Posts by Winter

    Sieht so aus, als ob es bei allen Banken aus dem deutschsprachigen Raum nicht geht. §$%&#! Bei IB auch nicht.

    Solange das so ist, sind dahingehend weitere Überlegungen müßig. Ich habe mal Anfragen bei Consors und Sbroker gestartet und darum gebeten, daß sie darauf hinwirken, das zu beenden. Ganz rund scheint mir die Geschichte mit den Lagerstellen nicht. Es könnte auch irgendein weiterer Broker als Dienstleister sein, der da involviert ist, worauf die Info vom Sbroker hindeutet.


    Beim ADR in Frankfurt sehe ich die Schnäppchenkurse nicht. Der war durchaus nicht immer teurer, wenn man sich den Verlauf anschaut. Statt 3,48€ müßten es unter 2,40€ sein! In den USA gab es im Oktober mal ein hohes Volumen von 20.000 Stück zu 0,50$. Ein echtes Schnäppchen für den, der da auf der Lauer lag, aber leider sonst kaum Volumen.

    Die ADRs notieren in Frankfurt wie geschrieben mit Aufschlag gegenüber dem umgerechneten Kurs der Originalaktien in London.


    Gerade mit der DKB telefoniert. Es gebe zwei Lagerstellen, über welche die Aktie gehalten werden könne, Clearstream Germany und Clearstream Luxemburg. Ich bin mir jetzt aber nicht mehr sicher, ob er damit möglicherweise nur den Unterschied zwischen der Aktie in London und dem ADR in Frankfurt meinte. Sie arbeiteten jedenfalls nur mit Clearstream Germany zusammen, und bei denen sei die Aktie gesperrt (was die Frage aufwerfen würde, welche Lagerstelle denn der ADR hat, doch wohl auch Clearstream Germany, und warum dann die Aktie gesperrt ist, aber nicht der ADR - jedoch s.u.). Er meinte weiter, daß es wohl bei einigen Banken doch ginge und nannte auf Nachfrage die Deutsche Bank. Bei Consors und beim Sbroker ist es das gleiche, bei letzterem lautet die Meldung: "Die Order wurde seitens des Auslandsbrokers nicht akzeptiert. Das Wertpapier ist dort zum Handel ges" (vermutlich: gesperrt). Kann es jemand von Euch mal bei anderen Banken ausprobieren mit einer Testorder? WKN A1JLWT.

    Ich halte ja in Frankfurt gekaufte Original-Aktien bei der DKB und fragte noch, ob man die übertragen könne auf die andere Lagerstelle. Antwort: wohl nein, was ja auch zu erwarten ist, wenn sie nicht mit der zusammenarbeiten.


    Wenn ich für letztgenannte Aktien eine Verkaufsorder in London aufgebe, wird sie nicht gestrichen, sondern es kommt schon vor der Bestätigung eine (nichtssagende) Fehlermeldung. Ich dachte mir, daß das daran liegt, daß es eben zwischen Frankfurt und London unterschiedliche Lagerstellen gibt, was normalerweise auch so ist. Da ist der Unterschied der Lagerstellen nachvollziehbar, aber doch nicht für den Kauf in London?! Gleicher Börsenplatz = gleiche Lagerstelle? Oder erklärt sich damit auch irgendwie der Unterschied zu den ADRs in Frankfurt? Ich hoffte nämlich, daß bei der DKB wenigstens der Verkauf noch ginge, so wie bei IB, durch entsprechenden Übertrag von Frankfurt nach London.


    PS. Polymetal schreibt ausdrücklich, daß fast 90% der Aktien bei Euroclear gehalten werden. Das ist die Konkurrenz zu Clearstream. Das macht es noch seltsamer, aber vielleicht liegt genau darin der Schlüssel zur Erklärung der verschiedenen Lagerstellen.

    Ja stimmt. Evtl. attraktiver(er) Uranmarkt vs. günstigere Bewertung. +200% Unterbewertung sehe ich bei Polymetal auch locker. Einen evtl. Bewertungsabschlag für Kasachstan und Russland gab es vorher auch schon. Die Sitzverlegung wird stattfinden, und Dividenden werden wieder fließen. Vermutlich erst im nächsten Jahr, und dann wohl erst auf niedrigerem Niveau, auch wegen der Verschuldung.

    Vielleicht zahlen sie selbst etwas mehr Steuern als bisher, und die Handelbarkeit ist nicht garantiert (der russische Teil wird den Rechtssitz ebenfalls in Kasachstan haben, oder wo auch immer sie hinziehen werden, aber es ist auch ein Risiko, wie unsere Compliance-Tanten das einschätzen werden - pro forma ist Polymetal schließlich schon heute keine russische Firma, wegen des Sitzes auf Jersey).


    Es sind unterschiedliche Konstellationen, was ja auch ganz nett ist.


    Dieser "Pulverdampf", wie Du es nanntest, sollte uns nicht unbedingt schrecken. Das erklärt halt auch die Chance. Die ADRs notieren auch deutlich höher, der Kurs in Moskau noch viel mehr. Beides deutet auf institutionellen Verkaufsdruck hin. Möglicherweise erklärt die eingeschränkte Handelbarkeit in London selbst den aberwitzigen niedrigen Kurs.

    Der ganz überwiegende Teil der Aktionäre hält via Euroclear und viele davon wiederum werden auch westliche sein, also nicht unbedingt mit Zugang zu Astana. Den Streubesitz schätzen sie auf 75%, und sie werden sicherlich alles versuchen, die Notiz in London zu behalten, notfalls über ein GDR.

    Ach ja, die ADRs gibt es ja auch noch, die verrückterweise sogar noch in Frankfurt (und US OTC) gehandelt werden - wahrscheinlich gehen die sogar bei der DKB?! Ich habe mich noch nicht damit auseinandergesetzt, wie diese einzuschätzen sind, und was nach der Sitzverlegung und dem Split damit passieren wird. Ggf. sollte es möglich sein, die zugrundeliegenden Aktien zu erhalten. Aber wo sind diese hinterlegt, Euroclear oder NSD?


    Sie haben jetzt schon eine Notierung an der AIX, vielleicht geht es also nur um das Marktsegment. Das wäre mir egal, das spielt nur für andere (Instis) eine Rolle.


    Ja, die Aktie ist eigentlich auch nicht riskanter als Kazatomprom! Und die Dividende wird nicht niedriger sein als die von GKP, wenn sie wieder aufgenommen wird. Die und Petrobras und Ferrexpo würde ich sogar als riskanter einschätzen. Beim russischen Teil wird das Problem eher die Handelbarkeit sein, nicht operativ wie bei den anderen drei. Ob sie attraktiver ist als KAZP, hängt auch davon ab, wie man jeweils den zugrundeliegenden Rohstoffmarkt einschätzt. Alleine der Kasachstan-Anteil dürfte auch heute noch mehr wert sein als der komplette Börsenwert, und die Bewertung niedriger. Die Finanzzahlen kommen erst noch.

    Die Order wurde bei der DKB zwar angenommen - anders etwa als eine Probe-Verkaufsorder in London für in Frankfurt gekaufte Stücke (Problem mit der Lagerstelle) -, jedoch wird sie sofort gestrichen. Übereifrige Compliance macht arm! Vermutlich sitzt das Problem bei einem nachgelagerten Dienstleister, so daß eine Beschwerde wenig aussichtsreich ist. Privatkunden können nicht, die Institutionellen dürfen nicht mehr investieren - das ist ein Paradies für mittelgroße Investoren mit Zugang über einen entsprechenden Broker, der den Handel noch ermöglicht (vgl. auch den Kurs zur Moskauer Börse).

    Polymetal heute mit meiner Einschätzung nach guten Produktionsergebnissen für Q4. Kaum verändert zum Vorjahr. Der starke Rubel und die Kosteninflation machen sicherlich zu schaffen.

    Trotzdem brach die Aktie heute in London zwischenzeitlich dramatisch ein, von 346 Pence am Vortag bis auf 203, zuletzt wieder erholt auf nur noch -20% auf 276. Ich verstehe nicht, warum. Das ergibt absolut null Sinn. Die Sitzverlegung war doch die ganze Zeit schon angedacht, und das derzeit favorisierte Kasachstan war dafür bisher schon die naheliegendste Jurisdiktion, wegen Sprache und operativer Präsenz. Sie denken auch über ein u.U. exklusives Listing in Astana nach. Eine Aufspaltung könnte evtl. später noch erfolgen. Eigentlich genau das, was ich für richtig hielt. Wenn jedoch das Listing in London komplett verloren ginge, für beide Einheiten, selbst im Freiverkehr, könnte ich die Aktie nicht mehr verkaufen. Es gibt m.W. keinen Broker, der Astana ermöglicht, und an der Börse Moskau wird so schnell kein Handel über IB oder andere westliche Broker möglich sein, zumal die Aktien dafür auch beim NSD hinterlegt sein müßten anstatt bei Euroclear.


    Wenn ich das richtig sehe, kann Polymetal (WKN A1JLWT) bei der DKB wieder in London gehandelt werden! Wenn auch zu bekannt hohen Gebühren und schlechtem Wechselkurs. Nicht jedoch bei IB! Ich hab auch schon genug, wenn ich die Kaufkurse zugrundelege, jedoch nur eine normale Position mit dem aktuellen Kurs. Auch wenn wegen der o.g. Faktoren eine Rückkehr zum zweistelligen Vorkriegskursniveau nicht unbedingt erwarte - Polymetal ist immerhin operativ niedrig gehebelt -, ist die Aktie dennoch bei gleichbleibendem Goldpreis ein künftiger Vervielfacher. Alternativ eben weit zweistellige Dividendenrendite, damit kann ich auch leben. So gesehen sollte ich vielleicht nachkaufen, da das derzeit das beste Chance-Risiko-Verhältnis ist und dazu recht unabhängig vom sonstigen Aktienmarkt.

    Das hast Du doch einen Beitrag weiter oben selbst überlegt: Wenn künftig z.B. nur noch halb so viele Autos zugelassen werden, weil viele auf den ÖPNV umsteigen, weil sie zu Hause (und derzeit ja auch unterwegs) keine Lademöglichkeit haben, oder die günstigen Kleinwagen verschwinden (gut, die spielen heute schon keine große Rolle mehr), dann würde das Sinn ergeben. BMW exportiert glaube ich mittlerweile viel nach China?

    Weniger gefahrene Auto-Kilometer müßte freilich nicht zwingend weniger verkaufte Autos bedeuten.

    Könnte das der (oder ein) Grund sein, warum Autoaktien generell so günstig sind? Weil zumindest der europäische Markt absichtsvoll kaputt gemacht werden soll?

    Auch Bitcoin schießt seit ein paar Tagen nach oben, von 16.xxx auf mittlerweile fast 20k. Zugleich auch die Aktienindizes, S&P500 wieder bei 4000. Zumindest in den letzten paar Tagen steigen sogar die Zinsen. Auch die anderen Rohstoffe steigen, sowohl Industriemetalle als auch Öl. Welchen Sinn ergibt das? Als ob ein neues QE-Programm eingepreist wird. (Bei einem inflationären Boom = Katastrophenhausse müßten doch wenigstens die Zinsen stark steigen, wenn niemand mehr Nominalwerte halten will)

    Witchdream, das ist doch das, was damit gemeint ist. Unternehmenswert = Enterprise Value = Börsenwert der Aktien + Nettoschulden. Im Falle von Nettocash wird letzteres negativ und u.U. der gesamte EV.


    Der Chart ist eigentlich als hervorragend zu werten! Fünf Jahre vergangen seit dem Hoch, und seit dem noch höheren Hoch in Euro von 2015 sind jetzt über sieben Jahre vergangen. Dürfte also zu den Aktien mit der schlechtesten RS (und damit besten) in diesen Zeiträumen gehören. Aber es ist eine Staatsfirma.

    Ich hatte Cliq Digital 2020 mal mechanisch gekauft wegen KGV + RS. Nicht nur die Zahlen sind intransparent - nicht umsonst ist die Aktie auch im Bumsbuden-Portfolio, sondern das Geschäftsmodell sind Abofallen - wenn überhaupt. Ich bin damals schon auf sehr kritische Analysen gestoßen, nach deren Aufkommen ich dann verkauft hatte, leider wieder mit etwas weniger als 100% Gewinn. Überhaupt war nur eine der unzähligen Tochtergesellschaften profitabel. Vom Vorstand wirst Du auch nie eine verständliche Beschreibung erhalten, was die überhaupt machen! Such doch mal nach ihrer tollen App mit den Filmen, Hörbüchern und Musik, quasi die deutsche Alternative zu Netflix? Bumsbude par excellance!

    Freilich: die Aktie wird derzeit von "Kleiner Chef" auf w:o gepusht. Ich würde trotzdem unbedingt die Finger davon lassen.


    PS. Wozu ein chinesischer Autohersteller? Es gibt doch in Europa auch günstige wie Renault oder Stellantis, die Du glaube ich bereits hast. Auch BMW hat eine ordentliche Dividendenrendite.

    Daraus folgt aber nur, daß es ein großes Angebot an Euros gibt, nicht aber eine Nachfrage danach - oder wozu brauchen Russen Euros im Tausch gegen Lira? Beides müßte aber gegeben sein für einen liquiden Markt mit Bargeld. Eine so geringe Spanne - 0,15% für Euro oben! - habe ich glaube ich noch nirgends gesehen, nicht auch nur annähernd. Erst recht nicht bei einer Währung, die eher große Ausschläge verzeichnet. 0,15% sind ja bereits innerhalb einer Tagesschwankung am Devisenmarkt, z.B. heute bereits +0,13%! Auch davon sollte der Spread abhängen, denn das ist ja ein Risiko, das eingepreist werden muß, wenn am Ende des Tages Bestände übrigbleiben.

    Ich sage, der Chart hängt davon ab, ob man USD oder EUR betrachtet, und warum der in USD maßgeblicher sein soll, hat sich mir nie erschlossen. In Euro ist aber auch ein Ausbruch zu sehen.

    Über diesen Beitrag war ich auch mal gestolpert, habe aber schon beim Überfliegen abgewunken. Was soll daran billig sein?! KGV 13, Dividendenrendite 1,x%, hohe Schulden, die reduziert werden sollen - diese Geschichte wird man fast überall hören oder könnte man jedenfalls fast überall erzählen. Nach den harten Zahlen ist das alles andere als billig und das bei Rekordmargen!

    Erdogans unorthodoxe Geldpolitik ist immer noch inkraft, und wenn die Lira weiter regulär fällt, was sie auch bei nur 20% Inflation tun sollte, kann es immer noch sein, dass das Konstrukt mit den garantierten Einlagen fällt, denn wenn es genügend Sparer in Anspruch genommen haben, ist das für den türkischen Staat auf Dauer nicht finanzierbar. Nur solange die Lira stabil bleibt. Das ist für mich nicht einschätzbar, ich halte aber alles für möglich. Aktuell läuft es aber ganz gut.

    Der Cashbestand ist typischerweise am 31.12. am niedrigsten, d.h. er wird wohl noch weiter fallen. Der o.g. EV ist daher zu optimistisch. Man wird wohl eher mit dem niedrigsten Cashbestand im Zyklus rechnen. Ich frage mich auch, ob sie den Cashbestand aus regulatorischen Gründen vorhalten müssen und er somit beim EV nicht abgezogen werden dürfte, weil operativ benötigt. Die jetzt gezahlten 29 M€ müßte man ebenfalls noch abziehen, also aktuell eher 62 M€ Nettocash.


    Es wurde im 9M-Zeitraum 2022 ein Verlust von 8,8 M€ berichtet. Ohne die 34 M€ Rückstellung und 1 M€ Coronahilfe wäre es ein Gewinn von 18,8 M€ gewesen oder 1,71€ pro Aktie. Angesichts dessen und der Nettocashposition scheint ein Kurs von umgerechnet 19€ nicht viel, zu dem ich gestern gekauft habe (KGV 8-9). Heute schon wieder +11%, das verstehe wer will. Vorgestern war übrigens eine außerordentliche HV, laut Protokoll ohne bedeutende Information, außer daß sie jetzt einen neuen Verwaltungsrat haben.

    2019 hatten sie 2,28 €/Aktie verdient. Im H1/2022 bereits 1,20€ wie auch in H1/2019, bei praktisch gleicher Aktienzahl. Auch wenn die Rezession erstmal eine Belastung darstellen wird, sollte das ein nachhaltiges Niveau darstellen. Dank der gesunkenen Kostenbasis (-19%) könnte der Gewinn künftig bei weiterem Wachstum sogar höher liegen. Q1 war ja teils noch durch die Coronamaßnahmen belastet.


    Es gibt die Spekulation, daß sie einmal von Booking.com aufgekauft werden.

    Schon klar. Passte bloß gerade hier rein. Vielleicht wird die Gastronomie zu solchen Personaleinsparungen genötigt werden? Nur gehobene Resaurants bieten dann noch den Luxus, daß der Maitre'd vorbeikommt, um einen passenden Wein zu empfehlen.

    Niemand will aber für jedes Restaurant eine eigene App installieren. Das wäre eine Geschäftsidee ... sollen wir zusammen ein Startup gründen? Leider haben wir den optimalen Zeitpunkt zum Wagniskapital einsammeln schon verpasst. Klingt aber praxistauglicher als Flugtaxis, oder?