dieser Betrachtung wird unterstellt, daß EVN diese Beteiligung steuerfrei veräußern könnte - ich weiß nicht, ob das in Österreich der Fall ist? In Deutschland wurde das glaube ich um 2001 so geregelt.

    https://www.spiegel.de/politik…63-4a47-ba9b-352d9edecb65

    Quote

    In Landkreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sollen sich Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen. Baden-Württemberg plant derzeit keine entsprechende Regel. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sollen Kommunen darüber entscheiden. In Thüringen gilt die Regel als Empfehlung, im Landkreis Hildburghausen allerdings als verpflichtend. Rheinland-Pfalz will Maßnahmen in Hotspots eng mit den Kommunen absprechen. In Schleswig-Holstein soll es keinen Automatismus für die Regel geben. Bei der Umsetzung sollen auch die Gründe für das Ausbruchsgeschehen berücksichtigt werden.


    Alles klar?

    Rechenfehler, woodpecker: Das wären allerdings über 42% p.a. ausgehend von zuletzt 811$. Die MCap wäre dann das 24fache, nämlich 18.900 Mrd. USD... Aber hey, vielleicht gibt es dann genauso viele Tesla-Jünger wie heute Apple-Fans, bei gleich hohen Profitmargen - statt jedes Jahr das neue iDings für 700$ kaufen die halt alle 10 Jahre ein neues Tesla-Modell für 70.000$, das rechtfertigt dann den zehnfachen Börsenwert (Apple wird ja dann auch teurer sein)

    Apropos: In diesem Bullenmarkt - und trotz zweier leicht negativer Kalenderjahre ist es klar ein durchgängiger Bullenmarkt - hat der S&P500, also der eine Kursindex noch ohne Dividenden, um das 5,65fache seit dem Märztief 2009 zugelegt! Selbst seit dem Hoch von 2007 sind es rund 145%. Das stellt die Hausse der 80er Jahre in den Schatten: In den 12 Jahren von 1982 bis 1994 stieg der S&P500 bei damals deutlich höherer Inflation weniger, nämlich von 102 auf 482 Punkte.

    Leider oder besser: zum Glück sagt das wenig aus über andere Märkte (DAX/Kurs-DAX und EuroStoxx 50 sind auch in der Hinsicht deutlich zurückgeblieben, nicht nur in der Bewertung) oder gar über Chancen bei deutschen Nebenwerten. Mir scheint die Gefahr aber sehr hoch, daß US-Aktien, erst recht Tech-Werten, die nächsten verlorenen 15 Jahre bevorstehen.