Posts by Achtsamkeit

    Ok, verstehe. Eine schnelle Überschlagsrechnung ist in so einem Fall einfach viel zu grob und liegt zu weit daneben. Dann lieber gar nicht rechnen oder sich doch die Zeit nehmen und ins Umlaufvermögen einzutauchen. So wie es auch MMI getan hat. Zusätzlich die Zeit zur Klärung der Kreditlinien, was bei Leoni auf die schnelle auch nicht vollständig gelingt.


    In jedem Fall würde mir klar, dass es für mich zu diesem Zeitpunkt keine Turnaround Spekulation wird. Es sieht doch sehr kritisch aus und es ist nicht klar, ob man überhaupt - mit sehr viel Aufwand - zu einer brauchbaren Einschätzung kommen kann.

    Mir ist nicht ganz klar wieviel Kredit sie noch in Anspruch nehmen können. Aber die 753 Mio. Euro kurzfristige Finanzverbindlichkeiten können sie auf jeden Fall innerhalb eines Jahres ohne erneute Refinanzierung nicht zurückzahlen. Und von dem 750 Mio. Euro Konsortialkredit haben sie im 1.HJ bereits 341 Mio. in Anspruch genommen. Wieviel davon bereits 2018 in Anspruch genommen wurde ist mir nicht klar (evtl. 71 Mio.?).

    Bin gespannt wie das ausgeht.


    Zum 30.06.2019:

    Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristiger Anteil an langfristigen Krediten 752.762

    Langfristige Finanzschulden 563.260

    "Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich auf 341 Mio. € (Vorjahr 71 Mio. €) und resultiert im

    Wesentlichen aus der Inanspruchnahme der Linien des Konsortialkredites."


    Aus dem GB 2018:

    "Erfolgreiche kurz- und langfristige Refinanzierung

    2018 hat LEONI die Konzernfinanzierung neu ausgerichtet und die Finanzierung des Unternehmens langfristig

    abgesichert. Im Juni wurde mit einem Konsortium von acht namhaften Banken ein Vertrag über eine Kreditlinie

    mit einem Volumen von 750 Mio. € und einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren abgeschlossen. Damit

    haben wir bilaterale Kreditlinien abgelöst und flexiblen Spielraum für künftiges Wachstum geschaffen. Zur

    Deckung des geplanten langfristigen Finanzierungsbedarfs wurden im November Schuldscheindarlehen mit

    einem Volumen von 331 Mio. € platziert."

    Vielleicht sollte man den DAX auch mal bei +15% innerhalb von 3 Jahren kappen.

    Vielleicht was für Kühni-Kev.

    Vermutlich wird auch noch eine Kappung einführt wieviel eine Partei bei einer Wahl max. verlieren darf ;-)

    Das ist schlecht, keine Frage.


    Dennoch sind bei Wind und Solar die externen Kosten - räumlich und größenmäßig - begrenzter wie bei Atom und Kohle.


    P.S. Womöglich muss man jetzt im obigen Fall Wind- und Solaranlagen bauen, wenn die Fläche landwirtschaftlich nicht mehr genutzt werden kann ;-)

    Es gibt sicher noch ein paar Dächer wo man Solarzellen anbringen könnte. Es muss ja nicht jedes historische Dach sein.


    Auch bei Windkraft On-Shore handelt es sich um eine Doppelnutzung der Fläche (Landwirtschaft, Wald unten und Wind oben) - von der Zuwegung mal abgesehen.


    Richtig wäre aus meiner Sicht für Speichersysteme unterschiedlichster Art die richtigen Anreize zu setzen. So wie es das EEG damals für Photovoltaik und On-Shore-Wind war, sodass ein technologischer Durchbruch gelingt.


    Die Trassen von Nord nach Süd könnte man bauen, wenn man auf Erdkabel setzen würde und/oder die Landeigentümer entsprechend beteiligt. Es ist überwiegend eine Frage des Geldes.


    Die Strompreise würden sinken, wenn man die Stromsteuer abschaffen würde.


    Die paar restlichen Kohlekraftwerke könnte man eindampfen, wenn man den Aktionären von RWE und Co ein Übernahmeangebot unterbreiten würde, welches großzügig gestaltet ist - too dirty to fail ;-)


    Importzölle auf Solarzellen könnte man wieder abschaffen. SolarWorld gibt es nicht mehr. Durch die billigen Module würde der ein- oder andere vielleicht sein Dach nutzen.


    Der Staat hat also genügend Handlungsoptionen, wenn Habeck König von Deutschland wird.

    Schade, dass man wohl nicht erfährt, worin Leute wie Thiele oder Sixt diversifizieren, wenn sie Aktien verkaufen oder große Dividenden einstreichen. Abgeltungssteuer wohl weniger, Staatsanleihen, Wohnblocks, Weideland in Brasilien, Apple, Amazon, Google, Facebook?


    Kann man doch nachlesen:


    "In Uruguay betreibt er eine Estanzia mit 8500 Rindern und 12.500 Schafen. In Südafrika gehört ihm eine Plantage mit 600 Angestellten, die Avocados, Mangos und Zitrusfrüchte anbauen. So wie Knorr-Bremse werfen auch die Landgüter gute Gewinne ab."

    https://www.manager-magazin.de…esessene-a-1154809-2.html


    "Thiele, geboren während der Wirren des Zweiten Weltkriegs, wollte mit 77 Jahren kürzertreten. Mehr Zeit mit der Familie verbringen, häufiger nach Uruguay reisen, wo er eine Rinderzucht betreibt."

    https://www.wiwo.de/erfolg/man…zern-formte/24020308.html

    Bei Salzgitter müsste man vermutlich auch anschauen was der Großauftrag für Nord Stream 2 am Umsatz/Gewinn ausmacht. Das dürfte irgendwann wegefallen.

    Wenn ich regelmäßig 3% meiner Anteile Verkaufe, hat sich die Anzahl meiner Anteile nach 23 Jahren halbiert und bei 4% schon nach 17 Jahren.

    Das mag zwar stimmen, aber wenn die Firma regelmäßigt 3% der Aktien zurückkauft bleibt Dein Anteil an der Firma gleich.


    Mich verwundert die Diskussion etwas, da es doch sehr stark von der Firma (und dem Inhaber / Hauptaktionär) abhängt, was die beste Kapital-Allokation ist.

    ProSieben bei 14,95 typischer Cigar Butt?


    Dividende von 1,19. Ergibt Dividenden-Rendite von ca. 8% in 3 Monaten.


    Der neue CEO hat immerhin ca. 2,5 Mio. Euro bei 22-24 Euro investiert. So schnell wird er die Lichter nicht ausschalten wollen.